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KINOLEXIKON  

 William Friedkin

William Friedkin (2000)

William Friedkin (* 29. August 1935 in Chicago, Illinois) ist ein US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Seine größten Erfolge feierte in den frühen 1970er Jahren mit French Connection – Brennpunkt Brooklyn und Der Exorzist.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Seine Karriere startete William Friedkin in der Poststelle eines Chicagoer Lokalsenders, begann aber schon bald Fernsehsendungen und Dokumentarfilme zu drehen. Bereits sein erster Dokumentarfilm (The People vs. Paul Crump) von 1962 über Paul Crump, der seit acht Jahren in einer Todeszelle saß, brachte ihm den Golden Gate Prize des San Francisco Film Festivals ein und Paul Crump die Umwandlung seiner Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe.

Für das Fernsehen drehte er in dieser Zeit auch Folgen der beliebten Sendungen The Alfred Hitchcock Hour und Alfred Hitchcock Presents. Bei den Dreharbeiten dazu lernte er auch sein Idol Alfred Hitchcock kennen.

Der endgültige Durchbruch kam für Friedkin 1971 mit dem Action-Thriller French Connection – Brennpunkt Brooklyn mit Gene Hackman, Fernando Rey und Roy Scheider. Gedreht mit einem geringen Budget von 1,8 Millionen US-Dollar wurde der Film ein weltweiter Erfolg sowohl bei den Einspielergebnissen als auch bei den Kritikern. Insgesamt gewann er fünf Oscars, unter anderem für den besten Film und die beste Regie (was Friedkin zum jüngsten Regisseur machte, der je den Oscar gewann).

French Connection – Brennpunkt Brooklyn wird inzwischen wegen des beinahe dokumentarischen Stils, der Benutzung der Handkamera und des Verzichts auf das Drehen in Studio-Kulissen als einer der wichtigsten Filme der Ära des New Hollywood gesehen.

Den Erfolg von French Connection – Brennpunkt Brooklyn konnte Friedkin 1973 mit dem Horrorfilm Der Exorzist sogar übertreffen. Er wurde zum ersten Regisseur, der mit einem Film ein Einspielergebnis von mehr als 100 Millionen US-Dollar erzielen konnte. Im Jahre 2001 landete Der Exorzist auf Platz 3 in einer Umfrage des American Film Institute nach den 100 besten Thrillern.

An diese Erfolge konnte er im weiteren Verlauf seiner Karriere nicht wieder anknüpfen. Selbst ambitionierte Projekte wie Sorcerer und der kontroverse Thriller Cruising, der in der New Yorker Schwulen-und S&M-Szene spielt, erwiesen sich als künstlerische und kommerzielle Flops. Für Cruising erhielt er sogar eine Nominierung für den berüchtigten Razzie-Award.

Mit Leben und Sterben in L.A. kehrte Friedkin 1985 zu seinen Wurzeln zurück. Nach Problemen mit Produktionsfirmen wurde es zunehmend stiller um ihn, was seine Arbeit an Kinofilmen betrifft. Dafür wurde der von ihm produzierte Fernsehfilm C.A.T. Squad 1986 ein Quotenerfolg.

Mit dem Kinofilm Jade versuchte er sich 1995 mit mäßigem Erfolg im Genre des Erotik-Thrillers und auch seine letzten Kinofilme Rules – Sekunden der Entscheidung und Die Stunde des Jägers wurden von Publikum und Kritik verschmäht.

Im Jahr 2000 kam Der Exorzist in einer erweiterten und restaurierten Fassung in die Kinos und erwies sich erneut als Kassenmagnet.

Friedkin war viermal verheiratet, unter anderem mit den Schauspielerinnen Jeanne Moreau und Lesley-Anne Down. Seit 1991 ist er mit der Studio-Managerin und Produzentin Sherry Lansing verheiratet.

Im Jahr 2006 gab er sein Debüt als Opernregisseur an der Bayerischen Staatsoper mit Salome von Richard Strauss und Das Gehege von Wolfgang Rihm.

Filmografie (Auszug)

Auszeichnungen und Preise

  • 2000 – “Lifetime Achievement Award” auf dem Palm Beach International Film Festival
  • 1998Emmy-Nominierung als “Bester Regisseur” für Die 12 Geschworenen
  • 1981Razzie Award-Nominierung als “Schlechtester Regisseur” und für “das schlechteste Drehbuch” für Cruising
  • 1972Golden Globe als “Bester Regisseur” für Der Exorzist
  • 1974 – Oscar-Nominierung als “Bester Regisseur” für Der Exorzist
  • 1972Golden Globe als “Bester Regisseur” für French Connection – Brennpunkt Brooklyn
  • 1972Oscar als “Bester Regisseur” für French Connection – Brennpunkt Brooklyn

Anekdoten

  • Als er im Alter von vier Jahren das erste Mal mit seiner Mutter ein Kino betrat, war William Friedkin von der plötzlichen Verdunkelung des Saals und der lauten Musik derart schockiert, dass er fluchtartig das Kino verließ – noch bevor der Vorspann zu Ende war.
  • Er ist bekannt für seinen Perfektionismus und lässt einzelne Szenen oft mehrmals wiederholen, wobei er seine Schauspieler dabei an ihre psychischen und physischen Grenzen bringt. Zum Beispiel ließ er Gene Hackman in French Connection – Brennpunkt Brooklyn eine Folterszene so oft wiederholen, bis dieser seinem Opfer wirklich ins Gesicht schlug.

Offizielle Seite
  • Biographie
  • William Friedkin in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
  • Retrospektive bei critic.de
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