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 Tatort Fernsehreihe

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Produktionsdaten
Originaltitel:Tatort
Produktionsland: Deutschland
 Österreich
 Schweiz (1990-2001)
Produktionsjahr(e):seit 1970
Dauer:etwa 90 Minuten
Episodenzahl:740 (+13)[1]
Originalsprache:Deutsch
Musik:Titelmelodie: Klaus Doldinger
Genre:Kriminalfilm
Erstausstrahlung:29. November 1970
auf Deutsches Fernsehen
Besetzung

Pro Sendeanstalt mindestens ein Ermittlerteam, siehe Ermittler

Tatort ist der Titel einer Fernseh-Kriminalreihe der ARD und des ORF, die im Deutschen (im Ersten sowie in den Dritten) und Österreichischen Fernsehen (ORF) ausgestrahlt wird. Das Schweizer Fernsehen produzierte von 1990 bis 2001 Tatort-Folgen.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Die Grundkonzeption dieser Krimireihe geht auf eine Idee von Horst Jaedicke zurück, dem Fernsehdirektor des damaligen SDR in Stuttgart, der als Fernsehspiel-Koordinator der ARD die Zusammenarbeit der Fachredaktionen in den beteiligten Rundfunkanstalten für die Tatort-Reihe auf den Weg brachte.

Die erste Folge Taxi nach Leipzig wurde am 29. November 1970 in der ARD ausgestrahlt (Produziert vom NDR, mit Walter Richter als Kommissar Trimmel). Bereits 1969 wurde der Fernsehfilm Exklusiv!, ebenfalls mit Kommissar Trimmel, ausgestrahlt; dieser wurde 1971 (und auch seither) als Tatort, Folge 9, wiederholt und ist der von der Produktion her älteste Tatort. Konzipiert wurde die Reihe als Nachfolgerin der Stahlnetz-Krimis der ARD und als Konkurrenz zur ZDF-Krimiserie Der Kommissar mit Erik Ode.

Der Tatort ist die älteste und derzeit auch beliebteste noch laufende Krimireihe im deutschsprachigen Raum. Die Erstausstrahlung läuft in der Regel sonntags um 20:15 Uhr im Ersten (ein Platz, den sie sich mit dem etwas seltener gesendeten Krimireihenformat Polizeiruf 110 teilt). Während in der Anfangszeit die Einzelfolgen unterschiedliche Längen von teilweise bis zu knapp zwei Stunden aufwiesen, hat sich seit Ende der 80er Jahre eine einheitliche Länge von ca. 88 Minuten pro Folge durchgesetzt.

Seit Januar 2008 gibt es auch eine eigenständige Version für die ARD-Hörfunksender, den Radio Tatort.

Konzept

Im Gegensatz zu anderen Fernsehkrimireihen sind bei ihren Tatort-Produktionen die einzelnen Rundfunkanstalten der ARD jeweils für ihr Sendegebiet zuständig. Jede Rundfunkanstalt verfügt über mindestens ein Ermittlerteam (Ausnahme: Bis zur Fusion von SFB und ORB zum RBB produzierte der ORB keine Tatorte – s. u.). Dadurch, dass nicht in jeder Folge dieselben Ermittler zu sehen sind, wird für Abwechslung gesorgt. Zum Konzept der Reihe gehört das Lokalkolorit: Die jeweiligen regionalen Besonderheiten der Stadt oder Gegend, in der ermittelt wird, sollen in die Handlung mit eingearbeitet werden. Beliebt waren in Hamburger Tatorten etwa die St. Pauli-Landungsbrücken oder nahezu regelmäßig der Kölner Dom als Hintergrund der Schlussszene im derzeitigen Kölner Tatort.

Anfangs war keine Reihe mit festen Darstellern geplant, sondern lediglich ein für Krimis reservierter Programmplatz am Sonntagabend, den die beteiligten Sender in Eigenregie füllen sollten. Inhaltlich wurden lediglich das Lokalkolorit sowie, als Abgrenzung zur ZDF-Krimiserie Der Kommissar, Schauplätze außerhalb des Studios vorgegeben.

Gesellschaftspolitische Bedeutung

Den Folgen kann auch eine gesellschaftspolitische Bedeutung zugeschrieben werden: Erstmals trat im deutschen Krimi der Konflikt zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten auf. In diesem Kontext kann auch die Figur des 1980 eingeführten Kommissars Schimanski gesehen werden. Mit ihm trat erstmals ein Ermittler auf, der eindeutig und wahrnehmbar der Arbeiterklasse entstammt.

Auch die Thematik der innerdeutschen Teilung wurde wiederholt aufgegriffen, so z. B. in der ersten Folge, Taxi nach Leipzig, sowie in Transit ins Jenseits (1976) und in der Schimanski-Folge Unter Brüdern (1990). In letzter Zeit wird beim Tatort öfter das Konzept des Eindringens in ein relativ selbstständiges Milieu verfolgt. Als Milieus kommen z. B. in Frage: Wirtschafts-, Politik- und Finanzmilieus, Unterschichten-, Migrations- und Außenseiter-Milieus, Jugend- und Vereinsmilieus (z. B. Feuerwehr, Gartenkolonie) oder Gruppierungen des eng umgrenzten organisierten Verbrechens. Durch die Konzentration auf das engere Umfeld gelingen oft nahe Einblicke auch für Zuschauer, die in der Realität kaum Kontakt zu diesen vielgestaltigen Milieus haben. Es gehört sogar zum Konzept der Sendereihe, dass sich die Ermittler oft erst selbst einen Überblick über die am Tatort vorgefundenen neuen Verhältnisse verschaffen müssen. Das „gewöhnliche“ Verbrechen, das quasi jedermann widerfahren kann und dessen kriminalistische Aufklärung kaum Probleme aufwirft, ist dramaturgisch völlig ins Abseits geraten. Es hat eine eigene Krimigattung hervorgebracht: den Faction-Psychokrimi, der die psychische Konstitution des Täters in den Mittelpunkt stellt.

Episoden

Hauptartikel: Liste der Tatort-Folgen

Seit Beginn der Reihe wurden über 730 Episoden (plus 13 österreichische Eigenproduktionen) ausgestrahlt. In den ersten zwei Jahrzehnten wurden in der Regel nur elf oder zwölf Filme pro Jahr erstellt, danach wurde die jährliche Produktion immer weiter erhöht. 2005 wurden bereits 35 neue Folgen gesendet. Eine Vielzahl von Drehbuchautoren und Regisseuren war für die Reihe tätig, unter ihnen bekannte Personen wie Felix Huby, Wolfgang Petersen und Michael Verhoeven.

Der Inhalt der Episoden sowie die Charaktere der Ermittler haben sich seit Beginn der Reihe deutlich verändert. Dies ist kein Zufall, denn „seit rund 30 Jahren bildet die Krimiserie bundesrepublikanische Realität ab“ (Frankfurter Rundschau).

Eine ehemalige Schule in Baden-Baden dient als Drehort für Innenaufnahmen der SWR-Kommissariate Konstanz, Ludwigshafen und Stuttgart.

Handlungsorte

Anders als die meisten deutschen Krimiserien finden die Tatort-Episoden, auch bedingt durch die verschiedenen Ermittlerteams der beteiligten Rundfunkanstalten, an verschiedenen Schauplätzen statt, die regelmäßig ihren Schwerpunkt im Gebiet der produzierenden Rundfunkanstalt haben. Dabei überwiegen stark Teams, die an feste Einsatzorte gebunden sind, in der Regel Großstädte, jedoch gibt es auch immer wieder nicht fest ortsgebundene Ermittler, etwa Kommissar Finke in den 1970er Jahren (Schleswig-Holstein) und gegenwärtig Kommissarin Charlotte Lindholm (Niedersachsen) und Major Moritz Eisner (Österreich). Zu den bekanntesten Tatort-Schauplätzen zählen München (u. a. Veigl), Hamburg (u. a. Stoever), Berlin (u. a. Ritter/Stark), Köln (Ballauf/Schenk), Leipzig (u. a. Ehrlicher/Kain), Ludwigshafen (Odenthal/Kopper), und die Ruhrgebietsstädte Essen (Haferkamp) und Duisburg (Schimanski). Berlin, Hamburg und München sind seit Beginn der Serie praktisch durchgehend als Handlungsorte etabliert. Kleinere und nur einmalig in Erscheinung tretende Handlungsorte (etwa bei den „Wanderarbeitern“ Finke oder Lindholm, auch bei Einzelfolgen mit nicht wiederkehrenden Kommissaren in den 1980er Jahren) werden häufig nicht konkret benannt oder mit fiktiven Namen belegt.

Wichtige Tatort-Produktionen

Ermittler

Eine Besonderheit der Serie ist die Zahl der Ermittler. Im Gegensatz zu anderen Fernsehserien gibt es beim Tatort eine Vielzahl von Hauptdarstellern, die von Folge zu Folge wechseln, in der Regel jedoch in sich wiederkehrende Figuren darstellen. Dieser Gegensatz ergibt sich daraus, dass der Tatort eben keine Serie, sondern eine Reihe ist, innerhalb der mehrere Serien zusammengefasst werden (wenn man denn die Folgen der wiederkehrenden Ermittler jeweils als Serie sieht). Derzeit gibt es fünfzehn Ermittler bzw. Ermittlerteams; insgesamt sind bereits 70 verschiedene Ermittler(-teams) in Erscheinung getreten. Diese Besonderheit liegt an der Konzeption der Serie (s.o.) als Gemeinschaftsproduktion der neun ARD Rundfunkanstalten sowie des ORF. Von 1990 bis 2001 war auch das Schweizer SF beteiligt, welches 12 Folgen beisteuerte.

In den frühen Folgen stehen die zu lösenden Fälle mit den damit verbundenen Personen von Verdächtigen, Zeugen und Tätern im Vordergrund der Handlung. Die Kommissare spielen darin überwiegend nur als Polizisten eine Rolle. Ihre Darstellung als Privatpersonen unterbleibt dabei weitgehend, von vielen frühen Tatort-Kommissaren sind nicht einmal die Vornamen bekannt.

Private Einblicke blieben eher selten, so war Kommissar Veigl schon mal in einer Volkstheateraufführung zu sehen oder beim Besuch eines Fußball-WM-Spiels (1974). Etwas mehr Privatleben erhielten einzig die frühen WDR-Ermittler Zollfahnder Kressin (vor allem wechselnde Freundinnen) sowie Kommissar Haferkamp, dessen geschiedene Frau (dargestellt von Karin Eickelbaum) regelmäßig in Erscheinung trat und auch schon mal in Ermittlungen mit eingespannt wurde. Im Lauf der Jahre wird immer mehr auch die persönliche Geschichte der Ermittler oder deren Eigenarten erzählt, dies wurde vor allem zu Beginn der 1980er Jahre durch den Auftritt von Kommissar Schimanski (dargestellt von Götz George) eingeläutet.

Kommissarinnen

Zu Beginn der Reihe waren alle Ermittelnden männlich. Dies änderte sich 1978 durch Kommissarin Buchmüller, dargestellt von Nicole Heesters. Mit dieser Kommissarin wurden zwar nur drei Folgen produziert, doch fortan gab es stets weibliche Verstärkung für die männlichen Kollegen. Der Tatort nahm damit eine Vorreiterstellung in der deutschen Krimilandschaft ein. Mittlerweile ermitteln Kommissarinnen in Ludwigshafen (Lena Odenthal), Bremen (Inga Lürsen), Hannover (Charlotte Lindholm), Frankfurt am Main (Charlotte Sänger), Konstanz (Klara Blum) und Leipzig (Eva Saalfeld).

Entwicklung der Ermittlerteams

In der Anfangszeit waren Kommissare und Ermittler üblich, die als Einzelkämpfer auftraten, keine festen Kollegen in wiederkehrenden Rollen hatten oder zumindest von der Gewichtung in der Handlung sehr stark über ihren Mitarbeitern standen. Ein Einzelkämpfer war beispielsweise Zollfahnder Kressin (Sieghardt Rupp), Kommissar Finke (Klaus Schwarzkopf) hatte zwar über mehrere Folgen identische Assistenten, die jedoch nicht allzu stark ins Gewicht fielen. Der erste Ermittler Kommissar Trimmel (Walter Richter) hatte zwar einen festen Mitarbeiterstamm, doch auch hier lag das Gewicht noch recht stark auf dem „Chef“.

Im Laufe der Zeit kam es zu einer sukzessiven Verlagerung hin zu mehr Teamarbeit, wobei die Rollen der Mitarbeiter nach und nach stärker wurden. Größere Eigenständigkeit entwickelte etwa schon der feste Mitarbeiter Willy Kreutzer (Willy Semmelrogge) von Kommissar Haferkamp (Hansjörg Felmy), der während eines „Urlaubes“ seines Chefs auch schon mal einen Fall alleine lösen durfte. Auch die Mitarbeiter Lenz (Helmut Fischer) und Brettschneider (Willy Harlander) von Kommissar Veigl sowie Assistent Wirz (Kurt Jaggberg) von Inspektor Marek wurden im Laufe der Zeit etwas selbstständiger. Der Übergang zum Ermittlerteam wird am deutlichsten erkennbar in der Figur des Kommissar Thanner (Eberhard Feik), der sich an der Seite von Kommissar Schimanski (Götz George) sehr schnell zum gleichwertigen, wenn auch anders agierenden, Partner entwickelt. Der ursprünglich noch recht eigenständig agierende Kommissar Stoever (Manfred Krug) erhielt nach wenigen Folgen einen nahezu gleichwertigen, wenn auch anfänglich noch rangniedrigeren Partner in der Figur des Brockmöller (Charles Brauer). Seit den 90er Jahren sind Ermittlerteams weit in der Überzahl, doch gibt es auch immer noch Solisten mit wechselnden Begleitfiguren, etwa Kommissarin Lindholm (Maria Furtwängler).

Zumeist werden bei Auslaufen eines Ermittlers oder Ermittlerteams alle Protagonisten neu besetzt, jedoch kam es auch immer wieder vor, dass nach dem Weggang der bisherigen Hauptfigur einer der Mitarbeiter in die Rolle des Chefs nachrückte, etwa Kommissar Lenz (Helmut Fischer) an die Stelle von Kommissar Veigl (Gustl Bayrhammer), der es dort noch auf sieben eigene Folgen brachte. Eine starke Kontinuität hatten in dieser Hinsicht lange die Tatort-Folgen aus Österreich, hier folgte der ehemalige Assistent Wirz (Kurt Jaggberg) dem pensionierten Vorgänger Marek (Fritz Eckhardt) und wurde später seinerseits vom bereits eingeführten Fichtl (Michael Janisch) abgelöst. Jüngst gelang dem bisherigen Mitarbeiter Deininger (Gregor Weber) von Kommissar Palu (Jochen Senf) der Sprung in das nachfolgende Ermittlerteam.

Neben dieser Kontinuität gab es vor allem in den 1970er und bis Mitte der 1980er Jahre, zuletzt bisher aber noch 1996 auch immer wieder Einzelauftritte von Ermittlern, die zuvor unbekannt waren und auch später nicht mehr in Erscheinung traten (sog. „Eintagsfliegen“).

Vereinzelte Ausnahmen in den Reihen der Tatort-Ermittler finden sich in Form von Protagonisten, die nicht der Kriminalpolizei angehören. Dies waren bisher beispielsweise Zollfahnder Kressin in den Anfangsjahren, MAD-Oberstleutnant Delius (Horst Bollmann) sowie Streifenpolizist Rolfs (Klaus Löwitsch) in den 1980er Jahren oder gegenwärtig Psychologin Jung im Kieler und Rechtsmediziner Professor Boerne (Jan Josef Liefers) im Münsteraner Tatort.

Besonderheiten

Sonderfälle bildeten 1997 Kommissarin Sommer (Hannelore Elsner), die aus einer zuvor eigenständigen Krimiserie für zwei Folgen in die Tatort-Reihe integriert wurde, sowie die oben bereits erwähnte Folge Unter Brüdern, die eine Kooperation mit der Krimiserie Polizeiruf 110 darstellt und beide Ermittlerteams kooperieren lässt.

Ausnahme-Folgen waren ebenfalls die Filme Zahn um Zahn und Zabou mit dem Duo Schimanski/Thanner, die, bisher einmalig, unter dem Tatort-Label in den Jahren 1985 und 1987 zunächst als Kinofilme liefen. Einige Jahre nach dem Ende des Teams Schimanski/Thanner wurde 1997 die Figur des Horst Schimanski in einer gleichnamigen Serie reaktiviert, die nicht mehr innerhalb der Tatort-Reihe läuft. Dort wird die Biografie der Figur Schimanski jedoch fortgeschrieben, auch wenn dieser kein Kommissar mehr ist, sondern nur fallweise als halboffizieller Ermittler eingesetzt wird. In kleinerem Umfang tritt dort auch der aus den Schimanski-Tatorten bekannte Polizist Hänschen wieder auf. Im kleineren Rahmen erlebte auch die Figur Thanner ein kurzfristiges Weiterbestehen, da sie nach Ende des betreffenden Tatort-Teams noch für eine Folge zu den „Kollegen“ der erwähnten Crossover-Folge von Polizeiruf 110 wechselte.

Der Stuttgarter Kommissar Ernst Bienzle, der auf einer Romanfigur von Felix Huby beruht, trat über seine Tatort-Aktivitäten hinaus auch als Theaterfigur auf. Und auch Günter Lamprecht lässt in den Theaterstücken Herrengold und Vaterliebe seine Figur Markowitz weiterleben. Die beiden Theaterstücke wurden auch als „TATORT-Kammerspiel“ bezeichnet.

Üblicherweise sind die Ermittlerteams einem festen Kommissariat zugeordnet und agieren so weitgehend in „ihrem Revier“. Eine Ausnahme bildete Kommissar Lutz (Werner Schumacher), dessen permanente Strafversetzungen zum Konzept gehörten. Damit war die Figur des Eugen Lutz dem Publikum besser unter dem Spitznamen „Wanderpokal“ bekannt.

Joe Bausch, der im Kölner Tatort neben Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) als Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth auftritt, ist auch im wirklichen Leben als Arzt tätig.

Gastauftritte

Gastauftritte von Tatort-Kollegen

In den frühen Folgen waren Gastauftritte der Kommissare üblich. In fast jeder Folge spielte in einer Nebenrolle ein Tatort-Kommissar aus einer anderen Stadt mit. Und nicht nur das: Bereits in Kressin und der tote Mann im Fleet (3. Tatort) ermitteln Kressin und Trimmel gemeinsam in Hamburg. Eine besondere Form des Gastauftritts hatte Zollfahnder Kressin in der Tatort-Folge Jagdrevier: Hier verfolgt Kommissar Finke abends in der Fernsehstube eines Gasthofs die Episode Kressin und die Frau des Malers auf dem Bildschirm.

Mittlerweile sind Gastauftritte selten geworden, einen der letzten bekannteren hatte der Saarbrücker Kommissar Palu (Jochen Senf) in der letzten Tatort-Folge mit Götz George, Der Fall Schimanski von 1991. 10 Jahre später tauchte Bienzle in Du hast keine Chance auf und half seinem Kollegen Palu. Die Idee wurde in den Jahren 2000 und 2002 mit den Folgen Quartett in Leipzig und Rückspiel wieder aufgenommen. Hier ermitteln die Kölner Kommissare Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) gemeinsam mit ihren Leipziger Kollegen Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd Michael Lade).

Im Münsteraner Tatort “Der Doppelte Lott” (2005) haben die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk ebenfalls einen kurzen Gastauftritt, als Prof. Boerne nach Spuren an einer Leiche sucht, die in der kölner Gerichtsmedizin, geleitet von Boernes Studienkollege Dr. Roth, liegt.

Gastauftritte von Prominenten

  • Staranwalt Rolf Bossi als Strafverteidiger im Trimmel-Tatort 11 „Der Richter in Weiß“ (1971).
  • Ernst Dieter Lueg und Friedrich Nowottny im WDR-Tatort 20 „Kressin und der Mann mit dem gelben Koffer“ (1972) als Fernsehjournalisten
  • Udo Lindenberg mit Gesangs- und Textrolle im NDR-Tatort 45 „Kneipenbekanntschaft“ von 1974
  • Komponist Franz Grothe am Klavier und kleiner Sprechrolle im Frankfurter Tatort 62 „Zwei Flugkarten nach Rio“ 1976
  • Rio Reiser trat in der Schimanski-Folge 217 „Der Pott“ (WDR/1989) und im 10. Münchner Tatort „Im Herzen Eiszeit“ (Folge 307/BR/1995) auf
  • Dieter Bohlen, der einige Musikstücke der Schimanski-Folgen produzierte, tritt in der Folge 214 Moltke (WDR/1988) als eifersüchtiger Freund einer Zeugin auf
  • Dieter Thomas Heck trat im Stoever-Tatort 260 (1992) „Stoevers Fall“ als Kommissar Lindemann auf
  • Ebenfalls als Nebenfigur in einem Stoever-Tatort war Rudolph Moshammer in der Folge „Blaues Blut“ (2000) zu sehen, nachdem er in dem bereits zitierten Tatort „Im Herzen Eiszeit” aus München in einer Nebenrolle sich selbst spielte.
  • In einigen Bienzle-Tatortfolgen (SWR) hatten prominente Politiker aus Baden-Württemberg Gastauftritte, darunter Ulrich Goll und Herta Däubler-Gmelin
  • Der ehemalige Fußballbundestrainer Berti Vogts trat im Stoever-Tatort 403 „Habgier“ (1999) als Jürgen Lampert auf
  • In der Folge 10 „AE612 ohne Landeerlaubnis“ (1971) spielte der Journalist, Publizist, Diplomat und Politiker Günter Gaus einen Fluglotsen
  • In Folge 198 „Voll auf Hass“ spielen Die Toten Hosen eine Punkband. Weiterhin verkörpern die Bandmitglieder in Folge 300 „…und die Musi spielt dazu“ eine Volksmusikgruppe
  • Ebenfalls in Folge 300 spielt die Biermösl Blosn mit
  • In der Folge 201 „Salü Palu“ spielte die Sängerin Sandra mit. Sie verkörperte sich selbst und trat in der Serie in einer Disco auf und sang Ihren damals neuen Titel „Stop for a minute“ als Premiere im Deutschen Fernsehen.
  • In der Folge 510 „Totentanz“ (2002) spielt Bela B. von der Punkband Die Ärzte einen DJ
  • In der Folge 710 „Wolfsstunde“ (2008) ist kurz Jörg Pilawa als Reporter zu sehen
  • In der Folge 394 „Bienzle und der Champion“ (1998) tauchte Ex-Box-Weltmeister Dariusz Michalczewski in einer Gastrolle auf.
  • In der Folge 457 „Einmal täglich“ (2000) vom BR spielte Karl Moik in einer kleinen Rolle als Gerichtsmediziner mit.
  • In der Folge 741 „Borowski und die Sterne“ (NDR) 2009 spielt Hugo Egon Balder einen Rockstar und Helen Schneider seine Ex-Geliebte

Liste der aktuellen Tatort-Ermittler

Stand: 20. September 2009 (741 Folgen ausgestrahlt)

JahrSenderChefermittlerErmittlerSchauspielerStadtAnzahl der Folgen
seit 1989SWR (bis 1998 SWF)Kriminalhauptkommissarin Lena OdenthalKriminalhauptkommissar Mario Kopper (ab Folge 10)Ulrike Folkerts und Andreas HoppeLudwigshafen47, davon 38 mit Kopper
seit 1991BRKriminalhauptkommissar Ivo Batić und Kriminalhauptkommissar Franz LeitmayrKriminaloberkommissar Carlo Menzinger (Folgen 4–47), Kriminaloberkommissarin Gabi Kunz (Folge 52)Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl und Michael Fitz (bis 2007), Sabine Timoteo (2009)München52, davon 44 mit Menzinger
seit 1997WDRKriminalhauptkommissar Max Ballauf und Kriminalhauptkommissar Freddy SchenkSekretärin Lissy Pütz (Folge 1-14), Assistentin Franziska Lüttgenjohann (ab Folge 15), Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth (ab Folge 3)Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär, Anna Loos, Tessa Mittelstaedt, Joe BauschKöln, eine Episode in Leipzig43, davon zwei gemeinsam mit Ehrlicher und Kain
seit 1997Radio BremenKriminalhauptkommissarin Inga LürsenKriminalhauptkommissar Nils Stedefreund (ab Folge 6), Kriminalkommissar Stefan Kroll (Folge 1-2), Kriminalkommissar Henning Kraus (Folge 3), Kriminalkommissar Tobias von Sachsen (Folge 4-5)Sabine Postel, Oliver Mommsen, Rufus Beck (bis 1998), Heikko Deutschmann (1998), Heinrich Schmieder (bis 2001)Bremen, Bremerhaven20, davon 15 mit Stedefreund
seit 1999ORFChefinspektor, einmal Major, Moritz EisnerBezirksinspektor Norbert Dobos, Gruppeninspektorin Suza Binder, Gerichtsmedizinerin Dr. Renata Lang (alle bis Folge 6), Bezirksinspektorin Stefanie Gschnitzer (Folge 7 und 9), seit Folge 10 wechselndHarald Krassnitzer, Alois Frank, Loretta Pflaum, Gundula Rapsch, Roswitha SzyszkowitzWien sowie andere Orte in Österreich21
seit 2001RBB (bis 2003 SFB)Kriminalhauptkommissar Till Ritter und Kriminalhauptkommissar Felix StarkKriminaloberkommissar Lutz Weber, Kriminalrat WiegandDominic Raacke, Boris Aljinovic, Ernst-Georg Schwill und Veit StübnerBerlin20
2002–2010[4]HRKriminalhauptkommissar Fritz Dellwo, Kriminalhauptkommissarin Charlotte SängerLeiter der Mordkommission Rudi Fromm und Staatsanwalt Dr. ScheerAndrea Sawatzki, Jörg Schüttauf, Peter Lerchbaumer und Thomas Balou MartinFrankfurt am Main16, davon je 1 ohne Dellwo/Sänger
seit 2002NDRKriminalhauptkommissarin Charlotte LindholmPolizisten, die in der Stadt des Einsatzortes ihren Dienst tun; Martin Felser – Autor, Mitbewohner, platonischer Freund und RecherchehelferMaria Furtwängler und Ingo NaujoksHannover und andere Orte in Niedersachsen14
seit 2002SWRKriminalhauptkommissarin Klara BlumBülent Îsi (Folge 1-3), Kriminaloberkommissar, später -hauptkommissar Kai Perlmann (ab Folge 5), Assistentin Annika Beck genannt “Beckchen”Eva Mattes, Ercan Özcelik (bis 2003), Sebastian Bezzel (ab 2004), Justine Hauer (ab 2002)Konstanz16, davon 12 mit Perlmann
seit 2002WDRKriminalhauptkommissar Frank Thiel und Prof. Karl-Friedrich BoerneKommissaranwärterin Nadeshda Krusenstern und Gerichtsmedizinerin Silke “Alberich” HallerAxel Prahl, Jan Josef Liefers, Friederike Kempter und Christine UrspruchMünster (Westfalen)15
seit 2003NDRKriminalhauptkommissar Klaus Borowski und Psychologin Frieda JungKriminalkommissar Alim Zainalow (Folge 1-6)Axel Milberg, Maren Eggert und Mehdi MoinzadehKiel13
seit 2006SRKriminalhauptkommissar Franz KapplKriminalhauptkommissar Stefan DeiningerMaximilian Brückner und Gregor WeberSaarbrücken4
seit 2008SWRKriminalhauptkommissar Thorsten Lannert und Kriminalhauptkommissar Sebastian BootzKriminaltechnikerin Nika Banovic, Staatsanwältin Emilia Álvarez und Gerichtsmediziner Dr. Daniel VogtRichy Müller, Felix Klare, Miranda Leonhardt, Carolina Vera Squella und Jürgen HartmannStuttgart4
seit 2008MDRKriminalhauptkommissarin Eva Saalfeld und Kriminalhauptkommissar Andreas KepplerKriminaltechniker Wolfgang Menzel, Assistent Johannes StriesowSimone Thomalla, Martin Wuttke, Maxim Mehmet und André RöhnerLeipzig5
seit 2008NDRKriminalhauptkommissar Cenk Batu, arbeitet als verdeckter Ermittler des LKABatus Vorgesetzter Uwe KohnauMehmet Kurtuluş und Peter JordanHamburg2

Liste der ehemaligen Tatort-Ermittler

Stand: 9. März 2008

JahrSenderChefermittlerErmittlerSchauspielerStadtAnzahl der Folgen
1970–1982NDRKriminalhauptkommissar Paul TrimmelKriminalobermeister Petersen, Kriminalhauptmeister Höffgen, Kriminalmeister LaumenWalter Richter, Ulrich von Bock, Edgar Hoppe, Joachim RichertHamburg11
1970–1973SRKriminalhauptkommissar LiersdahlAssistent SchäfermannDieter Eppler, Manfred HeidmannSaarbrücken2
1971–1973WDRZolloberinspektor KressinZollrat Lenschau (Folge 1 und 2)Sieghardt Rupp, Hermann LenschauKöln7
1971–1986SDRKriminalhauptkommissar Eugen LutzKriminalhauptkommissar Brauchle (Folge 2 bis 3), Assistent Richard Wagner/Glöckle (Folge 3 und ab Folge 5 bis 13 und ab Folge 15 bis Folge 16)), Assistent Nordenstedt (Folge 14)Werner Schumacher, Max Strecker, Frank Strecker, Pierre Franckhacht verschiedene in Baden-Württemberg16
1971–1979HRKriminalkommissar KonradHauptmeister Klipp (Folge 2), Kriminalassistent Robert Wegner (ab Folge 3)Klaus HöhneFrankfurt am Main8
1971–1978NDRKriminalhauptkommissar FinkeAssistent Jessner (Folge 1 bis 3), Assistent Franke (ab Folge 4), Assistent Dressler (Folge 7)Klaus Schwarzkopf, Wolf Roth, Hans-Peter Korff, Rüdiger Kirschstein, Gerhard DresselKiel und andere Orte in Schleswig-Holstein7
1971–1987ORFOberinspektor Viktor MarekBezirksinspektor Wirz (Folge 2 bis 6 und ab Folge 8 bis Folge 13), Inspektor Berntner (Folge 2 bis 6 und ab Folge 8 bis Folge 13)Fritz Eckhardt, Kurt Jaggberg, Albert RolandWien14
1971–1972SFBKriminalhauptkommissar Erwin KasulkeAssistent RolandPaul Esser, Gerhard DresselBerlin2
1972–1981BROberinspektor später Kriminalhauptkommissar Melchior VeiglKriminalhauptmeister Ludwig Lenz, Kriminalobermeister Josef Brettschneider, Kriminalrat Härtlinger (Folge 1 bis 3 und ab Folge 5 bis 8), Kriminalrat Schneehans (Folge 4)Gustl Bayrhammer, Helmut Fischer, Willy Harlander, Hans Baur, Achim BenningMünchen15 (+ 2 MDR 1992)
1972SWFKriminalhauptkommissar Horst PflügerAssistent WingartErnst Jacobi, Gernot EndemannBaden-Baden1
1973Radio BremenKriminalhauptkommissar Walter BöckKommissar Kullmann, Kommissar SiedhoffHans Häckermann, Til Erwig und Hans-Helmut DickowBremen1
1973–1977SWFKriminalhauptkommissar Franz GerberKriminalmeister Ihle, Kriminalmeister MetzmeierHeinz Schimmelpfennig, Peter Bongartz, Johann Adam OestBaden-Baden5
1974–1980WDRKriminalkommissar später Kriminaloberkommissar Heinz HaferkampKriminalkommissar Willy Kreutzer, Kriminalobermeister Kaslik, Vorgesetzter ScheffnerHansjörg Felmy, Willy Semmelrogge, Ulrich von Dobschütz und Bernd SchäferEssen20
1974–1977NDRKriminalhauptkommissar Heinz BrammerKriminalhauptmeister HenkelKnut Hinz und Günter HeisingHannover4
1975–1977SFBKriminalhauptkommissar Martin SchmidtKriminalkommissar HassertMartin Hirthe und Ulrich FaulhaberBerlin3
1977–1984SRKriminalhauptkommissar Horst Schäfermann

(in einer Folge Manfred)

Assistent Backers (Folge 3)Manfred HeidmannSaarbrücken4
1978–1980SWFKriminalhauptkommissarin Marianne BuchmüllerAssistent Mewes, Assistent LammNicole Heesters, Henry van Lyck, Dieter Ohlendiek, Peter Nassauer und Jörg FallheierMainz3
1978HRKriminalhauptkommissar BergmannKriminalhauptmeister Robert WegnerHeinz Treuke und Rainer HunoldFrankfurt am Main1
1978–1979SFBKriminalhauptkommissar Matthias BehnkeKriminalkommissar HassertHans-Peter Korff und Ulrich FaulhaberBerlin2
1979NDRKriminalhauptkommissar NagelKrimialobermeister HenkelDiether Krebs und Günter HeisingHannover – ehem. Landkreis Burgdorf1
1979–1985NDRMAD Oberstleutnant DeliusHorst BollmannKöln3
1980HRKriminalhauptkommissar SanderKommissar KnaufVolkert Kraeft und Udo ThomerFrankfurt am Main1
1980WDRKriminalhauptkommissar Paul EndersKommissar Willy KreutzerJörg Hube und Willy SemmelroggeEssen, Frankfurt am Main1
1980–1982NDRKriminalhauptkommissar Jochen PiperKrimialobermeister HenkelBernd Seebacher und Günter HeisingBremen2
1980WDRKommissar Willy KreutzerAssistent KleinWilly Semmelrogge und Towje KleinerEssen1
1981–1983HRKriminalhauptkommissar BergmannKriminalhauptmeister Knoof, Hauptmeister WegenerLutz Moik, Matthias Dittmer und Peter BuchholzFrankfurt am Main2
1981–1985SFBKriminalhauptkommissar Friedrich WaltherKriminalkommissar Hassert, Assistent StettnerVolker Brandt, Ulrich Faulhaber und Helmut GaußBerlin6
1981–1988SWFKriminalkommissarin Hanne WiegandAssistent Korn, Assistent Wilcke, Assistent Klose, Assistent Rolfs, Assistent LeverkühnKarin Anselm, Rolf Jülich, Artus Maria Matthiessen, Christoph M. Ohrt, László I. Kish und Michael LeschBaden-Baden, Karlsruhe, Mainz8
1981NDRKriminalhauptkommissar GreveErik Schumannnorddeutsche Kleinstadt1
1981NDRKriminalhauptkommissar BeckHans HäckermannHamburg1
1981–1991WDRKriminalhauptkommissar Horst Schimanski, Kriminalhauptkommissar Christian ThannerAssistent „Hänschen“, Kriminalrat Karl Königsberg, Kriminaloberrat OssmannGötz George, Eberhard Feik, Chiem van Houweninge, Ulrich Matschoss und Gerhard OlschewskiDuisburg29
1981–1987BRKriminalhauptkommissar Ludwig LenzKriminalobermeister Josef Brettschneider (Folge 1-5), Assistent Faltermayer, Kriminalobermeister Franz Josef Schneider (Folge 6 u.7), Kriminalrat Schubert (Folge 1-6), Assistentin Kern (Folge 6 u.7)Helmut Fischer, Willy Harlander, Henner Quest, Georg Einerdinger, Rolf Castell und Ursula WolffMünchen7
1982HRPolizeihauptmeister Werner RolfsPolizeimeister HülshorstKlaus Löwitsch und Michael SchwarzmaierFrankfurt am Main1
1982NDRKriminalhauptkommissar Nikolaus SchnoorKriminalinspektor Wilfried WilckeUwe Dallmeier und Ralf RichterOrt bei Bremerhaven1
1983NDRKriminalhauptkommissar RonkeAssistent WielerUlrich von Bock und Lutz HochstraateHamburg1
1984HRKriminalhauptkommissar RullmannKommissar TetzelHans-Werner Bussinger und Rudi Knausshessische Kleinstadt1
1984–2001NDRKriminalhauptkommissar Paul Stoever und Kriminalhauptkommissar Peter BrockmöllerAssistent Oswald Meier (genannt “Meier Zwo”), Assistent Stefan Struve, Assistent ThorwaldManfred Krug, Charles Brauer, Lutz Reichert, Kurt Hart und Mark KellerHamburg41, davon 37 mit Brockmöller
1984–1986ORFOberinspektor HirthInspektor Michael Fichtl, Inspektor Adolf Hollocher, Inspektor Schulz und Hofrat Dr. PutnerKurt Jaggberg, Michael Janisch, Michael Bukowsky, Heinz Zuber und Gerhard DorferWien3 (+ 7 nur ORF)
1985HRPolizeihauptmeister Reinhold DietzePolizeiwachtmeister Michael LuckKlaus Löwitsch und Pierre FranckhFrankfurt am Main1
1985–2001HRKriminalhauptkommissar Edgar BrinkmannAssistent Wegener (oder auch Wegner), Assistentin Alice Bothe, Assistent KieferKarl-Heinz von Hassel, Frank Muth, Klaus Adler, Thomas Ahrens, Sebastian Baur, Martin May, Frank Schröder, Günter Waidacher (als Wegner/Wegener) Anja Jaenicke, Anna Thalbach, Ulrike Panse, Jany Tempel, Markus Majowski als KieferFrankfurt am Main28
1985–1989SFBKriminalhauptkommissar Hans Georg BülowKriminalkommissar Matthias Leuschner, Sonja Bach, Kriminalkommissar z.A. Öllerink , Kriminaloberrat Stegmüller, Kommissar Janke, Kriminalassistentin JellineckHeinz Drache, Jürgen Kluckert, Almut Eggert, Maximilian Wigger, Horst Schön, Hans Nitschke und Christiane CarstensBerlin6
1986BRKriminalhauptkommissar Sigi RiedmüllerKriminalhauptmeister Wislitschek, Kriminalmeister Augenthaler und Kriminalrat SchubertGünther Maria Halmer, Gustl Weishappel, Michael Lerchenberg und Rolf CastellMünchen1
1986ORFJournalist Alexander LutinskyMiguel Herz-KestranekWien1 nur ORF
1987–1988SDRKriminalhauptkommissar Georg-Thomas SchreitleHauptkommissar LukasHorst Michael Neutze und Matthias PonnierStuttgart, Führstadt3
1987BRKriminalhauptkommissar Karl ScherrerKriminalhauptmeister Wislitschek, Kriminalmeister Augenthaler und Kriminalrat SchubertHans Brenner, Gustl Weishappel, Michael Lerchenberg und Rolf CastellMünchen1
1987ORFInspektor Herbert PassiniOberinspektor Pfeifer, Inspektor Fichtl und Inspektor Adolf HollocherChristoph Waltz, Bruno Dallansky, Michael Janisch und Michael BukowskyWien1
1988ORFOberinspektor PfeiferInspektor Fichtl, Inspektor Adolf Hollocher, Inspektor Dorothea Winter und Hofrat PutnerBruno Dallansky, Michael Janisch, Michael Bukowsky, Dorothea Parton und Gerhard DorferWien1 (+4 nur ORF)
1988–2005SRKriminalhauptkommissar Max PaluKriminalhauptkommissar Stephan Deininger (ab Folge 12)Jochen Senf und Gregor WeberSaarbrücken18
1988–1989BRKriminalhauptkommissar Otto BrandenburgKriminalobermeister Luginger und Kriminalobermeister SantiniHorst Bollmann, Alexander Duda und Michele OliveriMünchen2
1989–1996ORFInspektor Michael FichtlInspektor Adolf Hollocher, Inspektor Dorothea Winter, Inspektor Katzki, Inspektorin Susanne Kern, Inspektorin Lou Hareter und Hofrat Dr. PutnerMichael Janisch, Michael Bukowsky, Dorothea Parton, Gerhard Roiss, Sylvia Haider, Margot Vuga und Gerhard DorferWien8 (+ 1 nur ORF)
1990DRSDetektivwachtmeister Walter HowaldDetektivwachtmeister Reto CarlucciMathias Gnädinger und Andrea ZoggBern1
1991–1992DRSDetektivwachtmeister Reto CarlucciWachtmeister Markus GertschAndrea Zogg und Ernst C. SigristBern2
1991–1995SFBKriminalhauptkommissar Franz MarkowitzKommissar Pohl und Kommissar GerberGünter Lamprecht, Hans Nitschke und Max Volkert MartensBerlin8
1992–1997WDRKriminalhauptkommissar Bernd FlemmingKriminalkommissarin Miriam Koch und Kriminalhauptmeister Max Ballauf (Folge 1-8)Martin Lüttge, Roswitha Schreiner und Klaus J. BehrendtDüsseldorf15, (Ballauf weiter mit Schenk seit 1997)
1992–2007SWR (bis 1998 SDR)Erster Kriminalhauptkommissar Ernst BienzleKriminaloberkommissar Günter GächterDietz-Werner Steck und Rüdiger WandelStuttgart25
1992–2007MDRKriminalhauptkommissar Bruno Ehrlicher und Kriminalkommissar später Kriminalhauptkommissar M. KainKriminaltechniker WalterPeter Sodann, Bernd Michael Lade und Walter Nickelerst Dresden, später Leipzig, je eine Episode in Köln und Weimar45, davon zwei gemeinsam mit Ballauf und Schenk
1993–2002DRSDetektivwachtmeister Philipp von Burg und Hauptkommissar Markus GertschKommissarin Sabine Schlack und Hauptkommisssarin Eva SchwabLászló I. Kish, Ernst C. Sigrist, Charlotte Schwab und Sabina SchneebeliBern9
1995HRKriminalhauptkommissar a.D. Leo FelberKommissar Klose und Kommissar SchwarzeHeinz Schubert, Karl-Heinz von Hassel und Pierre FranckhFrankfurt am Main1
1996–1998SFBKriminalhauptkommissar Ernst RoiterKriminalkommissar Michael Zorrowski und Kriminalrat Joachim HuberWinfried Glatzeder, Robinson Reichel und Hanns ZischlerBerlin12
1996ORFKriminalhauptkommissar Max BeckerKommissarin Lou Hareter, Kommissar Adolf Hollocher und Hofrat PutnerKlaus Wildbolz, Margot Vuga, Michael Bukowsky, Gerhard DorferWien1
1997ORFOberinspektor Paul KantOberinspektor Jakob Varanasi, Chefinspektor Fichtl und Inspektorin MaierWolfgang Hübsch, Johannes Nikolussi, Michael Janisch und Elisabeth LanzWien2
1997NDRKriminalhauptkommissarin Lea SommerAssistent Walter, Assistent JensHannelore Elsner, Rudolf Kowalski und Stephan Meyer-KohlhoffHamburg2
1999–2000SFBKriminalhauptkommissar Till Ritter und Kriminalhauptkommissar Robert HellmannKriminaloberkommissar Lutz WeberDominic Raacke, Stefan Jürgens und Ernst-Georg SchwillBerlin6 (Ritter seit 2001 weiter mit Stark)
2001–2008NDRKriminalhauptkommissar Jan CasstorffKriminaloberkommissar Eduard Holicek, Kriminalkommissarin Jenny Graf und Staatsanwältin Wanda WilhelmiRobert Atzorn, Tilo Prückner, Julia Schmidt und Ursula KarvenHamburg15, davon 11 mit Graf

Titellieder

In einigen der zahlreichen Tatort-Folgen, vornehmlich in den 1980er und 1990er, gab es auch Titellieder, die innerhalb und am Ende der Folgen gespielt wurden. Einige Lieder wurden durch die Tatort-Ausstrahlungen bekannt oder gar kommerziell erfolgreich. Die bis dato erfolgreichsten Lieder sind Midnight Lady von Chris Norman, geschrieben von Dieter Bohlen, aus der Tatort-Folge Der Tausch, die am 13. April 1986 zum ersten Mal im WDR ausgestrahlt wurde und Faust auf Faust (Schimanski) von der Klaus Lage Band, geschrieben von Klaus Lage und Norbert Heirell, im ersten Tatort-Kinofilm Zahn um Zahn im Sommer 1985. Hier eine kleine Auswahl weiterer Lieder aus den jeweiligen Folgen:

KünstlerTitelliedFolgeJahrSender
CanVitamin CTote Taube in der Beethovenstraße1973WDR
Frank DuvalHey GirlSchüsse in der Schonzeit1977BR
Tangerine DreamDas Mädchen auf der TreppeDas Mädchen auf der Treppe1981WDR
WarningWhy Can The Bodies FlyPeggy hat Angst1982SWF
DhuoWalkinHeißer Schnee1984BR
Jil AndersonWithout You (Baby, Baby)Haie vor Helgoland1984NDR
Mark SpiroWinds Of ChangeDas Haus im Wald1985WDR
Patricia SimpsonDreams In The CityNachtstreife1985ORF
Die Toten HosenVerschwende deine ZeitVoll auf Haß1986NDR
F.B. EyeMoney is the PowerLeiche im Keller1986NDR
SandraStop For A MinuteSalü Palu1987SR
Ian CussickToo Lonely To WinSein letzter Wille1988SDR
Roger ChapmanSlap Bang In The MiddleEinzelhaft1988WDR
KlaatuWomanTödlicher Treff1988SDR
Bonnie TylerAgainst The WindDer Fall Schimanski1991WDR
Wolf MaahnCoolDer Mörder und der Prinz1992WDR
Markus KüpperSie hat Schluß gemachtEin ehrenwertes Haus1994MDR
Ben BeckerAlter MannFalsches Alibi1995MDR
Rebecca LittigKyrieHeilig Blut1996WDR
Büdi SiebertThe ChampionBienzle und der Champion1998SDR
Liv Kristine3AMDagoberts Enkel1999SFB

Sprache

In den neueren Folgen wird fast ausschließlich Standarddeutsch gesprochen, Ausnahmen bilden einige Folgen des ORF, des SR und des SWR. In der Anfangszeit des Tatorts zählte zum Lokalkolorit jedoch auch der in der jeweiligen Gegend gesprochene Dialekt, was beispielsweise dazu führte, dass die frühen Folgen mancherorts kaum zu verstehen waren. Der NDR sendete 1982 die Folge Watt Recht is, mutt Recht bliewen, in der Plattdeutsch gesprochen wurde, teilweise mit hochdeutschen Untertiteln. Ein solches Experiment wurde nie wiederholt.

Die österreichische Fernsehserie Trautmann sollte ursprünglich innerhalb der Tatort-Reihe laufen, wurde aber von der ARD kurz vor der ersten Ausstrahlung wegen des angeblich schwer verständlichen Wiener Dialekts abgesetzt.

Vorspann

Der Darsteller im Vorspann (durch einen Schlitz blickende Augen und eine flüchtende Person) ist Horst Lettenmayer. Er bekam für den Dreh damals einmalig 400 DM. Als späte Anerkennung ist (in einer einzigen Episode) auch der Rest von ihm zu sehen: 1989 spielte er in dem Schimanski-Tatort Der Pott einen Gewerkschaftsboss, der als Leiche endet[5].

Die Titelmusik wurde 1970 von Klaus Doldinger komponiert und im Lauf der Zeit nur zweimal, 1978 und 2004 [6], behutsam modifiziert. Das Schlagzeug in der Erstfassung spielte Udo Lindenberg.[7]

Wiederholungen

Wiederholungen von Tatort-Folgen im deutschen Fernsehen laufen in den letzten Jahren häufig in den Dritten Programmen. Bereits gesendete Folgen werden auch im Ersten wiederholt, derzeit in der Regel freitags um 21:45 Uhr. Teilweise, beispielsweise während der Zeit der Sommerferien, laufen auch zum Hauptsendetermin Sonntag abends bereits früher ausgestrahlte Folgen. Es werden überwiegend Folgen neueren Datums wiederholt; selten Folgen, die deutlich über 10 Jahre alt sind. Solche Folgen sind nur selten zu sehen und laufen in unregelmäßiger Folge als „Filmnächte“ (zumeist drei Folgen hintereinander) samstags im NDR-Fernsehen.

Nicht wiederholte Folgen

Es gibt 6 Tatort-Folgen, die seit ihrer Erstausstrahlung nicht wiederholt werden dürfen oder sollen. Bei diesen so genannten Giftschrank-Folgen handelt es sich senderintern um Folgen mit Sperrvermerk. Dies sind im einzelnen:

  • Der Fall Geisterbahn (HR, 12. Februar 1972) – Lizenzrechte unklar, da die Produktionsfirma Horst Film Berlin nach der Erstausstrahlung Konkurs angemeldet hat
  • Der gelbe Unterrock (SWF, 10. Februar 1980) – Mängel in der Qualität
  • Mit nackten Füßen (HR, 9. März 1980) – missverständliche Ausdrucksweise über Epileptiker in der Filmhandlung
  • Tod im Jaguar (SFB, 9. Juni 1996) – Verbreitung einer missverständliche Pressemitteilung über diesen Tatort im Vorwege mit “antijüdischen Passagen” und die Darstellung von jüdischen Geschäftemachern
  • Krokodilwächter (SFB, 10. November 1996) – Verstoß gegen den Jugendschutz. Brutale, sexistische und menschenverachtende Darstellung im Film
  • Wem Ehre gebührt (NDR, 23. Dezember 2007) – angebliche Vorurteile gegen die alevitische Glaubensgemeinschaft und Verletzung von religiösen Gefühlen

Die Tatort-Folgen Tod im U-Bahnschacht (SFB, 9. November 1975), Drei Schlingen (WDR, 28. August 1977), Blutspur (WDR, 20. August 1989) und Tote brauchen keine Wohnung (BR, 11. November 1973) wurden ebenfalls für mehrere Jahre nicht erneut ausgestrahlt, aber nach Intendantenwechseln, Überprüfungen oder Korrekturen im Fernsehen wiederholt.

Der SFB-Tatort Ein Hauch von Hollywood wurde von der ARD-Programmkommission 1998 als nicht geeignet für die Hauptsendezeit 20:15 Uhr am Sonntag befunden. Er wurde an einem Montag auf einem Wiederholungssendeplatz um 23:00 Uhr als Erstausstrahlung gesendet. Der Grund hierfür waren die kritisierten Qualitätsmängel von Bild und Geschichte. Der Film wurde mit Betacam gedreht, weil der SFB somit Produktionskosten in Höhe von 50.000 DM sparen konnte.

Schwesterserie

Das DDR-Pendant zum Tatort war der Polizeiruf 110, der sich heute mit dem Tatort den Sendeplatz teilt. Die erste Crossover-Folge zwischen den beiden Reihen bildete 1990 die Tatort-Folge Unter Brüdern, in der die westdeutschen Kommissare Schimanski und Thanner (dargestellt von Götz George und Eberhard Feik) auf ihre ostdeutschen Kollegen Fuchs und Grawe (dargestellt von Peter Borgelt und Andreas Schmidt-Schaller) treffen. Nachdem Götz George sich als Kommissar Schimanski aus dem Tatort verabschiedet hatte, gab es die Polizeiruf-Folge Thanners neuer Job (1991), in der Eberhard Feik im Polizeiruf eingeführt werden sollte. Einen weiteren Berührungspunkt gab es im Jahr 2006: In der Polizeiruf-Folge Die Mutter von Monte Carlo (Erstausstrahlung 29. Januar 2006) trifft Polizeiruf-Kommissar Thomas Keller (dargestellt von Jan Gregor Kremp) auf seinen Frankfurter Tatort-Kollegen Fritz Dellwo (dargestellt von Jörg Schüttauf).

Literatur

  • Björn Bollhöfer: Geographien des Fernsehens: Der Kölner Tatort als mediale Verortung kultureller Praktiken. Bielefeld: Transcript Verlag 2007, ISBN 3-89942-621-5
  • Tatort. Der Mord zum Sonntag, du, 8/2007. ISBN 978-3-03717-037-3
  • Holger Wacker und Almut Oetjen: TATORT – Das große Buch für Fans. Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag 2002, ISBN 3-89602-404-3
  • Holger Wacker: Das große Tatort-Buch. Filme, Fakten und Figuren. Berlin: Henschel Verlag 2000, ISBN 3-89487-353-1
  • Holger Wacker. TATORT – Krimis, Köpfe, Kommissare. Berlin: Henschel Verlag 1998, ISBN 3-89487-307-8
  • Thomas Weber: Die unterhaltsame Aufklärung. Ideologiekritische Interpretation von Kriminalfernsehserien des westdeutschen Fernsehens, Bielefeld: Aisthesis, 1992; ISBN 3-925670-70-X
  • Eike Wenzel (Hrsg.): Ermittlungen in Sachen Tatort. Berlin: Bertz + Fischer Verlag 2000, ISBN 3-929470-18-7

Siehe auch

Offizielle Tatort-Seite der ARD
  • TATORT-FUNDUS
  • Inoffizielle TATORT-Fanseite
  • Links zum Thema Tatort im Open Directory Project
  • Tatort (TV-Serie 1970 ff.) in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
  • Einzelnachweise

    1. Die 13 Folgen sind österreichische Eigenproduktionen
    2. http://www.sueddeutsche.de/kultur/708/315598/text/
    3. http://www.stern.de/unterhaltung/tv/:Mehmet-Kurtulus-Revolution-Schiffs-’Tatort’/643499.htmly
    4. HR bestätigt Ende des TATORT-Teams Dellwo und Sänger. tatort-fundus, 06. August 2009. Abgerufen am 08. August 2009.
    5. Sächsische Zeitung: Die Augen der Nation vom 21. Mai 2008.
    6. Die Zeit 18. Januar 2007 Die Jäger-Quarte; HörZu, Nr.21/2008 Jubiläumsheft 700 Folgen Tatort, Seite 156, 16. Mai 2008
    7. br-online: [1]

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