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KINOLEXIKON  

 Jurassic Park

Dieser Artikel behandelt die Verfilmung des Romans; zum Roman selbst siehe DinoPark.
Filmdaten
Deutscher Titel:Jurassic Park
Originaltitel:Jurassic Park
Produktionsland:USA
Erscheinungsjahr:1993
Länge:123 Minuten
Originalsprache:Englisch
Altersfreigabe:FSK 12
Stab
Regie:Steven Spielberg
Drehbuch:Michael Crichton,
David Koepp
Produktion:Kathleen Kennedy,
Gerald R. Molen
Musik:John Williams
Kamera:Dean Cundey
Schnitt:Michael Kahn
Besetzung

Jurassic Park [dʒʊˈɹæsɪk ˈpɑːɹk] ist ein US-amerikanischer Actionfilm mit Thrillerelementen von Steven Spielberg, in dem sich eine Forschergruppe auf einer Insel gegenüber gentechnisch wiedererschaffenen Dinosauriern behaupten muss. Jurassic Park ist der erste Teil einer dreiteiligen Filmreihe: Vergessene Welt: Jurassic Park erschien 1997, Jurassic Park III im Jahr 2001.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Milliardär John Hammond hat auf der pazifischen Insel Isla Nublar nahe Costa Rica mit Hilfe modernster Gentechnologie einen Erlebnispark geschaffen – mit lebenden Dinosauriern und anderen paläontologischen Sensationen. Beim Aussetzen eines Dinosauriers kommt es zu einem Unfall, bei dem ein Arbeiter stirbt. Die Investoren werden nervös.

Daraufhin lädt Hammond eine Gruppe von Spezialisten ein, um seinen „Zoo“ begutachten zu lassen und um den Anwalt seiner Investoren von der Sicherheit seines Parks zu überzeugen. Dr. Alan Grant, seine Kollegin und Lebensgefährtin Dr. Ellie Sattler und der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm sind zugleich fasziniert und besorgt über diesen beträchtlichen Eingriff in die Natur.

Ein anfangs gemütlicher Ausflug, den die Wissenschaftler, der Rechtsanwalt und die beiden Enkel Hammonds unternehmen, wird zum Horrortrip, als ein Mitarbeiter des Parks, Dennis Nedry, versucht, Dinosaurier-DNA für einen Konkurrenten von Hammonds Firma InGen zu stehlen und dafür zeitweise das Sicherheitssystem außer Betrieb setzt. Da die elektrischen Schutzzäune nun nicht mehr unter Spannung stehen, brechen einige Dinosaurier aus ihren Gehegen aus. Dies erweist sich als fatal, da aufgrund des Stromausfalls auch die elektrisch betriebenen Fahrzeuge ausfallen und die Besucher mitten im Park festsitzen und gleichzeitig ein tropischer Sturm über die Insel tobt. Ein T-Rex greift die Fahrzeuge an. Der Anwalt Gennaro, der die Enkel von Hammond im Auto allein gelassen hat und sich auf einer Toilette versteckt, wird von dem T-Rex gefressen, Malcolm wird schwer verletzt. Grant gelingt es, die Kinder vor dem Saurier zu retten und flieht mit ihnen zu Fuß.

Der bekennende Kinderfeind Grant sieht sich vor seiner größten Herausforderung, als er mit Hammonds Enkeln Tim und Lex vom Rest der Gruppe abgeschnitten und von Dinosauriern durch den Park gejagt wird. Auch alle anderen Überlebenden sehen sich mit den Bestien konfrontiert, und als Grant und die Kinder entdecken, dass die Tiere sich entgegen Hammonds Aussagen sogar fortpflanzen können, wird auch letzterem klar, dass das Wiedererschaffen der Urzeitwesen keine gute Idee war. Nedry, der aufgrund des Gewitters von der Straße zum Hafen abgekommen ist, wird währenddessen von einem Dilophosaurus getötet. Auch Mr. Arnold und Robert Muldoon haben kein Glück: Beide werden jeweils von Velociraptoren getötet.

Grant und die Kinder schaffen es zurück zur Basis, werden schließlich von zwei Velociraptoren eingekreist und können nur entkommen, weil ein Tyrannosaurus unerwartet zur Hilfe kommt. Nachdem das Sicherheits- und das Kommunikationssystem gerade noch rechtzeitig wieder gestartet werden kann, fliehen die Überlebenden mit einem eilig herbeigerufenen Hubschrauber.

Hintergrund

Die Cuticula dieser Mücke ist als Inkluse im 45 Millionen Jahre alten Bernstein nahezu vollständig erhalten.

Die Filmreihe basiert auf den Romanen von Michael Crichton. DinoPark erschien 1990 und der zweite Teil Lost World (deutsch: Vergessene Welt) erschien 1995. Die wissenschaftlichen Kernideen der Bücher werden in den Filmen wiederverwendet:

  • Die Möglichkeit zur Vervielfachung von Spuren der Erbsubstanz DNA nutzt Crichton als Grundlage, um DNA aus Dinosaurierblut zu gewinnen, das vor Millionen Jahren von Mücken gesaugt wurde, die anschließend in Baumharz eingeschlossen und als Bernsteininklusen (Einschlüsse) fossil konserviert wurden. Diese Erhaltungsmöglichkeit wird jedoch von Wissenschaftlern nahezu ausgeschlossen, da die DNA nach dem Tod eines Lebewesens rasch zerfällt.
  • Die Diskussion über die Möglichkeit, mit Hilfe der Klonierung Lebewesen aus Körperzellen zu erzeugen, wird von Crichton fortgesponnen zur Möglichkeit, Fragmente von Dinosaurier-DNA durch Amphibien-DNA zu vervollständigen und daraus in Kunsteiern Dinosaurier-Embryonen zu erzeugen. Die Fähigkeit mancher Amphibien, ihr Geschlecht unter eingeschlechtlichen Bedingungen zu wechseln, eröffnet im Film den aus Sicherheitsgründen als Weibchen erschaffenen Dinosauriern die Möglichkeit zur Fortpflanzung.
  • Die Unvorhersagbarkeit des Verhaltens komplexer Systeme, wie sie durch die Chaostheorie beschrieben werden.
  • Eine in der Paläontologie inzwischen weitgehend anerkannte Theorie wird vorgestellt: Die nahe Verwandtschaft zwischen einer Gruppe relativ kleiner, agiler und möglicherweise besonders intelligenter Raubdinosaurier, zu denen auch Velociraptor zählt, und den Vögeln.

Mit der Verpflichtung von Sir Richard Attenborough erfüllte sich der Regisseur Steven Spielberg einen lang ersehnten Traum, weil er diesen schon seit langem als Regisseur und Schauspieler bewunderte.

Jurassic Park

Der Titel des Films bedeutet übersetzt „Jura-Park“ und bezieht sich auf das Zeitalter des Juras, der mittlere Abschnitt des Mesozoikums („Erdmittelalter“), als die Dinosaurier zu den dominierenden Tieren des Festlandes aufstiegen.

Von den Dinosauriern, die namentlich im Film erwähnt werden, stammen jedoch nur die Gattungen Brachiosaurus und Dilophosaurus aus der Jurazeit, Gallimimus, Tyrannosaurus rex („T-Rex“), Triceratops und Velociraptor hingegen lebten während der Oberkreide gegen Ende des Mesozoikums. Velociraptor, dessen nur etwa truthahngroße Überreste in der Mongolei gefunden wurden, erlangte dank Jurassic Park eine große Bekanntheit und Popularität, doch orientiert sich die Filmversion dieses Tieres hinsichtlich ihrer Größe und Schädelform an Deinonychus, einer nahe verwandten Gattung aus Nordamerika.

Rezeption

Jurassic Park setzte 1993 neue Maßstäbe im Bereich der Spezialeffekte und Computertechnologie: Computergenerierte und animatronische Dinosaurier sind kaum noch voneinander zu unterscheiden. Als technische Basis wurden mehrere SGI-Rechner unter Irix verwendet. Der Film und seine Macher nutzten wie kaum ein anderer Film nach Star Wars den Merchandising-Markt.

Der Film hatte ein Budget von 63 Millionen Dollar[1], davon allein 18 Millionen für die computergenerierten Szenen. Er spielte weltweit rund 920 Millionen Dollar ein und war in der Zeit von 1993 bis 1998 der erfolgreichste Film der Welt, ehe Titanic von James Cameron neue Bestmarken setzte. Er gilt neben Star Wars als erfolgreichster Merchandising-Film. Er löste eine globale „Dinomanie“ der Filmmonster aus. Neben den eigenen Merchandising-Produkten der Filmfirma überschwemmten auch zahllose andere Spielzeuge, Bücher, Filme und unzählige andere Artikel den weltweiten Markt.

Unmittelbar nach den Dreharbeiten begann Steven Spielberg mit den Vorbereitungen zu Schindlers Liste. Die Nachbearbeitung des Films überwachte er über eine Satellitenverbindung aus Europa. Beide Filme kamen im Abstand von nur wenigen Monaten in die Kinos.

Kritiken

„Nach dem Bestseller von Michael Crichton drehte Steven Spielberg einen atemberaubenden Thriller, der bereits sechs Wochen nach seiner Veröffentlichung zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten gehört. Mit Recht: Die Dinosaurier wirken wie echt und sorgen für die grandiosesten Filmminuten des Jahres. Vor allem die Attacke des T. Rex ist schon jetzt eine klassische Szene der Filmgeschichte.“

Blickpunkt:Film

„Steven Spielberg schuf ein gigantisches Kino-Spektakel, das mit viel Humor, rasanter Action und etwas Sentimentalität spannend unterhält. Die höchste Perfektion der Modell- und Animationstechnik ersetzt freilich die fehlende Substanz der Handlung, so daß die Geisterbahn der erstaunlichen Spezialeffekte weniger mit Filmkunst als mit Disneyland zu tun hat. In seiner Konzentration auf realistisch wirkenden Schrecken ist der Film zudem für Kinder zu belastend.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„Nie zuvor hat man im phantastischen Kino eine derart perfekte Tricktechnik zu sehen bekommen.“

tip

„Sowohl die Erzählung wie auch die Charaktere des Films sind extrem eindimensional, aber die aufwendigen Computeranimationen der ungeahnt realistisch wirkenden Dinosaurier stellen einen beeindruckenden Schauwert dar. Und die Spannungssequenzen sind von Spielberg meisterhaft inszeniert.“

Reclam, Lexikon der Filmregisseure

„Weder künstlerische Qualität noch erzählerischer Einfallsreichtum heben diesen Film aus dem Mittelmaß heraus. Im Gegenteil, ein hölzernes Drehbuch und eine uninspirierte Regie verschenken die meisten Möglichkeiten des Stoffes. (…) Dass der Film dennoch zur bis dahin kommerziell erfolgreichsten Produktion der Filmgeschichte wurde, verdankte er neben einem raffinierten Zusammenspiel von Werbung und Merchandising vor allem der vorzüglichen Animation der Saurier und den hervorragenden ’special effects’. In der Kombination von Computergrafik, computergesteuerten Puppen und Realszenen wurde hier ein hohes Maß an Perfektion erreicht.“

Dieter Krusche: Reclams Filmführer[3]

Deutsche Synchronsprecher

RolleDarstellerSynchronsprecher
Dr. Alan GrantSam NeillWolfgang Condrus
Dr. Ellie SattlerLaura DernSabine Jaeger
Dr. Ian MalcolmJeff GoldblumArne Elsholtz
John HammondRichard AttenboroughFriedrich W. Bauschulte
Robert MuldoonBob PeckK. Dieter Klebsch
Dennis NedryWayne KnightMichael Walke
Henry WuB.D. WongTorsten Sense
Tim MurphyJoseph MazzelloTimm Neu
Lex MurphyAriana RichardsAndrea Wick
Donald GennaroMartin FerreroWilfried Herbst
Ray ArnoldSamuel L. JacksonRonald Nitschke

Auszeichnungen

Goldene Leinwand 1993, 1994
  • Goldene Leinwand mit einem Stern (1993)
  • Goldene Leinwand mit zwei Sternen (1994)
Academy Awards 1994
Saturn Award 1994
Awards of the Japanese Academy 1994
  • Auszeichnung als Bester ausländischer Film
BAFTA Awards 1994
  • BAFTA Film Award in der Kategorie Beste Spezialeffekte für Dennis Muren, Stan Winston, Phil Tippett, Michael Lantieri
  • Nominiert in der Kategorie Bester Ton für Gary Summers, Gary Rydstrom, Shawn Murphy, Ron Judkins, Richard Hymns
BMI Film & TV Awards 1994
  • BMI Film Music Award für John Williams
Blue Ribbon Awards 1994
  • Auszeichnung als Bester ausländischer Film für Steven Spielberg
Blue Ribbon Awards 1994
  • Nominiert in der Kategorie Bester Ton für Gary Summers, Gary Rydstrom, Shawn Murphy, Ron Judkins
Czech Lions 1994
  • Auszeichnung als Bester ausländischer Film für Steven Spielberg
Grammy Awards 1994
  • Nominiert in der Kategorie Beste Filmmusik für John Williams
Hugo Awards 1994
  • Hugo in der Kategorie Beste dramatische Darbietung
MTV Movie Awards 1994
  • Nominiert in der Kategorie Bester Film
  • Nominiert in der Kategorie Beste Action-Szene
  • Nominiert in der Kategorie Bestes Ungeheuer (T-Rex)
Mainichi Eiga Concours 1994
  • Reader’s Choice Award in der Kategorie Bester ausländischer Film für Steven Spielberg
Motion Picture Sound Editors 1994
  • Golden Reel Award in der Kategorie Bester Tonschnitt
People’s Choice Award 1994
  • Auszeichnung als Bester allgemeiner Film
Young Artist Awards 1994
  • Auszeichnung als Bester Nachwuchsdarsteller einer begleitenden Hauptrolle für Joseph Mazzello
  • Auszeichnung als Bester Nachwuchsdarsteller für Ariana Richards
  • Auszeichnung als Bester Familienfilm in der Kategorie Action/Adventure
Las Vegas Film Critics Society Awards 2000
  • Nominiert für den Sierra Award in der Kategorie Beste DVD

Literatur

  • Rob DeSalle, David Lindley: The Science of Jurassic Park and The Lost World. Or How to Build a Dinosaur. HarperCollins Publishers, 1997.
  • Don Shay, Jody Duncan: Jurassic Park. Wie aus dem Bestseller DinoPark der Kinoerfolg von Steven Spielberg wurde. Droemer Knaur, München 1993, ISBN 3-426-26713-6.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Eintrag auf boxofficemojo.com, zuletzt abgerufen am 4. April 2009.
  2. CD-ROM-Ausgabe, Systhema, München 1997
  3. Mitarb.: Jürgen Labenski und Josef Nagel. – 13., neubearb. Aufl. – Philipp Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-010676-1, S. 367
  4. DinoData – Eurodino Museum Project, zuletzt abgerufen am 4. April 2009.
  5. National Dinosaur Museum, zuletzt abgerufen am 4. April 2009.

Weblinks zu zu

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