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KINOLEXIKON  

 Jacques Perrin

Jacques Perrin (* 13. Juli 1941 in Paris), eigentlich Jacques Simonet, ist ein französischer Schauspieler, Regisseur und Produzent.

Ende der 1950er und Anfang der 1960er zu einem gefragten Nachwuchsdarsteller avanciert, machte sich Jacques Perrin im Kunstkino einen Namen. Ende der 1960er gründete er seine eigene Produktionsfirma, Galatée Films. Hintergrund der Gründung war der Dreh von Constantin Costa-Gavras’ Politthriller Z, der auf den wahren Gegebenheiten eines Militärputsches in Griechenland basierte. Da sich keine Produktionsfirma des brisanten Stoffes annehmen wollte, gründete Perrin als einer der Hauptdarsteller des Filmes kurzerhand die Produktionsfirma, die später viele politische und gesellschaftskritische Filme drehte. Als Schauspieler und Produzent arbeitete er in Trautes Heim.

In seinem späteren Werk ist sein erfolgreichster Film Cinema Paradiso von Giuseppe Tornatore.

Sehr bekannt wurde auch sein Dokumentarfilm Nomaden der Lüfte – Das Geheimnis der Zugvögel (2001), für den er drei Jahre lang Wildvögel beobachtete und der Film Die Kinder des Monsieur Mathieu aus dem Jahr 2004, in dem er als Produzent und Darsteller mitwirkte.

Jacques Perrin ist mit Valentine Perrin verheiratet, mit der er zwei Söhne hat: Maxence Perrin (* 1996) und Lancelot Perrin. Sein Sohn aus einer früheren Beziehung, Mathieu Simonet, ist ebenfalls Schauspieler und Regisseur. Auch seine Schwester Eva Simonet und deren Sohn Christophe Barratier sind im Filmgewerbe tätig.

Filmografie (in Auszügen)

Legende: D – Darsteller, B – Drehbuch, P – Produktion

  • 1959: Grüne Ernte (La verte moisson) – (D) – Regie: François Villiers
  • 1960: Die Wahrheit (La verité) – (D)
  • 1960: Die kleinen Nymphen von Paris (Les nymphettes)
  • 1961: Von der Sonne geblendet (Le soleil dans l’œil)
  • 1961: Das Mädchen mit dem leichten Gepäck (La ragazza con la valigia)
  • 1962: Tagebuch eines Sünders (Cronaca familiare)
  • 1963: In Ketten zum Schafott (Il fornaretto di Venezia)
  • 1964: Die 317. Sektion (La 317e section) – (D)
  • 1965: Mord im Fahrpreis inbegriffen – (D)
  • 1966: Ein Mann zuviel (Un homme de trop) – (D)
  • 1967: Die Mädchen von Rochefort – (D)
  • 1967: Der Horizont (L’horizon) – (D)
  • 1967: Die Zeit der Kirschen ist vorbei (Le grand Dadais) – (D)
  • 1968: Die kleine Brave (La petite vertu) – (D)
  • 1969: Z – (D, P)
  • 1970: Eselshaut (Peau d’âne)
  • 1971: Blanche
  • 1971: Der Würger mit dem weißen Schal (L’étrangleur)
  • 1972: La Guerre d’Algérie – (P)
  • 1973: Der unsichtbare Aufstand – (D, P)
  • 1973: Trautes Heim – (D, P)
  • 1975: Sondertribunal – jeder kämpft für sich allein (Section speciale) – (D, P)
  • 1976: Black and White in Colour – (P)
  • 1977: Das gefährliche Spiel von Ehrgeiz und Liebe (La part du feu) – (D)
  • 1977: Der Haudegen (Le Crabe-Tambour) – (D)
  • 1978: Verhängnisvolle Freundschaft (L’Adoption) – (D, P)
  • 1980: Verdammt zum Schafott (Une robe noire pour un tueur) – (D)
  • 1981: Der Ungehorsam (La disubbidienza)
  • 1982: L’honneur d’un capitaine
  • 1984: Der Richter von Marseille (Le juge) – (D)
  • 1984: Teuflische Umarmung (L’année des Méduses) – (D)
  • 1985: Der Panther (Parole de Flic)
  • 1989: Geheimauftrag Erdbeer Vanille (Vanille fraise) – (D)
  • 1989: Cinema Paradiso – (D)
  • 1989: Le peuple singe – (P)
  • 1990: Eine Straßenbekanntschaft (La contre-allée)
  • 1990: Haute Tension: Der Spieler (Pour cent millions) – (D)
  • 1991: Liebe kennt kein Gewissen (La femme de l’amant) – (D)
  • 1991: Rien que des mensonges – (D)
  • 1991: Nacht ohne Ende – Hors la Vie (Hors la vie) – (P)
  • 1992: Guelwaar – (P)
  • 1992: L’Ombre – (D)
  • 1993: Spion in Schwarz – (D)
  • 1993: Zeit des Zorns (Il lungo silenzio)
  • 1995: Les Enfants de Lumière – (D, P)
  • 1996: Le silence des fusils
  • 1996: Mikrokosmos – Das Volk der Gräser – (P)
  • 1999: Ferien und andere Katastrophen (C’est pas ma faute) – (D)
  • 1999: Himalaya – Die Kindheit eines Karawanenführers (Himalaya – l’enfance d’un chef) – (P)
  • 2000: Crime Scenes
  • 2001: Nomaden der Lüfte – Das Geheimnis der Zugvögel – (B, R, P)
  • 2001: Pakt der Wölfe
  • 2002: 11′09″01 – September 11 – (P)
  • 2003: Frank Riva (TV)
  • 2003: Ein König über den Wolken (La-haut, un roi au-dessus des nuages)
  • 2004: Die Kinder des Monsieur Mathieu – (D, P)
  • 2004: Le carnet rouge – (P)
  • 2005: Eine fatale Entscheidung (Le petit lieutenant) – (D)
  • 2005: Wie in der Hölle (L’Enfer)
  • 2006: Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders – (Erzähler der französischen Version)

Literatur von und über Jacques Perrin im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Jacques Perrin in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
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