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KINOLEXIKON  

 Pink Floyd

Pink Floyd

Oben: Roger Waters (l.) und David Gilmour (r.)
Unten: Nick Mason (l.) und Richard Wright (r.)
Gründung1964
GenrePsychedelic Rock,
Artrock,
Space Rock
Websitehttp://www.pinkfloyd.com/
Mitglieder
Gesang, GitarreSyd Barrett (1964–1968, †)
Gesang, GitarreDavid Gilmour (seit 1968)
SchlagzeugNick Mason (seit 1964)
Gesang, E-BassRoger Waters (1964–1985)
Gesang, KeyboardRichard Wright (1964–1979 + 1987–2008, †)

Pink Floyd ist eine 1964 gegründete britische Rockband. Mit ihrer Musik und der klanglichen und visuellen Gestaltung ihrer Platten und Bühnenauftritte schuf sie, begleitet von großem kommerziellen Erfolg, einen unverwechselbaren und völlig neuartigen Stil. Weltweit wurden mehr als 300 Millionen Alben von Pink Floyd verkauft.[1][2]

Unter der Regie des Sängers und Gitarristen Syd Barrett gehörte die Band zunächst zur britischen Psychedelic-Rock-Bewegung. Nach dem drogenbedingten Ausstieg des Frontmanns entwickelten die verbleibenden Mitglieder einen eigenständigen Stil mit Einflüssen aus Progressive Rock, Blues, Jazz und klassischer Musik.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Wurzeln der Band gehen zurück auf die Schulzeit von Syd Barrett, Roger Waters und David Gilmour in Cambridge. Barrett und Waters besuchten das Hills Road Sixth Form College, Gilmour die Perse School in derselben Straße. Barrett und Gilmour trafen sich in den Mittagspausen zum Gitarrespielen und gaben vereinzelt Straßenkonzerte. Zu einer Bandgründung kam es allerdings noch nicht. 1963 ging Barrett nach London. Gilmour gründete die Band Joker’s Wild[3] und zog ab 1966 mit einer weiteren Band relativ erfolglos durch Spanien und Frankreich.

Die Ära Syd Barrett: 1964 bis 1968

1964 kam Roger Waters nach London und lernte bei seinem Architekturstudium an der Polytechnischen Hochschule Nick Mason und Rick Wright kennen. Sie gründeten die Cover-Band Sigma 6 und interpretierten aktuelle Blues- und Beatsongs. Mitglieder der Band waren auch die Sängerin und spätere Ehefrau von Richard Wright Juliette Gale, der Bassist Clive Metcalf und der Sänger Keith Noble.[4] Im selben Jahr änderten sie den Namen in The Tea-Set, und der Gitarrist Bob Klose kam hinzu. Später wechselten sie den Namen zu The Screaming Abdabs und letztendlich Abdabs. 1965 trat Syd Barrett als Sänger und Gitarrist der Band bei. Gale, Metcalf und Noble traten aus, und Roger Waters stieg von Gitarre auf Bass um. Barrett gab der Band den Namen The Pink Floyd Sound, abgeleitet von den Vornamen seiner beiden Lieblingsmusiker im Blues, Pink Anderson und Floyd Council.

Nach der Aufnahme eines ersten Demos verließ Bob Klose die Band bereits wieder – zugunsten einer Karriere als Fotograf.[5] Es existiert die Meinung, er sei aufgrund von Unstimmigkeiten mit Barrett ausgestiegen.[4] Da nur zwei Demo-Aufnahmen mit Klose an der Gitarre existieren (Lucy Leave und I’m a King Bee) und die Band erst nach seinem Ausstieg die für die frühen Pink Floyd typischen psychedelische Elemente einzusetzen begann, herrscht vielerorts Uneinigkeit darüber, ob er als Gründungsmitglied gezählt werden sollte oder nicht. Im Anschluss wurde der Name schrittweise auf The Pink Floyd und schließlich zu Pink Floyd verkürzt.[6]

Barrett war prägend für die frühen Jahre von Pink Floyd,[7] gab die psychedelische Richtung vor und schrieb fast alle Stücke für das erste Album The Piper at the Gates of Dawn sowie die ersten drei Singles.[8] Mit wachsender Popularität der Band verschlechterte sich seine psychische Verfassung allmählich, verstärkt durch übermäßigen Drogenkonsum, was die Zusammenarbeit mit ihm zunehmend erschwerte. Deshalb wurde 1968 beschlossen, David Gilmour, dessen eigene Gruppe sich gerade auflöste, als weiteres Mitglied aufzunehmen. Dieser sollte Barrett bei Liveauftritten zunächst unterstützen und ersetzte ihn schließlich ganz. Barrett blieb als Songwriter vorerst erhalten, bis am 2. März 1968 die Entscheidung getroffen wurde, ohne ihn weiterzumachen. Auf dem Album A Saucerful of Secrets ist nur noch eine Komposition von Barrett enthalten. Seine restlichen Stücke aus dieser Zeit wurden 1970 auf zwei Soloalben eingespielt, zum Teil unter Mitwirkung der anderen Pink-Floyd-Mitglieder. Die Auseinandersetzung der restlichen Gruppe mit dem Abgang Barretts und seinen psychischen Problemen durchzieht das weitere Werk der Gruppe.

Ausprägung eines neuen Stils: 1968 bis 1970

Auftritte der Gruppe, vor allem im Londoner UFO-Club, hatten das Interesse von Filmregisseuren an der Musik Pink Floyds geweckt. In der Folgezeit erhielt die Band mehrere Aufträge zur Mitwirkung an Filmsoundtracks, so bei den Filmen Zabriskie Point und More. Die Plattenveröffentlichung zu Letzterem erfolgte fast gleichzeitig mit der des Doppelalbums Ummagumma, das eine experimentelle Studioplatte und einen Live-Teil umfasste.

Atom Heart Mother von 1970 ist das erste Pink-Floyd-Album, das in Großbritannien den ersten Platz der Albumcharts erreichte. Neben drei folkbeeinflussten Songs enthält es die 23-minütige Suite Atom Heart Mother, bei der ein Orchester und ein teilweise experimentell eingebrachter Chor zum Einsatz kamen, sowie die 13-minütige Soundcollage Alan’s Psychedelic Breakfast. Der Nachfolger Meddle belegte Platz 3. Die zweite Seite der Schallplatte wurde vom 23 Minuten langen Echoes aufgefüllt, das mit seiner Mischung aus introvertierten Refrains und experimentellen Instrumentalteilen den Weg für das nachfolgende Konzeptalbum Dark Side of the Moon ebnen sollte. In den USA blieb der Erfolg zunächst aus, über Platz 55 kam man dort trotz gut besuchter und umfangreicher Tourneen nicht hinaus. Einen Achtungserfolg brachte ihnen dort der Filmsoundtrack Obscured by Clouds als ihr erstes Album ein, das in die amerikanischen Top 50 einstieg. Free Four, ein Song mit vergleichsweise schnellem Tempo, wurde öfter von US-amerikanischen Radiosendern gespielt als jede ihrer früheren Singles.

Weltweiter Durchbruch: 1971 bis 1975

Pink Floyd bei einem Auftritt im Earls Court, 1973

In den folgenden Jahren wurde Pink Floyd weltweit zu einer der erfolgreichsten Rockbands. Dabei entwickelte sich Roger Waters immer mehr zum Bandleader und hauptsächlichen Songlieferanten. Seit 1973 schrieb er, bis zu seinem Ausstieg Mitte der 1980er Jahre, alle Songtexte der Band. Auf seiner Idee basierte auch das erste Konzeptalbum der Gruppe, Dark Side of the Moon, das 1973 mit Kompositionen von allen vier Mitgliedern erschien und zu einem Klassiker der Rockmusik avancierte. Es war ihre erste Veröffentlichung mit durchschlagendem Erfolg in den USA, dokumentiert durch Platz 1 in den Charts und eine erfolgreiche Tour, die den Superstarstatus der Band zementierte. Das Album hielt sich von 1973 bis 1988 740 Wochen in den amerikanischen Billboard-Charts: Ein bis heute ungeschlagener Rekord (diese Charts umfassen die Top 200 Alben und berücksichtigen nicht nur die Verkäufe, sondern auch die Radio-Einsätze). Es wird vermutet, dass die für diesen Rekord notwendigen Mehrfachkäufe auch dadurch zu Stande kamen, dass das Album aufgrund seiner außergewöhnlichen Klangqualität lange als Referenzalbum zum Test von High-End-Stereoanlagen diente und schon leichte Kratzer auf der Schallplatte audiophile Fans zu einem erneuten Kauf bewegten. Als das Album 1983 auf CD erschien, gab es eine erneute Flut von Käufen, die dann aber kontinuierlich abnahm, bis es schließlich aus den Billboard-Charts verschwand. [9]

Das Nachfolgewerk Wish You Were Here von 1975 war Syd Barrett gewidmet. Die Songs Wish You Were Here und Shine on You Crazy Diamond beziehen sich auf das Gründungsmitglied. Während der Studioarbeiten erhielt die Band Besuch vom psychotischen Barrett, der sich in den vergangenen Jahren stark verändert hatte.[10] Rick Wright bezeichnete später Wish You Were Here als das beste Pink-Floyd-Album und den Song Shine on You Crazy Diamond als den besten Pink-Floyd-Song, an dem er auch heute noch nicht die kleinste Veränderung vornehmen würde. Die Nachfrage nach der Platte war enorm; allein in Großbritannien lagen 250.000 Vorbestellungen vor.

Die Ära Roger Waters: 1976 bis 1985

Das Album Animals von 1977 besteht aus drei Kompositionen mit Laufzeiten zwischen 10 und 17 Minuten und dem umrahmenden Akustikstück Pigs on the Wing. Erstmals enthält ein Pink-Floyd-Album fast ausschließlich Songbeiträge von Roger Waters. Musikalisch rauer als die Vorgängeralben gehalten und mit sarkastischen Texten versehen wurde das Album trotz überzeugender Verkaufszahlen von Hörern und Kritikern teilweise weniger positiv aufgenommen als die direkten Vorgänger.

Das wohl ehrgeizigste und größte Projekt war die Konzeption des Albums The Wall im Jahr 1979. Die Aufnahmen markierten erste schwerwiegende Differenzen zwischen den Bandmitgliedern, vornehmlich Gilmour und Waters, über die Frage, wohin sich die Band entwickeln sollte. Waters setzte seine Linie alles in allem durch; bis auf wenige Ausnahmen stammten alle Songs von ihm allein: Gilmour war vor allem an Run Like Hell und Comfortably Numb beteiligt, wobei letzteres ursprünglich auf seinem Soloalbum erscheinen sollte. Wright, der sich auch als Musiker der Kritik der übrigen Bandkollegen ausgesetzt sah, verließ am Ende der Aufnahmen die Band. Zum Bruch kam es im Herbst 1979, als Wright sich dazu entschied, in Griechenland zu bleiben anstatt an den letzten Sessions teilzunehmen. Waters überzeugte Gilmour daraufhin, Wright zu entlassen. Obwohl offiziell nicht bekanntgegeben, wurde er aus der Floyd-Partnerschaft ausgezahlt und weitere von der Fertigstellung der diversen Wall-Projekte abhängige Honorare vereinbart. Laut Waters sei Wright zu ausgebrannt zum „Spielen“ gewesen und hätte dem Produzenten Bob Ezrin und dem Studiomusiker Peter Wood die meisten Keyboardparts auf The Wall überlassen. Nach anderen Berichten wurde er von Waters aufgrund von Drogenproblemen entlassen. Wright meinte allerdings: „Roger und ich kamen nicht mehr miteinander zurecht. Egal, was ich machte, er war dagegen. Es war für mich unmöglich, mit ihm zu arbeiten.“[11]

Das Album gilt meist als das letzte „große“ Werk der Band. Es wurde 1982 von Alan Parker mit Bob Geldof in der Hauptrolle verfilmt, wobei sich die Musik im Film und auf dem Konzeptalbum in einigen Stücken und Gesangsparts voneinander unterscheiden. Das größtenteils von Roger Waters geschriebene Konzeptalbum trägt starke autobiografische Züge und beschreibt die zunehmende, durch starke Vereinnahmung der Mutter und den Verlust des Vaters begründete Vereinsamung eines Rocksängers. Eine aufwendige Bühnenshow umrahmte diesen Inhalt: Während der ersten Konzerthälfte wurde auf der Bühne eine Mauer errichtet, die die Entfremdung zwischen Band und Publikum symbolisieren sollte. In der zweiten Hälfte spielte die Band hinter der Mauer, auf der Vorderseite wurden verschiedene Clips projiziert. The Wall wurde nur an vier Orten live aufgeführt: in Los Angeles, New York, London und Dortmund (1981). 1990, kurz nach dem Fall der Berliner Mauer, führte Roger Waters The Wall noch einmal mit eigenen prominenten Gastmusikern auf dem Mauerstreifen zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz in Berlin auf.

Das Album The Final Cut von 1983 stammt vollständig aus der Feder von Roger Waters und ist seinem Vater Eric Fletcher Waters gewidmet, der im Zweiten Weltkrieg fiel. Kompositorisch ist das Album eine Waters-Soloarbeit („written by Roger Waters, performed by Pink Floyd“) und enthält bezeichnenderweise zahlreiche Songs, die die übrigen Musiker ursprünglich als „zu schwach“ abgelehnt hatten; auch die Reaktionen der Kritik waren insgesamt eher verhalten.

Die Ära David Gilmour: 1987 bis 1995

1985 führten die Probleme zwischen Gilmour und dem Hauptsongwriter Waters schließlich zu dessen Trennung von der Band, die Waters daraufhin einseitig für aufgelöst erklärte. Eine lange juristische Auseinandersetzung um den Bandnamen folgte: Gilmour, dessen Soloprojekt unter eigenem Namen zuvor nur wenig Aufmerksamkeit erfahren hatte, und Mason wollten unter dem Namen Pink Floyd weitermachen. Noch während der Aufnahmen zum neuen Projekt A Momentary Lapse of Reason stieß auch Wright wieder hinzu, allerdings noch nicht als Vollmitglied, da Gilmour und Mason das Album finanziell allein getragen hatten. Das Album war letztlich eher ein Soloprojekt von Gilmour und stieß bei den Fans auf Begeisterung; bei den Kritikern war die Reaktion geteilt. Trotz der anhaltenden juristischen Auseinandersetzung mit Waters startete man am 9. September 1987 eine Welttournee.

Eine Station dieser Tournee war am 16. Juni 1988 am Berliner Reichstag, in unmittelbarer Nähe zur Berliner Mauer. Jenseits der Mauer an der Straße Unter den Linden standen still und andächtig ungefähr 5000 junge Menschen, um einige der Töne zu hören. Eine surreale Situation: Ein Rockkonzert, bei dem für die Fans nur Musikfetzen zu hören waren, trotzdem 5000 Zuschauer.[12]

Das letzte Konzert dieser Tour fand am 15. Juli 1989 auf einer schwimmenden Insel vor dem Markusplatz in Venedig vor rund 200.000 Zuschauern statt. Die Streitigkeiten zwischen Waters und der verbliebenen Band endeten vorläufig mit einer Vereinbarung, in der die Rechte an den Alben, Songs und dem Bandnamen geregelt wurden.

Roger Waters tourte weiterhin mit namhaften Gastmusikern und schrieb eigenes Material. In seinem Liveprogramm griff er aber auch auf viele Pink-Floyd-Stücke zurück. Pink Floyd ohne Waters beschränkten sich lediglich darauf, gemäß einer Vereinbarung mit Waters nie mehr als drei Stücke von The Wall aufzuführen (davon ausgenommen sind Gilmours Kompositionen Run Like Hell und Comfortably Numb).

Seit dem 1992 veröffentlichten Video La Carrera Panamericana war Wright wieder Vollmitglied der Band. Der Soundtrack des Videos enthält mehrere nur hier veröffentlichte Musikstücke aus der Feder der drei Floyds. Das Trio brachte dann im Jahr 1994 die CD The Division Bell heraus. Es folgten eine anschließende Welttournee und das üppig verpackte Live-Album Pulse im Jahre 1995. Allerdings war der kommerzielle Erfolg von The Division Bell sehr viel größer als die Zustimmung der Kritiker, die überwiegend einen künstlerischen Stillstand konstatierten. Seitdem ist kein neues Material mehr erschienen.

Jüngere Entwicklungen: 1995 bis heute

Pink Floyd wurden 1996 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.[13]

2000 legte man das Doppelalbum Is There Anybody Out There? The Wall Live 1980–1981, 2001 eine Best-of-Doppel-CD namens Echoes vor. Zu dieser Zeit gelangten erstmals Gerüchte an die Öffentlichkeit, denen zufolge sich Waters den übrigen drei Musikern langsam wieder annähere. Eine DVD-Version des Konzertes von 1971 im Amphitheater von Pompeji erschien 2003, ohne dass die Mitarbeit der Musiker gewünscht war. David Gilmour distanzierte sich später deutlich von der DVD.

Im Rahmen des von Bob Geldof organisierten Live 8-Events, zu dem unter anderem ein Konzert im Londoner Hyde Park gehörte, traten Pink Floyd im Juli 2005 zusammen mit Roger Waters auf. Damit spielten sie erstmals seit 1981 wieder in der Originalbesetzung aus der Zeit ihrer größten Erfolge zusammen und gaben Spekulationen um eine „Reunion-Tour“ oder gar ein neues Album neue Nahrung. Sie spielten Speak to me/Breathe/Breathe Reprise, Money, Wish You Were Here und Comfortably Numb. Bezüglich weiterer Auftritte wechselte David Gilmour in einer Reihe von Interviews anlässlich seiner Solo-Tour im Jahr 2006 mehrfach seine Meinung. Waters hingegen erklärte, ebenso wie Nick Mason, er sei sehr gern zu einer Zusammenarbeit bereit. In einem Interview im September 2007 äußerte sich David Gilmour zuletzt wieder skeptisch zu einer nochmaligen Wiedervereinigung der Band: „Was ich mitteilen kann ist, dass die Aussichten auf eine Reunion von Pink Floyd wirklich extrem gering sind, abgesehen vielleicht von einmaligen, wichtigen Anlässen, wie Live 8 einer war.“[14] Allerdings könne und wolle er das offizielle Ende von Pink Floyd nicht verkünden, da es rechtliche Gründe gäbe, die ihn daran hindern.

Am 7. Juli 2006 starb Pink Floyd-Mitbegründer Syd Barrett im Alter von 60 Jahren. Bei einem Gedenkkonzert am 10. Mai 2007 traten neben Künstlern wie Chrissie Hynde und Damon Albarn auch Roger Waters und Pink Floyd auf, letztere jedoch getrennt voneinander. Waters spielte zum Ende der ersten Hälfte sein Stück Flickering Flame. Begleitet wurde er von Keyboarder Jon Carin, der bereits auf den Floyd-Tourneen zwischen 1987 und 1994, auf Waters’ Solo-Konzerten in den Jahren 2000 und zwischen 2006 und 2008, bei Pink Floyds Live 8-Auftritt sowie bei Gilmours Tournee 2006 spielte. Gilmour, Wright und Mason spielten als letzte Künstler des Abends (vor dem Finale) Arnold Layne. Eigentlich hätte Waters in der zweiten Hälfte des Konzerts noch Shine On You Crazy Diamond spielen sollen; er war jedoch in der Pause gegangen und deshalb auch beim Finale nicht mehr dabei.

Die DVD-Veröffentlichung eines Mitschnitts der 1994er Tour mit dem Titel Pulse, die bereits 1995 durch das gleichnamige Live-Album dokumentiert wurde, wurde 2006 zu einer der meistverkauften Musik-DVDs und gewann zahlreiche Preise.

2007 erschien zum vierzigjährigen Jubiläum der Erstveröffentlichung des Albums The Piper at the Gates of Dawn ein limitiertes 3-CD-Boxset mit der Stereo- und Monoabmischung des Albums und zusätzlich den drei Singles aus dem Jahr 1967 sowie zuvor unveröffentlichten Alternativversionen von Songs des Albums.

2008 wurden Pink Floyd mit dem Polar Music Prize ausgezeichnet. Bei der Verleihung durch den schwedischen König Karl XVI. Gustav waren Nick Mason und Roger Waters anwesend.

Am 15. September 2008 starb Pink-Floyd-Mitbegründer Richard Wright im Alter von 65 Jahren an Krebs. Damit sind die Hoffnungen der Fans auf eine Wiedervereinigung in der Besetzung nach 1968 endgültig zerstört. David Gilmour würdigte Wright auf seiner Website mit einem emotionalen Nachruf, in dem er ihn als ruhigen und bescheidenen Menschen sowie als wichtigen Freund und Teil seiner musikalischen Laufbahn bezeichnet.[15] Auch Waters nutzte seinen Internet-Auftritt, um an Richard Wright zu erinnern. Dabei merkte er an, dass man Wrights musikalischen Einfluss gar nicht groß genug schätzen könne, und erinnerte dabei an Songs wie Us & Them oder The Great Gig In The Sky, die beide aus der Feder Wrights stammen. Gleichzeitig brachte er zum Ausdruck, dass er sich glücklich schätze, bei Live 8 noch einmal mit Wright aufgetreten zu sein, und er es bedauert, dass es im Anschluss daran keine weiteren Auftritte mit Wright, Gilmour und Mason gegeben habe.[16]

Nick Mason gab in einem Interview im April 2009 an, dass er sich nach dem Tod von Rick Wright nur sehr schwer vorstellen könnte, dass Pink Floyd noch einmal auftreten würde.

Stil

Wegweisender Technikeinsatz

Pink Floyd nutzten im Verlauf ihrer Bandgeschichte häufig wegweisende Technik. Sie setzten erstmals gezielt das Binson Echorec als Effektgerät ein, um damit u. a. die Bassläufe von One of These Days (auf Meddle) zu erzeugen. [17] Auch analoges Sampling in Form von Tapeloops wurde von ihnen verwendet. Diese Technik hatten Pink Floyd 1970 beim Avantgarde-Künstler Ron Geesin kennengelernt, der auch an ihrem Album Atom Heart Mother mitarbeitete. Besonders stark wurde diese Technik auf Dark Side of the Moon verwendet, unter anderem beim Registrierkassen-Loop des Songs Money und dem Albumintro Speak to Me.

Synthesizer-Loop aus dem Titel On the RunHörbeispiel?/i)

Im Studio profitierte die Band von den Aufnahmebedingungen der Abbey Road Studios, in denen bereits die Beatles gearbeitet hatten, sowie bei Atom Heart Mother und Dark Side of the Moon von der Mitwirkung des Produzenten Alan Parsons. In ihren Live-Shows perfektionierten Pink Floyd die Technik der Quadrofonie (die von ihnen erfolglos auf einigen Alben getestet wurde), indem sie mit Hilfe eines sogenannten „Azimut-Koordinators“ vorgefertigte Sounds durch die Halle, unter anderem hinter das Publikum, wandern ließen.[18] Schließlich waren Pink Floyd eine der ersten Rockbands, die (auf dem Album Dark Side of the Moon) einen Synthesizer als zentrales Instrument verwendeten, den EMS Synthi AKS-Synthesizer. Der Song On the Run basiert beispielsweise fast ausschließlich auf einer repetitiven Synthesizer-Sequenz.

Instrumental

David Gilmour wurde in seinen Spielweisen sowohl vom Blues und vom Rock ’n’ Roll als auch von der Folkmusik beeinflusst. Typische Blues-Techniken wie Bendings und Slides ziehen sich durch zahlreiche berühmte Soli.[19][20] Gilmour spielte meistens E-Gitarren der Modelle Fender Stratocaster und Fender Telecaster über Hiwatt-Verstärker mit WEM (4×15)- und Marshall (4×12)-Boxen, zudem kamen zahlreiche Effektpedale zum Einsatz. Darüber hinaus spielte er Lap-Steel-Slide-Gitarren, zu hören bei Breathe, The Great Gig in the Sky, Shine on You Crazy Diamond (Part 6-9) oder One of These Days. [21]

Notenbeispiel aus Breathe mit Slide-Gitarre, Emadd9- und A-Dur-Arpeggios in der Begleitung und Bass mit Oktavtönen ( Hörbeispiel?/i)

Richard Wright verwendete zunächst verschiedene Orgeln, kennzeichnend ist insbesondere der Klang der Hammond-B3-Orgel. Synthesizer kamen bei Pink Floyd ab 1972 zum Einsatz, die Modelle EMS VCS 3 und Minimoog prägen seine Solo-Parts auf den Alben Dark Side of the Moon, Wish You Were Here und Animals. Wright erlernte das Klavierspielen als Autodidakt. Zu seinen frühesten Einflüssen zählen Bach, Beethoven und Komponisten der Romantik.[22] Wie später auch Gilmour griff er bei seinen Kompositionen mit Vorliebe auf erweiterte Akkorde zurück. Dieses Vorgehen stand dem Kompositionsstil von Roger Waters entgegen, der einfache Akkordfolgen bevorzugte.

Der charakteristische Klang wird von David Gilmours melodischem Gitarrenspiel und den atmosphärischen Klangteppichen von Richard Wright bestimmt. Anders als bei den Bands des gleichzeitig aufblühenden Progressive Rock nimmt die Rhythmusfraktion um E-Bass und Schlagzeug eher eine untergeordnete Rolle ein. Ungerade Metren wie der 7/4-Takt im Intro und der Strophe von Money bilden eher die Ausnahme als die Regel, die Kompositionen bewegen sich vor allem im Down- bis Midtempo-Bereich. Typisch für das Bass-Spiel ist der akzentuierte Wechsel zwischen dem Akkord-Grundton und seinem Oktavton, ergänzt um variierende Übergänge.[23] Das Schlagzeugspiel von Nick Mason hält sich im Allgemeinen dezent im Hintergrund, bietet dabei aber feine Nuancen. Insbesondere ist jeder seiner Breaks einzeln und individuell gestaltet.

Gesang

Nach dem Ausscheiden Syd Barretts als Frontmann wurde der Gesang in der Regel, teilweise auch innerhalb eines Stücks, zwischen David Gilmour und Roger Waters aufgeteilt. Richard Wright übernahm zudem gelegentlich eine Zweitstimme. Auf den beiden Alben Dark Side of the Moon und Wish You Were Here ist jeweils bei einem Stück ein Gastsänger zu hören: Die Soul-Sängerin Clare Torry improvisierte eine Gesangsdarbietung zu den Klavierakkorden von The Great Gig in the Sky, als Sänger von Have a Cigar trat der Singer-Songwriter Roy Harper in Erscheinung. Chöre wurden bei Pink Floyd in recht unterschiedlichen musikalischen Kontexten eingesetzt: Atom Heart Mother enthält eine einige Minuten dauernde Passage, in der ein gemischter Chor zur Begleitung von Orgel, Bass und Schlagzeug mit anwachsender Intensität melodische Fragmente vorträgt. Die Einbindung einer Gruppe von Soul-Sängerinnen an mehreren Stellen von Dark Side of the Moon und Wish You Were Here dient vor allem der atmosphärischen Abrundung. Schließlich wurde Another Brick in the Wall, Pt. 2 als eine der bekanntesten Pink-Floyd-Singles zur Hälfte (zweite Strophe) von einem Schülerchor eingesungen.[24]

Einflüsse auf spätere Bands

Besonders deutsche Gruppen der sogenannten Berliner Schule wie die Krautrockband Amon Düül[25], Ash Ra Tempel, Guru Guru, Novalis[26], Kraftwerk[27] und Tangerine Dream sind stark vom Pink-Floyd-Klang geprägt. Tangerine Dream veröffentlichte 2007 das als Hommage an Syd Barrett konzipierte Album Madcap’s Flaming Duty. Während sich Amon Düül an den Klangexperimenten der „psychedelischen Phase“ der Pink-Floyd-Musik orientierte, folgte Tangerine Dream eher der Musik der „programmatischen Phase“ mit ihren lang ausgehaltenen Harmonien und Strukturen. Dabei wurde ihrer Musik häufig unkreatives „Epigonentum“ und eine „Vulgärelektronik“ in Nachfolge der Musik von Pink Floyd attestiert.

Andere Gruppen, darunter deutsche wie Tangerine Dream und Ash Ra Tempel, erwecken den Verdacht, das sie nur deshalb exzessiv lang und viel elektrische Klangprozesse erzeugen, weil ihnen die technische Beherrschung eines herkömmlichen Rockinstruments abgeht. Sie leben von der Begeisterung derer, die von mystisch kosmischen Gefühlen ergriffen werden, sobald ein elektronischer Klang mindesten zwanzig Sekunden lang ausgehalten wird.[28]

So beruht der Tangerine Dream-Titel Tangram auf einer minutenlang wiederholten Figur über langsam wechselnden liegenden Akkorden.

Akkorde und repetitive Figur aus Tangerine Dreams Titel TangramHörbeispiel?/i)
Auf ihrem ersten Album Phallus Dei (1969) trugen sie [Anm.: Amon Düül] elektronisch verfremdete Gregorianik-Gesänge vor, [...], und taten sich schwer mit Rückkoppelungseffekten und biederen Kopien der Pink Floyd-Musik.[29]

Die Musik Pink Floyds hatte prägenden Einfluss auf zahlreiche andere Musiker. So greifen besonders Bands aus dem Umfeld des Progressive Rock, wie etwa Yes, Tool[30], Porcupine Tree,[31] Pure Reason Revolution[32], RPWL, Shamall [33], Solar Project und Pallas[34] musikalische Gestaltungsmittel und Stilistiken von Pink Floyd wieder auf. Dream Theater spielte 2005 das komplette Album Dark Side of the Moon live.

Aber auch Gruppen aus anderen Subgenres des Rock, wie beispielsweise Radiohead orientierten sich speziell in ihren textlichen Aussagen an Pink Floyd.

Auch Radiohead werden nicht selten mit Pink Floyd verglichen, zumal sie ähnliche Themen wie Isolation und Entfremdung aufgreifen, ihre Zivilisationskritik zuweilen wie ein Echo auf Pink Floyd klingt und sie in ihrem Schaffensdrang ebenso gewagt wie experimentierfreudig sind.[35]

Musiker der New-Age-Musik wie Vangelis und Kitarō haben sich viel an musikalischer Essenz und Techniken bei Pink Floyd geborgt. So erinnert Kitaros Titel Quasar aus dem Jahr 2006 vom Aufbau her an Pink Floyds Titel Echoes. Das Musikmagazin Down Beat schrieb im Jahr 1988:

Since 1977, Kitaro has been creating atmospheric space operas full of swirling electronic textures, sweet melodies, synthesizer orchestral arrangements, environmental effects, and a rock ambience straight out of Pink Floyd, circa Ummagumma and Meddle. [...] „I was listening to a more traditional Japanese feeling,“ says Kitaro, „and the other side is more British rock, progressive-rock, Pink Floyd, King Crimson.[36]

Die Metalbands Anathema, The Gathering und Tiamat sind ebenfalls von der Musik Pink Floyds beeinflusst.[37] Tiamat nahm 1994 das deutlich hörbar von Pink Floyd inspirierte Konzeptalbum „Wildhoney“ auf. Auch Bands wie Fields of the Nephilim und einige Industrial-Bands haben ihre Wurzeln teilweise in der Musik von Pink Floyd. Die Industrialband Psychic TV hat beispielsweise den Pink Floyd Titel Set Controls for the Heart of the Sun gecovert.

Künstler verschiedener Stilrichtungen coverten eine Vielzahl von Stücken. Unter anderem spielten bekannte Bands wie Pearl Jam (Interstellar Overdrive), die Foo Fighters gemeinsam mit Brian May (Have a Cigar), Scissor Sisters (Comfortably Numb), Nightwish (High Hopes), Korn (Another Brick in the Wall), Shadows Fall (Welcome To The Machine) und auch die Bloodhound Gang sowie die Ska-Band The Busters eigene Versionen der Stücke live oder im Studio ein.[38]

Darüber hinaus gibt es weltweit mehrere Tribute-Bands, die Pink-Floyd-Stücke originalgetreu aufführen (z. B. die Australian Pink Floyd Show).

Diskografie

In der Beurteilung der verschiedenen Schaffensphasen der Band gehen die Meinungen stark auseinander. Nachfolgend wird eine grobe Periodisierung versucht.

Psychedelische Phase

Pink Floyd war eine der populärsten Bands des Psychedelic Rock. Die treibende künstlerische Kraft war Syd Barrett. Das drückte sich vor allem in seinem Songwriting aus.

Die Musik der Band ist in dieser Zeit von psychedelischen Einflüssen der Byrds (siehe den Song Eight Miles High) und der Beatles (Revolver und Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band) geprägt. Viele Titel des ersten Albums, wie The Gnome, Flaming, oder Arnold Layne, stehen noch fest in der Tradition der Beatmusik der 1960er-Jahre. Bisweilen zeigt sich in Titeln wie Scarecrow oder Bike ein bizarrer musikalischer Humor.[39] Im Titel Corporal CleggHörbeispiel?/i) ist zum Beispiel ein mit seiner näselnden Melodie und den Beckenschlägen an Geburtstags- bzw. Zirkusmusik erinnernder Teil eingebaut.

Orgelsolo aus Matilda MotherHörbeispiel?/i)

Modaler Jazz[40] und Weltmusik-Experimente wie von Yusef Lateef oder John Coltrane beeinflussen die Band jedoch zusehends. So basiert beispielsweise das Orgelsolo aus Matilda Mother auf einer phrygisch-dominanten Tonleiter. Titel wie Careful with that Axe Eugene, oder das ebenfalls modale Set the Control for the Hearts of the SunHörbeispiel?/i) mit seinem ostinaten Bass, dezenten Paukenschlägen, und eingestreuten „Keyboardtupfern“, entfalten eine hypnotische, an arabische und indische Musik erinnernde Wirkung. Harmonisch ist die Musik gewagter als spätere Werke der Band. So überrascht Astronomy DomineHörbeispiel?/i) mit der ungewöhnlichen Akkordfolge E – Es – G – A – E6 – F – E6 – G. Auf dem Album Ummagumma erreichen die experimentellen Ambitionen der Band einen Höhepunkt. Titel wie das atonale Sysyphus, das über weite Strecken aus Geräuschen und vielfältiger koloriender Perkussion bestehende A Saucerful of Secrets, sowie das im Stil der Musique concrète konstruierte Several Species of Small Furry Animals Gathered Together in a Cave and Grooving with a Pict verweisen auf die klassische Musik des 20. Jahrhunderts.[41] Auf More zeigt sich die Band in Titeln wie Green Is the Colour, Cymbaline, und dem im Rahmen des Rockkontextes harmonisch gewagten Cirrus MinorHörbeispiel?/i) verstärkt von akustischer Folkmusik beeinflusst.[42]

Die beiden ersten Single-Veröffentlichungen von Pink Floyd (Arnold Layne und See Emily Play) brachten die psychedelische Neigung der Band nur ansatzweise zum Ausdruck.

Programmatische Phase

Pink Floyd entwickelten den für sie typischen ätherischen Klang, der trotz seines „atmosphärischen Reizes“ die Vorbilder der Rock- und Bluesgeschichte nie verleugnet. Meilensteine dieser Phase sind das 23 Minuten lange Stück Echoes vom Album Meddle sowie das ebenfalls 23-minütige Stück Atom Heart Mother aus dem gleichnamigen Album. Die Einzelinstrumente ordnen sich dem Gesamtklang unter, und erlauben sich „nur selten ein eigenes Profil, und opfern die individualistische Identität einem umgreifenden Klangkosmos.[43]

Die teilweise über 20 Minuten langen Titel dieser Phase sind mittels übergreifender musikalischer Gestaltungsmerkmale und Bögen konstruiert.[44] So entfaltet sich zum Beispiel Echoes aus der einfachsten denkbaren musikalischen Keimzelle, einem Einzelton. Über ein im Klang eines Echolotes mehrmals (vom Flügel über ein Leslie-Cabinet geleitetes), wiederholtes dreigestrichenes H entfalten sich sukzessive die ersten beiden Dreiklänge (cis-Moll und gis-Moll) des Songs ( Hörbeispiel?/i). Parallel dazu ist die Instrumentation gestaltet. Nacheinander treten Bass, Schlagzeug, und weitere Keyboardklänge, sowie der Gesang hinzu. Der Titel weist eine großformale Dreiteilung auf, in der zwei harmonisch eher konventionell gestaltete Teile einen klangmalerischen, hauptsächlich aus Geräuschen gebildeten Mittelteil umschließen.[45] Die dynamische Entwicklung, die sich erst gegen Ende mit einem „kräftigeren Schlagzeug“ zu Wort meldet, unterstützt diesen Prozess zusätzlich.

Die angesprochenen vielfältigen Gestaltungsmittel dieser Phase werden mit einer gegenüber der psychedelischen Phase einfacheren Harmonik ausgeglichen. So beruht der vokale Teil von Echoes auf einer „herkömmlichen“ aus reinen Dreiklängen bestehenden Akkordfolge: Cis-Moll – Gis-Moll – Fis-Moll – Gis-Dur – Cis-Dur – Gis-Dur – Fis-Moll – Gis-Dur, einer Rückung nach A-Dur, und wieder Cis-MollHörbeispiel einer „Piano-Reduktion“ von Echoes?/i).

„Aufs Ganze gesehen klingt die Pink Floyd-Musik kaum anders, als wenn man eine Violinsonate aus dem 19. Jahrhundert auf der Hammondorgel spielt.“[46]
Viola und Harmonien in Atom Heart Mother (Father’s Shout) ( Hörbeispiel?/i)

Es erfolgt eine bewusste Anlehnung an klassische Formen und Ästhetik, wie auf Atom Heart Mother. Hier wird zum Beispiel die über einfachen Dreiklängen aufgebaute Kantilene der Bratsche in Father’s Shout des gleichnamigen Titelsongs mit einfachen, gebrochenen Dreiklängen begleitet. Dennoch sind auch in dieser Phase harmonisch gewagtere Teile in die Titel eingebaut. So wird die aufwärts gerichtete, diatonisch klare Bläserlinie des Anfangs von Atom Heart MotherHörbeispiel?/i) später mit einer chromatischen, in Quarten und Quinten begleiteten, atonal wirkenden Linie beantwortet.

Atonale Bläserfigur aus Atom Heart Mother) ( Hörbeispiel?/i)

Der besondere Reiz des gesamten Stückes entsteht dabei durch das Zusammenspiel eines klassisch instrumentierten Orchesters und den Instrumenten einer Rockband sowie des experimentellen Vokaleinsatzes eines Chores.

Klassische Phase

Es entstanden drei erste Konzeptalben, die nicht aus einzelnen Titeln bestanden, sondern diese in einem übergreifenden Kontext miteinander zusammenführten. David Gilmour emanzipierte sich gegenüber Roger Waters durch sein Melodiespiel und seine prägnanten Motive (Shine on You Crazy Diamond). Meilensteine sind dabei die Alben Dark Side of the Moon und Wish You Were Here. Die Musik vereint die bewährten, „flächigen Elemente“ der programmatischen Phase, wie in Breathe (Reprise) oder Shine on You Crazy Diamond (Part 1) mit härteren, durch die E-Gitarre geprägten, deutlicher am Rock orientierteren Songs, wie in Time, MoneyHörbeispiel?/i) oder Pigs (three different ones). Der Einsatz von Clare Torrys ekstatischem Gesang auf The Great Gig in the Sky, sowie leichte Jazzeinflüsse durch Dick Parrys Saxophon auf Money, Us and Them, und Shine on You Crazy Diamond (Part 5)Hörbeispiel?/i) verleihen der Musik eine stärkere „emotionale Direktheit“.

Wechsel von Fis zu F in Pink Floyds Titel Brain DamageHörbeispiel?/i)

Trotzdem werden die unterschiedlichen Einzeltitel durch übergreifende musikalische Strukturen zusammengehalten. So wird The Dark Side of the Moon trotz seiner musikalischen Vielfalt durch übergreifende strukturelle Bande vereint. Der hervorstechende Halbtonschritt vom Fis zum F ist ein durchgehendes Charakteristikum vieler Songs. Das Intervall des Tetrachords in auf- und absteigender Form ist ebenso eine die einzelnen Songs verbindende Klammer. Er erscheint in Breathe, Us and Them, und im Passacaglia-Bass von Eclipse. [47]

Passacaglia-Bass aus Pink Floyds Titel EclipseHörbeispiel?/i)

Das „aggressiv wirkende“ Album Animals gilt trotz der „ausufernden Länge“ seiner Songs mit seinem rauhen, anstatt von Keyboards mehr von E-Gitarren geprägtem Sound ( Hörbeispiel aus Pigs (Three Different Ones)?/i), eher als Übergangswerk zur folgenden Phase.

„Intellektuelle“ Phase

Diese Phase wurde von Roger Waters dominiert, wobei Gilmour aber zunächst noch wichtige Beiträge leistete. Die Texte und das intellektuelle Konzept erhielten eine deutliche Aufwertung, allerdings bemängelten Kritiker dieser Phase, dass das letztlich auf Kosten der Ästhetik geschehen sei. Dennoch wird das Doppelalbum The Wall mit seinen vergleichsweise prägnanten Songs von vielen neben Dark Side of the Moon und Wish You Were Here zu den drei „klassischen“ und wichtigsten Alben der Band gezählt. Zwecks adäquater Darstellung der Textaussagen bedient sich die Band auf diesem 1979 entstandenen Werk unterschiedlichster musikalischer Mittel und Stile. Gewohnt orchestral wirkenden Titeln wie Comfortably Numb stehen rock- und hardrockorientierte Songs wie Young Lust, Run Like Hell oder The Happiest Days of our Lives gegenüber. Das als Single veröffentlichte Another Brick in the Wall (Part II), der erfolgreichste Song der Bandgeschichte, greift Einflüsse aus der damaligen Tanzmusik auf. Dazu treten mit akustischen Instrumenten sparsam besetzte Balladen wie z. B. Nobody Home. Dieses von Randy Newman inspirierte Lied, zu dem erst im weiteren Verlauf Streicher hinzutreten, beginnt passend zu der textlichen Aussage von Einsamkeit und Isolation allein mit Klavier und Waters’ Gesang ( Hörbeispiel des Klavierintros?/i).

Bläser und Snaredrum in Bring the Boys back HomeHörbeispiel?/i)

Musikalische Parodie ist ein weiteres Gestaltungsmittel. So wird die Anklage gegenüber der „klammernden Mutter“ in Mother musikalisch mit einfachen im Wandergitarrenstil gehaltenen Akkorden konterkariert. Auf Bring the Boys back Home wird die pazifistische Textaussage durch aus der Militärmusik entlehnten Snare-Drum-Rhythmen, Bläser und „Massenchöre“ ad absurdum geführt. Im an die komische Oper von Gilbert und Sullivan erinnernden Finale The Trial singt Waters zu Orchesterbegleitung.[48]

Eine Unterordnung der Musik unter die Botschaft macht sich erst bei The Final Cut deutlich bemerkbar, das inmitten des Kalten Krieges mit einer deutlichen Antikriegsbotschaft veröffentlicht wurde und deutliche Bezüge zum Falklandkrieg enthält. Was auf The Wall noch gelang, missglückte nun nach Ansicht der meisten Kritiker. Das zeigt sich hier in der rezitativischen Deklamation von Texten über einem reduzierten Fundament von langsam wechselnden Harmonien, Basstönen und Geräuschen, wie in Paranoid Eyes oder The Post War DreamHörbeispiel?/i) wobei die Musik fast nur noch einen „Hintergrund (Background)“ für die textliche Botschaft bildet.[49] Das Album ist dabei ruhiger ausgerichtet und weniger an Rockmusik orientiert als seine Vorgänger.

Mit dem Ausstieg von Roger Waters aufgrund von künstlerischen Differenzen mit David Gilmour und Nick Mason endete diese Phase. Von manchen Kritikern wird das Album The Final Cut auch als das erste Soloalbum von Waters angesehen, bei dem die anderen Mitglieder nur noch als „Gastmusiker“ auftraten, was sich auch auf der Rückseite des Covers niederschlägt: The Final Cut – a Requiem for the post war dream by Roger Waters. Performed by Pink Floyd.

Nach-Waters-Phase

Ohne Roger Waters wurde die Band hauptsächlich von Gilmour geprägt und veröffentlichte mit großem kommerziellen Erfolg zwei weitere Alben, A Momentary Lapse of Reason und The Division Bell, sowie zwei Live-Alben aus den begleitenden Tourneen. Diese stellen in Abwendung von The Wall und The Final Cut eine allerdings heutzutage kaum noch als innovativ[50] zu bezeichnende Synthese zwischen der „programmatischen“ und „klassischen“ Phase ihrer früheren Musik dar.[51]

Konzertalben

Kompilationen, Videos und DVDs

  • 1972 – Live at Pompeii, Full Length Version (80 min.)
  • 1976 – Masters of Rock, Compilation, Vinyl, nur Italien
  • 1981 – A Collection of Great Dance Songs, Compilation, Money re-recorded
  • 1983 – Works, Compilation, nur USA
  • 1982 – The Wall, Video-CD, beinhaltet auf 2 CDs den Kinofilm
  • 1987 – Prism, Live Doppel-CD
  • 1988 – Delicate Sound of Thunder, live VHS-Video und Video-CD
  • 1992 – La Carrera Panamericana, VHS-Video
  • 1992 – Shine On, Compilation, CD-Box mit 9 CDs
  • 1992 – The Early Singles, Zusammenstellung der frühen Singles und als Zusatz in der Shine On-Box
  • 1993 – Dark Side of the Moon – 20th Anniversary Edition, digitally remastered 1992
  • 1995 – P.U.L.S.E, live VHS-Video
  • 1999 – The Wall, Deluxe DVD-Edition mit Interviews, Kommentaren, Making Of und anderem Bonusmaterial
  • 2000 – Is There Anybody Out There?, The Wall Live 1980–1981
  • 2001 – Echoes, Doppel-CD / 4-fach-LP Best-of-Compilation
  • 2003 – Live at Pompeii, Langfassung, neu geschnitten und zusätzliche Interviews, DVD
  • 2003 – Dark Side of the Moon - 30th Anniversary, Super Audio CD (SACD) in Hybrid-Version
  • 2003 – Pink Floyd – The Making of Dark Side of the Moon, Dokumentation mit aktuellen Interviews, DVD
  • 2003 – The Pink Floyd and Syd Barrett Story, DVD
  • 2005 – Pink Floyd – London 66 / 67, DVD und CD, Zeitdokument
  • 2006 – P.U.L.S.E, Video-CD und DVD
  • 2007 – The Piper at the Gates of Dawn - 40th Anniversary limited edition, 3CD-Boxset, Stereo- und Monoabmischung, Zusammenstellung der frühen Singles, Alternativversionen
  • 2007 – Oh By The Way Box Set von 14 Alben lim. auf 10.000 Stück

Frühe Singles

  • 1967 – Arnold Layne / Candy and a Currant Bun
  • 1967 – See Emily Play / Scarecrow
  • 1967 – Apples and Oranges / Paintbox
  • 1968 – It Would Be So Nice / Julia Dream
  • 1968 – Point Me at the Sky / Careful With That Axe, Eugene

Diese 10 Stücke sind 1992 als Remastered-CD “The Early Singles” bei EMI Records Ltd. erschienen.

Alle Bandmitglieder haben auch Soloalben veröffentlicht, denen unterschiedlicher Erfolg beschieden war.

Triviales

  • Das Stück Echoes von der CD Meddle ist auf Bowmans psychedelische Reise in Stanley-Kubrick-Films 2001: Odyssee im Weltraum abgestimmt.
  • Einige Floyd-Alben sind nach Art einer Endlosschleife konstruiert: Sie beginnen so, wie sie aufhören. Dark Side of the Moon beginnt und endet mit einem Herzklopfen. In Wish You Were Here steht ein lange gehaltener Keyboardakkord an Anfang und Ende. Animals wird von zwei Versionen des Stücks Pigs on the Wing umrahmt. In der seinerzeit auf Tonband veröffentlichten Version wurden beide Teile durch ein vom Tourgitarristen Snowy White gespieltes Gitarrensolo verknüpft. Bei The Wall können Ende und Anfang des Werkes nahtlos aneinandergesetzt werden: Die am Ende des Albums von Waters gesprochenen Worte „Isn’t this where …“ („Ist es nicht das, wo …“) fügen sich dann an die am Beginn stehenden Worte „… we came in?“ („… wir hereingekommen sind?“). Eine andere Art der Endlosschleife enthielt das Vinyl-Album Atom Heart Mother. Der letzte Song der zweiten Seite, Alan’s Psychedelic Breakfast, endet mit dem Geräusch eines tropfenden Wasserhahns. Die Auslaufrille der Albumseite war so beschaffen, dass der Tonarm des Plattenspielers immer wieder auf die letzte Tonrille zurückgeführt wurde, so dass sich das Geräusch des tropfenden Wasserhahns (prinzipiell) endlos lang wiederholte.
  • Mit der Covergestaltung hatte die Band bereits ab dem zweiten Album den britischen Designer Storm Thorgerson und seine Firma Hipgnosis beauftragt, die nur bei den Alben The Wall und The Final Cut nicht zum Zug gekommen sind. Auf deren geistige Schöpfung geht auch der Protagonist des Albumcovers zu Animals von 1977 zurück, der daraufhin, neben der runden Riesenleinwand auf der Bühne, zu einem Markenzeichen für Pink-Floyd-Liveauftritte werden sollte: Ein schwebendes, zwölf Meter großes, aufblasbares Schwein. Das Schwein kam in die Presse, nachdem es sich bei den Aufnahmen für das Cover von der Battersea Power Station losriss und vom Wind über den Flughafen London-Heathrow getrieben wurde, was für einige Aufregung bei den zuständigen Fluglotsen sorgte. Dreißig Kilometer südöstlich von London stürzte das Schwein dann vom Himmel.
  • Der deutsche Automobilhersteller Volkswagen brachte 1994 für den Golf III die Sonderedition Pink Floyd auf den Markt.
  • Pink Floyd spielten 1968 in der Royal Albert Hall und feuerten während des Liedes A Saucerful of Secrets zwei Kanonen ab. Daraufhin bekamen sie lebenslänglich Hausverbot. Jedoch durfte David Gilmour im Jahr 2006 auf seiner On An Island-Tournee wieder in der Royal Albert Hall spielen.[52]

Literatur

  • Alain Dister: Pink Floyd. Boehler, Stuttgart 1980, ISBN 3-9800448-0-7 (Orig. Le livre du Pink Floyd)
  • François Ducray: Pink Floyd. EJL, Paris 2000, ISBN 2-290-30646-0
  • Vernon Fitch: The Pink Floyd Encyclopedia. Collector’s Guide Publ., New York 2005, ISBN 1-8949-5924-8(mit CD)
  • Uwe Göller: Eclipsed. Das Pink-Floyd-Fan-Buch. Sysyphus, Aschaffenburg 2001, ISBN 3-00-009230-7
  • Cliff Jones: Echoes – Die Geschichte hinter jedem Pink Floyd Song 1967–1995. Edition Olms, Zürich 1996, ISBN 3-283-00339-4 (engl. Orig. Echoes)
  • Andreas Kraska: Pink Floyd. The Records. Michael Schwinn, Neustadt 1988, ISBN 3-925077-10-3
  • Andy Mabbett: The complete guide to the music of Pink Floyd. Omnibus, London 1995, ISBN 0-7119-4301-X
  • Nick Mason: Inside out: Mein persönliches Porträt von Pink Floyd. Rockbuch, Schlüchtern 2005, ISBN 3-927-638-09-9 (engl. Orig. Inside out)
  • Barry Miles: Pink Floyd: A visual documentary. Omnibus, London 2001, ISBN 0-7119-4109-2
  • Jason Rich: Pink Floyd. (Interview-CD und Booklet)
  • Paul Sahner: Pink Floyd: elektronischer Rock in Vollendung. Heyne, München 1980, ISBN 3-453-80044-3
  • Rick Sanders: The Pink Floyd. Futura, London 1976, ISBN 0-8600-7264-9
  • Nicholas Schaffner: Saucerful of Secrets – The Pink Floyd Odyssey
    • Pink Floyd. Vom Underground zur Supergroup. Heyne, München 1994; überarbeitete und aktualisierte Neuauflage unter dem Titel Pink Floyd. Vom Underground zur Rock-Ikone. Hannibal, Höfen 2004, ISBN 3-85445-248-9
  • Jürgen Seibold: Pink Floyd. Zsolnay, Wien 1993, ISBN 3-552-05088-4
  • Storm Thorgerson: Welcome to the picture: Pink Floyd Cover im Wandel der Zeit. PPVMedien, Bergkirchen 2004, ISBN 3-932275-90-X
  • Storm Thorgerson: Pink Floyd: Shine on. (Buch zur CD-Box) Stace, 1992

 Commons: Pink Floyd – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. Dolphin Music: [1].
  2. Memorabilia, PF sales
  3. Nicholas Schaffner: Pink Floyd. Vom Underground zur Supergroup. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-07526-9, Seite 49-51
  4. a b Nicholas Schaffner: Pink Floyd. Vom Underground zur Supergroup. Heyne, München 1992, S. 34f
  5. The complete guide to the music of Pink Floyd, ISBN = 071194301x
  6. Nicholas Schaffner: Pink Floyd. Vom Underground zur Supergroup. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-07526-9, S. 53-59
  7. June Bolan: „Er schrieb wundervolle Songs; die Texte waren einfach phantastisch. [...] Er war damals der eigentliche kreative Kopf der Gruppe. Wenn er zuhause an einem Song arbeitete, überlegte er sich, was der Drummer spielen, wie der Baß klingen sollte. Er spielte sowohl Rhythmus- als auch Leadgitarre. Bei den Proben ging er zu Nick und sagte: „Das musst du so und so spielen“, und so wurde es dann auch gemacht.“ (Nicholas Schaffner: Pink Floyd. Vom Underground zur Supergroup. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-07526-9, S. 68)
  8. Andrew King: „Barrett war bei der Arbeit am Album hundertprozentig kreativ und sehr hart zu sich selbst. Sein Perfektionismus erstreckte sich sogar auf den normalerweise stumpfsinnigen Mischprozess, wo er die Regler am Pult offenbar nach Gutdünken rauf und runter schob.“ (Nicholas Schaffner: The British Invasion. McGraw-Hill, New York 1982, ISBN 0070550891, S. 143)
  9. Nicholas Schaffner: Pink Floyd. Vom Underground zur Supergroup. 2. Auflage. Hannibal, Höfen 2005, ISBN 3-85445-248-9, S. 209-210
  10. vgl. die Aussagen Rick Wrights in der Dokumentation The Pink Floyd and Syd Barrett Story
  11. Nicholas Schaffner: Pink Floyd. Vom Underground zur Supergroup. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-07526-9, S. 321-323
  12. Der Tagesspiegel: Auch ohne Poller fühlten sich die Amerikaner gut bewacht. 4. Juli 2008
  13. Rock and Roll Hall of Fame Pink Floyd in der Rock and Roll Hall of Fame
  14. Die Welt: David Gilmour: „Ich bin ein gitarrespielender Familienmensch“. 16. September 2007
  15. Startseite von davidgilmour.com (abgerufen am 18. September 2008) und Blogeintrag (15. September 2008)
  16. Startseite von roger-waters.com (abgerufen am 3. Oktober 2008) und Archiveintrag auf der Fanseite “Pulse & Spirit” (abgerufen am 3. Oktober 2008)
  17. David Gilmour: “One of these Days” evolved from some of my experiments with the Binson, as did „Echoes“ [also from Meddle]. One day, Roger decided to take some of the techniques that I was developing and try them out himself on bass. And he came up with that basic riff that we all worked on and turned into „One of these Days“. (Guitar World via pinkfloydonline.com: Careful with that Axe. Interview vom Februar 1993)
  18. Sound On Stage: Welcome to the Machine – the story of Pink Floyd’s live sound. Part 1–4, März–Juni 1997 (Internet Archive)
  19. Andy Aledort: Guitar in the 80’s – David Gilmour of Pink Floyd.
  20. David Gilmour Guitar Methods
  21. A look behind David Gilmour’s mighty wall of sound. – An interview with guilmours Guitar technican Phil Taylor
  22. Paul Sahner, Thomas Veszelits: Pink Floyd – Elektronischer Rock in Vollendung. Heyne, München 1980, ISBN 3-453-80044-3, Seite 94
  23. Nichtsdestotrotz erkannte zumindest ein wichtiger Beteiligter – Joe Boyd – Waters’ treibenden Baßsstil mit seinen typischen Oktavenwechseln als Hauptbestandteil des Pink-Floyd-Sounds.“ aus Nicholas Schaffner: Pink Floyd – Vom Underground zur Supergroup. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-07526-9, Seite 72
  24. Cliff Jones: Echoes – Die Geschichte hinter jedem Pink Floyd Song 1967–1995. Edition Olms, Zürich 1996, ISBN 3-283-00339-4, Seite 141
  25. Die Süddeutsche Zeitung titelte sogar, Amon Düül ist eine Pop-Band die den Vergleich mit Pink Floyd [...] nicht zu scheuen braucht, sondern die, so die Süddeutsche, sogar besser, einfallsreicher und progressiver als die Stars aus England und Amerika seien. auf germanrock.de
  26. „Ihre Musik, die zu dieser Zeit mit der von Pink Floyd und King Crimson verglichen wurde, ist auf dieser LP sehr stark von Orgelklängen geprägt. Der teils psychedelische und orchestral wirkende Sound wird durch die lyrischen englischen Texte, die Jürgen Wenzel schrieb, vervollständigt. Das die LP Einflüsse damaliger Rockgrößen aufweist ist verständlich, da einige der Bandmitglieder zu dieser Zeit Musik von Pink Floyd, Yes, Emerson, Lake and Palmer und anderen hörten.“ (www.germanrock.de)
  27. Joos, Graves: Rock-Lexikon. Rowohlt, Hamburg 1982, ISBN 3-499-16177X, Seite 206
  28. Tibor Kneif: Rockmusik und Bildungsmusik. In: Wolfgang Sandner (Hrsg.): Rockmusik – Aspekte zur Geschichte, Ästhetik, Produktion. Schott, Mainz 1977, ISBN 3-7957-2049-4, Seite 141
  29. Joos, Graves: Rock-Lexikon. Rowohlt, Hamburg 1982, ISBN 3-499-16177X, Seite 28
  30. Die Musik der Band [Tool] ist überaus fortschrittlich, packend, atmosphärisch und komplex [...] Gleiches haben Bands wie Genesis, Yes oder Pink Floyd in den 70er Jahren auch gemacht,[...] metal1.info
  31. www.babyblaue-seiten.de
  32. Anfang des Jahres haben die Newcomer von Pure Reason Revolution mit ihrem Debüt „The Dark Third“ für Furore gesorgt und Vergleiche mit Pink Floyd wurden angestrengt. [...] Die Presse bezeichnet euch gerne als „Pink Floyd des 21. Jahrhunderts“. Macht dich das stolz und wie schwer ist es, diesen Erwartungen gerecht zu werden? Ich glaube nicht, dass es viele Leute so sehen. Das Zitat sagte nicht, dass wir wie Pink Floyd sind, sondern eher, dass Pink Floyd, wenn sie heute starten würden, klingen würden, wie unser Sound.“ auf www.metal1.info
  33. …meist werden lange Gitarrensoli aus dem Gilmourschen Lehrbuch gespielt, zuweilen aber auch, wie in WHAT WILL HAPPEN PART III, Synthiemelodien, die wunderbare Erinnerungen an ‘Shine on you crazy Diamond’ im Besonderen und an die Kunst des seligen Richard Wright im Allgemeinen wecken…“ Rezension des Albums Questions of Life c/o Eclipsed 11/08
  34. Auch in der Rockmusik gibt es sie noch, die guten Sachen. Bands, die heute aktiv sind und sich auf Vorbilder berufen wie Pink Floyd, Genesis, Camel, „Emerson, Lake & Palmer“ oder Yes, jene Saurier also, denen jede Konzerthalle irgendwann zu klein wurde, weil ihre musikalische Gigantomanie nur noch in Sportarenen ihr adäquates Ambiente fand. [...] Schaut man aber heute etwas abseits ausgetretener Pfade, findet man sie: die Bands, die sich alles das zum Vorbild genommen haben. Sie hören auf Namen wie Pallas, Pendragon, Riverside, IQ oder Flower Kings und kommen teilweise aus rockmusikalischen Schwellenländern, z. B. aus Polen.“ auf www.wdr.de
  35. capitolmusic.at
  36. Down Beat, January 1988: Of Outer Space, Nature… And The Synthesizer
  37. Wir haben doch immer noch Pink Floyd-Einflüsse. Wenn Du aber die letzten Platten hörst, wirst Du merken, daß diese Einflüsse zurückgehen.“ auf www.interregnummusik.de
  38. Quelle: coverinfo.de
  39. Cliff Jones: Echoes – Die Geschichte hinter jedem Pink Floyd Song 1967–1995, Edition Olms, Zürich, 1996, ISBN 3-283-00339-4, Seite 42
  40. Auf dem ganzen Album (Anm.: Piper at the gates of Dawn) wird der Instrumentalsound der Band hauptsächlich durch die „östlichen“ Modalimprovisationen von Wrights hallgesättigter Farfisa-Orgel geprägt.“ aus Nicholas Schaffner: Pink Floyd – Vom Underground zur Supergroup. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-07526-9, Seite 109
  41. Aus der FAZ: „Aber nicht nur diese in die Rock-Gruppe eingeschalteten elektronischen Klangmixturen (Set the Controls for the Heart of the Sun und A Saucerful of Secrets) oder die Verbindung zur Musique concrète mit Vogelgezwitscher, Fußstapfen, Bienengesumm und Motorradgeknatter gelten als Indiz für die Avanciertheit dieser Musik. Auch die Stimmen werden nicht mehr ausschließlich als „Transportmittel“ konkreter Texte eingesetzt, sondern vielmehr in der Art von Cages und Berios Lautkompositionen verwandt.“. Zitiert nach: Paul Sahner, Thomas Veszelits: Pink Floyd – Elektronischer Rock in Vollendung. Heyne, München 1980, ISBN 3-453-80044-3, Seite 47
  42. Andreas Heinz Schneider in: „Krautrock“ – Entwicklung einer eigenen Rockszene in der Bundesrepublik Deutschland an der Wende von den Sechziger zu den Siebziger Jahren im Vergleich zu der angloamerikanischen Rockszene: „Wenn überhaupt Ende der Sechziger Jahre in der Popmusik vorhanden so ist Pink Floyds ,,Cirrus Minor” ein Beispiel für den zaghaften Versuch, funktionale Harmonik zu durchbrechen: Em, G+, G, C#m7, C 7,Cm 7, H7,Em. (C#m 7 und Cm 7 sind nicht in die Tonart E-moll eingliederbar.)
  43. Paul Sahner und Thomas Veszelits: Pink Floyd – Elektronischer Rock in Vollendung. Wilhelm Heyne Verlag, München, 1980, ISBN 3-453-80044-3, Seite 50
  44. Daß die Pink Floyd im Widerspruch zur Avanciertheit ihrer elektronischen Mittel an simplern, konventionellen Mustern wie dem der symmetrischen Periodizität festhalten, [...]“ in: Hans-Jürgen Feurich: Warengeschichte und Rockmusik. In: Wolfgang Sandner (Hrsg.): Rockmusik – Aspekte zur Geschichte, Ästhetik, Produktion. Schott, Mainz 1977, ISBN 3-7957-2049-4, Seite 77
  45. Cliff Jones: Echoes – Die Geschichte hinter jedem Pink Floyd Song 1967–1995, Edition Olms, Zürich, 1996, ISBN 3-283-00339-4, Seite 108
  46. von Barry Graves, Siegfred Schmidt-Joos: Rocklexikon. Band 2. Seite 616
  47. Shaugn O’Donnell in: On the path – Tracing tonal coherence in Dark Side of the Moon. Hrsg.: Russell Reising (Hrsg.). Speak to Me: The Legacy of Pink Floyd’s The Dark Side of the Moon. Ashgate, Burlington, VT, 2004, ISBN 0754640183: „The Dark Side of the Moon is more than a collection of independent rock songs linked by related literary themes and cobbled together with slick production. [...] In the foreground, the F#-F motif binds all eight songs together. This is more than a shared characteristic, as the motivic role of F#-F evolves from accompaniment (’Breathe’) to lead vocal melody (’Brain Damage’). over the course of the album. The ubiquitous dorian progression of ‘Breathe’ also unifies the work, occuring in five of the eight songs, as well as in one of the instrumental tracks. This is also more process than trait, as the progression moves through a series of transpositions and reinterpretations from E dorian in ‘Breathe’ and ‘Breath (Reprise)’, through F major and G dorian in ‘The Great Gig in the Sky”‘ through D dorian in ‘Any Colour You Like’ and finally reaching D major in ‘Brain Damage’. Similarly, middleground associations play an important role in the musical continutity. Most significant among these relations are the phrases of the descending ‘Breathe’ tetrachord as it projects D major throughout the album. It travels its own path of expansion in ‘Breathe (Reprise)’, inversion in ‘Us and Them’, and finally complementation and completion as it keeps ‘the loonies on the path’ in ‘Brain Damage’. At that point it migrates to become, in minor form, the bass line for the ‘Eclipse’ passacaglia. The simplicity of each song’s individual melodic line coalesces into a single cohesive musical gesture.
  48. Nicholas Schaffner: Pink Floyd – Vom Underground zur Supergroup. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-07526-9, Seite 314
  49. Doch da Gilmours Beitrag nun nicht mehr erwünscht war, bot The Final Cut eine schlechtere musikalische Qualität als alles, was Pink Floyd vorher aufgenommen hatten; nur dass die Monotonie nun nicht mehr aus sphärischer Berieselungsmusik, sondern aus dröhnenden Antikriegsseiten bestand.“ Aus: Nicholas Schaffner: Pink Floyd – Vom Underground zur Supergroup. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-07526-9, Seite 352
  50. “Hifi Vision schrieb zu A Momentary Lapse of Reason: „In der Vielfalt der Sounds und Stimmungen knüpfte das Album an die äußerst fruchtbare Periode von 1975 bis 1978 an, und abgesehen von ein oder zwei Längen gibt es hier keine peinlichen Ausrutscher. Wohl wahr, daß Gilmour und Mason sich einfach weitgehend auf den bewährten Sound von früher verlassen – doch mit so vielen starken Song-Ideen haben sie es auch nicht nötig, sich dem Zeitgeschmack anzubiedern“. [...] Unverändert voluminös präsentierten sich Pink Floyd Anfang 1994 auf der LP The Division Bell, deren Erscheinen von gewaltigen Werbekampagnen begleitet wurde. Der Sound und seine zahllosen elektronischen Spielereien eigneten sich am besten für Hifi-Fanatiker. Pink Floyd waren endgültig zu Rock-Dinosauriern mutiert; die „Zukunft des Rock“ (Musikexpress) war in die Jahre gekommen. Auf www.rockmusik-online.de
  51. “Musically, Gilmour, Nick Mason, and Wright have largely turned the clock back to the pre-Dark Side of the Moon Floyd, with slow tempos, sustained keyboard chords, and guitar solos with a lot of echo.” Auf www.allmusic.com
  52. Auf monstersandcritics.com
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