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KINOLEXIKON  

 Nigerianischer Film

Der Nigerianische Film entsteht meist in Lagos und Umgebung, da hier auch die nigerianische Filmindustrie ansässig ist. Seit den 1970er Jahren werden in Nigeria Filme gedreht, doch erst seit den 1990er Jahren in größerem Umfang. In Anlehnung an Hollywood wird der nigerianische Film auch unter dem Namen Nollywood vermarktet. Als einer der ersten Vorreiter des Nollywood-Booms gilt Living in Bondage aus dem Jahre 1992. Schätzungen zufolge werden etwa 400 bis 2000 Filme pro Jahr in Nigeria produziert. Damit ist Nigeria inzwischen die drittgrößte Filmnation der Welt nach den USA und Indien. Aufgrund staatlicher Restriktionen sind es inzwischen (Juli 2008) noch ca. 15 Filme monatlich mit fallender Tendenz. Seit 2004 kommen die nigerianischen Filmemacher zur Berlinale. [1]

Inhaltsverzeichnis

Vermarktung und Aufführung

Nollywood-Filme werden heutzutage vorwiegend mit einfachen DV-Camcordern in nur wenigen Tagen gedreht und kommen mit etwa einen durchschnittlichen Budget um die 10.000 US-Dollar, inklusive Gehälter und Gagen, aus. Da eine Kinoauswertung und die Kinolandschaft in Nigeria wirtschaftlich unbedeutend ist, werden fast alle Filme als direkte Auswertung auf VCD und VHS angeboten (in bisher sehr kleinem Umfang auch als DVD). Produziert wird vorwiegend für den heimischen Markt und für weite Teile Westafrikas und darüber hinaus (z. B. Südafrika). Ein durchschnittlicher Nollywood-Film verkauft ungefähr 50.000 Kopien. Der überwiegende Teil der nigerianischen Filme werden in englischer Sprache gedreht, aber es wird auch in Yoruba, Igbo oder Hausa gedreht. Außerhalb Afrikas erlebte das nigerianische Kino bisher nur wenig Resonanz, hauptsächlich unter der afrikanischen Diaspora. Im kleinen Umfang gelangen die Filme auf einige Filmfestivals. Inzwischen hat sich der nigerianische Film prägend für das afrikanische Kino fest etabliert und das Konzept der billigen Videoproduktionen greift inzwischen auf andere afrikanische Länder über, wie beispielsweise Ghana. Die Filme erreichen durch Video-Clubs, direkten Verkauf (aber auch im erheblichen Rahmen durch “Raubkopien“) und das afrikanische Fernsehen meist ein Millionenpublikum im eigenen Land und darüber hinaus. Der spätere Erfolg bzw. der Bekanntheitsgrad eines Films hängt vor allem von der Besetzung und den damit verbundenen Starkult ab. Es werden möglichst viele bekannte nigerianische Filmstars auf den Video-Covers platziert um so einen eindeutigen Reiz zu geben. Häufig findet man im nigerianischen Film Fortsetzungen, die gleichzeitig mit dem eigentlichen Film produziert werden, das senkt nicht nur die Filmkosten und Personalkosten, das Publikum kann außerdem direkt im Abspann des Filmes auf die Fortsetzung aufmerksam gemacht werden.

Filmstil und Filminhalt

Von der Kritik wird häufig die mangelnde Qualität des typischen Nollywood-Films festgestellt, wobei dem Filmstil, dem Anspruch und der Qualität keine größere Bedeutung zugeschrieben wird – oft werden die Filme auch als Trashfilme bezeichnet.

Produziert werden häufig vor allem Genre-Mischungen aus Dramatik, Tragik, Romantik und etwas Action, wichtige Themen sind Religion, Aberglaube, Verrat, Liebe, Betrug, Intrigen, Prostitution, Mord, Kannibalismus, Korruption und post-koloniale Konflikte. An westlichen oder US-amerikanischen Standards lassen sie sich nicht messen, da sie sich ganz eigener Erzähltechniken bedienen, und so erschließen sie sich nicht ohne weiteres für den Fremden. In Mitteleuropa sind Nollywood-Filme allenfalls durchs Hörensagen bekannt und eine Beurteilung über deren ideologischen Inhalt oder künstlerischen Wert nur selten zu treffen.

Filmstars in Nigeria

  • Filmschauspieler:
    • Fred Amata
    • Segun Arinse
    • Richard Mofe Damijo (kurz RMD)
    • Sam Loco Efe
    • Desmond Elliot
    • Emeka Ike
    • Jim Iyke
    • Olu Jacobs
    • Ramsey Noah (Ramsey Nouah)
    • Nkem Owoh
    • Ken Saro-Wiwa
    • Sahid Balogun
    • Taiwo Hassan
  • Filmschauspielerinnen:
    • Idowu Phillips
    • Bimbo Akintola
    • Eucharia Anunobi-Ekwu
    • Regina Askia
    • Liz Benson
    • Stella Damasus-Aboderin
    • Rita Dominic
    • Dakore Egbuson
    • Kate Henshaw Nuttal
    • Omotola Jalade Ekeinde
    • Genevieve Nnaji
    • Stephanie Okereke
    • Uche Osotule
    • Cossy Ojiakor
    • Joke Silva
    • Fathia Balogun

Einzelnachweise/Belege

  1. s. Interview mit Don Pedro Agbonifo-Obaseki

Zeit Online 25.08.2009 Bildreihe von Pieter Hugo: Voodoo aus Nollywood
  • TAZ 26.06.2008 Zeitungsartikel über Ansätze zur internationalen Vermarktung von Nollywood
  • TAZ Zeitungsartikel über den Nigerianischen Film
  • Deutsche Welle – Traumfabrik Nollywood
  • Artikel über den Afrikanischen Film und Nollywood
  • Mission Nollywood (Dokumentarfilm bei arte)
  • Englischer Artikel über Nollywood
  • Zeitungsartikel Washington Post über Nollywood (Englisch)
  • BBC-Artikel (Englisch) Artikel über neue Formen von Medienverbreitung unter Berücksichtigung von Nollywood auf telepolis
  • Telepolis-Artikel: Information Freedom Rules von Volker Grassmuck vom 7. August 2006
  • This is Nollywood
  • Der Gladiator von Nollywood Interview: Sabine Vogel, Magazin der Berliner Zeitung vom 19./20. Juli 2008
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