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KINOLEXIKON  

 Thomas Alva Edison

Thomas Alva Edison (1915)

Thomas Alva Edison (* 11. Februar 1847 in Milan, Ohio; † 18. Oktober 1931 in West Orange, New Jersey) war ein US-amerikanischer Erfinder und Unternehmer mit Schwerpunkt auf dem Gebiet der Elektrizität. Seine Verdienste gründen in erster Linie auf der Marktfähigkeit seiner Erfindungen, die er mit Geschick zu einem ganzen System von Stromerzeugung, Stromverteilung und innovativen elektrischen Konsumprodukten verbinden konnte. Erfindungen in den Bereichen elektrisches Licht, Telekommunikation sowie Medien für Ton und Bild hatten einen großen kulturellen Einfluss.

Die von Edison entwickelten, praktisch nutzbaren und mit dem Gaslicht wettbewerbsfähigen Glühlampen waren die ersten elektrischen Produkte, die Anfang der 1880er Jahre eine verbreitete Anwendung in Büros, Hotels und wohlhabenden Privathaushalten fanden. Gleichzeitig mussten elektrische Energieversorgungsnetze für ihren Einsatz aufgebaut werden. Die Leistung von Edison bei der Elektrifizierung New Yorks und der Einführung von Elektrolicht markiert den Beginn der umfassenden Elektrifizierung der kulturellen Entwicklung. Diese epochale Veränderung ist mit seinem Namen verbunden.

Ein Konkurrent von Thomas Alva Edison beim Kampf um Marktanteile am neu entstehenden Elektromarkt war George Westinghouse, mit dem er einen heute mit Stromkrieg bezeichneten Streit um Gleich- oder Wechselspannung als geeignetere Technik führte. Edison ist ein Mitbegründer des Unternehmens General Electric, welches durch eine Fusion seiner Unternehmen mit dem Elektrounternehmen Thomsen-Houston Co. 1892 entstand.[1]

In späteren Jahren gelangen ihm wichtige Entwicklungen der Verfahrenstechnik für die Bereiche Chemie, Zement und Metallgewinnung. Die Erfindung des Kinetoskop, die Einführung des Kleinbildfilmes und das erste gegründete Filmstudio weltweit machen Edison zu einem Mitbegründer der Filmindustrie und der Filmkunst .

In Anerkennung seiner Leistungen feiern die USA seit 1983 an seinem Geburtstag den National Inventor’s Day.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Thomas Edison als Kind
Thomas Edison mit seinem Zinnfolienfonografen am 18. April 1878
Thomas Alva Edison in seinem Labor (1901).
Thomas Alva Edison diktiert in seiner Bibliothek
Titelblatt des Patents Electric Lamp von 1880 “.

Jugendzeit und Beginn der Karriere als Telegrafist 1847–1868

Thomas Alva Edison wurde in Milan, Ohio am 11. Februar 1847 als 7. Kind seiner Eltern geboren. Er erhielt nur einige Monate geregelten Schulunterricht, danach wurde er durch seine Mutter weiterunterrichtet, da er in den Schulunterricht durch sein Verhalten nicht integrierbar war. Als er sieben Jahre alt war, zog die Familie nach Port Huron, Michigan, um. Vier Jahre später, 1859, begann er als Zeitungsjunge das Berufsleben. Er verkaufte auf der Grand-Trunk-Eisenbahn zwischen Port Huron und Detroit Zeitungen und Süßigkeiten. Diese Tätigkeit ließ ihm noch Zeit zur Weiterbildung durch Bücher. 1862 brachte er die von ihm in der Eisenbahn verkaufte Zeitung The Weekly Herald heraus. Als er eines Tages einem Zug hinterherlaufen musste, da er die Druckerpresse für den Weekly Herald im Zug vergessen hatte, zog ihn ein Schaffner an den Ohren hoch in den Waggon. Dieser Vorfall gilt als einer der möglichen Gründe für seine lebenslange Schwerhörigkeit; eine nicht auskurierte Erkrankung ist indes wahrscheinlicher.

1862 bekam er von einem Telegrafenbediener, dessen Sohn er vor einem Unfall bewahrt hatte, Unterricht in der Telegrafentechnik. Er arbeitete danach als Telegrafist bei J. U. MacKenzie in Mount Clemens, Michigan. Fünf Jahre lang, von 1863 bis 1868, hatte er häufig wechselnde Anstellungen als Telegrafist in Stratford, Indianapolis, Cincinnati, Memphis, Louisville und Boston. In dieser Zeit entwickelte er über die Bedienung hinaus ein profundes Verständnis der Telegrafentechnik. Durch die Zusammenarbeit mit Telegrafenbedienern von Unternehmen wie Zeitungen verstand er die Bedeutung der Technik für viele Geschäftsbereiche. Er soll sich in dieser Zeit mit elektrotechnischen Fachbüchern weitergebildet haben und mit dem Experimentieren begonnen haben.

1868 meldete er sein erstes Patent auf einen elektrischen Stimmenzähler für Versammlungen an; dieser wurde im Kongress jedoch nicht eingesetzt, da Manipulationen befürchtet wurden.

Aufstieg als Erfinder in der Telegrafenbranche 1869–1875

1869 ging Edison nach New York. Zu diesem Zeitpunkt war er noch ein unbekannter und mittelloser Mann auf Jobsuche. Dort lernte er Franklin Leonard Pope kennen und wurde durch dessen Vermittlung zunächst Betriebsleiter der Gold & Stock Telegraph Company und später Teilhaber der von Pope gegründeten Firma Pope, Edison & Co.. Dieses war das erste Unternehmen, an dem Edison beteiligt war. Pope und Edison sollen die ersten Personen gewesen sein, die die Berufsbezeichnung Electrical Engineer (Elektroingenieur) führten. Beide erwarben gemeinsam Patente für Telegrafen mit Druckvorrichtungen. Solche wurden unter anderem zur Übermittlung der Goldpreise aus der Börse an die Händler benötigt. Ein weiterer von Edison und Pope entwickelter Drucktelegraf sollte speziell für die Bedienung durch Privatpersonen oder kleine Unternehmen ohne Fachpersonal geeignet sein. Gemeinsam mit weiteren Partnern wurde für dieses Marktsegment die American Printing Telegraph Co. gegründet.[2] Das gemeinsame Unternehmen Pope, Edison & Co. wurde Ende 1870 wieder aufgelöst. Unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Pope, der mit vielen Fachzeitungen und Elektrounternehmen in Kontakt stand, wurde die Telegrafenbranche zunehmend auf das Talent von Edison aufmerksam.

Durch zahlreiche Kooperationen und Verwertungen von Erfindungen in der Telegrafentechnik besserte sich dessen finanzielle Situation in diesen Jahren in New York. Während Edison 1869 noch in der Familie seines damaligen Freundes Pope wohnte, konnte er bereits 1871 sein erstes eigenes Haus kaufen und eine eigene Familie gründen. 1871 heiratete er Mary Stilwell, 1872 kam sein erstes Kind Marion auf die Welt.

1870 entstand eine Werkstatt zur Herstellung von Kurstelegrafen in Newark, New Jersey. 1871 entwickelte Edison eine funktionsfähige Schreibmaschine. Mit der bedeutenden Western Union Telegraph Co. stand er in einem Vertragsverhältnis. Die Erfindung der Quadruplex-Technik, mit der vier Nachrichten gleichzeitig auf einer Telegrafenleitung übertragen werden können, und deren Verkauf Anfang 1875 eröffneten Edison neue Möglichkeiten. Mit dem Erlös baute er sein Erfinder-Labor in Menlo-Park und widmete sich neuen Herausforderungen. Die Telegrafentechnik war fortan nicht mehr der Schwerpunkt seiner Arbeit. Auf diesem Gebiet hat er jedoch in den Jahren 1869 bis 1875 seinen Ruf als Erfinder begründet und die finanziellen Voraussetzungen für die weiteren Leistungen erarbeitet. In der Telegrafenbranche war Edison 1875 ein bekannter Mann und Fachzeitschriften berichteten über ihn. Der breiten Öffentlichkeit wurde er jedoch erst in den folgenden Jahren bekannt.

Das Edison-Labor in Menlo-Park, Gründerjahre 1876–1880

Am 18. Juli 1877 erfand Edison den Fonografen und hörte als erster Mensch eine Aufnahme seiner eigenen Stimme – das erste aufgenommene Wort war Hello. Am 19. Februar 1878 erhielt er für den Fonografen das Patent.

Ebenfalls 1877 gelang Thomas Alva Edison eine wesentliche Verbesserung des Telefons durch die Erfindung des Kohlekörnermikrofons. In der Grunderfindung des Telefons wird die Energie der Schallwelle in einen schwachen elektrischen Strom gewandelt, der für Signalübertragungen über längere Distanzen ungeeignet war und die Nutzung der Erfindung auf den Ortsbereich beschränkte. Die Telegrafengesellschaften, die neue Geschäftsmodelle auf Basis der Telefonerfindung umsetzen wollten, beauftragten Edison mit der Entwicklung einer Lösung für dieses Problem. In seiner Erfindung regelt die geringe Energie der Schallwelle einen Widerstand, der seinerseits ein stärkeres elektrisches Grundsignal regelt und dadurch moduliert. Eine verständliche telefonische Sprachübertragung war mit dem neuen Mikrofon über längere Distanzen möglich. Der wirtschaftliche Wert für die entstehenden Telefongesellschaften war erheblich.[3]

Edison wurde klar, dass eine Verbreitung von elektrischen Konsumprodukten elektrische Energieversorgungsnetze erforderte. Als Schlüsselprodukt für deren Finanzierung und die Bereitschaft von Hauseigentümern zur Verlegung von Kabeln wurde elektrisches Licht angesehen. Das Geschäftsmodell der Gasindustrie mit zentraler Versorgung, Gaszählern und Gaslampen sowie der Verbindung von einmaligem Verkauf von Lampen und nachhaltigem Verdienst an regelmäßigen Energielieferungen war das Vorbild. Zur Umsetzung seiner Vision der Elektrifizierung der Städte arbeitete Edison mit seinen Mitarbeitern verstärkt an allen notwendigen Komponenten; insbesondere an der Glühlampe, an Komponenten wie Schaltern und an dem Stromzähler. Eine besondere Herausforderung war die Konstruktion geeigneter Generatoren. Die von Edison für den Eigenbedarf konstruierten Dynamos konnten nur für 60 Glühlampen Strom liefern. Alle Komponenten der Stromversorgungsinfrastruktur mussten konstruiert und selbst oder von Partnerfirmen gefertigt werden.

Vorherigen Erfindern war es nicht gelungen, Glühlampen dauerhaft funktionstüchtig zu halten und ihren Energieverbrauch mit Gaslampen wettbewerbsfähig zu machen. Die Vorteile wie Flackerfreiheit, Geruchsfreiheit, geringere Wärmeabgabe und einfachere Handhabung des Ein- und Ausschaltens konnten nicht in praktische Produkte umgesetzt werden. Auch Edison scheiterte zunächst mit seinen Versuchen der Verbesserung der bekannten Glühlampen mit Platinglühfaden. 1879 hatte er jedoch erste Erfolge mit Glühlampen mit hochohmigem Kohlefaden und perfekter Vakuumversiegelung, mit denen er zirka 40 Stunden Leuchtdauer erreichte. Die Verbesserung auf bis zu 1000 Stunden Leuchtdauer nahm weitere drei Jahre Entwicklungszeit in Anspruch. Präsentationsveranstaltungen in Menlo Park am 21. Oktober 1879 und am 31. Dezember 1879 beeindruckten jedoch bereits die Zeitungen und die Öffentlichkeit. Es entstand ein öffentliches Bewusstsein für das beginnende Elektrozeitalter. Edison konnte Unterstützer gewinnen und sein Projekt der Elektrifizierung New Yorks angehen. Das Basispatent der Lampenentwicklung von Thomas Alva Edison Nr. 223.898 „Electric Lamp“ wurde am 1. November 1879 beantragt und am 27. Januar 1880 ausgestellt.[4]

Im Zusammenhang mit Vorführungen des Fonografen für den Präsidenten der USA und anderen öffentlichen Vorführungen des Geräts im April 1878 feierte die Presse Thomas Alva Edison in den USA und in Europa erstmals als großen Erfinder. Die bis dato unbekannten Lichtvorführungen mit dem momentanen Ein- und Ausschalten einer großen Anzahl von Glühlampen im Oktober und Dezember 1879 beeindruckten die Öffentlichkeit erneut und verfestigten die Sicht auf ihn als „Zauberer von Menlo Park“, wie er von einigen Zeitungen genannt wurde. Ab den späten 1870er Jahren berichteten nicht nur Fachzeitschriften, sondern auch Tageszeitungen über Edison, der dadurch eine weltweit bekannte Persönlichkeit wurde.

Die Elektrifizierung New Yorks und der Aufbau eines Elektro-Konzerns 1881–1886

In den folgenden Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt der persönlichen Arbeit von Thomas Alva Edison von Entwicklung auf Vermarktung und auf die Umsetzung von Elektrifizierungsprojekten. Zeitweise verlegte er seinen Wohnsitz und Teile seines Entwicklungsteams aus Menlo Park nach New York. Während bisherige Fertigungen den Charakter von Werkstätten hatten, erforderten die Fertigung von Glühlampen und Komponenten für das Massengeschäft mit Licht und Strom den Aufbau von Fabriken und Entwicklungsarbeiten für einen rationellen Fertigungsprozess. Edisons erste Lampenfabrik, die Edison Lamp Co., befand sich zunächst in Menlo Park und dann in Harrison, New Jersey. Von Gründung bis April 1882 wurden dort bereits 132.000 Glühlampen produziert. [5]

Die Edison Electric Light Co. wurde bereits am 15. November 1878 gegründet. Die Edison Electric Light Co. hatte das Recht der Verwertung der in Menlo Park erarbeiteten Patente und finanzierte im Gegenzug die Arbeit des Entwicklungslabors. Dieses Unternehmen gründete in den USA und im Ausland Tochterunternehmen und Kooperationsunternehmen und versorgte diese Unternehmen und Partnerunternehmen mit den notwendigen Patentrechten. Das Unternehmen kann als Kern des entstehenden Elektrokonzerns gesehen werden. Die Edison Electric Light Company of Europe entstand im Dezember 1880. Im Jahr 1883 entstand durch eine Kooperation mit Emil Rathenau die Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektrizität, später AEG. Ende 1886 gehörten die Unternehmen von Edison mit zirka 3000 Mitarbeitern und zirka 10 Millionen Dollar Kapital zu den großen Konzernen dieser Zeit.[6]

Bis 1881 wurden unterirdische Kabel in New York verlegt und das Dreileitersystem eingeführt; außerdem erfand er elektrische Sicherungen, Messgeräte und verbesserte Dampfmaschinendynamos. Am 4. September 1882 wurde das erste Zentralkraftwerk der USA in New York, Pearl Street eröffnet, das Werk war in Gleichstromtechnik errichtet worden. Die konstruierten sechs Dampfmaschinendynamos wogen je 27 t und lieferten je 100 kW Leistung, ausreichend für zirka 1100 Lampen. Am 3. September 1882 begann der Betrieb und bereits am 1. Oktober 1882 wurden 59 Kunden versorgt. Ein Jahr später waren es 513 Kunden. [7] Eine besondere Schwierigkeit der ersten Elektrifizierungsprojekte war das Fehlen von Fachkräften für die Verkabelung. Für deren notwendige Ausbildung standen nur wenige Ausbilder mit den entsprechenden Kenntnissen zur Verfügung. Die 1880 für das Projekt gegründete Edison Electric Illuminating Company of New York (ab 1901 New York Edison Company[8]) war der Prototyp für weitere lokale Elektrifizierungsgesellschaften. Im Jahr 1911 betrieb das Unternehmen 33 Kraftwerke, die für 4,6 Millionen Lampen von 108.500 Kunden Strom lieferten. Dieses Wachstum vollzog sich in anderen Städten der Welt analog und musste technisch und administrativ bewältigt werden. Noch 1881 waren die Edison-Büros die einzigen elektrisch beleuchteten Gebäude in den USA und zogen jeden Abend Schaulustige an. [9]

Das von Edison entwickelte Dreileitersystem der elektrischen Energieversorgung erlaubt kleinere Querschnitte der Kabel und sparte mithin erhebliche Mengen an Kupfer. Edison dachte in Systemen und hatte ökonomische Faktoren wie die Kupferpreise stets im Blick, da der Erfolg seines Projektes von der Unterschreitung der Kosten von Gasbeleuchtungen abhing.

Das Schlüsselprodukt Glühlampe wurde kontinuierlich weiterentwickelt; allein im Jahr 1882 wurden 32 Patente im Zusammenhang mit Glühlampen, deren Herstellung und der Herstellung von Glühfäden angemeldet.

1883 erhielt Edison ein Patent auf den nach ihm benannten Edison-Effekt; die Anmeldung erfolgte am 15. November.

Die Edison-Gesellschaften bearbeiteten in jenen Jahren auch zahlreiche kleinere Elektrifizierungsaufträge. So wurde ein Theater in Boston innerhalb weniger Tage verkabelt und es wurden über 600 Glühlampen und ein Dynamo installiert.

In die Zeit großer unternehmerischer Erfolge fiel privat der Verlust seiner Frau Mary, die am 9. August 1884 an Typhus starb. Er heiratete am 24. Februar 1886 Mina Miller, die Tochter eines Erfinders und Unternehmers aus Ohio.

Das Edison-Labor in West-Orange und die Gründung von General Electric 1887–1900

Innenansicht eines Edison-Kinetoskops, zirka 1894

Von 1887 an verlegte Edison die Entwicklungsarbeit in ein neues Laboratorium in West Orange, New Jersey, etwa zehnmal größer als das bisherige und das modernste seiner Zeit.[6]

Im Wettbewerb um Marktanteile bei der Elektrifizierung gab es in den späten 1880er Jahren den sogenannten Stromkrieg zwischen Edison, der das Gleichstromsystem favorisierte und seinen Konkurrenten George Westinghouse und Nikola Tesla, die dagegen die Elektrifizierung mit Wechselstrom verfolgten. Hierbei wurden durch Edisons Firma Tierversuche mit Wechselspannung durchgeführt, um dessen Gefährlichkeit gegenüber dem Gleichstrom zu demonstrieren; sie riefen bei Tierschützern Empörung hervor. Auch für die Entwicklung des elektrischen Stuhls, einer Auftragsarbeit der amerikanischen Regierung an ein Unternehmen Edisons, wurden vom Entwicklungsingenieur Harold P. Brown Tierversuche durchgeführt. Das Wechselspannungssystem von Westinghouse setzte bei der Elektrifizierung wegen technischer Vorteile durch. Letztendlich musste Thomas Alva Edison zugeben, dass es einer seiner größten Fehler war, auf Gleichspannung zu setzen.

Die Unternehmen von Westinghouse bekamen 1892 den prestigeträchtigen Auftrag der Lieferung ihres Wechselspannungssystems und einer großen Anzahl einer von ihnen neu entwickelten Glühlampe, der sogenannten Westinghouse-Stopper-Lamp, für die Weltausstellung in Chicago 1893, die auch die 400-Jahr-Feier der Entdeckung Amerikas durch Columbus war. Der Verlust dieses Auftrags und der Verlust der alleinigen Kontrolle über seine Unternehmen machen das Jahr 1892 zu einem Jahr des Rückschlages in der Karriere von Edison.

Edison hatte seine Unternehmen 1890 zur Edison General Electric Co. zusammengefasst. Dieses Unternehmen fusionierte 1892 mit der Thomson-Houston-Co. zur General Electric Company. Die Fusion war finanziell erforderlich, denn Fehlentscheidungen wie beim Wechselstrom, auslaufende eigene Patente sowie hohe Kosten durch Expansion und durch Patentrechtsstreite hatten eine schwierige Lage zur Folge. Chef der General Electric Co. wurde Charles A. Coffin, der bis dahin Leiter von Thomson-Houston-Co. war. Elihu Thomson wurde der Chefentwickler des neuen Unternehmens; seine Entwicklungen und Patente führten zu Erfolgen der General Electric Co. in den Anfangsjahren.[10] [11] Edison verlor an Einfluss und Bedeutung.

Bis 1890 verbesserte Thomas Alva Edison den Fonografen, das Diktiergerät (später vertrieben als Ediphone) und abziehbare und wiederverwendbare Fonografenwalzen. 1891 erfand er den Kinetographen, einen Vorläufer der Filmkamera. Ab 1892 ließen sich Röntgenstrahlen durch die Entwicklung des Fluoroskops mit Kalziumwolframat-Schicht nachweisen. 1893 entstand das erste Filmstudio in West Orange.

Mit den verbesserten Fonografenwalzen, insbesondere der längeren Abspieldauer und der kostengünstigeren Kopierung, konnte Edison dem Wettbewerb gegen die von Emil Berliner erfundene Schallplatte noch einige Jahre standhalten, ehe er ab 1912 selbst Schallplatten produzierte. [6]

Kinetograph, Kinetoskop (Wiedergabegerät) und das erste eingerichtete Filmstudio der Welt (die Black Maria) machen Edison zum Begründer der Filmindustrie. Durch einen 1897 erfundenen Projektionsapparat wurde das Filmgeschäft zu einem der größten finanziellen Erfolge Edisons. Ein Einstieg in das Eisenerzgeschäft scheiterte hingegen.

Die neuen geschäftlichen Aktivitäten mit einem Firmenverband von zirka 30 Firmen und zirka 3600 Mitarbeitern wurden unter der 1896 gegründeten Firma Thomas A. Edison Incorporation zusammengefasst. Anders als im Geschäft mit Glühlampen und elektrischer Energie konnte Edison die alleinige Kontrolle über dieses Unternehmen dauerhaft behalten.[6]

Leistungen und Ereignisse später Jahre 1900–1931

Thomas Edison spricht über die Erfindung der Glühlampe (späte 1920er Jahre).

Thomas Alva Edison war mit Henry Ford befreundet, der bei der Edison Illuminating Co. seine Karriere begonnen hatte und von Edison dazu ermuntert worden sein soll, sich im Fahrzeugbau selbstständig zu machen. Seine intensive Beschäftigung mit der Weiterentwicklung der Batterietechnik geht auf die Anforderungen im Automobilbau zurück, denn der Elektrifizierung der Automobile durch beispielsweise Anlasser stand die unzureichende Batterietechnik entgegen. Auch die Eisenbahnen hatten einen Bedarf an wiederaufladbaren Batterien. Die nach einer langen Entwicklungszeit mit vielen Rückschlägen gegründete Akkumulatorengesellschaft erzielte bereits im ersten Geschäftsjahr eine Millionen Dollar Umsatz, was den Marktbedarf dokumentiert.[6]

Für den Wettbewerb mit dem überlegenen Grammophon und der Schellackplatte entwickelte Edison die Diamond Disc, ein eigenes Schallplattenformat, und den dazugehörigen Fonografen. Trotz technischer Vorteile konnte sich die Erfindung wegen höherer Kosten und wegen eines umfangreicheren Sortiments für Schellackplatten nicht durchsetzen. Die Einstellung der Produktion von Geräten und Tonträgern, auch für den Walzenfonografen und Tonwalzen, erfolgte 1929. Neben Tonträgern produzierten die Edison-Gesellschaften Filme in mehreren gegründeten Filmstudios. In Berlin eröffnete eine Edison-Gesellschaft ein Tonstudio. Ab 1929 wurde der Fonograf mit Walze nur noch als Diktiergerät vermarktet.

Die USA bezogen Substanzen von der deutschen Chemieindustrie. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs stockte die Versorgung. Die Beschäftigung von Edison mit Verfahrenstechnik in der Chemie war dadurch motiviert. Gemeinsam mit anderen Erfindern und Wissenschaftlern stellte sich Edison der Regierung im Ersten Weltkrieg zur Erarbeitung von Abwehrmaßnahmen gegen deutsche U-Boote zur Verfügung. Er wurde Vorsitzender eines Marine-Beratungsausschusses.

Ab 1926 zog er sich aus seinen Unternehmen zurück und übertrug Aufgaben seinen Söhnen. Sein Sohn Charles Edison wurde 1927 Präsident der Dachgesellschaft Thomas A. Edison Inc..

Zu seinem 80.Geburtstag 1927 wurde Thomas Alva Edison durch den Besuch von Delegationen aus aller Welt und zahlreiche Auszeichnungen geehrt.

Erfindungen und sonstige Ereignisse in dieser Zeit:

  • Bis 1910: Zementwerke in Stewartsville mit Drehrohröfen, Betonfertighäuser
  • Bis 1914: Alkali-Batterie (Eisen-Nickel-Akkumulator)
  • 1912: Kinetofon (Kombination von Filmkamera und Fonograf, früher Tonfilm)
  • 1911: Diamond Disc (Fonograf: die Schallplatte ersetzte als Tonträger die Walze mit Zinnfolie)
  • 1913: Korrektursystem für Diktiermaschinen
  • 1914: Telescribe-System (Kombination von Telefon und Fonograf)
  • 1914: Fabriken zur Synthese von Phenol (Karbolsäure) aus Benzol (Schallplattenproduktion)
  • 1915: Bau von Fabriken zur Synthese von Anilin und para-Phenylendiamin in wenigen Wochen
  • 1916: Fabriken zur Synthese von Benzidin-Base und des Sulfats
  • Im Jahre 1916 rief Präsident Woodrow Wilson zur Bekämpfung der U-Boot-Gefahr auf. Daraufhin entwickelte Edison Abwehrmaßnahmen und -geräte gegen U-Boote.
  • 1927: Gründung der Edison Botanic Research Company

Tod 1931

Edison starb am 18. Oktober 1931 in seinem Haus „Glenmont“, Llewellyn Park in West Orange, New Jersey. US-Präsident Herbert Hoover bat die Amerikaner, zu Ehren von Edison anlässlich der Beisetzung die elektrischen Lampen auszuschalten, die wie kein anderes Produkt in der öffentlichen Wahrnehmung mit dem Namen Edison verbunden waren. In Anwesenheit von Herbert Hoover, Henry Ford, und Harvey Firestone wurde er auf dem Rosedale Cemetery, Orange, New Jersey beigesetzt. [12]

Familie

Thomas Alva Edisons Eltern sind Samuel Ogden Edison, Jr. (1804–1896) und Nancy Matthews Elliott (1810–1871).

In erster Ehe war er mit Mary Stilwell von 1871 bis zu deren Tod 1884 verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Marion Estelle Edison (1873–1965), Thomas Alva Edison Jr. (1876–1935) und William Leslie Edison (1878–1937).

In zweiter Ehe war Thomas Alva Edison von 1886 bis zu seinem Tod 1931 mit Mina Miller verheiratet. Auch aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: Madeleine Edison (1888–1979), Charles Edison (1890–1969) und Theodore Miller Edison (1898–1992). Seine zweite Frau Mina starb 1947.

Vermögen

In den in den USA üblichen Listen von Unternehmer-Milliardären erscheinen Zeitgenossen wie Henry Ford (Automobilbau), Jason Gould (Eigner von Eisenbahnlinien wie Union Pacific Railroad) oder John D. Rockefeller (Erdöl), nicht jedoch Thomas Alva Edison. Sein Versuch, eine marktbeherrschende Stellung mit Glühlampen und Elektroinfrastruktur zu erlangen, war gescheitert. Bei Unternehmen, die in den 1880er Jahren gegründet wurden, war Edison häufig lediglich Teilhaber, auch wenn diese seinen Namen trugen. Partner, Mitarbeiter und Investoren bauten Fabriken auf, organisierten Elektrifizierungsprojekte und hielten Firmenanteile. Diese Firmen zahlten Lizenzgebühren für die Verwendung von Edison-Patenten, was eine Haupteinnahmequelle von Thomas Alva Edison war. Die meisten der in den 1880er Jahren gegründeten Elektrofirmen gingen in General Electric auf, wo er Aktionär war, ohne das Unternehmen zu beherrschen. ( Zu seinem Aktienanteil an General Electric liegt keine Quelle vor.) Sein späteres Unternehmen Thomas Alva Edison Inc. kann man als großes Familienunternehmen mit zeitweise mehreren tausend Mitarbeitern charakterisieren. Die meisten Patente waren ausgelaufen und viele Erfindungen technisch überholt. Einige Geschäftsbereiche wie Tonträger wurden schon zu Lebzeiten von Edison wieder aufgegeben. Mit den frühen Erfindungen zur Telegrafie, die er für jeweils ein paar tausend Dollar verkaufte, haben andere hohe Gewinne erwirtschaftet. An den Umsatz- und Gewinnzuwächsen anderer Branchen in Folge der Elektroerfindungen, zum Beispiel der Kupferproduzenten, profitierten Edison-Unternehmen nicht. Die Edison-Biografen Dyer und Martin schildern Edison als genialen Löser technischer Probleme, nicht als großen Unternehmensstrategen. Die 1929 beginnende Weltwirtschaftskrise fiel in seine letzten Lebensjahre und hat wahrscheinlich den Wert seines Vermögens zum Todeszeitpunkt enorm reduziert.

Erfindungen

Die Arbeitsweise von Thomas Alva Edison

Das Menlo-Park-Labor im Henry-Ford-Museum
Glühlampe von Thomas Alva Edison 1879.
Fonograf von Edison.
Frühe Glühlampen von Edison.

Thomas Alva Edison machte mehr als 2.000 Erfindungen, von denen er 1.093 in den USA patentieren ließ. Bis Oktober 1910 wurden im Ausland 1239 Patente angemeldet, davon 130 Patente in Deutschland.[13] [14] Die Erfindungen beziehen sich nicht nur auf innovative Konsumprodukte, sondern auch auf Maschinen und Verfahren für deren Produktion, Verfahrenstechnik, Investititionsgüter und andere Bereiche.

Die Erfindungen wurden unter seinem Namen patentiert, aber zum überwiegenden Teil von einem Team von Technikern und Ingenieuren unter seiner Leitung entwickelt. Kinetoskop und Kinetograph gelten beispielsweise als Erfindungen des im Edison-Labor tätigen Ingenieurs William K. L. Dickson. Die Patentanmeldungen erfolgten jedoch auf Edisons Namen, dem das Nutzungsrecht der Arbeitsergebnisse seiner Mitarbeiter zustand. Die Anteile einzelner Mitarbeiter des Teams an schöpferischen Leistungen sind nicht präzise feststellbar.

Edison verkaufte 1875 die Rechte an der von ihm entwickelten Quadruplex-Technik an den Finanzinvestor Jason (auch Jay) Gould für den damals ungewöhnlichen Kaufpreis von 30.000 Dollar, einige Quellen nennen 100.000 Dollar.[15] [16] Nach heutiger Kaufkraft entspricht das einem Betrag in einer Millionen-Dollar-Größenordnung. Mit dieser Technik konnten vier Nachrichten gleichzeitig über ein Telegrafenkabel übertragen werden und die Unternehmen, die über Rechte an der Technik verfügten, sparten hohe Summen für die Ausweitung ihrer Übertragungskapazitäten. Mit dem Verkaufserlös gründete Edison sein Entwicklungslabor in Menlo Park. Seine Organisation der Erfinder- und Entwicklertätigkeit ab 1875 wird häufig als Beginn der heute üblichen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Technologieunternehmen gesehen. Organisation und Arbeitsweise im Edison-Labor unterscheiden sich grundlegend vom Bild eines Erfinders als Tüftler an der Werkbank mit genialen Einfällen.

Die Suche nach einem geeigneten Material zur Herstellung von Kohleglühfäden ist ein Beispiel dieser Arbeitsweise. Ingenieure im Team von Edison identifizierten die Fasern schnellwachsender tropischer Pflanzen als prinzipiell geeignet, Edison finanzierte eine Expedition zur Einsammlung solcher Pflanzen, in akribischen Testreihen wurden die Eigenschaften geprüft und nach 18 Monaten japanischer Bambus als am besten geeignet bestimmt. Das Patent 251.540[17] datiert vom 27. Dezember 1881.

Die Aufzeichnungen der damals für die Entwicklung der Glühlampe und der elektrotechnischen Infrastruktur ausgeführten Experimente sollen 40.000 Seiten umfassen. [18]

Die Fähigkeit, kompetente Mitarbeiter für anstehende Probleme zu finden und einzubinden, ist ein weiterer Grund für den Erfolg von Thomas Alva Edison. Der aus Lauscha stammende Glasbläser Ludwig Karl Böhm, der zuvor in Deutschland schon mit dem Erfinder der Vakuumpumpe Heinrich Geißler zusammen gearbeitet hatte, war zum Beispiel der erste Spezialist auf diesem Gebiet in seinem Team. Obwohl er nur kurz für Edison arbeitete, konnte er offenkundig wertvolle Beiträge leisten, denn Edison zählt ihn in einem autobiografischen Artikel vom 5. März 1904 in The Electrical World zu den wichtigen Mitarbeitern der Gründerjahre.[19] Sigmund Bergmann (begabter Techniker und Organisator), Francis Robbins Upton (Mathematiker und Physiker), Otto Moses (Chemiker) und Harry Ward Leonard (Elektroingenieur)[20] sind andere Beispiele für die Einbindung von Kompetenz zur Förderung der Geschäftsziele von Edison. Auch Erfinder wie Lewis Howard Latimer, der bereits eigene Patente auf dem Gebiet der Glühlampenentwicklung erworben hatte, arbeiteten für Edison-Unternehmen.[21] Das Talent von Nikola Tesla erkannte Edison hingegen nicht. Dieser schied im Streit aus und wurde ein wichtiger Mitarbeiter seines Konkurrenten Westinghouse. Tesla äußerte sich später geringschätzig über die seiner Meinung nach unwissenschaftliche Arbeitsweise von Edison.[22]

Edison wird als charismatische Persönlichkeit beschrieben. Mitarbeiter aus Menlo Park sagten später, er habe ihnen das Gefühl gegeben, Partner und nicht Angestellte zu sein. Bei relativ geringer Bezahlung stellte Edison seinen Mitarbeitern ihren Leistungen entsprechende Anteile an später zu gründenden Unternehmen in Aussicht. Als sich bei der Entwicklung der Glühlampe und der Elektroinfrastruktur erste Erfolge einstellten, hatten selbst geringste Anteile seiner Mitarbeiter bereits den Gegenwert mehrerer Jahresgehälter. Die Kombination einer charismatischen Person mit einer natürlichen Autorität, Teamgeist und die finanzielle Beteiligung der Mitarbeiter war für deren hohe Leistungsbereitschaft und den sich einstellenden Erfolg maßgeblich. Die wenigen Regularien wie die Aufzeichnung aller durchgeführten Experimente in den Laborbüchern überwachte Edison selbst.[23]

Diese im Entwicklungsbereich erfolgreiche Form der Organisation und Zusammenarbeit erwies sich bei dem entstehenden Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern als weitgehend untauglich. Erst mit Zusammenfassung der diversen in den 1880er Jahren gegründeten Edison-Unternehmen zu Edison General Electric Co. 1890 und der Gründung von General Electric 1892 konnten die Defizite in Organisation, Berichtswesen und Management eines zuvor auf die Person Edison zugeschnittenen Firmenverbundes beseitigt werden, allerdings um den Preis des Verlustes der alleinigen Kontrolle über das Unternehmen durch Edison. Das Unternehmen war in den 1880er Jahren zeitweise ohne Management, da Edison in technische Probleme vertieft war und sich um Post und notwendige Entscheidungen nicht kümmerte.

Ein weiteres Merkmal der Erfindertätigkeit Edisons ist das Aufkaufen von Patenten, die ergänzt um Weiterentwicklungen in neue Patente eingingen.

Die Rechte an der wirtschaftlichen Nutzung der Patente lagen auf Grund von vertraglichen Regelungen nicht bei der Person Thomas Alva Edison, sondern bei seinen Firmen wie der Edison Electric Light Co. und später bei der General Electric Co.. Er war insbesondere bei letzterer Firma nur Teilhaber und hatte wenig Einfluss auf das operative Geschäft.

In der tradierten öffentlichen Kommunikation entstand unzutreffend das Bild von Thomas Alva Edison als alleinigen geistigen Urheber der Erfindungsleistungen. Technologische Führung, Organisation und Finanzierung waren die Schwerpunkte seiner mit Erfindungen verbundenen Leistungen ab 1875. Der von ihm etablierte Erfindungsprozess wird gelegentlich als „Erfindung der Erfindung“ bezeichnet.

Zitate von Edison über seine Arbeitsweise

Thomas Alva Edison kommentierte sein Erfolgskonzept mit den Worten:

„Genius is one per cent inspiration and ninety-nine per cent perspiration.“
(Genialität besteht zu 1 % Prozent aus Inspiration und zu 99 % aus Transpiration.)
„Ich bin ein guter Schwamm, ich sauge Ideen auf und mache sie nutzbar. Die meisten meiner Ideen gehörten ursprünglich Leuten, die sich nicht die Mühe gemacht haben, sie weiterzuentwickeln.“[24]

Eine wahrscheinliche Ursache von Problemen seines Firmenverbundes kommentierte er ohne Selbstzweifel:

„There is no organization; I am the organization.“
(Es gibt keine Organisation. Ich bin die Organisation.)[25]

Das Edison-Labor

An folgenden Orten befand sich das Edison-Labor als Hauptwirkungsstätte von Edison und seinen Mitarbeitern:

  • Menlo Park (1876-1881)
  • New York, in einer Etage des Bergmann and Company’s Shop (1881-1885) (Teile verblieben in Menlo Park)
  • East Newark (Harrison), New Jersey (1886-1887)
  • West Orange (ab 1887)

Die Einrichtungen aus Menlo Park befinden sich heute im Henry-Ford-Museum in der Nähe von Detroit.

Erfindungen von Thomas Alva Edison (Auswahl)

Patentanmeldungen von Thomas Alva Edison in den USA nach Bereichen
BereichAnzahl Patente
Glühlampe, Energie389
Fonograf195
Telegraf150
Batterie141
Metallgewinnung62
Zement40
Telefon34
Eisenbahn25
Film9
Auto8
Mimeograph5
Schreibmaschine3
Militär3
Chemie3
Radio2
sonstige24
Quelle: Henry-Ford-Museum[26]

(Jeweils Jahr der ersten Anmeldung eines Patents. Weitere Patentanmeldungen für Verbesserungen der Ursprungserfindung erfolgten häufig über viele Jahre hinweg. Erfindung, Patentanmeldung, Patenterteilung und Beginn der Vermarktung können in verschiedene Kalenderjahre fallen. Unterschiedliche Angaben in Veröffentlichungen haben darin ihre Ursache.)

Eine Erfindung Edisons ist heute noch mit der Elektrizität in jedem Privathaushalt verbunden: Das sogenannte Edison-Gewinde, mit dem eine Glühlampe in die zugehörige Fassung geschraubt werden kann. Das aus Messingblech hergestellte Gewinde zeichnet sich durch eine einfache Produktion sowie durch eine sichere Handhabung auch für Laien aus. Die Lösung soll auf eine Idee von Thomas Alva Edison aus dem Jahr 1881 zurückgehen, die er dann gemeinsam mit Sigmund Bergmann in dessen Bergmann and Company’s Shop in New York entwickelte. Der Lampensockel wurde in einer gemeinsamen Firma produziert. Bergmann verkaufte seine Anteile 1889 an Edison und ging nach Berlin zurück. [29] [30]

Das Tasimeter für feine thermometrische Beobachtungen ist ein Beispiel einer nicht patentierten Erfindung von Edison. Die Veröffentlichung ohne Patentanmeldung bedeutet eine Überlassung an die Allgemeinheit zur Nutzung ohne Urheberrechtsvergütung.

Gesellschaftliche Transformation am Beispiel Elektroerfindungen

Die technische Lösung und der Nutzen einer Erfindung sind nicht hinreichend für eine erfolgreiche Verbreitung. Edison stand wie auch andere Erfinder und Wissenschaftler bei Neuerungen vor Kommunikationsproblemen, da mit den Neuerungen verbundene Begrifflichkeiten wie Dynamo, Sicherung, Gleichstrom oder Glühlampe weiten Teilen der Bevölkerung unbekannt waren und die meisten auch keine Vorstellung über das Wesen von Elektrizität hatten. Darüber hinaus brauchte er das Vertrauen von Investoren und Politikern. Letztere hätten mit Sicherheitsbedenken gegen die Verlegung unterirdischer Elektrizitätskabel die Elektrifizierung New Yorks um Jahre verzögern können. Schließlich mussten die Widerstände der Gasindustrie und deren Lobbytätigkeit in der Politik überwunden werden.

Die Transformation einer technischen Errungenschaft in einen soziologischen Prozess, der nicht nur zu gesellschaftlicher Akzeptanz führt, sondern zur Assoziation von positiven Werten mit der Neuerung, ist eine Schwierigkeit, auf die viele Erfinder und Wissenschaftler nicht vorbereitet sind und an der sie häufig scheitern.

Edison löste die Aufgabe unter anderem durch Benutzung der Presse und mit persönlichen Kontakten zu Entscheidungsträgern, wobei seine charismatische Persönlichkeit und seine Popularität seit Erfindung des Fonografen hilfreich waren. Dem Problem der fehlenden allgemeinverständlichen Begrifflichkeiten der Neuerungen begegnete er durch non-verbale Kommunikation wie Showveranstaltungen mit Lichteffekten. Die in New York gegründete Gesellschaft wurde nicht Elektrizitätsgesellschaft, sondern Beleuchtungsgesellschaft genannt ( Edison Illuminating Co.). Das Kraftwerk wurde Lichtwerk genannt und Edison kommunizierte, man liefere Licht und nicht Strom; er baute sprachlich auf den Menschen Vertrautes auf. Auf das Design von Lampen wurde großen Wert gelegt, so dass diese dem Zeitgeschmack entsprechend von Beginn an als schön und die persönliche Umgebung aufwertend empfunden wurden. Die Gestaltung der Glühlampe selbst als Birne mit Schraubgewinde gilt noch immer als ästhetisch gelungen. Das Design wurde ein ikonographisches Symbol für positive Werte wie Idee, Erleuchtung usw.. Besonders aufgeschlossen für die Neuerung waren die Betreiber von Theatern. Dadurch wurde elektrisches Licht an Brennpunkten des öffentlichen Lebens frühzeitig präsent und in Verbindung mit Kultur und Unterhaltung wahrgenommen.

Charles Bazerman, ein Hochschullehrer aus den USA, analysiert Aspekte der damals erfolgreichen Transformation einer Erfindung in einen alltäglichen Gebrauchsgegenstand auf den verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen in seinem Buch The Languages of Edison’s Light.

Patentrechtsstreite

Die Menge der von Edison erarbeiteten Patente machte es für Wettbewerber im Elektromarkt in den 1880er Jahren zunehmend schwieriger, unter Umgehung aller Patente Produkte zu produzieren. Die raschen technologischen Veränderungen und der hohe wirtschaftliche Wert der Neuerungen führten zu einer verbreiteten Missachtung der Patente, was die jeweiligen wirtschaftlichen Eigentümer der an Edison erteilten Patente zwang, hohe Geldmittel für die juristische Verteidigung ihres Eigentums aufzuwenden. Die Unternehmen von Edison waren zeitweise dazu finanziell nicht mehr in der Lage.

Insbesondere finanziell starke Unternehmen konnten sich jahrelange Gerichtsstreitigkeiten über alle Instanzen leisten und im schwebenden Verfahren die Patente weiter verletzen. Der Nutzen der Teilhabe am Markt überstieg offenkundig anfallende Rechtskosten. Ferner konnten die Patentverletzer die Dauer der Verfahren für die Entwicklung von Umgehungstechniken nutzen. Nach Angaben der Edison-Biografen Dyer und Martin wurden allein in den USA zwischen 80 und 90 Patentprozesse um die Glühlampenpatente geführt und weitere mindestens 125 Patentprozesse um die mit der Glühlampe verbundenen Erfindungen in der elektrotechnischen Infrastruktur. 1889 musste Edison einen eigenen Unternehmensbereich für die Steuerung und Administration der Verfahren gründen. [31]

Es ist kein Patentrechtsstreit bekannt, der zu einer gerichtlich angeordneten Annullierung eines vom US-Patentamt an Edison erteilten Patents führte. Die zahlreichen Anfechtungen waren ein Mittel im Wettbewerb um Marktanteile. Die notwendige Fusion seiner Unternehmen mit der Thomson-Houston-Co. führte Edison unter anderem auf hohe Kosten für Patentrechtsstreite und Ertragsminderungen aus Patentverletzungen zurück.

Der Patentprozess der Edison Electric Light Co. gegen die United States Electric Lighting Co. dauerte von 1885 bis 1892 und soll zirka 6.500 Seiten Akten umfassen. Er endete mit der Bestätigung der Edison-Glühlampenpatente in allen Gerichtsinstanzen. Das Unternehmen United States Electric Lighting Co. konnte kontinuierlich weiter produzieren, da man bei Prozessende eine neue Glühlampe entwickelt hatte, die kein Edison-Patent verletzte.[32] Die United States Electric Lighting Co. kam zwischenzeitlich in finanzielle Schwierigkeiten, konnte sich den Rechtsstreit und teure Neuentwicklungen jedoch weiter leisten, da der Eisenbahnindustrielle George Westinghouse das Unternehmen 1888 aufkaufte.[33] Die Auseinandersetzungen zwischen Thomas Alva Edison und George Westinghouse hatten hier eine Ursache.

Siehe Patentprozesse mit„Goebel-Defense“ für eine ausführliche Darstellung der Verfahren der Edison Electric Light Co. gegen die Beacon Vacuum Pump and Electric Co., die Electric Manufacturing Co. und die Columbia Incandescent Lamp Co.. In diesen Rechtsstreiten wurde die Antizipation der Glühlampenerfindung von Thomas Alva Edison durch den aus Deutschland stammenden Heinrich Göbel behauptet.

Weltanschauung, Politik, Kultur

Thomas Alva Edison mit Henry Ford und dem Naturforscher und Sozialphilosophen John Burroughs

Edison war politisch ein Anhänger der Republikanischen Partei. Unter anderem unterstützte er die republikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt, Warren Harding, Calvin Coolidge und Herbert Hoover.

Obwohl er ein Gegner der Todesstrafe war, übernahm seine Firma einen Regierungsauftrag zur Entwicklung des elektrischen Stuhls. 1912 sprach er sich für die Einführung des Wahlrechts für Frauen in den USA aus.

Edison, der selbst keine Schulausbildung hatte, kritisierte das amerikanische Ausbildungssystem und äußerte sich geringschätzig über den Wert von Fächern wie zum Beispiel Latein. Die Ausbildung praktisch befähigter Ingenieure sah er als Hauptaufgabe. [34]

Edison hatte eine Abneigung gegen Jazz-Musik. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die von seinen persönlichen Vorlieben statt von der Marktnachfrage geleitete Auswahl der Interpreten zu einem wirtschaftlichen Nachteil seiner Unternehmen. Edison, der seit seiner Jugend schwerhörig war, soll Interpreten nach der Verständlichkeit gesungener Texte ausgesucht haben. [35]

Edison vertrat eine Philosophie der Gewaltfreiheit. Am 4. April 1878 trat er der Theosophischen Gesellschaft bei.

Thomas Alva Edison kritisierte christlich-religiöse Vorstellungen und engagierte sich gegen Religionsunterricht an Schulen. Er wird von Zeitungen zitiert mit „Religion is all bunk…All bibles are man-made” (Alle Religion ist Geschwätz…Alle Bibeln sind von Menschen geschrieben.). [36] [37] Im Oktober 1910 fanden Ausführungen von ihm in den USA Aufmerksamkeit, in denen er Vorstellungen von der Existenz einer Seele und deren Unsterblichkeit ablehnte.

Seine zweite Frau, eine gläubige Methodistin, versuchte vergeblich, seine Einstellung zu ändern; er blieb ein religiös ungebundener Freidenker.

Ehrungen (Auswahl)

Zahlreiche Einrichtungen und Straßen, auch in Deutschland, wurden nach Thomas Alva Edison benannt. In Anerkennung der Leistungen von Thomas Alva Edison feiern die USA seit 1983 an seinem Geburtstag den National Inventor’s Day. Am Hollywood Walk of Fame wurde Edison ein Stern gewidmet.

  • 1889: Ernennung zum Kommandeur der Ehrenlegion durch den französischen Präsidenten
  • 1909: Auszeichnung mit der Goldmedaille der Königlichen Akademie der Wissenschaften von Schweden
  • 1922: Verleihung der Ehren-Doktorwürde der Rutgers-Universität an Edison
  • 1928: Verleihung der „Special-Congressional-Medaille“ an Edison (hohe Auszeichnung der USA)
  • 1929: Feiern anlässlich des 50. Jahrestags der Erfindung der praktisch nutzbaren Glühlampe. Henry Ford ließ das Menlo-Park-Labor rekonstruieren und Thomas Alva Edison wiederholte in Anwesenheit des amerikanischen Präsidenten Herbert C. Hoover und bekannten Persönlichkeiten, unter ihnen Marie Curie, die historische Glühlampenvorführung vom 21. Oktober 1879. Das Ereignis wurde vom Radio übertragen; Ersttagsbriefe und Sonderbriefmarken trugen dazu bei, dass die Veranstaltung ein nationales Ereignis in den USA wurde.[6] ( In Deutschland, wo zu jener Zeit Heinrich Göbel für den Erfinder der praktisch nutzbaren Glühlampe gehalten wurde, reagierten Verbände der Elektroindustrie mit einer Feier in dessen Geburtsstadt Springe am 14. September 1929, wenige Wochen vor dem Ereignis in den USA.[38])

Am 7. November 1915 berichteten Zeitungen, darunter die New York Times, über die bevorstehende Verleihung des Nobelpreises für Physik zu gleichen Teilen an Nikola Tesla und Thomas Alva Edison. Tatsächlich wurde der Physiknobelpreis 1915 an William Henry Bragg und William Lawrence Bragg verliehen. Der Vorgang ist Gegenstand einiger spekulativer Thesen.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

Hauptquelle:

Soweit keine expliziten Einzelnachweise angegeben sind wurden die Angaben folgender Internetseite entnommen:

Die Internetseite beruht auf der unter Literatur angegebenen Buchreihe der Autoren Keith A. Near und Thomas Alva Edison: The Papers of Thomas A. Edison. Die Seite wird von Rutgers, The State University of New Jersey betrieben. In New Jersey wohnte Edison den größten Teil seines Lebens und dort befanden sich seine Entwicklungseinrichtungen.

Sonstige Einzelnachweise:

  1. Das Unternehmen ist nach Edwin J. Houston und Elihu Thomson benannt, auf deren Patente die Aktivitäten gründeten. Das Unternehmen hatte 1892 eine komplexe Eigentümerstruktur. Zu den Anteilen der Namensgeber liegt keine Quelle vor. Houston arbeitete 1892 als Hochschullehrer, Thomson offenkundig als Chefentwickler für das Unternehmen.
  2. Telegraph-History: Franklin L. Pope, abgerufen am 10. Dezember 2008
  3. Dyer, Martin S. 962
  4. Edison-Patent 223898 „Electric Lamp“ Basispatent der Glühlampenentwicklung von Thomas Alva Edison
  5. Janet Schneider, Bayla Singer Exhibition The Race of Electric Light, abgerufen am 6. Januar 2008
  6. a b c d e f Helmuth Poll Der Edisonzähler, Kapitel Thomas Alva Edison – Zeittafel S 25–30,Deutsches Museum München, 1995, ISBN 3-924183-30-9
  7. a brief history of con edison , abgerufen am 19. Dezember 2008
  8. In New York waren um 1900 zirka 30 Unternehmen im Bereich elektrischer Energieversorgung tätig, die von der The New York Gas, Electric Light, Heat & Power Company aufgekauft wurden und 1901 in der The New York Edison Company zusammengefasst wurden. Thomas Alva Edison besaß nach 1901 keine Energieversorgungsunternehmen in New York mehr. Der Energieversorger New Yorks trägt jedoch noch heute seinen Namen. Siehe a brief history of con edison , abgerufen am 20. Dezember 2008
  9. William H. Meadowcroft Thomas Alva Edison, Harper Brothers Publishers, 1911, Edison Central Station, S 227
  10. Elihu Thomson, abgerufen am 18. Dezember 2008
  11. Elihu Thomson Papers,abgerufen am 18. Dezember 2008
  12. findagrave: Thomas Alva Edison, abgerufen am 13. Dezember 2008
  13. Dyer, Martin, Anhang Foreign Patents, S. 1138
  14. World Wide School: Dyer, Martin Edison, His Life and Inventions: Foreign Patents, abgerufen am 13. Dezember 2008
  15. Dyer, Martin S. 166–199
  16. Wer war eigentlich Thoma Alva Edison?. Abgerufen am 10. Dezember 2008.
  17. Edison-Patent 251540 „carbon for electric lamps“
  18. Dyer, Martin Kap. 24 Edison’s Method in Inventing S.  688
  19. Kurzbiografie Ludwig K. Böhm (engl.), abgerufen am 10. Dezember 2008
  20. Dyer, Martin S. 503
  21. Kurzbiografie Lewis Howard Latimer.(engl.), abgerufen am 10. Dezember 2008
  22. TESLA SAYS EDISON WAS AN EMPIRICIST; Electrical Technician Declares Persistent Trials Attested Inventor’s Vigor. ‘HIS METHOD INEFFICIENT’ A Little Theory Would Have Saved Him 90% of Labor, Ex-Aide Asserts –Praises His Great Genius. In : The New York Times, 29. Oktober 1931, S. 25
  23. Bazerman, Kap.13 Charisma and Communications in Edison’s Organizations, S. 259-289
  24. Deutsches Patentamt, Jahresbericht 2007, Seite 99, abgerufen am 28. Dezember 2008
  25. Bazerman S. 259
  26. Thomas Alva Edison: Inventions, abgerufen am 11. Dezember 2008
  27. Helmuth Poll Der Edisonzähler, Deutsches Museum München, 1995, ISBN 3-924183-30-9
  28. Edison-Patent 274390 „System of Electrical Distribution“
  29. The Edison Papers – Edison’s Companies, abgerufen am 10. Dezember 2008
  30. Frühe Edison-Lampensockel, abgerufen am 10. Dezember 2008
  31. Deyer, Martin Kap. 28 The Black Flag S. 841
  32. EDISONS PATENT UPHELD In: The New York Times, 15. Juli 1891 sowie 5. Oktober 1892
  33. Americanhistory: Competition to Edison’s Lamp, abgerufen am 14. Dezember 2008
  34. Dyer, Martin Kap. 29 The Social Side of Edison S. 877
  35. Thomas Edison , abgerufen am 14. Dezember 2008
  36. John Patrick Michael Murphy: Thomas Alva Edison (1999). Abgerufen am 10. Dezember 2008.
  37. Quotations on Freethought and Religion. Abgerufen am 10. Dezember 2008.
  38. Heinrich-Goebel-Feier in Springe am Deister. In: ETZ Elektrotechnische Zeitschrift – Organ des VDE, Nr. 41,10. Oktober 1929, S. 1492

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