Deutsche Mark
| Deutsche Mark 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 2001 | |
|---|---|
| Land: | Deutschland |
| Unterteilung: | 100 Pfennig (abgekürzt: Pf) |
| ISO-4217-Code: | DEM |
| Abkürzung: | DM, D-Mark |
| Wechselkurs: (fix) | 1 EUR = 1,95583 DEM 1 DEM = 0,51129 EUR |
Die Deutsche Mark (abgekürzt DM, umgangssprachlich auch D-Mark oder kurz Mark, im englischsprachigen Raum meist Deutschmark) löste am 21. Juni 1948 in den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands und drei Tage später auch in den drei Westsektoren Berlins durch die Währungsreform 1948 die Reichsmark als gesetzliche Währungseinheit ab. Die kurz darauf am 24. Juli in der Sowjetischen Besatzungszone und im Ostsektor Berlins eingeführte neue Währung hieß ebenfalls „Deutsche Mark“; sie blieb die Währung der DDR bis zum 31. Juli 1964 (siehe dazu: Mark (DDR)).
Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 blieb die Deutsche Mark die Währungseinheit in der Bundesrepublik einschließlich West-Berlins. In der DDR löste sie mit Inkrafttreten der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion am 1. Juli 1990 die Mark der DDR ab und blieb das gesetzliche Zahlungsmittel auch im wiedervereinigten Deutschland. Die Mark wurde schließlich 1999 (als Buchgeld) und 2002 (als Bargeld) durch den Euro ersetzt.[1] Allerdings nutzen viele Deutsche die Deutsche Mark immer noch als Vergleichswährung. Ende November 2008 waren nach Angaben der Bundesbank immer noch fast 14 Mrd. DM im Umlauf.
Die Währung wurde in Münzen und Scheinen ausgegeben. Es gab vier Serien von Banknoten.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Einführung der Deutschen Mark
- Hauptartikel: Währungsreform 1948 (Westdeutschland)
In Folge des Zweiten Weltkriegs war das bisherige Zahlungsmittel der Reichsmark (RM) zur weiteren Verwendung kaum noch geeignet, da hierfür keine volkswirtschaftliche Deckung mehr bestand und auch das Vertrauen in die Währung zerrüttet war; neben der Reichsmark hatte sich in den Nachkriegsjahren eine „Zigarettenwährung“ etabliert, das heißt, viele Menschen bevorzugten einen direkten Warentausch. Da sich die Interessen der Alliierten Besatzungsmächte bezüglich der weiteren Entwicklung ihrer Besatzungszonen zunehmend unterschieden, verfolgten die westlichen Besatzungsmächte (USA, Großbritannien und Frankreich) eigene Ziele, zu denen eine Währungsreform, also die Einführung einer neuen und stabilen Währung, zählte.
Dieser Plan unterlag strengster Geheimhaltung; wesentliche Teile wurden im so genannten „Konklave von Rothwesten“ erarbeitet. Dazu trafen sich im Haus Posen in Rothwesten (Fuldatal) vom 21. April bis 8. Juni 1948 elf deutsche Vertreter von Banken sowie Wirtschaftswissenschaftler mit drei Vertretern der Militärregierungen und erarbeiteten die vier Gesetze zur Neuordnung des Geldwesens, die die Einführung der neuen Währung regelten.[2][3][4][5] Im März 1948 war diesen schon das Gesetz zu Errichtung der Bank deutscher Länder vorausgegangen.[6] Heute erinnert ein Museum in Rothwesten an diese Vorgänge. Die Bevölkerung wurde über die bevorstehende Einführung erstmals am 18. Juni 1948 – drei Tage vor der Einführung – durch eine Rundfunkmeldung informiert.[7]
Die D-Mark wurde am Montag, dem 21. Juni 1948, in den westlichen Besatzungszonen, also in den Ländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden, Württemberg-Baden, Württemberg-Hohenzollern und Bayern eingeführt und war dort von da an alleiniges Zahlungsmittel. In den drei Westsektoren von Berlin erfolgte die Einführung der neuen Währung mit einer Verzögerung von drei Tagen und löste die sowjetische Berlin-Blockade aus. Alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel wurde die „Westmark“ hier erst am 20. März 1949. Für Grenzgänger zwischen Ost- und West-Berlin wurde eine Lohnausgleichskasse eingerichtet.
Die Ausgabe der neuen Währung erfolgte an den Ausgabestellen für die Lebensmittelmarken. Allerdings wurde pro Person nur ein so genanntes „Kopfgeld“ von 60 DM ausgezahlt; 40 DM sofort und weitere 20 DM zwei Monate später.[7] Ferner erhielten Unternehmen auf Antrag bei ihrer Bank pro Angestellten einen so genannten „Geschäftsbetrag“ von 60 DM. Der „Geschäftsbetrag“ und das „Kopfgeld“ wurden später bei der Umstellung des Barvermögens angerechnet.
Altes Reichsmark-Barvermögen musste zur Umstellung bis zum 26. Juni 1948 bei einer Hauptumtauschstelle abgeliefert und angemeldet werden. Dort wurde nach Genehmigung durch das Finanzamt das Gesamtgeld über ein „Reichsbank-Abwicklungskonto“ umgestellt. Bei den natürlichen Personen wurde vom Gesamtaltgeld zunächst der neunfache Kopfbetrag abgezogen. Der Rest wurde zu je 50 % auf ein Freikonto und 50 % auf ein Festkonto umgestellt. Kurze Zeit später wurde das Festkonto aufgelöst, indem 70 % seines Betrages vernichtet, 20 % auf das Freikonto und 10 % auf das Anlagekonto übertragen wurden. Dadurch sollte der Gefahr einer erneuten Inflation durch eine zu große Geldmenge vorgebeugt werden. Letztlich ergab sich so ein faktisches Umstellungsverhältnis von 10:0,65, das heißt, je 100 RM erhielt man 6,50 DM. Bei den Wirtschaftsunternehmen wurde vom Altgeld der zehnfache Geschäftsbetrag abgezogen und die Umstellung danach wie bei den natürlichen Personen vorgenommen. Die Altgeldguthaben der Banken sowie der öffentlichen Hand erloschen. Löhne und Gehälter, Mieten und Steuern und ähnliche wiederkehrende Zahlungen wurden mit dem Umstellungstag im Verhältnis 1:1 in D-Mark fällig.
Die neue Währung hatte zur Folge, dass die Preise erheblich stiegen, was einen Generalstreik am 12. November 1948 verursachte. An diesem bisher einzigen Generalstreik in der deutschen Nachkriegsgeschichte nahmen ungefähr 9 Millionen Menschen teil.[7]
Im Saarland wurde die Reichsmark bereits im Juni 1947 durch die Saar-Mark abgelöst; noch im selben Jahr erfolgte die Umstellung auf den Saar-Franken. Nach dem Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 1957 dauerte es noch bis zum Ablauf der Währungsvereinbarungen mit Frankreich am 7. Juli 1959, bis die D-Mark auch hier die offizielle Währung wurde.
In der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR war als Bezeichnung der Währungseinheit von Ende Juni 1948 bis 1964 gleichfalls Deutsche Mark (DM) üblich. Ab 1964 wurde das gesetzliche Zahlungsmittel der DDR als Mark der Deutschen Notenbank (MDN) bezeichnet, von 1968 bis Ende Juni 1990 als Mark der DDR (M).
Die Deutsche Mark unter der Deutschen Bundesbank
Die D-Mark wurde zunächst von der Bank deutscher Länder, ab 1957 von der Deutschen Bundesbank, herausgegeben. Neben der offiziellen Ausgabe hielt die Deutsche Bundesbank von 1960 bis 1988 mit den Bundeskassenscheinen und einer Ersatzbanknoten-Serie ein geheimes Ersatzgeld für Krisenzeiten bereit (siehe weiter unten).
Die DM hatte – und hat noch immer – einen Ruf als „harte“ Währung. Dieser begründet sich aus Vergleichen der „verbliebenen Binnenkaufkraft“ der DM mit anderen Währungen. Dies beschrieb eine Statistik,[8] die im Jahr 1977 die Binnenkaufkraft gegenüber 1950 in folgenden Ländern verglich (Tabelle rechts):
| Land | Verbl. Kaufk. 1977 geg. 1950 |
|---|---|
| Großbritannien | 18 % |
| Japan | 19 % |
| Frankreich | 21 % |
| Italien | 22 % |
| Schweden | 23 % |
| Niederlande | 27 % |
| Belgien | 35 % |
| USA | 40 % |
| Schweiz | 42 % |
| Deutschland (Bundesrepublik) | 44 % |
Damit war zwar auch der Wertverfall der D-Mark – um fast die Hälfte – groß, jedoch geringer (teilweise deutlich) als in wichtigen Referenzländern. In den rund 50 Jahren von ihrer Einführung 1948 bis zur Einführung des Euro Anfang 1999 sank die Kaufkraft der D-Mark auf etwa ein Viertel. Die Inflationsrate betrug in diesem Zeitraum durchschnittlich knapp drei Prozent pro Jahr; das ist höher als bisher beim – als „weich“ empfundenen – Euro. Der Wertverlust der D-Mark könnte auch auf die hohen Wachstumsraten zurückzuführen sein, die meistens eine höhere Inflation zur Folge haben.
Im Zuge der Währungsunion mit der DDR wurde die D-Mark am 1. Juli 1990 auch in der DDR eingeführt. Dies war für die Bürger im Osten wohl eine der größten Umstellungen während der Wiedervereinigung, da die D-Mark in der DDR als Symbol für das Wirtschaftswunder und den Wohlstand in der Bundesrepublik galt. Der Umtauschkurs variierte je nach Alter: Bürger ab 60 Jahren durften bis zu 6000, bis 40 Jahren bis zu 4000 und Kinder bis 14 Jahren bis zu 2000 „Ost-Mark“, jeweils im Verhältnis 1:1 umtauschen. Auch Löhne, Gehälter, Stipendien, Renten, Mieten und Pachten sowie weitere wiederkehrende Zahlungen wurden zu diesem Kurs umgestellt. Über den angegebenen Obergrenzen liegende Guthaben, sowie Schulden wurden im Verhältnis 2:1 umgestellt.
Die Deutsche Mark nach der Einführung des Euro
Durch die Einführung des Euro am 1. Januar 1999 wurde die D-Mark als eigenständige Währungseinheit abgelöst. Sie war danach ein festgesetzter Bruchteil (1/1,95583) der neuen Währungseinheit Euro. Die DM-Münzen und -Geldscheine waren noch bis zum 31. Dezember 2001, 24:00 Uhr gesetzliches Zahlungsmittel.[1] Seither können sie bei der Bundesbank und ihren Niederlassungen zeitlich unbegrenzt und gebührenfrei in Euro umgetauscht werden. Von großen Teilen des Handels und Banken wurde das alte Zahlungsmittel nach Einführung des Euro-Bargelds im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung noch bis zum 28. Februar 2002 angenommen. Einzelne Geschäfte bieten auch Jahre nach der Euro-Einführung noch gelegentlich die Möglichkeit an, Waren mit DM zu bezahlen.
Eine Besonderheit stellte die Kontoführung dar. Wurden die Kursnotierungen von Aktien und ähnlichen Wertpapieren bereits ab 2. Januar 1999 auf Euro umgestellt (Anleihen werden in „Prozent“ notiert und sind bei der Kursnotation daher nicht betroffen), so boten die meisten Geldinstitute ihren Kunden die Wahl an, das Konto entweder weiterhin in DM zu führen oder schon auf Euro umzustellen. Die Umstellung aller noch in DM geführten Konten erfolgte dann mit Wirkung zum 31. Dezember 2001. Allerdings hatten einige Geldinstute unter anderem wegen der bis dahin geringen Zahl von auf Euro umgestellten Konten und zur Vermeidung der Überlappung mit dem Jahresendgeschäft (Zinsberechnung) schon im Laufe des letzten Quartals 2001 die bei ihnen geführten Konten durchgängig auf Euro umgestellt.
In einigen Bereichen gibt es die DM weiterhin – nicht nur in Form von Bargeld-Restbeständen. Sämtliche vor 1999 ausgegebenen Anleihen in DM wurden nicht umgestellt, sondern werden bei Kauf, Verkauf, Zinszahlung und Tilgung weiterhin in DM berechnet und erst danach mit dem amtlichen Umrechnungskurs in Euro umgerechnet. Auch bei Kapitalgesellschaften kann der Wert der Anteile noch heute auf DM lauten; jedoch haben die meisten Gesellschaften den Wert der Anteile auf Euro oder Stück umgestellt.
Ausgabeformen
Das Bargeld wurde in Münzen und Banknoten herausgegeben.
Münzen
Die nebenstehende Abbildung zeigt alle Münzen der Deutschen Mark maßstabsgetreu im Größenvergleich; die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Münzen (bis Ende 1949 waren sie noch gekennzeichnet mit „Bank deutscher Länder“ statt „Bundesrepublik Deutschland“):
| Nennwert | Bild | Entwurf | Metall | Durchmesser | Dicke | Masse | Umlaufzeit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Pfennig | Adolf Jäger, Frankfurt am Main | Stahlkern mit Kupferüberzug | 16,5 mm | 1,38 mm | 2 g | 1948–2001 | |
| 2 Pfennig | Adolf Jäger, Frankfurt am Main | 95-prozentige Kupferlegierung | 19,25 mm | 1,52 mm | 3,25 g | 1950–1968 | |
| Stahlkern mit Kupferüberzug | 2,9 g | 1968–2001 | |||||
| 5 Pfennig | Adolf Jäger, Frankfurt am Main | Stahlkern mit Messingüberzug | 18,5 mm | 1,7 mm | 3 g | 1949–2001 | |
| 10 Pfennig | Adolf Jäger, Frankfurt am Main | Stahlkern mit Messingüberzug | 21,5 mm | 1,7 mm | 4 g | 1949–2001 | |
| 50 Pfennig | Richard M. Werner, Oberursel (Taunus) | Kupfernickel | 20 mm | 1,58 mm | 3,5 g | 1949–2001 | |
| 1 Deutsche Mark | Josef Bernhart, München | Kupfernickel | 23,5 mm | 1,75 mm | 5,5 g | 1950–2001 | |
| 2 Deutsche Mark | verschiedene Entwürfe | Kupfernickel | 26,75 mm | 1,79 mm | 7 g | 1951–1973 | |
| Magnimat | 1970–2001 | ||||||
| 5 Deutsche Mark | Albert Holl, Schwäbisch Gmünd | Silber-Kupfer-Legierung | 29 mm | 2,07 mm | 11,2 g | 1951–1975 | |
| Wolfgang Doehm, Stuttgart | Magnimat | 10 g | 1975–2001 |
| Zeichen | Prägezeit* | Prägestätte | |
|---|---|---|---|
| von | bis | ||
| A | 1990 | 2001 | Staatliche Münze Berlin |
| D | 1948 | 2001 | Bayerisches Hauptmünzamt |
| F | 1948 | 2001 | Staatliche Münze Stuttgart |
| G | 1948 | 2001 | Staatliche Münze Karlsruhe |
| J | 1948 | 2001 | Hamburgische Münze |
| *Frühere Deutsche Münzen wurden auch in anderen Prägestätten geprägt. | |||
Kleinmünzen
Die Kleinmünzen zu 1, 5 und 10 Pfennig sowie die 2-Pfennig-Münze ab 1968 wurden in minderer Qualität auf Eisenronden geprägt und lediglich dünn mit einer Kupferschicht auf der Ober- und Unterseite überzogen, sodass sie leicht rosteten, wenn sie längere Zeit ungeschützt feuchter Witterung ausgesetzt waren. Die 2-Pfennig-Münze bis 1968 bestand massiv aus einer 95-prozentigen Kupferlegierung.
50-Pfennig-Münze
Mit der Herstellung der neuen 50-Pfennig-Münze hatten die Prägeanstalten 1949 mit der Beschriftung „Bank deutscher Länder“ begonnen. 1950 wurde die Umschrift auf „Bundesrepublik Deutschland“ geändert, Karlsruhe (G) ließ die Maschinen aber kurzzeitig mit der neuen Jahreszahl und der alten Umschrift weiterlaufen. Die 30.000 Fehlprägungen mit der alten Umschrift wurden aus Kostengründen nicht eingezogen. Dadurch entstanden gesuchte Sammlerstücke, die je nach Erhaltung mit bis zu 700 Euro gehandelt werden.
Die auf den Münzen abgebildete kniende Frau ist Gerda Johanna Werner. Sie pflanzt eine Eiche – ein Symbol für den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihr Ehemann Richard Martin Werner, der das Bild entwarf, wollte damit die Leistung der Millionen Trümmerfrauen, aber auch der zahlreichen in der Wiederaufforstung tätigen Waldarbeiterinnen würdigen.
1-DM-Münze
Auf der 1-DM-Münze sind zwei der verbreitetsten deutschen Symbole abgebildet: Eichenlaub auf der Vorderseite und der Bundesadler auf der Rückseite.
2-DM-Münze
Die erste 2-DM-Münze nach einem Entwurf von Josef Bernhart aus München, die nur 1951 geprägt wurde, zeigt ein ähnliches Bild wie die 1-DM-Münze, allerdings sind neben der Ziffer keine Eichenblätter, sondern Ähren und Trauben abgebildet. Da es wegen der Ähnlichkeit leicht zu Verwechslungen mit der 1-DM-Münze kam, wurde sie ab dem 21. Juni 1958 durch die (seit 1957 geprägte) Münze mit dem Abbild von Max Planck ersetzt, die bis 1971 geprägt wurde. Die Bildseite wurde von Karl Roth aus München, die Wertseite von Albert Holl aus Schwäbisch Gmünd entworfen. Diese Münze war bis 1973 im Umlauf.
Ab 1970 kamen weitere Münzen mit Abbildungen von (verstorbenen) Politikern der Bundesrepublik hinzu. Die folgende Übersicht stellt die sechs Münzen der Politiker-Serie im Überblick dar:
| Prägezeit | Dargestellter Politiker | Entwurf | Bild |
|---|---|---|---|
| 1969–1987 (im Umlauf ab 1970) | Konrad Adenauer (1876–1967) Bundeskanzler (1949–1963) | Reinhart Heinsdorff, Lehen | |
| 1970–1987 | Theodor Heuss (1884–1963) Bundespräsident (1949–1959) | Karl-Ulrich Nuss, Strümpfelbach (mit einer moderneren Version des Bundesadlers) | |
| 1979–1993 | Kurt Schumacher (1895–1952) erster Oppositionsführer (SPD) | Hans-Joachim Dobler, Walda | |
| 1988–2001 | Ludwig Erhard (1897–1977) Bundeskanzler (1963–1966) | Franz Müller, München | |
| 1990–2001 | Franz Josef Strauß (1915–1988) Bundesminister, Oppositionspolitiker, bayrischer Ministerpräsident | Erich Ott, München | |
| 1994–2001 | Willy Brandt (1913–1992) Bundeskanzler (1969–1974) | Hubert Klinkel, Würzburg |
5-DM-Münze
Die 5-DM-Umlaufmünze bestand ursprünglich aus einer Legierung mit 625 Anteilen Silber und 375 Anteilen Kupfer. Als der Metallwert den Nennwert der Münze überstieg, wurde sie 1975 aus dem Umlauf gezogen und eine neue Münze aus Magnimat mit einer moderneren Darstellung des Bundesadlers ausgegeben.
Spitznamen
Im süddeutschen Raum ist „Zwickel“ eine gängige Bezeichnung für die 2-DM-Münze, für die 5-DM-Münze hingegen ist im norddeutschen Raum die Bezeichnung „Heiermann“ verbreitet. Die 10-Pfennig-Münze wurde umgangssprachlich oft „Groschen“ genannt und die 5-Pfennig-Münze manchmal „Sechser“ (ein halber Groschen).
Seltene Münzen
Von Sammlern gesuchte seltene Münzen sind (in Klammern der heutige Sammlerwert für eine Münze): [9]
- 5-Pfennig-Münze von 1967 aus Karlsruhe (G) (ca. 75 Euro)
- 10-Pfennig-Münze von 1967 aus Karlsruhe (G) (ca. 75 Euro)
- 50-Pfennig-Münze von 1950 aus Karlsruhe (G) mit fehlerhafter Umschrift (siehe oben, bis zu 700 Euro)
- 50-Pfennig-Münze von 1966 aus Hamburg (J) und von 1995 aus Stuttgart (F) und Karlsruhe (G) (bis zu 100 Euro)
- 1-DM-Münze von 1954 und 1955 aus Karlsruhe (G) (bis zu 1400 Euro)
- 2-DM-Münze von 1951 und 1959 (bis zu 500 Euro)
- 5-DM-Münze zwischen 1951 und 1963 (ab 100 Euro), insbesondere von 1958 aus Hamburg (J) (bis zu 5000 Euro)
Gedenkmünzen
10-DM-Münzen wurden ausschließlich und 5-DM-Münzen teilweise als Sondermünzen geprägt. Sie waren gesetzliches Zahlungsmittel, auch wenn sie im Handel so gut wie nie auftauchten.
- 5-DM-Gedenkmünzen, geprägt 1952–1980 in Silber, 1980–1986 in Magnimat
- 10-DM-Gedenkmünzen, geprägt 1970–1972 (alle mit der Jahreszahl 1972 aus Anlass der Olympischen Spiele) und 1987–2001
Siehe auch: Liste der Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland (DM)
Gedenkmünze 2001
Am 26. Juli 2001 gab die Deutsche Bundesbank aufgrund der Ermächtigung durch das Gesetz über die Ausprägung einer 1-DM-Goldmünze und die Errichtung der Stiftung „Geld und Währung“ [10] vom 27. Dezember 2000 die letzte Auflage der Deutschen Mark aus. Die Münze besteht aus 999er-Feingold und entspricht im Aussehen der zuletzt ausgegebenen 1-DM-Münze mit der Abweichung, dass die Umschrift auf der Bildseite nicht Bundesrepublik Deutschland, sondern Deutsche Bundesbank lautet.
Banknoten
Erste Serie
Die erste Banknotenserie wurde zur Währungsreform 1948 durch die Bank deutscher Länder unter der Hoheit der westlichen Alliierten herausgegeben. Die Gestaltung der Noten orientierte sich sehr stark am US-Dollar. Eine Angabe der Ausgabe-Institution und eine Unterschrift fehlen.
Da zur Währungsreform nur 1-Pfennig-Münzen geprägt wurden, war die Ausgabe von Kleingeldscheinen (½ bis 2 Mark) notwendig. Innerhalb dieser Serie gibt es je zwei verschiedene Ausgaben der 20- und 50-DM-Scheine.
Am 24. Juni 1948 wurde der Gültigkeitsbereich der Deutschen Mark (West) auf die drei westlichen Sektoren von Berlin ausgedehnt. Diese Banknoten bekamen einen Stempel mit einem „B“. Umgangssprachlich wurden diese Scheine daher „Bärenmark“ genannt.[11]
| Nennwert | Vorderseite | Rückseite | Maße |
|---|---|---|---|
| ½ DM | 112 mm × 67 mm | ||
| 1 DM | 112 mm × 67 mm | ||
| 2 DM | 112 mm × 67 mm | ||
| 5 DM | 112 mm × 67 mm | ||
| 10 DM | Allegorische Gruppe: Symbol für Arbeit, Gerechtigkeit und Aufbau | 141 mm × 67 mm | |
| 20 DM | 146 mm × 67 mm | ||
| 156 mm × 67 mm | |||
| 50 DM | 151 mm × 67 mm | ||
| 156 mm × 67 mm | |||
| 100 DM | 156 mm × 67 mm |
Die Scheine dieser Serie besitzen außer Guillochen keine Sicherheitsmerkmale.
Zweite Serie
Die zweite Serie wurde 1949 ebenfalls noch von der Bank deutscher Länder herausgegeben und trug den Aufdruck „Bank Deutscher Länder“ anstelle des Wortes „Banknote“. Die Scheine zu 10 und 20 DM sind weitgehend identisch mit denen der ersten Serie.
| Nennwert | Vorderseite | Rückseite | Maße |
|---|---|---|---|
| 5 Pf | 60 mm × 40 mm | ||
| 10 Pf | 60 mm × 40 mm | ||
| 5 DM | Die Entführung der Europa | 120 mm × 60 mm | |
| 10 DM | Allegorische Gruppe: Symbol für Arbeit, Gerechtigkeit und Aufbau | 141 mm × 67 mm | |
| 20 DM | 146 mm × 67 mm | ||
| 50 DM | Der Nürnberger Ratsherr und Kaufmann Hans Imhof oder der Nürnberger Patrizier Willibald Pirckheimer (umstritten) nach einem Gemälde von Albrecht Dürer | Das gleiche Kopfbildnis wie auf der Vorderseite sowie Motive aus dem Hafenleben | 150 mm × 75 mm |
| 100 DM | Der Nürnberger Ratsherr Jakob Muffel nach einem Gemälde von Albrecht Dürer | Das gleiche Kopfbildnis wie auf der Vorderseite sowie das alte Nürnberger Stadtbild | 160 mm × 80 mm |
Als Sicherheitsmerkmale besitzen alle Scheine dieser Serie Guillochen. Des Weiteren haben die 5- und 10-Pfennig- sowie die 5- und 50-DM-Scheine je ein Wasserzeichen. Ferner hat der 5-DM-Schein einen eingelagerten Sicherheitsfaden.
Dritte Serie („BBk I“)
Die dritte Banknotenserie wurde durch die Deutsche Bundesbank von 1960 bis Anfang der 1990er Jahre ausgegeben (Bundesbank-interne Bezeichnung: „BBK I“). Ihre Gestaltung unterschied sich deutlich von den eher wie ein Provisorium wirkenden vorhergehenden Ausgaben. Um politische Diskussionen über abgebildete Personen und die Motive an sich zu vermeiden, beschränkte man sich bewusst auf die Darstellung sehr alter Gemälde auf der Vorderseite und traditioneller Symbole auf der Rückseite – wie das Wappentier, Eichenblätter oder bekannte symbolträchtige Bauwerke. Seit den 1980er Jahren trugen die Banknoten der dritten Serie auf der Rückseite einen Copyright-Vermerk. Durch ihre lange Umlaufzeit (bis 1995) und ihre konservative und würdevolle Gestaltung verkörperten die Banknoten dieser Serie für viele Menschen den Wert der D-Mark.
| Nennwert | Vorderseite | Rückseite | Maße | Erstausgabe |
|---|---|---|---|---|
| 5 DM | Junge Venezianerin (nach einem Gemälde von Albrecht Dürer, Kunsthistorisches Museum) | Eichenlaub | 120 mm × 60 mm | 6. Mai 1963 |
| 10 DM | Bildnis eines jungen Mannes (nach älterer Ansicht nach einem Gemälde von Albrecht Dürer oder Anton Neupauer, nach neuerer Forschung nach einem frühen Bildnis von Lucas Cranach dem Älteren, welches sich in Landgräflich-Hessischem Privatbesitz befindet und nicht öffentlich zugänglich ist) | Segelschulschiff Gorch Fock des Typs Bark | 130 mm × 65 mm | 21. Oktober 1963 |
| 20 DM | Die Nürnberger Patrizier- und Kaufmannsfrau Elsbeth Tucher (nach einem Gemälde von Albrecht Dürer zu sehen in den Staatlichen Museen Kassel, Galerie Alte Meister im Schloss Wilhelmshöhe) | Eine Violine und eine Klarinette | 140 mm × 70 mm | 10. Februar 1961 |
| 50 DM | Männerportrait (nach dem Gemälde Mann mit Kind eines unbekannten schwäbischen Meisters; das Gemälde hängt im Frankfurter Städel-Museum)[12] | Holstentor in Lübeck | 150 mm × 75 mm | 18. Juni 1962 |
| 100 DM | Der Kosmograph Sebastian Münster (nach einem Gemälde von Christoph Amberger, Gemäldegalerie in Berlin) | Adler mit ausgebreiteten Schwingen (Bundesadler) | 160 mm × 80 mm | 26. Februar 1962 |
| 500 DM | Männerporträt (nach dem Gemälde Bildnis eines bartlosen Mannes von Hans Maler zu Schwaz, Kunsthistorisches Museum) | Burg Eltz in Rheinland-Pfalz | 170 mm × 85 mm | 26. April 1965 |
| 1000 DM | Der Magdeburger Theologe Dr. Johannes Scheyring (nach einem Gemälde von Lucas Cranach d. Ä., Königliche Museen der Schönen Künste in Brüssel) | Dom zu Limburg a. d. Lahn | 180 mm × 90 mm | 27. Juli 1964 |
Alle Scheine dieser Serie verfügen über Guillochen sowie je ein Wasserzeichen und einen eingelagerten Sicherheitsstreifen als Sicherheitsmerkmale.
Ersatzserie („BBk II“) und Bundeskassenscheine
Um im Falle größerer Störungen des Geldumlaufes gewappnet zu sein und gegebenenfalls einen schnellen Austausch der Banknoten vornehmen zu können, beschloss die Bundesregierung unter dem Eindruck des Kalten Krieges Anfang der 1960er-Jahre die Anschaffung von Reservebanknoten. Daher stellte die Bundesbank im Jahre 1962 eine Ersatzbanknoten-Serie mit den Nennwerten 10, 20, 50 und 100 DM unter der Bezeichnung „BBk II“ her. Diese wird auch „Bittrof-Serie“ genannt, nach dem Grafiker Max Bittrof, der die Scheine entworfen hatte. Zu dieser Serie gab es eine eigene Ausgabe nur für West-Berlin, in der es auch eine 5-DM-Note gab.
Im Jahre 1967 stellte die Bundesbank zusätzlich die so genannten „Bundeskassenscheine“ her. Diese hatten im Prinzip die gleiche Aufgabe wie die Ersatzbanknoten, waren aber wesentlich einfacher gestaltet. Ferner gab es sie nur in kleineren Nennwerten (5, 10 und 50 Pfennig sowie 1 und 2 DM), da besonders in Krisenzeiten der Materialwert von Münzen oft ihren Nennwert übersteigt und die Bevölkerung Münzen hortet.
Es gibt nur wenige Informationen zu diesen Serien. Die Bundesbank und das Finanzministerium beschlossen 1988, sie zu vernichten. Das Geld war nicht mehr fälschungssicher genug. Nur einige (gestohlene) Exemplare des Scheines zu 5 DM (1963, West-Berlin) sowie einige Bundeskassenscheine sind erhalten (da mit der Vernichtung eine private Entsorgungsfirma beauftragt wurde).[13]
Vierte Serie („BBk III“)
Die vierte und letzte Serie wurde ab 1989 gedruckt. Sie war aufgrund des technischen Fortschritts notwendig geworden, durch den die Fälschung der alten Banknoten immer leichter wurde. In die neuen Scheine wurden deshalb zahlreiche Sicherheitsmerkmale eingearbeitet. Neu eingeführt wurde als achter Nennwert der 200-DM-Schein.
Auffällig ist bei der Wahl der abgebildeten Personen die bewusste Ausgewogenheit hinsichtlich Geschlecht (abwechselnd Frau und Mann), Konfession und Arbeitsgebiet (Literatur, Musik, Naturwissenschaft, Geisteswissenschaft).
Die Rückseite zeigt ein Motiv aus dem Arbeitsgebiet und dem Lebensumfeld der auf der Vorderseite abgebildeten Person. Die Gestaltung der gesamten Serie stammte von Reinhold Gerstetter, dem seinerzeitigen Chefgrafiker der Bundesdruckerei.
Ursprünglich sollte der 5-DM-Schein abgeschafft werden; jedoch wurde er schließlich beibehalten, da nur eine gerade Anzahl von Nennwerten ein ausgewogenes Zahlenverhältnis zwischen Männern und Frauen ermöglichte.
| Nennwert | Vorderseite | Rückseite | Maße | Erstausgabe |
|---|---|---|---|---|
| 5 DM | Bettina von Arnim (1785–1859), Schriftstellerin; im Hintergrund eine Teilansicht des von ihrem Ehemann bewirtschafteten Gutes Wiepersdorf und ein Füllhorn als Symbol ihrer vielfältigen geistigen Interessen sowie historische Gebäude von Berlin | Brandenburger Tor und Unterschriften bedeutender Persönlichkeiten zur Zeit von Arnims vor dem Hintergrund eines Briefumschlages | 122 mm × 62 mm | 27. Oktober 1992 |
| 10 DM | Carl Friedrich Gauß (1777–1855), Mathematiker, Astronom, Geodät und Physiker; im Hintergrund Gebäude des historischen Göttingen, wo Gauß als Professor tätig war, und eine Abbildung der „Gauß’schen Glockenkurve“ (Normalverteilung) | Ein Sextant aus der Zeit von Carl Friedrich Gauß sowie ein Ausschnitt des Dreiecksnetzes der von Gauß durchgeführten Triangulation des Königreichs Hannover | 130 mm × 65 mm | 16. April 1991 |
| 20 DM | Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848), Dichterin; im Hintergrund historische Gebäude der Stadt Meersburg, wo sie zeitweilig wohnte, sowie ein Lorbeerzweig | Eine Schreibfeder und eine Buche als Hinweis auf die Novelle Die Judenbuche sowie ein stilisiertes aufgeschlagenes Buch | 138 mm × 68 mm | 30. März 1992 |
| 50 DM | Balthasar Neumann (1687–1753), Baumeister des Barock; im Hintergrund Ansichten historischer Gebäude aus Würzburg sowie ein Proportionalzirkel | Teilansichten von Gebäuden Neumanns, darunter das Treppenhaus der Würzburger Residenz und im Längsschnitt die Abteikirche Neresheim | 146 mm × 71 mm | 30. September 1991 mit Hologramm: 2. Februar 1998 |
| 100 DM | Clara Schumann (1819–1896), Komponistin und Pianistin; im Hintergrund historische Gebäude aus Leipzig und eine stilisierte Leier | Ein Konzertflügel und das Hoch’sche Konservatorium in Frankfurt (Wirkungsstätte Clara Schumanns) sowie eine schwingende Stimmgabel | 154 mm × 74 mm | 1. Oktober 1990 mit Hologramm: 1. Oktober 1997 |
| 200 DM | Paul Ehrlich (1854–1915), Mediziner und Serologe; im Hintergrund historische Gebäude in Frankfurt am Main, eine Röntgenstrukturanalyse sowie ein stilisiertes Molekülmodell des von ihm entdeckten Syphilismedikaments Salvarsan | Ein Mikroskop sowie abstrahierte Darstellungen von Viren und Bakterien, ein Äskulapstab und eine stilisierte Retorte | 162 mm × 77 mm | 1. Oktober 1990 mit Hologramm: 1. Oktober 1997 |
| 500 DM | Maria Sibylla Merian (1647–1717), Naturforscherin, Malerin und Kupferstecherin; im Hintergrund Gebäude des historischen Nürnberg und eine stilisierte Wespe | Abbildung eines Löwenzahns sowie einer Raupe und eines Falters des Ginster-Streckfußes aus einem ihrer Bücher | 170 mm × 80 mm | 27. Oktober 1992 |
| 1000 DM | Wilhelm (1786–1859) und Jacob Grimm (1785–1863), Sprachwissenschaftler und Sammler deutschen Sprach- und Kulturguts; im Hintergrund historische Gebäude der Stadt Kassel sowie ein Buchstabe „A“ als Symbol für das von den Grimms erschaffene Deutsche Wörterbuch | Eine aufgeschlagene Ansicht und ein handschriftlicher Entwurf der Grimms zum Deutschen Wörterbuch sowie des damaligen Standortes der Staatsbibliothek zu Berlin (Wirkungsstätte, heute juristische Bibliothek) und eine Illustration zum Märchen Die Sterntaler | 178 mm × 83 mm | 27. Oktober 1992 |
Bei der Erstausgabe waren die Sicherheitsmerkmale aller Banknoten einheitlich. Da die Banknoten zu 50, 100 und 200 DM relativ oft gefälscht wurden, erhielten diese Scheine ab Ende 1997 auf der Vorderseite ein zusätzliches auffälliges Sicherheitsmerkmal in Form eines Kinegramms (silbrige Spezialfolie); zusätzlich gab es einige kleinere Änderungen, u. a. ein verbesserter Kippeffekt.
Weitere Sicherheitsmerkmale auf allen Scheinen dieser Serie sind Guillochen, tastbare Schriftzüge, Wasserzeichen, ein beschrifteter Sicherheitsfaden und Durchsichtsregister.
Bei der Einführung der Serie kam es zu Irritationen, da fast gleichzeitig mit den neuen Banknoten auch noch eine große Menge druckfrischer Scheine der vorherigen Ausgabe in Umlauf kam. Die Deutsche Bundesbank begründete dies damit, dass man „Interventionsbestände“ für den Fall vorrätig gehalten habe, größere Scheinmengen kurzfristig austauschen zu müssen, die nun in den Umlauf gegeben worden seien. Auch gab es nach der Einführung des 10-DM-Scheines Medienberichte über Verwechslungen mit dem 100-DM-Schein wegen der Farbähnlichkeit.
Der 5-DM-Schein war im Vergleich zu den 5-DM-Münzen sehr selten.
Bargeldumlauf
| Art | Anteil an der Bargeldmenge | Umlaufwert |
|---|---|---|
| Münzen | 6 % | 15 Mrd. DM |
| 100-DM-Scheine | 36 % | 89 Mrd. DM |
| 1000-DM-Scheine | 31 % | 78 Mrd. DM |
| weitere Scheine | 26 % | 68 Mrd. DM |
Ende 1950 – eineinhalb Jahre nach der Einführung der Deutschen Mark – betrug die ausgegebene Bargeldmenge 8 Mrd. DM. Im Jahr 2000 waren es 250 Mrd. DM. Die Bargeldmenge nahm also innerhalb von fünfzig Jahren auf das 31-fache zu, während das reale Bruttosozialprodukt in diesem Zeitraum „nur“ auf das 8-fache stieg. Aus dieser Differenz lässt sich der Kaufkraftverlust der Deutschen Mark innerhalb dieser fünfzig Jahre ableiten.
Den größten Anteil am Papiergeld hatte im Jahr 2000 der 100-DM-Schein mit 36 %. Den zweitgrößten Anteil hatte mit 31 % kurioserweise der 1000-DM-Schein, obwohl er im normalen Bargeldverkehr kaum genutzt wurde.[14]
Noch vorhandenes Bargeld
| Zeitpunkt | Gesamtwert | Anteil gegenüber 2000 | Münzen | Anteil gegenüber 2000 | Scheine | Anteil gegenüber 2000 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2000 | 250 Mrd. DM | 100 % | 15 Mrd. DM | 100 % | 235 Mrd. DM | 100 % |
| 2005 | 14,83 Mrd. DM | 5,9 % | 7,24 Mrd. DM | 48,3 % | 7,59 Mrd. DM | 3,2 % |
| Nov. 2008 | 13,86 Mrd. DM | 5,5 % | 7,04 Mrd. DM | 46,9 % | 6,82 Mrd. DM | 2,9 % |
| April 2009 | 13,77 Mrd. DM | 5,5 % | 7,02 Mrd. DM | 46,8 % | 6,75 Mrd. DM | 2,9 % |
Wie die nebenstehende Tabelle zeigt, waren einige Jahre nach der Einführung des Euro noch beträchtliche Mengen an DM-Münzen und -Scheinen nicht umgetauscht. Ihr Gesamtwert betrug Ende 2008 knapp 14 Milliarden DM. Den größten Anteil an den nicht umgetauschten Banknoten haben mit 76,5 Millionen Stück (September 2005) die 10-DM-Scheine.
Fälschungen
Die Deutsche Mark war die am zweit häufigsten gefälschte Währung der Welt; nur der US-Dollar wurde öfter gefälscht. Im Jahre 1996 wurden weltweit Banknoten-Fälschungen der Deutschen Mark im Nennwert von 40 Millionen Mark sichergestellt. Diese Scheine lassen sich wie folgt aufschlüsseln:[16]
| Nennwert | Anteil |
|---|---|
| 5 DM | 0,1 % |
| 10 DM | 2,2 % |
| 20 DM | 4,8 % |
| 50 DM | 2,7 % |
| 100 DM | 63,5 % |
| 200 DM | 21,4 % |
| 500 DM | 2,6 % |
| 1000 DM | 2,7 % |
Demnach wurden 100- und 200-DM-Scheine am häufigsten gefälscht. Kleinere Scheine wurden wegen des geringeren Gewinns und größere Scheine wegen der größeren Auffälligkeit (sie werden kritischer betrachtet) nur selten gefälscht.
Besondere Berühmtheit in diesem Zusammenhang erlangte in den 1970er-Jahren Günter Hopfinger als Blütenrembrandt. Er hatte insgesamt 300 mit Hand gezeichnete Exemplare des 1000-DM-Scheins der dritten Serie hergestellt und musste deshalb eine Gefängnisstrafe von vier Jahren verbüßen.
Auf dem 50- und dem 100-DM-Schein der zweiten Serie wurden potentielle Geldfälscher durch einen kleingedruckten Hinweis gewarnt: Wer Banknoten nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Zuchthaus nicht unter zwei Jahren bestraft. Dieser Hinweis ist auch auf allen Scheinen der dritten Serie vorhanden. Mit Abschaffung des Zuchthauses 1969 wurde „Zuchthaus“ durch „Freiheitsstrafe“ ersetzt. In der vierten Serie wurde diese Strafandrohung weggelassen.
Außenwert der Deutschen Mark
Wechselkurs zum US-Dollar
Die Wechselkurse zum US-Dollar wurden anfangs festgelegt. In dieser Zeit wurde die Mark langsam aufgewertet. Anfang der 1970er-Jahre wurden die Wechselkurse freigegeben.[17]
Die Deutsche Mark erreichte ihren historischen Höchststand zum US-Dollar am 19. April 1995, als ein US-Dollar nur noch 1,3620 DM wert war (umgerechnet 1 € = 1,4360 $).[18]
Ihren Tiefststand zum Dollar hatte die D-Mark vom 3. April 1956 bis zum 9. April 1956, als ein US-Dollar 4,2161 DM kostete (umgerechnet 1 € = 0,4639 $).[18]
Übersicht der durchschnittlichen jährlichen Wechselkurse zum Dollar auf Basis der täglichen amtlichen Notierungen von der Frankfurter Börse:[18]
| Jahr | 1 USD | Jahr | 1 USD | Jahr | 1 USD | Jahr | 1 USD | Jahr | 1 USD |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1950 | 4,2000 | 1960 | 4,1704 | 1970 | 3,6463 | 1980 | 1,8158 | 1990 | 1,6161 |
| 1951 | 4,2000 | 1961 | 4,0221 | 1971 | 3,4795 | 1981 | 2,2610 | 1991 | 1,6612 |
| 1952 | 4,2000 | 1962 | 3,9978 | 1972 | 3,1889 | 1982 | 2,4287 | 1992 | 1,5595 |
| 1953 | 4,2000 | 1963 | 3,9864 | 1973 | 2,6590 | 1983 | 2,5552 | 1993 | 1,6544 |
| 1954 | 4,1993 | 1964 | 3,9748 | 1974 | 2,5897 | 1984 | 2,8456 | 1994 | 1,6218 |
| 1955 | 4,2107 | 1965 | 3,9943 | 1975 | 2,4631 | 1985 | 2,9424 | 1995 | 1,4338 |
| 1956 | 4,2027 | 1966 | 3,9982 | 1976 | 2,5173 | 1986 | 2,1708 | 1996 | 1,5037 |
| 1957 | 4,2012 | 1967 | 3,9866 | 1977 | 2,3217 | 1987 | 1,7982 | 1997 | 1,7348 |
| 1958 | 4,1919 | 1968 | 3,9923 | 1978 | 2,0084 | 1988 | 1,7584 | 1998 | 1,7592 |
| 1959 | 4,1791 | 1969 | 3,9244 | 1979 | 1,8330 | 1989 | 1,8813 | 1999 | – |
Wechselkurs zum Schweizer Franken
Übersicht der durchschnittlichen jährlichen Wechselkurse zum Schweizer Franken auf Basis der täglichen amtlichen Notierungen von der Frankfurter Börse:[19]
| Jahr | 100 CHF | Jahr | 100 CHF | Jahr | 100 CHF | Jahr | 100 CHF | Jahr | 100 CHF |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1950 | – | 1960 | 96,564 | 1970 | 84,601 | 1980 | 108,478 | 1990 | 116,501 |
| 1951 | – | 1961 | 93,133 | 1971 | 84,578 | 1981 | 115,252 | 1991 | 115,740 |
| 1952 | – | 1962 | 92,461 | 1972 | 83,537 | 1982 | 119,721 | 1992 | 111,198 |
| 1953 | 97,861 | 1963 | 92,249 | 1973 | 84,005 | 1983 | 121,614 | 1993 | 111,949 |
| 1954 | 97,929 | 1964 | 92,035 | 1974 | 87,010 | 1984 | 121,181 | 1994 | 118,712 |
| 1955 | 98,247 | 1965 | 92,309 | 1975 | 95,232 | 1985 | 120,016 | 1995 | 121,240 |
| 1956 | 98,073 | 1966 | 92,421 | 1976 | 100,747 | 1986 | 120,918 | 1996 | 121,891 |
| 1957 | 98,018 | 1967 | 92,111 | 1977 | 96,843 | 1987 | 120,588 | 1997 | 119,508 |
| 1958 | 97,794 | 1968 | 92,507 | 1978 | 112,924 | 1988 | 120,060 | 1998 | 121,414 |
| 1959 | 96,717 | 1969 | 91,002 | 1979 | 110,229 | 1989 | 115,042 | 1999 | – |
Wechselkurs zum Pfund Sterling
Übersicht der durchschnittlichen jährlichen Wechselkurse zum Britischen Pfund auf Basis der täglichen amtlichen Notierungen von der Frankfurter Börse:[20]
| Jahr | 1 GBP | Jahr | 1 GBP | Jahr | 1 GBP | Jahr | 1 GBP | Jahr | 1 GBP |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1950 | – | 1960 | 11,709 | 1970 | 8,736 | 1980 | 4,227 | 1990 | 2,877 |
| 1951 | – | 1961 | 11,271 | 1971 | 8,505 | 1981 | 4,556 | 1991 | 2,926 |
| 1952 | – | 1962 | 11,225 | 1972 | 7,974 | 1982 | 4,242 | 1992 | 2,753 |
| 1953 | 11,702 | 1963 | 11,162 | 1973 | 6,514 | 1983 | 3,871 | 1993 | 2,4830 |
| 1954 | 11,7353 | 1964 | 11,098 | 1974 | 6,055 | 1984 | 3,791 | 1994 | 2,4816 |
| 1955 | 11,7376 | 1965 | 11,167 | 1975 | 5,449 | 1985 | 3,785 | 1995 | 2,2620 |
| 1956 | 11,708 | 1966 | 11,167 | 1976 | 4,553 | 1986 | 3,184 | 1996 | 2,3478 |
| 1957 | 11,732 | 1967 | 10,961 | 1977 | 4,051 | 1987 | 2,941 | 1997 | 2,8410 |
| 1958 | 11,715 | 1968 | 9,558 | 1978 | 3,853 | 1988 | 3,124 | 1998 | 2,9142 |
| 1959 | 11,738 | 1969 | 9,381 | 1979 | 3,888 | 1989 | 3,081 | 1999 | – |
Anmerkung: Ab 1993 sowie 1954 und 1955 wurden die Kurse 4-stellig notiert.
Wechselkurs zum Japanischen Yen
Übersicht der durchschnittlichen jährlichen Wechselkurse zum Japanischen Yen auf Basis der täglichen amtlichen Notierungen von der Frankfurter Börse:[21] (Angaben bis 1970 fehlen, weil bis dahin Yen und Dollar einen festen Wechselkurs hatten.)
| Jahr | 100 JPY | Jahr | 100 JPY | Jahr | 100 JPY |
|---|---|---|---|---|---|
| 1970 | 1,0183 | 1980 | 0,8064 | 1990 | 1,1183 |
| 1971 | 0,9996[22] | 1981 | 1,0255 | 1991 | 1,2346 |
| 1972 | 1,0534 | 1982 | 0,9766 | 1992 | 1,2313 |
| 1973 | 0,9795 | 1983 | 1,0764 | 1993 | 1,4945 |
| 1974 | 0,8888 | 1984 | 1,1974 | 1994 | 1,5870 |
| 1975 | 0,8301 | 1985 | 1,2338 | 1995 | 1,5293 |
| 1976 | 0,8500 | 1986 | 1,2915 | 1996 | 1,3838 |
| 1977 | 0,8671 | 1987 | 1,2436 | 1997 | 1,4378 |
| 1978 | 0,9626 | 1988 | 1,3707 | 1998 | 1,3484 |
| 1979 | 0,8424 | 1989 | 1,3658 | 1999 | – |
Bedeutung der Deutschen Mark
In anderen Staaten
Im Kosovo und in Montenegro wurde die D-Mark aufgrund der hohen Geldentwertung der heimischen Währung zeitweise offizielles Zahlungsmittel. In vielen anderen osteuropäischen Ländern wurde die D-Mark aufgrund der hohen Nachfrage inoffizielle Landeswährung. Einige Währungen, wie die Konvertible Mark in Bosnien und Herzegowina und der bulgarische Lew, wurden im Verhältnis 1:1 an die Deutsche Mark gebunden.
Die D-Mark galt nach dem Schweizer Franken als stabilste Währung in Europa. Deshalb war sie lange Zeit inoffizielle Leitwährung in vielen Ländern, vor allem innerhalb der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.[17]
| Währung | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| US-Dollar | 59,0 % | 62,1 % | 65,2 % | 69,3 % | 70,9 % | 70,5 % | 70,7 % | 66,5 % | 65,8 % | 65,9 % | 66,4 % | 65,5 % | 64,1 % | 64,0 % |
| Euro | – | – | – | – | 17,9 % | 18,8 % | 19,8 % | 24,2 % | 25,3 % | 24,9 % | 24,3 % | 25,1 % | 26,3 % | 26,5 % |
| Deutsche Mark | 15,8 % | 14,7 % | 14,5 % | 13,8 % | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Pfund Sterling | 2,1 % | 2,7 % | 2,6 % | 2,7 % | 2,9 % | 2,8 % | 2,7 % | 2,9 % | 2,6 % | 3,3 % | 3,6 % | 4,4 % | 4,7 % | 4,1 % |
| Yen | 6,8 % | 6,7 % | 5,8 % | 6,2 % | 6,4 % | 6,3 % | 5,2 % | 4,5 % | 4,1 % | 3,9 % | 3,7 % | 3,1 % | 2,9 % | 3,3 % |
| Französischer Franc | 2,4 % | 1,8 % | 1,4 % | 1,6 % | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Schweizer Franken | 0,3 % | 0,2 % | 0,4 % | 0,3 % | 0,2 % | 0,3 % | 0,3 % | 0,4 % | 0,2 % | 0,2 % | 0,1 % | 0,2 % | 0,2 % | 0,1 % |
| Sonstige | 13,6 % | 11,7 % | 10,2 % | 6,1 % | 1,6 % | 1,4 % | 1,2 % | 1,4 % | 1,9 % | 1,8 % | 1,9 % | 1,8 % | 1,8 % | 2,0 % |
| Quellen: 1995–2008: IWF (Internationaler Währungsfonds): Currency Composition of Official Foreign Exchange Reserves | ||||||||||||||
In Deutschland nach der Euro-Einführung
Umrechnungswährung
Nach der Euro-Einführung dient die D-Mark den Deutschen vor allem als Vergleichswährung zum Einschätzen von Preisen. Allerdings kann dies einen falschen Eindruck der Preise vermitteln, da die meisten Menschen die Inflation hierbei nicht berücksichtigen und die Preise mit denen von 2001 vergleichen.
Eine im November 2004 veröffentlichte TNS-Emnid-Studie kam zu dem Ergebnis, dass 66 % aller Bürger in der Bundesrepublik die Euro-Beträge noch in D-Mark umrechneten. Bei den Männern waren es 54 %, bei den Frauen 74 %. Bezogen auf das Alter rechneten jüngere Leute im Jahre 2004 noch zu 41 % in D-Mark um, die über 50-Jährigen zu 71 %. Dem kommt es entgegen, dass die Deutschen mit einem Umrechnungskurs von 1 € = 1,95583 DM, also annähernd 1 € = 2 DM (mit einem Fehler von etwa 2,2 %), nach den Portugiesen (1 € = 200,482 Escudos) den leichtesten Umrechnungskurs aller Euroländer haben (zum Vergleich: 1 € = 13,7603 ATS (Österreich) = 6,55957 FF (Frankreich) = 166,386 ESP (Spanien)).
Wahrnehmung der Deutschen Mark als stärkeres Geld als der Euro
| Monat | Veränderung zum Vorjahresmonat | Monat | Veränderung zum Vorjahresmonat |
|---|---|---|---|
| Jan. 2001 | 1,4 % | Jan. 2002 | 2,1 % |
| Feb. 2001 | 1,8 % | Feb. 2002 | 1,8 % |
| Mär. 2001 | 1,8 % | Mär. 2002 | 2,0 % |
| Apr. 2001 | 2,2 % | Apr. 2002 | 1,5 % |
| Mai 2001 | 2,7 % | Mai 2002 | 1,2 % |
| Jun. 2001 | 2,5 % | Jun. 2002 | 1,0 % |
| Jul. 2001 | 2,2 % | Jul. 2002 | 1,2 % |
| Aug. 2001 | 2,2 % | Aug. 2002 | 1,2 % |
| Sep. 2001 | 2,0 % | Sep. 2002 | 1,1 % |
| Okt. 2001 | 1,8 % | Okt. 2002 | 1,3 % |
| Nov. 2001 | 1,5 % | Nov. 2002 | 1,2 % |
| Dez. 2001 | 1,6 % | Dez. 2002 | 1,2 % |
Die Deutsche Mark wird im Vergleich zum Euro nach wie vor als „stärkere“ Währung angesehen. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Mark als Symbol für das Wirtschaftswunder in Deutschland angesehen wird. Diese Einstellung hat den Begriff „Teuro“ entstehen lassen. In diesem Zusammenhang wird häufig auch angeführt, dass viele Waren mittlerweile in Euro einen ähnlich hohen Betrag kosten wie seinerzeit in D-Mark. Dies liegt daran, dass die jährliche Teuerungsrate nicht einbezogen wird. Tatsächlich war dieser Effekt zu DM-Zeiten auch zu beobachten, jedoch gab es keinen Fixpunkt durch ein Basisjahr. Dennoch sehen laut einer Umfrage des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) aus dem Jahr 2008 etwa die Hälfte der Befragten (53 %) die Einführung des Euro als Hauptgrund für die Preissteigerungen der letzten Jahre.
Die Inflationsrate ist mit durchschnittlich 2 % seit der Währungsunion relativ gering; der Euro gehört somit zu den stabilsten Währungen und ist der D-Mark in dieser Hinsicht überlegen. Aus nebenstehender Übersicht lässt sich außerdem entnehmen, dass es unmittelbar nach der Einführung des Euro keinen Zuwachs der Verteuerungsrate gab; eher das Gegenteil ist der Fall. Dennoch wünschen sich 34 % der Befragten oben erwähnter Umfrage eine Abschaffung des Euro und eine Wiedereinführung der D-Mark.[24]
Rechtliches
Die Hoheit über die Banknoten und die Festlegung der Umlaufmenge lag bei der Deutschen Bundesbank. Die Münzen wurden vom Bundesfinanzministerium ausgegeben (Münzrecht), und die Einnahmen (Münznutzen) fielen diesem direkt zu.
Einzelnachweise
- ↑ a b Gesetz über die Beendigung der Zahlungsmitteleigenschaft der auf Deutsche Mark lautenden Banknoten und der auf Deutsche Mark oder Deutsche Pfennig lautenden Bundesmünzen
- ↑ Erstes Gesetz zur Neuordnung des Geldwesens
- ↑ Zweites Gesetz zur Neuordnung des Geldwesens
- ↑ Drittes Gesetz zur Neuordnung des Geldwesens
- ↑ Viertes Gesetz zur Neuordnung des Geldwesens
- ↑ Gesetz zu Errichtung der Bank deutscher Länder
- ↑ a b c „Der Teuro von 1948“, bei Spiegel-online anlässlich des 60. Jubiläums der Währungsreform
- ↑ Roeper, Hans: Die D-Mark – Vom Besatzungskind zum Weltstar. Societäts-Verlag, Frankfurt a. M. 1978, ISBN 3-7973-0322-X; S. 282
- ↑ Übersicht über die DM-Kursmünzen mit Wertangaben bei Münztreff.de
- ↑ BGBl I 2000, S. 2045; Gesetz über die Ausprägung einer 1-DM-Goldmünze und die Errichtung der Stiftung „Geld und Währung“
- ↑ 20. Juni 1948: „Bären-Mark“
- ↑ Für die verbreitete Behauptung, es handle sich um ein Porträt des Kämmerers Hans Urmiller, finden sich in den offiziellen Quellen der Bundesbank keine Belege.
- ↑ „Deutschlands geheime Währung – Die Schatten-Mark“ bei sueddeutsche.de
- ↑ Creutz, Helmut: Das Geld Syndrom: Wege zu einer krisenfreien Wirtschaftsordnung, Verlagshaus Mainz, Aachen 2004, ISBN 3-9284-9346-9, S. 41
- ↑ Angaben der Bundesbank zu noch nicht umgetauschtem DM-Bargeld
- ↑ „Brennpunkt: Falschgeld“ bei Focus online (8. Sep. 1997)
- ↑ a b „Geschichte der D-Mark“ bei Planet Wissen
- ↑ a b c Deutsche Bundesbank (Hrsg.): Zeitreihe WJ5009: Devisenkurse der Frankfurter Börse / 1 USD = … DM / Vereinigte Staaten
- ↑ Deutsche Bundesbank (Hrsg.): Zeitreihe WJ5016: Devisenkurse der Frankfurter Börse / 100 CHF = … DM / Schweiz
- ↑ Deutsche Bundesbank (Hrsg.): Zeitreihe WJ5005: Devisenkurse der Frankfurter Börse / 1 gBP = … DM / Vereinigtes Königreich
- ↑ Deutsche Bundesbank (Hrsg.): Zeitreihe WJ5014: Devisenkurse der Frankfurter Börse / 100 JPY = … DM / Japan
- ↑ Vom 7. September 1971 bis 5. Januar 1972 Notierung ausgesetzt
- ↑ Statistisches Bundesamt
- ↑ „Jeder dritte Deutsche will die D-Mark zurück“, bei Spiegel-online (2. Mai 2008)
Siehe auch
- Deutsche Münzen
- Deutsche Währungsgeschichte
- Zur beschränkt konvertierbaren D-Mark, siehe Beko-Mark
Literatur
- Erik Hahn, Marcus Reif: „Sie lebt noch, stirbt nicht“ – Die D-Mark ist noch immer als Gegenleistung geeignet, JURA 2008, S. 569–573.
- Holger Rosenberg: Die deutschen Banknoten ab 1871, ISBN 3-924861-73-0. (so genannter Rosenberg-Katalog, Standardwerk für Sammler deutscher Banknoten, alle Banknoten abgebildet, einschließlich Probedrucke und nicht ausgegebenem Militärgeld der DDR)
- Bundeswirtschaftsministerium: Zehn Jahre Deutsche Mark – Berichte, Reden, Kommentare, Bonn 1958. (nur 500 Exemplare gedruckt)
- Helmut Kahnt, Martin Pontzen, Michael H. Schöne, Karlheinz Walz: Die Geschichte der Deutschen Mark in Ost und West. Gietl, Regenstauf 2003, ISBN 3-924861-68-4. (Chronik von den 1940er-Jahren bis zur Euro-Bargeldeinführung, volkswirtschaftliche und währungspolitische Aspekte, Details zur Produktion der Münzen und Banknoten)
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