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 The Beach Boys

The Beach Boys
Gründung1961
GenreSurf, Pop, Rock
Websitewww.thebeachboys.com
Gründungsmitglieder
Gesang, Bass, KeyboardsBrian Wilson
Gesang, GitarreCarl Wilson († 1998)
Gesang, SchlagzeugDennis Wilson († 1983)
GesangMike Love
Gesang, GitarreAlan Jardine
Weitere Bandmitglieder
Gesang, Bass, KeyboardsBruce Johnston (1965–1972; ab 1979)
Gitarre, GesangBlondie Chaplin (1972–1973)
Schlagzeug, GesangRicky Fataar (1972–1974)
GitarreDavid Lee Marks (1962–1963), (1998–2000)

The Beach Boys waren eine der weltweit erfolgreichsten Pop-Bands der 1960er und frühen 1970er Jahre. Sie wurden 1961 von den drei Brüdern Brian, Dennis und Carl Wilson, deren Cousin Mike Love und deren Schulfreund Alan Jardine gegründet. Bis Mitte der 1960er Jahre konnte die Band mit Surf-Musik sehr viele Charterfolge verbuchen. Den Beach Boys gelang es dabei, die Beatles nach Beginn der Beatlemania erstmals wieder von Platz 1 der US-amerikanischen Charts zu verdrängen.

Besondere Merkmale ihrer Musik sind einprägsame Melodien und ein differenzierter, häufig vierstimmiger Chorsatz unter Verwendung teilweise origineller und ungewöhnlicher Harmoniefolgen. Mit ihrem eher experimentellen Album Pet Sounds, das laut Fachzeitschriften wie Mojo[1] und Rolling Stone[2] zu den bedeutendsten Alben in der Geschichte der Rockmusik zählt, und den Arbeiten am Album Smile erweiterten sie das musikalische Vokabular und überschritten die Grenzen der Rock- und Popmusik.

Als ihr Erfolg in den USA langsam schwand, konnten die Beach Boys in Europa ihre größten Erfolge feiern, bis sie 1974 mit dem Album Endless Summer auch in ihrer Heimat wieder gefragt waren. 1988 kam mit Kokomo ein weiterer Nummer-eins-Erfolg hinzu. Die Gruppe war insgesamt über 45 Jahre lang in den Top-40 der amerikanischen Billboard-Charts vertreten.[3]

Der Tod von Dennis Wilson im Jahr 1983 und von Carl Wilson 1998 bedeutete das inoffizielle Ende der Beach Boys. Die drei verbliebenen Gründungsmitglieder gehen heute noch separat mit verschiedenen Begleitbands auf Tournee.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die frühen Jahre

Brian Wilson zeigte schon früh Interesse an der Musik. Als Jugendlicher analysierte er vor allem die mehrstimmigen Vokalharmonien der Four Freshmen und studierte deren Stücke mit seinen beiden jüngeren Brüdern Dennis und Carl ein. Ihre Eltern Murry und Audree Wilson unterrichteten ihre Kinder Brian und Carl in Gesang und Instrumentalspiel, während sich deren Bruder Dennis lieber am Strand vergnügte.

Im Alter von 16 Jahren bekam Brian Wilson einen Kassettenrecorder geschenkt und nutzte diesen, um mittels Overdubbing erste Aufnahmen zu erstellen. Sein jüngerer Bruder Carl brachte Brian mit Rock ’n’ Roll in Berührung, was Brian Versuche unternehmen ließ, diesen mit Harmoniegesang zu verbinden. 1961 wurde schließlich die Idee geboren, mit Brian Wilson, seinen Brüdern Dennis und Carl, ihrem Cousin Mike Love und Brians Schulfreund Alan Jardine eine Band zu gründen. Die Band wechselte mehrfach den Namen, bevor sie sich The Pendletones nannte. Dennis wurde in die Band aufgenommen, obwohl er zu diesem Zeitpunkt kein Instrument spielen konnte und das Schlagzeugspiel erst während der Gründungsphase erlernte.

Murry Wilson kannte das Verlegerehepaar Dorinda und Hite Morgan und organisierte ein Vorspiel. Sie konnten die Morgans mit ihrer Coverversion von Sloop John B jedoch nicht überzeugen. Dennis Wilson erregte das Interesse des Ehepaares indem er ihnen erzählte, dass die Band bereits über eine Eigenkomposition mit dem Titel Surfin’ verfügte. So traf man sich am 15. September 1961 zu einem zweiten Vorspiel im Heimstudio der Morgans. Das Surf-Konzept begeisterte die Morgans und sie nahmen drei Songs der Band auf. Zwei dieser Songs, Surfin’ und Luau wurden Anfang Oktober in den World Pacific Studios in Los Angeles als Single neu aufgenommen.[4] Brian Wilson, der bereits den Großteil der letzten Aufnahmen musikalisch geleitet hatte, übernahm abermals die Führung.[4] Die Single erschien beim lokalen Label Candix, wobei Russ Reagan die Band ohne deren Wissen in The Beach Boys umbenannte.[5] Die Platte vom Jahresende 1961 wurde mit Platz 2 in Los Angeles ein regionaler Hit[4] und landete in den US-Billboard-Charts auf Platz 75.[6]

Der erste Plattenvertrag bei Capitol-Records

Murry Wilson organisierte den ersten bezahlten Auftritt beim Ritchie Valens Memorial Dance am 1. Januar 1962.[7] Die Band mietete sich in den Western Studios ein und nahm weitere Lieder auf, darunter Surfin’ Safari, 409 und Surfer Girl. Hierbei kam es bereits zu ersten kleineren Auseinandersetzungen mit dem selbsternannten Bandmanager Murry Wilson. Er wollte die Band produzieren und schlug vor, einige seiner eigenen Werke aufzunehmen. Dies lehnte die Band jedoch ab. Schließlich wurde Wilson mit den fertigen Bändern bei Major-Labeln wie Dot Records, Decca Records und Liberty Records vorstellig, die ihn jedoch alle abwiesen.[8]

Nick Venet von Capitol Records gab der Band im Frühjahr 1962 schließlich eine Chance und veröffentlichte die Single Surfin’ Safari/409. Sie kletterte in den US-Billboard-Charts auf Rang 14 und machte die Band über Nacht zu Stars.[6] Die Beach Boys erhielten einen langfristigen Plattenvertrag und veröffentlichten im Oktober 1962 das Debütalbum Surfin’ Safari. Jardine hatte zu diesem Zeitpunkt die Gruppe bereits verlassen da seine Familie nach Ohio umgezogen war. Ersetzt wurde er durch David Lee Marks, einen damals erst 13-jährigen Nachbarn der Familie Wilson. Zur Verwaltung der Musikrechte und des Vertriebs wurde von Murry und Brian Wilson die Firma Sea of Tunes gegründet.

Nur wenige Monate nach dem Debütalbum erschien Surfin’ U.S.A., dessen Titellied Platz 3 der Billboard-Charts erreichte.[6] Da die einzelnen Gruppenmitglieder – auch aufgrund ihrer Jugend – ihre Instrumente technisch und stilistisch noch nicht perfekt beherrschten, wurden sie bei Aufnahmen teilweise durch Studiomusiker unterstützt. Die anstehende Tournee fand ohne Brian Wilson statt, der dies mit gesundheitlichen Problemen begründete. Alan Jardine war zu jener Zeit bereits wieder nach Kalifornien zurückgekehrt und nahm das Angebot Brian Wilsons gerne an, ihn als Bassist auf der Tournee zu ersetzen. Als David Lee Marks kurze Zeit darauf die Band verließ, um die High School zu beenden, übernahm Jardine wieder den festen Platz an der Rhythmusgitarre.

Mit der Arbeit von Venet, der die ersten beiden Studioalben produziert hatte, waren die Beach Boys unzufrieden. Vor allem Brian Wilson kritisierte, dass Venet ohne Rücksprache mit der Band deren Sound verändere. Murry Wilson war zudem der Meinung, dass bei Capitol Records niemand wusste, wie Rock ’n’ Roll zu produzieren wäre. Obwohl es zu jener Zeit unüblich war, setzten die Beach Boys durch, sich künftig selbst produzieren und außerhalb des Capitol-Records-Studios arbeiten zu dürfen. Das dritte Album Surfer Girl war ihr erstes Album, auf dem der Aufdruck „produziert von Brian Wilson“ stand. Es wurde zum größten Teil wieder in den Western Studios von Los Angeles aufgenommen.[9]

Der schnelle Erfolg der Gruppe, die in den USA zur „Teenagersensation“ aufstieg, führte dazu, dass sie neben diversen Fernsehauftritten auf ausgedehnte Tourneen durch die USA, Australien und Europa geschickt wurden. Zudem verlangte ihre Plattenfirma neues Material. So mussten sie etwa während einer Tourneepause von zwei Wochen das komplette Album Little Deuce Coupe einspielen und produzieren.

Durchbruch in den USA

Zwischen 1963 und 1965 hatten die Beach Boys 20 Top-40-Singles und mit I Get Around 1964 ihre erste Nummer 1. .[6] In den ersten beiden Jahren ihres Bestehens veröffentlichten sie insgesamt sieben Alben. Sie platzierten zeitweise bis zu fünf Alben gleichzeitig in den Charts, darunter 1964 das Beach Boys Concert als erstes ihrer Alben auf Platz 1.[10][11] Zu dieser Zeit trennte sich die Band wegen musikalischer Meinungsverschiedenheiten und seines autoritären Stils endgültig vom Manager Murry Wilson.

Brian Wilsons zunehmend komplexer werdende Arrangements bedingten den vermehrten Einsatz von Studiomusikern. Er schrieb außerdem Songs für andere Bands, darunter den Nummer-eins-Hit Surf City von Jan and Dean. Die enorme Menge an Veröffentlichungen, der auf ihm lastende Erfolgsdruck neue Lieder zu komponieren und zu produzieren sowie das ungewollte Leben auf Tournee forderten ihren Tribut: Wilson erlitt 1964 kurz vor Weihnachten auf dem Weg zu einer Konzerttournee einen schweren Nervenzusammenbruch.[12] Als Ersatzmusiker für Wilson konnte die Band Glen Campbell gewinnen, der bereits an mehreren Beach-Boys-Studioaufnahmen mitgewirkt hatte. Im Januar 1965 kündigte Brian Wilson offiziell seinen Rücktritt vom Tourleben an,[12] um sich ganz auf die Komposition und Produktion neuer Stücke zu konzentrieren. Campbell, der neben seinen instrumentalen Fähigkeiten auch die Falsettstimme beherrschte, die ansonsten Wilson sang, lehnte trotzdem eine Vollmitgliedschaft in der Band ab. Er war ein gefragter Studiomusiker und wollte zudem an seiner Solokarriere arbeiten. Schließlich nahm Bruce Johnston im April 1965 diesen Platz als vollwertiges Bandmitglied ein, nachdem er auf Anfrage der Band erfolglos nach einer Ersatzbesetzung gesucht hatte.

Die Gruppe ging auf Tournee, während Wilson in Los Angeles blieb, neue Lieder schrieb und diese mit Studiomusikern aufwändig produziert einspielte. Die Band steuerte meist lediglich den Gesang oder einzelne Instrumentalspuren bei. Bei den neueren Stücken lag der Fokus von Brian Wilson nicht mehr auf dominierenden Gitarren, sondern es wurden verstärkt Keyboards und ein aufwändigeres Schlagzeug eingesetzt. Wilson legte zudem weitaus mehr Wert auf ausdrucksstärkere Texte. The Beach Boys Today zeigt die Weiterentwicklung von Wilson als Komponist und Produzent – es enthält auf der A-Seite eingängige Pop-Songs und auf der B-Seite traurige Balladen. Dieser Trend wurde auf dem Album Summer Days (and Summer Nights !! ), das Stücke wie California Girls und den zweiten Nummer-eins-Hit der Band Help Me, Rhonda enthält, fortgesetzt. Neben Brian hatte sich auch sein Bruder Carl Wilson musikalisch deutlich weiterentwickelt und wurde bei Konzerten zu dessen verlängertem Arm.

Pet Sounds und der Gipfel des Erfolges

Hauptartikel: Pet Sounds

Der bisherige Erfolg, neue Freunde und die Konkurrenz zu den Beatles weckten Brian Wilsons Ehrgeiz: In den frühen 1960er-Jahren war es üblich, einige „Albumfüller“ auf den LPs zu veröffentlichen. Wilson beschloss, von dieser Praxis abzuweichen und begann eine LP zu kreieren, die von Anfang bis Ende nur qualitativ hochwertige Stücke enthalten sollte. Er nahm sich vor, das „größte Rock-’n’-Roll-Album aller Zeiten“[13] zu kreieren. Inspirieren ließ er sich nach eigenen Worten dabei unter anderem vom Beatles-Album Rubber Soul.[14] Um dieses Ziel zu erreichen, beschritt Wilson neue Wege. So wollte er sich entgegen den Vorstellungen der Plattenfirma für die Aufnahmen mehrere Monate Zeit nehmen. Um die Lücke an Veröffentlichungen zu überbrücken, einigte man sich auf das Album Beach Boys’ Party!. Darauf wurden akustische Coverversionen aufgenommen und diese zwecks Vermittlung einer vorgeblichen Livesituation durch Partygeräusche ergänzt.

Die Single Here Today vom Album Pet Sounds

Das Album verkaufte sich in Europa und Großbritannien sehr gut. Die Beach Boys wurden auf eine ausgedehnte Tournee durch Europa und Japan geschickt. Dies gab Wilson die Zeit, an seinem kommenden Werk zu arbeiten. Er engagierte die besten Studiomusiker von Los Angeles für die Einspielung der Instrumentalspuren und „dirigierte“ teilweise bis zu 40 Musiker, um den ihm vorschwebenden „perfekten Klang“ zu erzeugen. Wilson komponierte, arrangierte und produzierte die Stücke im Alleingang, was 1966 noch unüblich war. Pet Sounds hatte mit den üblichen Themen der Beach Boys – Surfen, Sonne, Mädchen, Autos – nichts zu tun, sondern enthielt „Songs der Sehnsucht, der Erwartung, der Sorge und des Bedauerns“.[15] Die Texte entstanden in Zusammenarbeit Wilsons mit dem Texter Tony Asher. Er transformierte die Gedanken Brian Wilsons zu den einzelnen Liedern in konkrete Songtexte.

Die Plattenfirma war mit dem durch das im Mai 1966 veröffentlichte Konzeptalbum bedingten Stilwechsel unzufrieden, bewarb es in den USA kaum,[16] und veröffentlichte nur wenige Wochen nach Pet Sounds bereits die Kompilation The Best of the Beach Boys. Da Capitol bei Nachbestellungen anstatt Pet Sounds diesen Sampler auslieferte, galt das Album schon bald nach seiner Veröffentlichung als Sammlerstück. Deshalb war Pet Sounds relativ erfolglos und erreichte nur Platz 10 der US-Billboard-Charts. Brian Wilson, der mit einem größeren Erfolg von Pet Sounds gerechnet hatte, war über die kommerzielle Akzeptanz des Albums in den USA tief enttäuscht.

Wesentlich erfolgreicher war das Album in anderen Musikmärkten, besonders in Großbritannien, wo es Platz 2 der Charts erreichte.[17] Für die nächste Single Good Vibrations führte Brian Wilson ab Februar 1966 über sechs Monate hinweg unzählige Aufnahmen in vier verschiedenen Studios durch, um die unterschiedlichen Studioklänge zu nutzen und die einzelnen Teile anschließend zusammenzuschneiden. Der Song war bereits während der Pet-Sounds-Sessions bearbeitet worden, wurde jedoch von Wilson nicht für das Album verwendet.[16] Im Oktober 1966 erschien der Song als Single und kletterte in den USA und Großbritannien auf Platz 1, in Deutschland auf Platz 8.

Smile – Das Klavier im Sandkasten

Hauptartikel: Smile

Ab Mai 1966 begann Wilson an einem neuen Projekt zu arbeiten, für das er Van Dyke Parks als Texter engagierte. Zuerst nannte er es Dumb Angel, später benannte er es in Smile um. Um das richtige Gefühl für neue Lieder zu bekommen, ließ er in seinem Wohnzimmer einen Sandkasten um sein Klavier herum aufstellen, um beim Klavierspielen den Sand unter den Füßen fühlen zu können und sich davon inspirieren zu lassen.

Die Inhalte der Stücke aus dieser Zusammenarbeit waren wesentlich komplexer als Wilsons bisherige Werke und erregten den Unmut der Bandmitglieder und Plattenfirma. Vor allem Mike Love kritisierte den neuen Stil, die für ihn zu weit vom eigentlichen Stil der Band entfernten Klangbilder und Texte, und die seiner Ansicht nach für Livedarbietungen zu anspruchsvollen Lieder. Während der Aufnahmen kam es im Studio zum Streit zwischen Love und Van Dyke Parks. Parks beendete somit die Partnerschaft mit Wilson und die beiden Musiker gingen unverrichteter Dinge auseinander.[18]

Durch den Drogenkonsum, den Verlust seines Partners sowie die anhaltende Kritik war Brian Wilsons Wille, das Projekt zu beenden, endgültig gebrochen. Zudem wurden neue Veröffentlichungen zurückgehalten, da die Band mit der Plattenfirma aufgrund vorenthaltener Tantiemen und den Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung im Streit lag. Als die Plattenfirma im Juni 1967 endlich bereit war Smile zu veröffentlichen, hatten die Beatles bereits mit dem Konzeptalbum Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band ihre Antwort auf Pet Sounds veröffentlicht. Da Smile ebenfalls als Konzeptalbum konzipiert war, weigerte sich Brian Wilson – um nicht als Nachahmer angesehen zu werden – das Album zu veröffentlichen. Da seit Oktober 1966 kein neues Material der Beach Boys erschienen war, reagierte Capitol Records mit der Veröffentlichung eines weiteren Greatest-Hits-Albums mit dem Titel Best of the Beach Boys Vol 2.

Sommer, Sonne, Strand und Wellen (natürlich in Kalifornien) – Wichtige Zutaten des Beach Boys-Feelings

Die Beach Boys koppelten unterdessen das Lied Heroes and Villains als Single aus, das trotz der ungewöhnlich langen Spieldauer von drei Minuten und 30 Sekunden den zwölften Platz der Billboard-Charts erreichte. Dies war die erste Veröffentlichung über die bandeigene Plattenfirma Brother Records, die gegründet worden war, um eine Plattform für musikalische Experimente zu haben und als Nachfolger der bandeigenen Sea of Tunes zu fungieren.[18]

Die Band begann schließlich, an Smiley Smile zu arbeiten, das neben den veröffentlichten Singles meist improvisierte Stücke enthielt, die rasch aufgenommen wurden. Der Produktionscredit auf diesem Album lautet zum ersten Mal „produziert von den Beach Boys“. Brian Wilson zog sich von diesem Zeitpunkt an verstärkt aus der Öffentlichkeit und von der Band zurück.[19]

Wandel der Musikmode

Gegen Ende der 60er-Jahre wurde die Musik der Beach Boys aus verschiedenen Gründen als immer weniger zeitgemäß wahrgenommen. Der R&B, Soul und Funk befreite sich zusehends aus der Marktnische einer rein schwarzen Konsumentenschicht und wurde langsam massenkompatibel. Diese Stile konkurrierten in ihrer Vermittlung von Lebensfreude mit der Musik der Beach Boys, hatten aber den Vorteil, durch einer stärkere Betonung rhythmischer Elemente tanzbarer zu sein. Andererseits tendierte der Zeitgeschmack zunehmend zu einer härteren, rauheren und auch gitarrenbetonteren Rockmusik. Im Kontrast zum nun „angesagten“ exaltierten Gesang eines Joe Cocker oder Robert Plant und den in Mode kommenden langen Gitarren- beziehungsweise Schlagzeugsoli von zum Beispiel Cream wirkte der gepflegte und sauber intonierte Vokalsatz der Beach Boys eher antiquiert. Auch im Vergleich mit der musikalischen Experimentierfreude und dem bildungsbürgerlichen Anspruch des Psychedelic- und Progressive Rock wirkten die früheren Experimente von Pet Sounds und Smile – obwohl historisch bahnbrechend – nun relativ zaghaft. Die unbeschwerten Texte und das Image der Band wirkten im Kontext des aufkommenden sozialkritischen Geistes der 68er-Zeit vergleichsweise überholt. All diese Faktoren bewirkten, dass die Musik der Beach Boys in den USA nun häufig als Relikt der Beat-Ära empfunden wurde. Im immer noch relativ konservativen Großbritannien wurden die Beach Boys allerdings erst seit Pet Sounds richtig wahr genommen. Die nun ernster und erwachsener wirkende Musik der Band – weiterhin verpackt in „fröhliche“ Harmonien und raffinierte Arrangements – sowie das kalifornische Surferimage fanden hier und später auch auf dem Kontinent eine immer größere Anhängerschaft. Ebenso wurden sie in den Ländern des ehemaligen Ostblocks als Symbole für Freiheit und individuelle Selbstverwirklichung, die es in diesen Gesellschaftssystemen nie gab, sehr populär.

Wandlung, Imagewechsel und eine neue Plattenfirma

1967 hätten die Beach Boys die Hauptakteure beim Monterey Pop Festival sein sollen. Brian Wilson, der im Organisationskomitee vertreten war, sagte den Auftritt jedoch im letzten Moment ab.[20] Im selben Jahr begann die Band mit den Aufnahmen zum Nachfolgealbum Wild Honey, die vollends in Brian Wilsons Heimstudio abgehalten wurden. Die Band brachte sich verstärkt in dieses Album mit ein. Die anderen Beach Boys spielten nicht nur zum ersten Mal seit langem wieder sämtliche Instrumente selbst ein, sondern waren in Teamarbeit auch an der Produktion beteiligt. Zudem arbeitete Brian Wilson als Komponist wieder verstärkt mit Mike Love und Al Jardine zusammen. Das Lied How She Boogalood It war schließlich das erste Stück, das ohne Zutun von Brian Wilson entstand.

Dieser Trend setzte sich auf dem im Juni 1968 erscheinenden Album Friends fort. Die meisten Lieder entstanden in Teamarbeit der drei Wilson-Brüder mit Al Jardine. Love hielt sich zu dieser Zeit zusammen mit den Beatles und Donovan in Indien auf, um dort von Maharishi Mahesh Yogi in Transzendentaler Medidation unterwiesen zu werden. Er brachte auch die anderen Bandmitglieder damit in Berührung und schrieb in Liedern sehr oft über diese Erfahrungen.

Dennis Wilson komponierte gemeinsam mit dem kalifornischen Lyriker Stephen Kalinich seine ersten Stücke, von denen er zwei auf Friends veröffentlichte.[21] Zur gleichen Zeit lernte er Charles Manson kennen, der selbst Ambitionen als Musiker hatte. Wilson trat in der Folgezeit verstärkt als Komponist in Erscheinung, wobei es als sicher gilt, dass zwei seiner Lieder gemeinsam mit Manson – der aber in den Credits nicht genannt werden wollte – komponiert wurden.

Auf dem letzten Album der 1960er Jahre, 20/20, arbeitete Carl Wilson schließlich zum ersten Mal als Produzent.[22] Brian Wilson ist nicht auf dem Schallplattencover abgebildet. Während Friends und 20/20 in den USA kommerziell erfolglos waren, hatten sie in Europa, vor allem in England, große Erfolge mit den Alben und deren Singles. Do It Again kam auf Platz 1 in Großbritannien, ein Jahr darauf folgte das von Jardine produzierte Cottonfields, das in fünf Ländern auf Rang 1 kletterte. Auch mit I Can Hear Music und Break Away, das Brian Wilson mit seinem Vater schrieb, waren sie in den britischen Top 10 vertreten.

Ab 1968 fanden mit Unterstützung von Begleitmusikern mehrere gutbesuchte ausgedehnte Tourneen durch Europa statt. Hierbei wurden im Gegensatz zu den Oldies, die die Band in der Vergangenheit meist in ihrer Heimat vorgetragen hatte, größtenteils Stücke der neueren Alben gespielt. Die Band hatte zu diesem Zeitpunkt zwei Singles sowie das Album Smiley Smile über Brother Records veröffentlicht.[23] Ihr neues Material wollten sie in Zusammenarbeit mit einer zusätzlichen Partnerfirma vertreiben. Zunächst wurde mit der Deutschen Grammophon verhandelt, der Vertrag jedoch in quasi letzter Sekunde doch nicht abgeschlossen. Leonard Waronker wollte die Beach Boys für Warner Bros. verpflichten. Auf Drängen von Van Dyke Parks, der beim Warner-Präsidenten Mo Ostin Fürsprache für die Beach Boys gehalten hatte, erhielten sie einen Vertrag über acht Alben, der ihnen viele Freiheiten zugestand. Zudem demontierte die Band das Brian-Wilson-Heimstudio und richtete das Brothers Studio in Santa Monica ein. Teilweise taten sie dies, um Brian Wilson dazu zu bringen, das Haus zu verlassen, worauf hin dieser sein Wohnzimmer in ein Aufnahmestudio umfunktionierte.

Die Aufnahmen zum ersten Album für Warner zogen sich in die Länge. So erschien zunächst nur die Single Add Some Music to Your Day. Das dazugehörige Album sollte bereits im Frühjahr 1970 veröffentlicht werden, wurde aber für weitere Überarbeitungen mehrmals zurückgehalten. Nach einer weiteren Singleauskoppelung (Slip on Through/This Whole World) wurde schließlich am 31. August 1970 Sunflower veröffentlicht.[24] Das Album erreichte in Großbritannien Platz 29[17], kam jedoch in den USA über Platz 151 der Billboard-Charts nicht hinaus.[25] Dieses Album enthält Kompositionen von sämtlichen Band-Mitgliedern mit Ausnahme von Carl Wilson, der wieder verstärkt als Produzent auftrat.

Da die Beach Boys und ihr Publikum älter geworden waren, versuchte die Band die Musik nach den Hörgewohnheiten ihres Publikums auszurichten. Demzufolge änderten sich der Stil und die Themen der Lieder. Es wurde verstärkt die Zerstörung der Umwelt und deren Schutz angesprochen. Ebenso war die Transzendentale Meditation weiterhin ein Thema. All diese Einflüsse wurden auf dem Nachfolgewerk Surf’s Up spürbar, auf dem Carl Wilson sein Debüt als Komponist gab. Verstärkt wurde dieser Einfluss durch den neuen Manager Jack Rieley, der sich als Texter in die Band einbrachte. Surf’s Up verkaufte sich in den USA und in Europa wesentlich besser als die vorangegangenen Alben. Die Bandmitglieder hatten sich musikalisch weiterentwickelt, so dass jeder fähig war, mehrere Instrumente zu spielen und Lieder zu produzieren.

1972 verstärkte sich die Band mit den südafrikanischen Musikern Blondie Chaplin an der Gitarre und Ricky Fataar am Schlagzeug, die zuvor der Band The Flame angehört hatten. Die Neuaufnahme der Mitglieder war notwendig geworden, da Bruce Johnston von der Band entlassen worden war und sich Schlagzeuger Dennis Wilson eine schwere Handverletzung zugezogen hatte. In dieser Besetzung nahm die Band das Album Carl and the Passions – „So Tough“ auf und fasste nach einer weiteren Europatournee den Entschluss, das nächste Album in den Niederlanden aufzunehmen, wo sie sich besonderer Popularität erfreuten. Die Beach Boys verbrachten insgesamt sechs Monate mit den Arbeiten zu Holland, für die eigens ein Studio aus den Vereinigten Staaten eingeflogen wurde. Das Album aus dem Jahr 1973 verkaufte sich sowohl in Europa als auch in den USA gut. Zudem erschien das Album In Concert mit Mitschnitten aus der Europatournee desselben Jahres, das für die Band zur ersten goldenen Schallplatte der 1970er-Jahre wurde.

Endless Summer und Brian Wilsons Rückkehr

Um ihr Publikum in den USA zurückzugewinnen, verzichtete die Band ab 1973 auf die Veröffentlichung neuer Alben und gab statt dessen viele Konzerte in ihrer Heimat. Nachdem Blondie Chaplin bereits im selben Jahr während eines Auftritts entlassen worden war, verließ ein Jahr später Ricky Fataar die Band, da er nicht ständig auf Tournee sein wollte. Dennis Wilson hatte in den Jahren 1972 bis 1974 das Klavier gespielt und kehrte nach Fataars Rückzug wieder ans Schlagzeug zurück. Zudem schrieb er in dieser Zeit ständig neue Lieder, von denen einige von den Beach Boys live dargeboten wurden.

Zur selben Zeit wollte Capitol Records, die ehemalige Plattenfirma der Band, eine weitere Kompilation mit Beach-Boys-Hits veröffentlichen. Gemeinsam mit Mike Love erarbeiteten sie eine Titelliste für ein Doppelalbum der Hits von 1961 bis 1965. Love wählte Endless Summer als Namen für dieses Album. Diese Zusammenstellung erreichte in den USA den ersten Platz der Billboard-Charts und wurde zur ersten Veröffentlichung seit Good Vibrations, die sich millionenfach verkaufte. Insgesamt verblieb das Album drei Jahre in den Charts.

Sofort nach diesem Erfolg veröffentlichte Capitol mit Spirit of America eine weitere Hitzusammenstellung, die sich ebenfalls sehr gut verkaufte. Die Gruppe wurde so einer neuer Fangeneration zugänglich, was wiederum zu ausverkauften Konzerten führte. Mit dem Erfolg von Endless Summer und der Auszeichnung zur „Band des Jahres 1974“ durch das Musikmagazin Rolling Stone wurde gleichzeitig Brian Wilsons Rückkehr proklamiert. Dieser begann wieder mit der Band zu arbeiten und neue Lieder zu schreiben. Zum 15-jährigen Bandjubiläum 1976 brachte die Band mit Rock and Roll Music eine Single auf Platz 5. Auch das Album 15 Big Ones, das wieder allein von Brian Wilson produziert wurde, landete in den Top 10. Im selben Jahr stieß die von Capitol Records für Europa produzierte Hit-Zusammenstellung 20 Golden Greats auf Platz 1 in England vor.

Brian Wilson trat wieder vermehrt bei Konzerten in Erscheinung. Das nächste Album The Beach Boys Love You von 1977 enthielt ausschließlich neue Kompositionen von ihm, der im Studio zudem fast sämtliche Instrumente selbst einspielte. Da Mike Love und Al Jardine zu diesem Zeitpunkt bereits mit anderen Plattenfirmen über einen Vertrag verhandelten, bewarb Warner Bros Love You kaum, weswegen der Verkauf hinter den Erwartungen blieb.

Seit Mitte der 1970er-Jahre war es verstärkt zur Gruppenbildung innerhalb der Band gekommen: Jardine und Love bildeten als Anhänger der Transzendentalen Meditation eine Fraktion, die Wilson-Brüder Dennis und Carl die andere. Die musikalischen Ansichten innerhalb der Band drifteten auseinander: Carl und Dennis Wilson wollten mit neuen Songs im Stil von Smile die Karriere der Band vorantreiben, während sich Mike Love und Al Jardine auf die Erfolge der Best-of-Alben beriefen und vermehrt Lieder kreieren wollten, die wie ihre Hits klangen. .[26] Im September 1977 stand die Trennung der Band im Raum, bis schließlich Love und Jardine die Führung übernahmen. Dennis Wilson veröffentlichte sein erstes Soloalbum Pacific Ocean Blue, während Carl Wilson versuchte, seine Drogenprobleme zu bewältigen.

Die Beach Boys mit Ronald und Nancy Reagan (1983)

Love und Jardine arbeiteten Ende 1977 gemeinsam mit dem Tournee-Musiker Ron Altbach am Album M.I.U., das an der Maharishi Institute University in Fairfield (Iowa) aufgenommen wurde. Die Verkaufszahlen waren niedrig und das Album verschwand nach wenigen Wochen aus den Verkaufsregalen.[8] Dieses Fiasko stärkte den Einfluss der Wilson-Brüder, die wieder vollends zur Band zurückkehrten. Um die Streitigkeiten zu minimieren, beschlossen sie, zum ersten Mal mit einem externen Produzenten zusammenzuarbeiten. Die Beach Boys einigten sich auf ihren früheren Bandkollegen Bruce Johnston, der 1979 auf dem Produzentensessel Platz nahm und bald darauf wieder ein reguläres Mitglied wurde. Das folgende Studioalbum L.A. (Light Album) war wohl der größte Kompromiss der Bandgeschichte, da es alle Mitglieder gleich beteiligte. Das Album entstand im Rahmen des neuen Plattenvertrags mit Caribou Records. Von den vier Singles, die es in die Charts schafften, war Lady Lynda mit einem sechsten Rang in Großbritannien die erfolgreichste.

Spätere Erfolge und zwei Todesfälle

Neben Keepin’ the Summer Alive, dem letzten Album der originalen Beach Boys, kletterte Anfang der 1980er-Jahre ein von Capitol veröffentlichtes Beach-Boys-Medley auf Platz 12 der Billboard-Charts, und die nachfolgende Single der Beach Boys – Come Go With Me – erreichte Rang 18. Abermals wurden neue Projekte hinten angestellt. Die Beach Boys spielten zu diesem Zeitpunkt weiterhin weltweit über 100 Konzerte pro Jahr. 1981 verließ Carl Wilson die Band, um an seiner Solokarriere zu arbeiten. Er wirkte nur noch bei einigen Auftritten mit und wurde bei den restlichen Konzerten durch Jeffrey Foskett ersetzt. Ab 1980 gaben die Beach Boys in Washington jährlich zum Unabhängigkeitstag ein großes Konzert, was ihnen 1983 von Innenminister James Watt untersagt wurde und der Band viel Publicity in den Medien brachte. Ein weiteres Mal waren sie verstärkt in den Schlagzeilen, als der Tod von Bandmitglied Dennis Wilson mitgeteilt wurde, der im Dezember 1983 bei einem Tauchunfall ums Leben kam. Am 4. Juli 1984 spielten sie vor über 700.000 Menschen erneut in Washington.

Brian Wilson begann aufgrund seiner Probleme eine Therapie, was die Band veranlasste, nach neuen musikalischen Partnern zu suchen. Auf Vermittlung von Bruce Johnston begannen sie eine Zusammenarbeit mit dem Produzenten Terry Melcher. Mike Love schrieb mit ihm zusammen das Lied Getcha Back, das 1985 ein Top-20 Hit wurde. Das folgende Studioalbum The Beach Boys 1985 schaffte es in die Top 50 und war das letzte Album beim Label Caribou Records, das seinen Betrieb einstellte. Die Beach Boys hatten in dieser Phase keinen festen Plattenvertrag mehr und arbeiteten projektbezogen. Mit Melcher brachten sie 1986 zwei neue Singles in die Charts.

1987 landeten die Beach Boys mit Wipe Out zusammen mit The Fat Boys auf beiden Seiten des Atlantiks einen großen Hit. Das Lied kam in Großbritannien bis auf Rang 2. Zum Zeitpunkt, als Brian Wilson seinen endgültigen Abschied aus der Band bekannt gab, um sein Soloprojekt voranzutreiben, hatten die verbleibenden Mitglieder mit Kokomo in den USA und Australien einen unerwarteten Nummer-eins-Hit. Das Lied avancierte zum meistverkauften Lied ihrer Karriere[27] Ihre frühere Plattenfirma Capitol Records bot ihnen darauf einen Vertrag für ein neues Album an. Still Cruisin’, so der Titel, wurde erneut ein Top-50-Album und erhielt eine Goldene Schallplatte. Wieder wurde die Band bei einer neuen Generation populär und beschränkte sich fortan darauf, zu einer reisenden „Oldies-Band“ zu werden.

Das nächste Studioalbum Summer in Paradise aus dem Jahr 1992 musste die Gruppe über ihre eigene Plattenfirma Brother Records veröffentlichen. Trotz Werbung in diversen Fernsehserien, in denen die Beach Boys als Gaststars auftraten – unter anderem Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu[28] und Full House –, wurde das Album zum kaum beachteten Ladenhüter. Die Band trennte sich von Terry Melcher. Zu diesem Zeitpunkt wurden sie stimmlich bereits von Matt Jardine unterstützt, dem ältesten Sohn von Alan Jardine, der live die Falsettpassagen sang und zum halboffiziellen Bandmitglied wurde. Im Herbst 1995 wollten die Beach Boys mit Brian Wilson ein gemeinsames Studioalbum aufnehmen. Wilson arbeitete zu diesem Zeitpunkt mit Andy Paley als Partner, was den anderen Beach Boys nicht zusagte. Unter der Regie von Brian Wilson und Don Was nahmen sie gemeinsam einige Stücke auf. Während dieser Aufnahmen verließ Carl Wilson wortlos das Studio, und das Albenprojekt wurde eingestellt. Als Kompromiss veröffentlichte die Band – mit Brian Wilson – das Album Stars and Stripes Vol. 1, auf dem diverse Country-Gaststars die früheren Hits der Band interpretierten und die Beach Boys den Harmoniegesang beisteuerten. Das Album verfehlte knapp die Top 100, fand in der Country-Szene jedoch Beachtung.

1996 bot Virgin Records den Beach Boys einen Plattenvertrag für ein Album an. Bedingung von Virgin war, dass das Album von Sean O’Hagen und Brian Wilson gemeinsam produziert würde und 80 % des Liedgutes aus Brian Wilsons Feder stammen musste. Da seine Beteiligung nicht garantiert werden konnte, kam es nicht zum Vertragsabschluss. Im selben Jahr wurde das Album Pet Sounds vom Mojo Magazin zum besten Album aller Zeiten gewählt.

1998 starb Carl Wilson an Krebs. Dies markierte das unausgesprochene Ende der Beach Boys.

Beach-Boy-Bands und Veröffentlichungen nach 1998

Die Beach Boys 2006

Nach Carl Wilsons Tod verließ Alan Jardine ebenso wie der Großteil der Bühnenband die Beach Boys. Gemeinsam mit Jardine gründeten sie eine neue Formation. Brother Records vergab die Lizenz für die Namensrechte am Bandnamen an Mike Love, der seitdem gemeinsam mit Bruce Johnston unter dem Namen „The Beach Boys“ Konzertreisen durch die ganze Welt veranstaltet. Er darf den Namen allerdings nicht für Plattenaufnahmen nutzen.[29] David Lee Marks kehrte von 1998 bis 2000 ganz zur Band zurück, nachdem er zuvor seine Aktivität wieder sporadisch aufgenommen hatte. Obwohl Al Jardine und Brian Wilson nicht mehr mit Love auf Tournee gehen, sind beide immer noch offizielle Mitglieder der Beach Boys und haben bei Brother Records ein Stimmrecht.

2003 veröffentlichten sie über ihre Plattenfirma Brother Records das Livealbum Good Timin’: Live at Knebworth England 1980, welches einen Konzertmitschnitt aus dem Jahr 1980 beinhaltet, an dem alle sechs Beach Boys teilnahmen. Im selben Jahr brachte Capitol Records die Kompilation Sounds of Summer heraus, die bis auf Rang 16 der Billboard-Charts kam.

Im Jahr 2006 trafen die noch lebenden Beach Boys am Capitol Tower, dem Hauptsitz ihrer ersten Plattenfirma in Los Angeles zusammen, um das 40-jährige Jubiläum von Pet Sounds zu zelebrieren. Sie veröffentlichten daraufhin eine weitere Kompilation unter dem Namen Songs From Here and Back, die neun Liveaufnahmen und drei Studiotitel aus den Soloprojekten von Love, Wilson und Jardine enthielt. Diese Zusammenarbeit nährte Spekulationen über eine neue Wiedervereinigung der Band.

Alan Jardine veranstaltet unter seinem eigenen Namen Konzerte, ihm zur Seite stehen zum Großteil jene Musiker, die in den letzten Jahrzehnten mit den Beach Boys tourten sowie seine beiden Söhne. Auch Brian Wilsons Töchter gehören zeitweise zur Band. Jardine veröffentlichte 2001 das Album Live in Las Vegas und arbeitet an seinem ersten Soloalbum Postcards from California.

Brian Wilson betreibt mit seiner zehnköpfigen Band ebenfalls ausgedehnte Konzertreisen und veröffentlicht unregelmäßig neues Material. Darunter befand sich 2004 Brian Wilson presents Smile, das weltweit in den Charts zu finden war und für drei Grammys nominiert wurde. Mrs. O’Learys Cow daraus wurde als „beste Instrumental-Rock-Performance“ ausgezeichnet. Sein bis dato letztes Album veröffentlichte er im Jahr 2008: That Lucky Old Sun (A Narrative) kam in den USA auf Platz 21.

Diskografie

Hauptartikel: The Beach Boys/Diskografie

Die Beach Boys veröffentlichten in der Zeit von 1962 bis 1996 insgesamt 28 Studio-Alben sowie drei Live-Alben aus den Jahren 1964, 1969 und 1972. Beach Boys Concert blieb das einzige reguläre Album, das die Billboard Charts anführte.

Die Band veröffentlichte von 1961 bis 1996 insgesamt 75 Singles, von denen 58 in die amerikanischen Billboard-Charts kamen. Ihr erster Eintrag in die Charts war der Titel Surfin, der im November 1961 Platz 75 erreichte, ihre letzte Hitparadenplatzierung gelang ihnen mit Fun, Fun, Fun am 1. Februar 1996 mit Platz 24 in England. In den USA kamen insgesamt vier Singles auf Rang 1, weltweit waren es neun.

1966 begann ihre Plattenfirma Capitol Records, Best-Of-Sammlungen der Beach Boys zu veröffentlichen. Drei dieser Zusammenstellungen erreichten den ersten Rang in den Charts. Ihr letzter Charteintrag datiert auf das Jahr 2007, als das Best-of-Album The Warmth of the Sun Platz 40 erreichte. Zudem haben die Beach Boys über die Jahre hinweg ein Dutzend Alben aufgenommen, die nicht veröffentlicht wurden. Einige Lieder aus diesen Alben erschienen über die Jahre auf diversen Beach-Boys-Samplern.

Produktion

Den Angaben auf den Schallplattencovern zufolge produzierte der Capitol-Produzent Nick Venet die ersten beiden Alben, obwohl ein erheblicher Teil der Produktionsarbeit wahrscheinlich von Brian Wilson geleistet wurde. Vor allem aus den Session-Sheets geht hervor, dass Venets Rolle bei der Produktion lediglich darin bestand, die verschiedenen Takes anzusagen. Arrangements und Klanggebilde stammten von Wilson, der sich öfter darüber beklagte, dass Venet versuchte, den Sound zu verändern. Ab dem dritten Album Surfer Girl wurde Wilson offiziell als Produzent aufgeführt. Damit waren die Beach Boys die erste Band, die sich selbst produzierte. Sie ebneten so den Weg für Generationen von Musikern und Bands, die zuvor immer einem Produzenten unterstellt waren, den die Plattenfirma der Band zuwies. Mit der Veröffentlichung von Smiley Smile, also nach dem verstärkten Rückzug Brian Wilsons, wurden auf den Plattencovern „The Beach Boys“ als Produzenten angegeben, wobei die einzelnen Lieder meistens von einem Bandmitglied oder in Teamarbeit produziert wurden und vor allem Carl Wilson die Führungsrolle übernahm. Nachdem Brian Wilson Mitte der 1970er wieder zwei Alben produzierte, folgte ihm Alan Jardine und danach Bruce Johnston als Produzent nach. Ab 1985 setzten die Beach Boys zumeist externe Produzenten wie Steve Levine (1985) und Terry Melcher (1986 bis 1993) ein.

Die Beach Boys sorgten ab 1963 für ein weiteres Novum. Sie benutzten nicht das Studio ihrer Plattenfirma für ihre Aufnahmen, sondern setzten durch, sich ihren Aufnahmeort selbst wählen zu dürfen. Selbst die Beatles nahmen zu dieser Zeit nur die hauseigenen Abbey Road Studios der EMI in Anspruch. Bevorzugtes Studio der Beach Boys waren die Western Studios in Los Angeles, aber auch die Gold Star Studios. 1967 errichtete Brian Wilson ein Heimstudio, das die Beach Boys verwendeten. Dieses Studio wurde 1970 als Brothers Studio nach Santa Monica verlegt. 1972 bauten sie ein weiteres Studio in den Niederlanden.

Stil

Textliche Inhalte

Ford Modell B Deuce Coupe Hot Rod

Die ersten Alben der Band handelten vom unbeschwerten Leben in Kalifornien und Teenagerinteressen wie Surfen, Mädchen und schnelle Autos (Hot Rods).[30] Zu letzteren zählen das Ford Modell B, das dem Album Little Deuce Coupe den Namen gab, sowie der Ford Thunderbird, den die Protagonistin in Fun Fun Fun vom Nachfolgeralbum Shut Down Vol. 2 fährt. Brian Wilson drückte dies folgendermaßen aus:

„Man kann immer über soziale Fragen schreiben, aber wer will das überhaupt wissen. Ich mag es, über etwas zu schreiben, was diese Kids als ihre ganze Welt empfinden.[31]

In My Room war das erste Beispiel für einen eher persönlichen Inhalt. Später behandelten die Texte auch andere Themen und wurden persönlicherer und komplexer. Auf Pet Sounds, das auch teilweise autobiografische Texte über Liebe, Verlust der Unschuld, Kindheit und Erwachsenwerden beinhaltet, wurde Brian Wilson von Tony Asher als Texter unterstützt. Auf Smile führte Van Dyke Parks Brian Wilson weg von Themen wie Liebe und Romantik, hin zu surrealen und assoziativ-bildhaften Texten, die vor allem auf Surf’s Up! und Heroes & Villains festzustellen sind. Mit diesen Themen änderte sich auch Wilsons Musik und deren Arrangements.

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahren änderte sich die Thematik abermals stark. Neben ihrer Erfahrung mit der Transzendentalen Meditation schrieb vor allem Brian Wilson über Alltagserlebnisse, die sich meistens in seinem Haus abspielten – dies konnte ein Glas Honig sein oder die Vorfreude auf die bevorstehende Vaterschaft. Ebenso schrieb Wilson über seine persönlichen Probleme, was sich in den Liedern Time to Get Alone, Busy Doin’ Nothing und Til I Die manifestierte.

Zu Beginn der 1970er wurden die Themen wieder ernster. Neben dem Hinweis auf Probleme des Kapitalismus, des Krieges, und der Umweltzerstörung (Beispiel: Don’t Go Near the Water von 1971) wurde ihre Liebe zu Kalifornien thematisiert. Durch die Erfolge ihrer Hit-Kompilationen setzte Mike Love fortan völlig auf die Nostalgiewelle und versuchte wieder verstärkt, Themen wie Surfen, Sonne, Mädchen und die früheren besseren Zeiten in den Mittelpunkt zu rücken.

Mythos Kalifornien

Die Beach Boys waren mit ihrer Musik und ihren Texten wesentlich an der Schaffung des „Mythos Kalifornien“ und den damit verbundenen Metaphern und Symbolen beteiligt und werden in der öffentlichen Wahrnehmung meist untrennbar damit verbunden.[32] Dieser Mythos beruht auf dem Verspechen beziehungsweise der Illusion eines endlosen Sommers, dem Primat des Augenblicks und eines ungebrochenen Optimismus[33] sowie des unbegrenzten hedonistischen[34] Vergnügens ohne störende Alltagssorgen, Krankheit oder Tod. Dieses Modell wurde von Greil Marcus in seinem Buch Mystery Train: Images of America in Rock ’n’ Roll Music beschrieben. Beach-Boy-Mitglied Al Jardine brachte es mit folgenden Worten selbstkritisch auf den Punkt:

„Ich denke, wir hatten viel mit der rasanten Zuwanderung nach Kalifornien zu tun. Menschen, die Beach-Boys-Songs hörten, stellten sich Kalifornien als eine Art von goldenem Paradies vor, in dem man nur surft und sich sonnt, während einen hinreißende Blondinen mit Kokosnussöl einreiben.[35]

Auch der damals nur in Australien und Kalifornien bekannte Sport des Wellenreitens (Surfing) wurde über Nacht weltweit bekannt. Dieser „kalifornische Mythos“ – und damit auch die Musik der Band – wurde dabei teilweise als Ausdrucksform der Lebenswirklichkeit einer rein weißen und relativ saturierten US-amerikanischen Mittelschichtjugend der 1960er Jahre[36] und als modernisierte Form des amerikanischen Traums einer Nation beziehungsweise eines Lebens ohne Grenzen[37] rezipiert. Das Surfen und der Geschwindigkeitsrausch mittels Autos oder Motorrädern wurde als amerikanisches Urerlebnis verherrlicht. So meinte der Rock-Kritiker Donald Lyons:

„Was bedeuten den Autos und Surfbretter? […] Sie sind die Hauptcharakteristika des amerikanischen Bewegungsdranges. Autos verkörpern die aktive Nutzbarmachung natürlicher Energie durch die Maschine und Surfbretter das passive Vergnügen an natürlicher Energie mit Hilfe körperlicher Geschicklichkeit.[38]

Am 12. September 2008 wurde hierzu vom Stadtrat in Los Angeles der „Brian-Wilson-Tag“ ausgerufen. Stadtrat Jack Weiss erklärte: „Brian Wilson hat unsere Idee von Kalifornien kreiert“.[39][40][41]

Die Band produzierte das konventionelle Idealbild eines Clans netter amerikanischer Jungen von nebenan und gab ihren Zuhörern damit ein leicht erreichbares Identifikationsmodell.[38]

Musik

Die Musik der Beach Boys wurde durch die unterschiedlichen Vorlieben ihrer Mitglieder bestimmt: Brian Wilsons Haupteinflüsse waren die Musik George Gershwins[42] und der Four Freshmen sowie die Arrangements von Phil Spector. Carl Wilson wurde durch Rock ’n’ Roll und speziell durch die Gitarrenriffs von Chuck Berry inspiriert. Dennis Wilson führte zumindest gelegentlich ein Leben am Strand, das die Beach Boys viele Jahre besangen. Seine Eindrücke schilderte er seinem Bruder Brian Wilson.[43] Vor allem die Kombination dieser drei Einflüsse war es, die den „kalifornischen Sound“ in den ersten Jahren prägte.

Auf dem ersten Album waren Mike Love und Brian Wilson als Leadsänger vertreten. Love sang die Rock-’n’-Roll-Stücke, während Wilson den Balladen seine Stimme gab. Die Arrangements der Lieder waren anfangs recht einfach, wurden später aber – unter anderem beeinflusst durch Phil Spectors Technik der Wall of Sound – zunehmend ausgereifter und aufwändiger,[30][44] so dass für die Aufnahme eines Liedes meist über 40 Studiomusiker anwesend waren. Ab dem verstärkt durch Soulmusik geprägten[45][46]Album Wild Honey (1967) wurden die Songs wieder einfacher arrangiert und die Instrumente von der Band selbst eingespielt. Da ab diesem Zeitpunkt auch die anderen Bandmitglieder komponierten und produzierten, wurde der Stil der Band facettenreicher.

In den frühen 1970er Jahren wurde die Musik durch die Hereinnahme der südafrikanischen Musiker Fataar und Chaplin zunehmend R&B-lastiger.[47] Dies änderte sich erst 1976, als Brian Wilson wieder zur Band zurückkehrte. Er beschäftigte sich zu dieser Zeit, wie sein Bruder Carl, intensiv mit dem Moog-Synthesizer und setzte diesen verstärkt auf den Alben ein. Dies veränderte den Klang der Lieder nachhaltig. Das Album The Beach Boys Love You wurde fast ausschließlich mit dem Moog eingespielt. Gegen Ende der 1970er versuchten die Beach Boys so zu klingen wie in jüngeren Jahren und setzten hierbei vollends auf die Nostalgiewelle.

1985 wurde Terry Melcher der neue Produzent der Beach Boys. Melcher wollte einen neuen Sound für die Band kreieren. Die Musik wurde verstärkt durch elektronische Komponenten in Szene gesetzt, darunter ein elektronisches Schlagzeug, E-Bass und einen dominierender Keyboard-Klang. Zudem wurde auf die für die Beach Boys typische Falsettstimme verzichtet. Die ebenfalls typischen vierstimmigen Vokalharmonien der Gruppe wurden nur noch minimal verwendet, und stattdessen teilten sich die verschiedenen Sänger die Lead-Stimmen untereinander auf. Auf dem letzten Album Summer in Paradise wurde die verfügbare Studiotechnik maximal ausgereizt. Aufgrund des fremdartigen und elektronischen Klangs wurde es von der Fangemeinde komplett ignoriert.

Harmonik

Vierstimmiger Chorsatz aus Their Hearts Were Full of Spring im Arrangement von Brian Wilson

Die Kompositionsweise veränderte sich über die Jahre hinweg ebenfalls. Brian Wilson schrieb anfangs Stücke mit einfachen Kadenzformeln. Beispiele für die Beschränkung auf wenige Akkorde sind Surfin’ USA mit den Stufen I, IV und V oder Little Deuce Coupe mit den Stufen I, II, IV, und V.

Der Bass ist in vielen Stücken einfach gehalten und beschränkt sich oft auf das Spielen des Akkordgrundtones in gleichmäßigen Vierteln oder mittels langgehaltener Orgeltöne. Exemplarisch dafür sind die Titel Country Air mit vollkommen durchgehaltener Grundtonbegleitung, der Abschnitt ab 2.30 in Good Vibrations, und Vegetables, das sich bis auf einen kurzen a-cappella-Einwurf auf das Spielen der Grundtöne von D-Dur, A-Dur und E7 in gleichmäßigen Vierteln beschränkt. Auch der Refrain von California Girls (siehe Notenbeispiel) beschränkt sich auf akkordeigene Grundtöne in Vierteln. Später wurde es Wilsons Markenzeichen, dass er den Bass versetzte und nicht mehr nur den Grundton spielte, sondern ihn auch auf Terz oder Quinte aufbaute.[48] Die Transponierung um einen Halbton wurde ebenso wie erweiterte Akkorde, komplexere und ungewöhnliche Akkordfortschreitungen, Wechsel in entfernte Tonarten und chromatische beziehungsweise enharmonische Modulationen öfters angewendet.[49]

Wechsel der Tonarten im Refrain des Titels California Girls

Ein verstärkter Einsatz von Chromatik mit einer halbtönig abwärts geführten Tenorstimme und Vierklängen ist in Their Hearts Were Full of Spring (Notenbeispiel) zu beobachten. Ein Beispiel für den mehrmaligen Wechsel der Tonart innerhalb eines Titels ist der Refrain von California Girls (Notenbeispiel). Hier wechselt innerhalb weniger Takte die Tonart von H-Dur zu A-Dur, dann zu G-Dur und wieder zu H-Dur. In jeder neuen Tonart wird dabei die erste Stufe und der Septakkord der zweiten Stufe gebracht.[50] In Warmth of the Sun unterlegt Wilson die Melodie mit der ungewöhnlichen Akkordfolge C – Am – Eb – Cm – Dm – G – G+. Dabei fällt besonders der Akkord Eb, aber auch Cm aus dem Rahmen sonst üblicher I-VI-IV-V-Akkordprogressionen der Popmusik, was dem Titel ein dezentes Jazzfeeling verleiht.[51] Eine komplexe, Barbershop-Elemente mit Jazz verbindende Harmonik weist auch der Titel Heroes and Villains auf.[52] Ebenso ungewöhnlich und überraschend ist die Akkordfolge D/A – Hm6 – F#m – F#m7 – F#m6/A – E/B – Cdim – E/B – Bm7–5 – A – E/G# – F#m7 im Titel God Only Knows oder im rein instrumentalen Let’s Go Away for a While vom Album Pet Sounds. Kurze Abschnitte der Titel auf Pet Sounds (I Know There’s an Answer, 1’39 bis 1’46 und 2’27 bis 2’34) oder Smiley Smile fallen sogar gänzlich aus dem sie umgebenden harmonisch-tonalen Rahmen heraus.

Vokalsatz

Im Vokalsatz der Band wechseln auch innerhalb einzelner Titel einstimmig oder unisono gehaltene mit vierstimmigen Abschnitten, in denen die melodisch führende Oberstimme von rhythmischen Einwürfen oder längergehaltenen Harmonien der anderen Stimmen begleitet und kontrastiert wird. Öfters bewirken dabei die von der Einstimmigkeit bis zur Vierstimmigkeit nacheinander einsetzenden Stimmen – wie zum Beispiel in 0’49 bis 0’53 von Little Deuce Coupe – eine sukzessive Steigerung der klanglichen und harmonischen Dichte. Öfters wechseln – wie zum Beispiel in Titeln wie Fun, Fun, Fun oder Heroes and Villains – primär einstimmige Passagen mit vierstimmigem Vokalsatz.

Typisch ist die Begleitung/Kontrastierung der einzelnen Oberstimme durch wiederholte, rhythmisch angelegte Einwürfe der restlichen Stimmen. Gut zu beobachten ist dies im Titel I Get Around. Dieser beginnt mit einer viertaktigen sich von der Einstimmigkeit bis zur Vierstimmigkeit steigernden im a-Capella-Einsatz vorgetragenen primär rhythmisch und rein harmonisch gehaltenen Figur. Danach (0’08 bis 0’19) wird die in lang gehaltenen Notenwerten agierende Oberstimme mittels des ständigen Einwurfs der Anfangsfigur der übrigen Stimmen – mit einem anderen Text als die Oberstimme (…get around, ’round, ’round, I get around) – kontrastiert. Dem folgt (0’20 bis 0’38) eine einstimmig und dünner instrumentierte gehaltene Passage. Im Rest des Titels wiederholt sich dieses Wechselspiel mehrmals. Weitere Beispiele sind die Begleitung der Oberstimme durch in Achteln gesetzte, rhythmische Harmonien (la-la-la-la in 0’37 bis 0’52) im Titel You’re so Good to Me oder die rhythmischen Einwürfe (…inside, outside USA) im Song Surfin’ USA.

Leadvocals und begleitende/kontrastierende Harmoniestimmen im Titel I Get Around

In Titeln und Abschnitten mit einer in kürzeren Notenwerten gehaltenen Oberstimme werden meist langgezogene Harmonien oder Liegetöne der restlichen Stimmen eingesetzt. Ein Beispiel hierfür ist die Strophe (0’07 bis 0’22) des Titels Little Deuce Coupe. Die in Achtelwerten erscheinende Oberstimme wird hier durch langgehaltene Harmonien der anderen Vokalisten begleitet.

Wie sich die Gestaltung von Oberstimmen und den restlichen Stimmen gegenseitig bedingt, ist exemplarisch am Titel Be True to Your School (ab 0’41) gut zu beobachten. An Stellen mit einer bewegten Oberstimme beschränken sich die Begleitstimmen – um nicht in Konflikt mit dieser zu geraten – auf langgehaltene Harmonien. Sobald die Oberstimme aber einen länger liegenden Ton aufweist, nützen dies die restlichen Stimmen für selbstständige Einwürfe.

In Balladen wie In My Room oder Girls on the Beach ist der Vokalsatz mehrheitlich vierstimmig mit einigen von der Oberstimme dominierten Passagen (beispielsweise im Titel Wendy oder Let Him Run Wild). Kontrastierende Einwürfe der übrigen Stimmen sind eher selten.

Rhythmus und Metrik

Die frühen Aufnahmen der Band verfügen meist über einen durchgehaltenen, zeitgenössisch-konventionellen Schlagzeugpart mit Betonung der Taktschwerpunkte 1 und 3, Snaredrum auf 2 und 4, und einen konstanten Achtel beziehungsweise Viertelpuls auf den Becken. Neben schnellen Titeln im 4/4-Takt stehen langsame, meist im triolisch empfundenen 12/8-Takt taktierte Balladen wie zum Beispiel Surfer Girl, The Warmth of the Sun, In My Room oder The Girls on the Beach.

Ab den Alben Pet Sounds und Smiley Smile ändert sich dies. Der perkussive Teil ist stark reduziert. Wenn Stücke nicht ganz ohne Rhythmusinstrumente gesetzt sind, werden sie oft nur spärlich mit einem allerdings erweiterten Arsenal an auch melodischeren Perkussionsinstrumenten ergänzt. Häufig beschränkt sich der Anteil der Perkussion auf ein dezentes Andeuten der Viertelschläge (Don’t Talk), nur des Taktanfanges (You Still Believe in Me), oder das gelegentliche Setzen von Akzenten (That’s Not Me). Der rein instrumentale Titel Pet Sounds verbreitet allerdings durch den Einsatz diverser Perkussionsinstrumente einen fast schon lateinamerikanisch anmutenden Charakter. Auf ihrem Nummer-eins-Hit Kokomo aus dem Jahr 1998 setzen die Beach Boys auch wieder lateinamerikanische Perkussion ein. Der extreme Gegensatz zwischen hohen und gelegentlich eingesetzten tiefen Schlaginstrumenten tritt auch in anderen Titel auf Pet Sounds (Caroline, No) hervor.

Form

Mit 59 % ist die Mehrzahl von Brian Wilsons Kompositionen in der Verse/Chorus-Form gehalten. Bei den Songs der Beatles ist dieser Anteil mit 24 % dagegen deutlich geringer. Der Anteil der Beach-Boys-Titel an der AABA-Form ist mit 29 % – Beatles dagegen 76 % – relativ gering.

Auffallend oft benutzten Wilson wie auch Lennon/McCartney in der Popmusik der frühen 1960er Jahre ansonsten eher selten verwendete Bluesformen bzw. daraus abgeleitete Formen (Surfer Girl, Good Vibrations). Diese Formen werden allerdings selten für den gesamten Song, sondern meist nur für einzelne Teile eingesetzt. In Little Deuce Coupe verwendet Wilson sie beispielsweise in der Strophe, aber nicht im Refrain. Umgekehrt ist es in den Titeln Dance, Dance, Dance oder Surf City.

Formale und harmonische Übersicht zum Titel Good Vibrations

Manchmal wandelt er dabei auch, speziell in den letzten vier Takten, die vorgegebene Form ab.[53]

Diese Schemata werden in späteren Songs (auf den Alben Pet Sounds oder Smiley Smile) erweitert, aber nicht prinzipiell aufgehoben. Der verstärkte Einsatz von experimentellen musikalischen Mitteln macht sie allerdings weniger bemerkbar. So weist Good Vibrations in der ersten Hälfte des Titels noch einen regelmäßigen Aufbau mit Strophe und Refrain auf, welcher in Taktgruppen mit Zweierpotenzen (2, 4, 8, 16, 32, 64) konstruiert ist. Danach schließen sich zwei Episoden/Einschübe an, die unregelmäßig auch mit ungeraden Taktlängen gebaut sind und sich auch von der Instrumentierung und dem Stimmungsgehalt deutlich von Strophe und Refrainteil abheben. In ähnlicher Weise in mehrgliedriger Form angelegt ist der Titel Heroes and Villains.[54]

Beginnend mit dem Album Pet Sounds individualisierte sich der Sound der Band auch durch den Einsatz damals unüblicher Instrumente und komplexerer Strukturen zunehmend von konventionellen Traditionen der Popmusik. Ab Pet Sounds und stärker noch Smiley Smile setzte Brian Wilson verstärkt eine Art von Montage beziehungsweise Collagetechnik ein, indem er unterschiedliche und oft zu verschiedenen Zeitpunkten entstandene kurze Einfälle oder musikalische Motive oder Riffs im Studio miteinander kombinierte und zu einem Song verband. Er beschrieb dieses Vorgehen in Bezug auf den Titel Good Vibrations selber in folgenden Worten:

„Ich hatte viele unvollständige Ideen, Fragmente von Musik, die ich „Gefühle“ nenne. Jedes Gefühl repräsentierte eine Stimmung oder Emotion, die ich empfand, und ich plante diese wie ein Mosaik zusammenzubringen.“

[55]

Instrumentierung

Typische Markenzeichen der frühen Aufnahmen sind der perfekt intonierte mehrstimmige Vokalsatz, die meistens von Brian Wilson und später auch von Al Jardine gesungene hohe Falsettstimme, der Sound der Twang-Gitarre (I Get Around),[30] sowie Einwürfe der Hammondorgel (Fun, Fun, Fun, Surfin’ USA). Angesichts der häufig komplexen Chorsätze ist der instrumentale Teil der Beach-Boys-Songs häufig sparsam und einfach gehalten.

In den späteren Aufnahmen der Band werden diese Schemata häufig durchbrochen und erweitert. Im für damalige Verhältnisse aufwändig produzierten Titel Good Vibrations beschritt die Band von der formalen Gliederung und Instrumentierung her neue Wege. Der Titel weist für einen dreieinhalb Minuten dauernden Song eine vielfältige aus verschiedenen Abschnitten gebildete modulare Struktur auf und ist ungewöhnlich instrumentiert. Die einzelnen Abschnitte heben sich in Bezug auf Rhythmus, Klangbild und Stimmung deutlich voneinander ab. Die genreüblichen Gitarren wurden weggelassen und unübliche Instrumente wie das Theremin, ein rhythmisch verwandtes Cello,[56][57] Mundharmonika und ein klanglich verändertes Klavier ein. Brian Wilson beschrieb die musikalischen Strukturelemente und den tontechnischen Entstehungsprozess des Titels folgendermaßen:

„Innerhalb der drei Minuten und fünfunddreißig Sekunden von Good Vibrations treten viele sich verändernde Riffs auf. Der Song hat viele Sätze … Akkordwechsel (Anm.: im Original Changes), Akkordwechsel, Akkordwechsel. Hier werden Harmonien gebildet, Stimmen aus- und eingeblendet, die Echokammer eingesetzt, das Theremin eingefügt, das Cello von der Lautstärke etwas hervorgehoben … eine Abfolge von komplizierten Harmonien und Stimmungswechseln … Es war eine große, wohl die größte Produktion unseres Lebens.“

[58]

Genauso sind in Kontrast zur aufwändigen Produktion und den dicht besetzten Songs oder Abschnitten manche Stücke im Sinne eines bewussten Understatement spärlich instrumentiert. Dies bewirkt wie zum Beispiel im Titel Wonderful mitunter eine instabile und zweideutige beziehungsweise unklare Tonalität der oft nur mit einstimmigem Gesang und vereinzelten Basstönen oder Geräuschen versehenen und ohnehin häufig harmonisch „gewagten“ Kompositionen.[59] In manchen Titeln fällt eine ungewöhnliche instrumentale Kombination auf. So wird in She’s Goin Bald der a-cappella-Gesang in ungewohnter Form mit Perkussion kombiniert.

Der Titel Fall Breaks and Back to Winter (W. Woodpecker Symphony) verwendet ungewöhnliche Instrumente wie Holzblöcke, Windspiele und Röhrenglocken. Der Song God Only Knows verwendet in der Einleitung eher mit klassischer Musik assoziierte Instrumente wie Flügelhorn und Cembalo, und in I Know There’s an Answer wird ein Banjo benutzt. Ein Streichorchester wird auf Don’Talk und Let’s Go Away For a While (Pet Sounds) eingesetzt. Auf Let’s Go Away For a While fallen zu Beginn des Titels hochgestimmte Glöckchen auf.

Besonders auf den Alben Pet Sounds und Smiley Smile setzte die Band bei vielen Songs neuartige Stilmittel wie Geräusche (Blasen auf einer Flasche und Geräusch des Einschenkens in ein Wasserglas beim Titel Vegetables), Fahrradklingeln, Aufnahmen von vorbeifahrenden Zügen und bellenden Hunden (Caroline, No), Manipulation/Hochziehen der Bandgeschwindigkeit (She’s Goin’ Bald und Wind Chimes), Echo- (Good Vibrations) und Halleffekte (Wind Chimes, You Still Believe in Me) oder lange Pausen (The Little Girl I Once Knew) ein.

Rezeption

Erfolge, Ehrungen und Auszeichnungen

Am 4. Juli 1985 spielten die Beach Boys zunächst vor einer Million Menschen in Philadelphia und danach vor 750.000 Zuhörern in Washington. Dies brachte ihnen einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde ein.

1981 erhielten die Beach Boys einen Stern am Hollywood Walk of Fame.

Die Beach Boys wurden im Jahr 1988 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.[60] Im Jahr 1998 folgte die Aufnahme in die Vocal Group Hall of Fame.[61] Die Band wird oft als America’s Band bezeichnet.[62][63][64] Allmusic.com bezeichnete die Gruppe als “Americas first, best rock band”.[65] Brian Wilson wurde im Jahr 2006 in die UK Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.[66]

Historic Landmark 1041

Am 20. Mai 2005 wurde die Stelle, an dem das Geburtshaus der Wilsons stand, zu einem Historic Landmark des Staates Kalifornien erklärt und ein Wahrzeichen errichtet. Das Haus wurde 1986 abgerissen, um Platz für einen neuen Highway zu schaffen.[67]

Die Beach Boys hatten im Laufe ihrer Karriere 36 Hits in den Top 40 der amerikanischen Billboard-Charts sowie 56 in den Billboard Hot 100. Dies ist mehr als jede andere amerikanische Band verzeichnen konnte. Unter diesen Hits waren vier Nummer-Eins-Singles in den USA und neun Nummer-Eins-Singles weltweit.

Das Magazin Rolling Stone führte die Beach Boys auf Rang 12 der 100 Greatest Artists of all times.[68] Unter Zugrundelegung der Billboard-Charts sind die Beach Boys, bei Zusammenfassung von Single- und Albumverkäufen, die bislang erfolgreichste amerikanische Band.[69] Das Album Beach Boys Concert, ein Live-Mitschnitt eines Konzertes in Sacramento, erreichte am Höhepunkt der Beatlemania Platz 1 der Albencharts und wurde zum ersten Nummer-Eins-Live-Album in der Geschichte der Billboard-Charts.

1967 erhielt die Band den bronzenen Bravo Otto der deutschen Jugendzeitschrift BRAVO. 1999 bekamen die Beach Boys für Pet Sounds den Grammy in der Kategorie Album des Millenniums verliehen. Die Band lehnte die Auszeichnung ab und protestierte so gegen die späte Entscheidung der Juroren, die das Album erst 33 Jahre nach seinem Erscheinen gewürdigt hatten. 2001 erhielt die Band den Grammy für ihr Lebenswerk.[70]

Die Beach Boys waren 2003 mit drei Alben in den 500 besten Alben des Rolling Stone vertreten: Sunflower auf Platz 380, The Beach Boys Today! auf Rang 270 und Pet Sounds auf Platz 2 (hinter Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band von den Beatles).[2]

In der 2004 erschienenen Rolling-Stone-Liste 500 beste Songs aller Zeiten sind die Beach Boys mit sieben Liedern vertreten. Sie platzierten sich mit Good Vibrations auf Rang 6. God Only Knows wurde auf Rang 25 gewählt. Es folgen California Girls (71), Don’t Worry Baby (176), In My Room (209), Caroline, No (211) und Sloop John B. (271).[71]

Zwischen ihren Nummer-eins-Hits Good Vibrations und Kokomo vergingen 22 Jahre. Dies ist bis heute die längste Zeitspanne zwischen zwei Nummer-eins-Hits.

Einfluss auf andere Musiker

Das Album Pet Sounds gilt in Fachkreisen als eines der bedeutendsten Alben der Musikgeschichte und hatte daher großen Einfluss auf viele andere Musiker: Paul McCartney und George Martin wiesen in Interviews häufiger auf die besondere Rolle des Albums hin. Letzterer ist der Meinung, dass ohne dieses Album der Beach Boys das Beatles-Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band nicht entstanden wäre. Es sei ein Versuch der Beatles gewesen, mit Pet Sounds gleichzuziehen.[8][72] Pet Sounds beeinflusste weiterhin die Alben Cold and Bouncy und Hawaii von The High Llamas, sowie die beiden Alben UP und Reveal von R.E.M.[73] Darüber hinaus bezeichnete McCartney das Lied God Only Knows als den „größten Song aller Zeiten“.[8]

Elton John sagte in einem Interview, dass ihn der Kompositionsstil von Brian Wilson nachhaltig beeinflusst habe. Die Ramones begannen ihre Karriere als Beach-Boys-Coverband und veröffentlichten auf ihren Alben einige Beach-Boys-Stücke. Künstler, die sich ebenfalls auf die Beach Boys als Inspiration berufen, sind XTC, Velvet Crush und Cornelius.[74]

Zudem wurden einige Songs der Beach Boys von bekannten Künstlern neu aufgenommen: David Lee Roth und Nancy Sinatra coverten California Girls, Joss Stone und Neil Diamond sangen God Only Knows, Garbage verwendeten in Push It! ein Sample von Don’t Worry Baby.

Darrly Dragon und Toni Tenille (das einzige „Beach Girl“) gingen einige Jahre mit den Beach Boys auf Tournee. Sie machten später Karriere als das Duo Captain & Tennille. Dragon schrieb gemeinsam mit Dennis Wilson einige Lieder.

Richard Daniel Roman schrieb sein Lied Vive El Verano als Tribut an die Band.

John Stamos trat bei mehreren Beach-Boys-Konzerten und Musikvideos in Erscheinung und sang die Leadstimme zu dem Lied Forever, das auf Summer in Paradise veröffentlicht wurde. In vielen Episoden seiner Fernsehserien gibt es Anspielungen auf die Beach Boys. Stamos produzierte den Fernsehfilm An American Band, der die Geschichte der Beach Boys erzählt und hat darin einen Cameo-Auftritt.

Filme

Bereits 1984 hatten die Beach Boys die Dokumentation An American Band veröffentlicht, die detailliert die Bandgeschichte wiedergibt. Sie endet mit Dennis Wilsons Tod. Im Jahr 1990 wurde mit Der Traum der Beach Boys ihre Bandgeschichte in einem Spielfilm dargestellt. Nach Carl Wilsons Tod folgte die Dokumentation Endless Harmony im Jahr 1998, die keine Überschneidungen mit An American Band aufwies. Die Beach Boys sowie viele Weggefährten erzählen hierbei die Geschichte der Band. Für diese Dokumentation wurden einige unveröffentlichte Lieder verwendet. Im Jahr 2000 folgte mit An American Family ein weiterer Spielfilm über die Beach Boys, der den Fokus auf ihre frühere Karriere richtete und Mitte der 1970er Jahre endete.

Weitere Informationen

Literatur

  • Kingsley Abbott (Hrsg.): Die Beach Boys und Brian Wilson. St. Andrä-Wördern: 1998. ISBN 3-85445-160-1.
  • Keith Badmann: The Beach Boys. Zürich: 2005. ISBN 3-283-00503-6.
  • Andrew G. Doe, John Tobler: Brian Wilson and the Beach Boys. London: Bosworth, 2004, ISBN 978-1-84449-426-2
  • Brad Elliott: Surf’s Up. London: 2004. ISBN 1-900924-79-X.
  • Charles L. Granata: Brian Wilson und die Beach Boys – Die Entstehung von Pet Sounds. Höfen: 2007. ISBN 978-3-85445-275-1.
  • David Leaf: Beach Boys – The Beach Boys and the California Myth – Philadelphia, Courage Books 1985
  • Domenic Priore: Listen! Look! Vibrate! Smile!. San Francisco: 1995. ISBN 0-86719-417-0.
  • Brian Wilson (mit Todd Gold): Mein kalifornischer Alptraum. Köln: 1993. ISBN 3-8025-2245-1.
  • Phillip Lambert, Inside the Music of Brian Wilson, New York (Continuum Books) 2007

Weblinks zu zu

Einzelnachweise

  1. smileysmile.net: Enter the Smiley Smile 40th Anniversary Contest!. Zugriff am 10. Februar 2008.
  2. a b www.rollingstone.com: The RS 500 Greatest Albums of All Time. Zugriff am 10. Februar 2008.
  3. Anmerkung: Zeitraum der Single Surfin Safari (1962) bis The Warmth of the Sun auf Platz 40 im Jahr 2007.
  4. a b c Begleittext zum Sampler Lost & Found 1961-1962.
  5. Brian Wilson (mit Todd Gold): Mein kalifornischer Alptraum. Köln: 1993. ISBN 3-8025-2245-1.
  6. a b c d Beach-Boys-Singles in den US-Billboard-Charts.
  7. Begleittext zu Live in London. Zugriff am 25. Juni 2009.
  8. a b c d David Leaf: Die Capitol-Jahre. In: Kingsley Abbot (Hrsg.): Die Beach Boys und Brian Wilson. St. Andrä-Wördern: Hannibal-Verlag, 1998. ISBN 3-85445-160-1.
  9. Kingsley Abbot (Hrsg.): Die Beach Boys und Brian Wilson. St. Andrä-Wördern: Hannibal-Verlag, 1998. ISBN 3-85445-160-1.
  10. Eintrag im All Music Guide.
  11. Beach-Boys-Alben in den US-Billboard-Charts.
  12. a b Keith Badman: The Beach Boys. San Francisco: Backbeat Books, 2004. ISBN 0-87930-818-4.
  13. Anmerkungen im Begleitheft zur CD Pet Sounds.
  14. Andrew G. Doe, John Tobler: Brian Wilson and The Beach Boys – The Complete Guide to their Music. London: Bosworth Musikverlag, 2004, S. 46.
  15. Timothy White: The Nearest Faraway Place in In: Kingsley Abbot (Hrsg.): Die Beach Boys und Brian Wilson. St. Andrä-Wördern: Hannibal-Verlag, 1998. S. 46.
  16. a b Neal Umphred: Let’s Go Away For Awhile. In: Die Beach Boys und Brian Wilson. St. Andrä-Wördern: Hannibal-Verlag, 1998. ISBN 3-85445-160-1.
  17. a b UK Top 40 Hit Database.
  18. a b Kingsley Abbot (Hrsg.): St. Andrä-Wördern: Hannibal-Verlag, 1998. ISBN 3-85445-160-1. Abschnitt: Goodbye Surfin, Hello God.
  19. Andrew G. Doe, John Tobler: Brian Wilson and The Beach Boys – The Complete Guide to their Music. London: Bosworth Musikverlag, 2004.
  20. Jules Siegal: Goodbye Surfing, Hello God – Die religiöse Wandlung des Brian Wilson. In: Kingsley Abbot (Hrsg.): Die Beach Boys und Brian Wilson. St. Andrä-Wördern: Hannibal-Verlag, 1998. ISBN 3-85445-160-1.
  21. In: Kingsley Abbot (Hrsg.): Die Beach Boys und Brian Wilson. St. Andrä-Wördern: Hannibal-Verlag, 1998. ISBN 3-85445-160-1.
  22. Peter Doggett: Halte durch, Bruder. Die Beach Boys ohne Brian Wilson in Kingsley Abbott (Hrsg.): Die Beach Boys und Brian Wilson. St. Andrä-Wördern: Hannibal-Verlag, 1998. ISBN 3-85445-160-1.
  23. Diskografie von Brother Records.
  24. Begleitheft der CD Sunflower/Surf’s Up, Columbia Records 2000.
  25. Chartposition des Albums bei www.allmusic.com.
  26. Timothy White: Little Deuce Coupe: Zwei Beach Boys segeln allein. In: Kingsley Abbot (Hrsg.): Die Beach Boys und Brian Wilson. St. Andrä-Wördern: Hannibal-Verlag, 1998. ISBN 3-85445-160-1.
  27. Keith Badman; The Diary of… Jahr 1988.
  28. IMDb: “Baywatch” Surf’s Up (1995).
  29. Andrew G. Doe, John Tobler: Brian Wilson and The Beach Boys – The Complete Guide to their Music. London: Bosworth Musikverlag, 2004.
  30. a b c Mike Clifford: The new illustrated Rock Handbook, Salamander Books Limited, London, 1986, S. 18.
  31. I like to write about something these kids feel is their whole world.; zitiert nach Glenn C. Altschuler: All Shook Up – How Rock ’n’ Roll Changed America. Oxford University Press, 2003. S. 175.
  32. Peter Ames Carlin: Catch a Wave – The Rise, Fall & Redemption of the Beach Boys’ Brian Wilson. St. Martin’s Press, 2006. S. 197.
  33. David N. Howard: Sonic Alchemy – Visionary Music Producers and Their Maverick Recordings. Hal Leonard Publishing, 2004. S. 49.
  34. Richard Aquila: Wanted Dead or Alive – The American West in Popular Culture. University of Illinois Press, 1998. S. 197.
  35. Eigene Übersetzung nach: “I think we had a lot to do with the population rush to California. People hearing the Beach Boys songs envisioned California as sort of a golden paradise where all you did was surf and sunned yourself while gorgeous blondes rubbed coconut oil on your body.”; nach Trevor Cralle: The Surfin’ary – A Dictionary of Surfing Terms and Surfspeak. Ten Speed Press, 2001. S. 62.
  36. Keith Badman: The Beach Boys. San Francisco: Backbeat Books, 2004. S. 349.
  37. James M. Curtis: Rock Eras – Interpretations of Music and Society 1954–1984, Kapitel 9: California rises for the first timer, too. S. 101 ff.
  38. a b Zitiert nach Siegfried Schmidt-Joos und Barry Graves: Rock-Lexikon. Rowohlt, 289.-298 Tausend, 1982, S. 43.
  39. Zitat: „He created our idea of California“; Dokumentation That Lucky Old Sun-DVD.
  40. Los Angeles Times vom 12. September 2008, Printausgabe.
  41. latimesblogs.latimes.com: Brian Wilson Day in Los Angeles. Zugriff am 16. Juli 2009.
  42. Keith Badman: The Beach Boys – The Definitive Diary of America’s Greatest Band on Stage and in the Studio. Backbeat Books, 2004. S. 11.
  43. Dokumentationen: American Band (1984) sowie Dokumentation auf A Tribute to Brian Wilson (2001).
  44. Frank W. Hoffmann, Howard Ferstler: Encyclopedia of Recorded Sound, Band I, Routledge Chapman & Hall, 2005. S. 78.
  45. Nathan Brackett, Christian David Hoard: The New Rolling Stone Album Guide, 4. Aufl. Simon & Schuster, 2004. S. 48.
  46. David Leaf im Begleitheft zur CD Smiley Smile, Capitol Records, 7243 5 31862 2 7, 2001, S. 11.
  47. Scott Schinder, Andy Schwartz: Icons of Rock – An Encyclopedia of the Legends Who Changed Music Forever. Greenwood Icons, 2008. S. 122.
  48. Elton John anlässlich eines Auftritts mit Brian Wilson (0’43 ff.).
  49. John Rudolph Covach, Graeme MacDonald Boone: Understanding Rock – Essays in Musical Analysis. Oxford University Press Inc., 1997. S. 34.
  50. John Rudolph Covach, Graeme MacDonald Boone: Understanding Rock – Essays in Musical Analysis. Oxford University Press Inc., 1997. S. 35–38.
  51. www.cabinessence.net: Greg Panfile: Mind of Brian 6: The Warmth of the Sun. Zugriff am 10. Juli 2009.
  52. David Leaf im Begleitheft zur CD Smiley Smile, Capitol Records, 7243 5 31862 2 7, 2001. S. 7.
  53. Jon Fitzgerald: Musical Form and the Early 1960s Pop Song in: Geraldine Bloustien (Hrsg.): Musical Visions. Wakefield Press, 1999. S. 36 ff.
  54. Joe Stuessy: Rock and Roll: Its History and Stylistic Development. Prentice Hall, 1999. S. 100.
  55. Eigene Übersetzung nach dem Zitat Wilsons in John Rudolph Covach, Graeme MacDonald Boone: Understanding Rock – Essays in Musical Analysis. Oxford University Press Inc., 1997. S. 42.: I had a lot of unfinished ideas, fragments of music I called ‘feels’. Each feel represented a mood or an emotion I’d felt, and I planned to fit them together like a mosaic.
  56. Peter Ames Carlin: Catch a Wave – The Rise, Fall & Redemption of the Beach Boys’ Brian Wilson. St. Martin’s Press, 2006. S. 90.
  57. Scott Schinder, Andy Schwartz: Icons of Rock – An Encyclopedia of the Legends Who Changed Music Forever. Greenwood Icons, 2008. S. 116.
  58. Eigene Übersetzung nach David Leaf im Begleitheft zur CD Smiley Smile, Capitol Records, 7243 5 31862 2 7, 2001. S. 8.: Within the three minutes and thirty-five seconds of ‘Good Vibrations’, Brian explains, there were a lot of riff changes. It had a lot of movements … changes, changes, changes. Building harmonies here, drop this voice out, this comes in, bring the echo chamber in, do this, put the Theremin there, bring the cello up a little louder here … a series of intricate harmonies and mood changes … I mean it was a real production. The biggest production of our life.
  59. John Rudolph Covach, Graeme MacDonald Boone: Understanding Rock – Essays in Musical Analysis. Oxford University Press Inc., 1997. S. 48.
  60. Rock and Roll Hall of Fame The Beach Boys in der Rock and Roll Hall of Fame.
  61. Vocal Group Hall of Fame Inductees: The Beach Boys, vocalgroup.org. Zugriff am 15. Januar 2007.
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  72. „Without Pet Sounds, Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band wouldn’t have happened … Pepper was an attempt to equal Pet Sounds“ (Sir George Martin, Produzent der Beatles, zitiert nach Biografie in der Internet Movie Database).
  73. Konrad Heidkamp: Das glückliche Moll. In: Die Zeit, 21/2001.
  74. Marcel Anders: Die Rückkehr des Vibemaster. In: Kingsley Abbot (Hrsg.): Die Beach Boys und Brian Wilson. St. Andrä-Wördern: Hannibal-Verlag, 1998. ISBN 3-85445-160-1.
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