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 Worms

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Worms (Begriffsklärung) aufgeführt.
WappenDeutschlandkarte
49.6313888888898.362587–167
Basisdaten
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis:Kreisfreie Stadt
Höhe:87–167 m ü. NN
Fläche:108,77 km²
Einwohner:

82.040 (31. Dez. 2008)[1]

Bevölkerungsdichte:754 Einwohner je km²
Postleitzahlen:67547–67551
Vorwahlen:06241,
06242, 06246, 06247
Kfz-Kennzeichen:WO
Gemeindeschlüssel:07 3 19 000
Adresse der Stadtverwaltung:Marktplatz 2
67547 Worms
Webpräsenz:www.worms.de
Oberbürgermeister:Michael Kissel (SPD)
Lage von Worms in Rheinland-Pfalz
Logo der “Nibelungenstadt Worms”
Der Wormser Dom St. Peter

Worms [vɔʁms, im Dialekt vɔms] (kelt. Borbetomagus; lat. Civitas Vangionum; jidd. Vermayze bzw. װערמײַזע) ist eine kreisfreie Stadt im südöstlichen Rheinland-Pfalz und liegt direkt am westlichen Rheinufer. Das Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums liegt am Rand der Metropolregion Rhein-Neckar.

Die heutigen Bewohner der von den Kelten gegründeten Stadt streiten sich mit Augsburgern, Trierern, Kemptenern und Regensburgern um den Titel der ältesten Stadt Deutschlands. Worms ist einziges deutsches Mitglied im Most Ancient European Towns Network (Arbeitskreis der ältesten Städte Europas).

Bekannt ist Worms als Nibelungen- und Lutherstadt und für seinen Dom, der neben dem Mainzer und dem Speyerer Dom einer der drei romanischen Kaiserdome ist.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Worms mit Nibelungenbrücke, Dom, Rhein und Rheinpromenade

Geographische Lage

Worms liegt im Ostteil von Rheinland-Pfalz in der Oberrheinischen Tiefebene. Es befindet sich im Südostteil der Region Rheinhessen zwischen Mainz im Norden und Ludwigshafen im Süden am linken, westlichen Rheinufer. Im nördlichen Stadtgebiet mündet die Pfrimm in den Rhein, die südlichen Stadtteile werden vom auch in diesen Fluss mündenden Eisbach (hier auch Altbach genannt) durchflossen. Im äußersten Südosten der Stadt verläuft der Unterlauf des Eckbachs, der ebenfalls in den Rhein fließt.

Im Südwesten, 15 km entfernt, liegen die Ausläufer des Pfälzerwalds, im Westen die Hügellandschaft des Wonnegaus, jenseits des Rheins schließt sich an die Ebene der hessische Teil des Odenwalds an.

Die niedrigste Stelle von Worms liegt mit 86,5 m ü. NHN beim nördlichen Stadtteil Ibersheim am direkt am Rhein gelegenen Ibersheimer Wörth, die höchste Stelle befindet sich mit 167 m an der westlichen Stadtgrenze zwischen dem Stadtteil Pfeddersheim und dem westlich angrenzenden Nieder-Flörsheim unmittelbar an der Nieder-Flörsheimer Straße (Landesstraße 443).

Einzugsgebiet

Als Mittelzentrum ist Worms dem Wonnegau mit der Stadt Osthofen sowie den Verbandsgemeinden Eich, Monsheim und Westhofen direkt zugeordnet. Zum Einzugsgebiet der Stadt gehören ferner Teile des Hessischen Rieds sowie der nördlichen Vorderpfalz.

Worms liegt im Norden der Metropolregion Rhein-Neckar und gilt aufgrund seiner Lage gleichzeitig als Bindeglied zwischen diesem Verdichtungsraum im Süden und dem Rhein-Main-Gebiet im Norden.

Stadtgliederung

Die 19 Stadtteile von Worms

Worms ist in acht Stadtbezirke mit 19 Stadtteilen gegliedert[2]. Die 13 eingemeindeten Stadtteile (Untergliederungen der Stadtbezirke 4 bis 7), die gleichzeitig neben der zentralen Gemarkung Worms Gemarkungen bilden, legen mit großem Selbstbewusstsein Wert auf die Erhaltung ihres typischen Charakters. Stadtteilbezogene Weinfeste finden zum Beispiel im Herrnsheimer Schlosshof der früheren Fürsten von Dalberg oder an den mittelalterlichen Stadtmauern von Pfeddersheim statt.

Stadtteile von Worms, nach Stadtbezirken
StadtteilFläche
ha[3]
Einwohner 2)Lage zum StadtzentrumeingemeindetGemarkungs-
schlüssel[4]
Stadtbezirk 0 Innenstadt
01 Stadtzentrum000000000000086.000000000086000000000007829.00000000007.829  -073911
Stadtbezirk 1 Stadtgebiet Süd
11 Innenstadt Süd000000000000261.0000000000261000000000004967.00000000004.967südlich angrenzend -073911
12 Karl-Marx-Siedlung000000000000643.0000000000643000000000001142.00000000001.142südlich des Zentrums (3 km) -073911
Stadtbezirk 2 Stadtgebiet Nord
21 Innenstadt Nord000000000000723.0000000000723000000000008527.00000000008.527nördlich angrenzend -073911
Stadtbezirk 3 Stadtgebiet Südwest
31 Innenstadt West000000000000155.0000000000155000000000009118.00000000009.118westlich angrenzend -073911
32 Innenstadt Südwest000000000000176.0000000000176000000000001654.00000000001.654südwestlich angrenzend -073911
Stadtbezirk 4 Westliche Vororte
41 Pfiffligheim000000000000393.0000000000393000000000003449.00000000003.449westlich des Zentrums1898-10-011. Oktober 1898073913
42 Hochheim000000000000242.0000000000242000000000003310.00000000003.310nordwestlich des Zentrums1898-10-011. Oktober 1898073909
43 Neuhausen000000000000185.0000000000185000000000010144.000000000010.144nördlich des Zentrums1898-04-011. April 1898073910
44 Herrnsheim000000000001217.00000000001.217000000000005947.00000000005.947im Norden der Stadt (5 km)1942-04-011. April 1942073903
45 Leiselheim000000000000259.0000000000259000000000001994.00000000001.994außerhalb im Westen (4 km)1942-04-011. April 1942073914
Stadtbezirk 5 Vororte Südwest
51 Horchheim000000000000575.0000000000575000000000004514.00000000004.514südwestlich des Zentrums (4,5 km)1942-04-011. April 1942073908
52 Weinsheim000000000000417.0000000000417000000000002753.00000000002.753im Südwesten der Stadt (4 km)1942-04-011. April 1942073912
53 Wiesoppenheim000000000000354.0000000000354000000000001720.00000000001.720außerhalb im Südwesten (5,5 km)1969-06-077. Juni 1969073907
54 Heppenheim000000000001126.00000000001.126000000000001947.00000000001.947außerhalb im Südwesten (9 km)1969-06-077. Juni 1969073906
Stadtbezirk 6 Westliche Außenbezirke
61 Pfeddersheim000000000001187.00000000001.187000000000006842.00000000006.842außerhalb im Westen (7 km)1969-06-077. Juni 1969073905
62 Abenheim000000000001090.00000000001.090000000000002536.00000000002.536außerhalb im Nordwesten (10 km)1969-06-077. Juni 1969073904
Stadtbezirk 7 Nördliche Vororte
71 Rheindürkheim000000000000812.0000000000812000000000002873.00000000002.873außerhalb im Norden (8 km)1969-06-077. Juni 1969073902
72 Ibersheim000000000000972.0000000000972000000000000685.0000000000685außerhalb im Norden (13 km)1969-06-077. Juni 1969073901

2) Stand: 1. Januar 2009 (Innenstadt: 31. Dezember 2007)

Klima

Niederschlagsmittelwerte von Worms für den Zeitraum von 1961 bis 1990

Aufgrund seiner Lage in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Pfälzerwald und Donnersberg im Westen und dem Odenwald im Osten ist Worms einer der wärmsten und trockensten Orte Deutschlands.

Lufttemperatur

Das langjährige Mittel der Lufttemperatur des Zeitraums 1951 bis 1980 beträgt 10,3 °C. In den vergangenen Jahren wurde eine Steigerung des Jahresmittels der Lufttemperatur beobachtet. So betrug im Jahr 2008 die gemittelte Lufttemperatur an der Hagenstraße 12,2 °C[5], während im gleichen Zeitraum fünf Kilometer weiter westlich in Worms-Leiselheim eine gemittelte Lufttemperatur von 11,3 °C gemessen wurde [6]. Die Lufttemperatur betrug für das Jahr 2007 (gemittelt) an der Hagenstraße 12,7 °C und in Leiselheim 11,7 °C.

Niederschlag

Die gemittelte Niederschlagsmenge des Zeitraums von 1961 bis 1990 beträgt 608 mm. Der Niederschlag fällt vor allem in den Monaten Mai, Juni und Juli. Im Jahr 2008 betrug der Jahresniederschlag an der Hagenstraße 492,2 mm, während im gleichen Zeitraum fünf Kilometer weiter westlich in Worms-Leiselheim ein Jahresniederschlag von 529.4 mm gemessen wurde.

Die Niederschlagsmengen betrugen für das Jahr 2007 (gemittelt) – Hagenstraße 545,8 mm – Leiselheim 622,6 mm. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 23% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juli. Im Juli fallen 2 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren verhältnismäßig stark. An 69% der Messstationen in Deutschland werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Sonnenscheindauer

Das langjährige Mittel (1951 – 1980) beträgt 1709.7 Stunden. In den vergangenen 2 Jahren wurde in Leiselheim eine Steigerung des Jahresmittels der Sonnenstunden beobachtet. Im Jahr 2007 gab es 1886 Std. Sonne, eine Abweichung zum langjährigen Mittel von + 176.3 Std. bzw. + 10.3%, im Jahr 2008 wurden sogar 2007 Stunden ermittelt. Das ist eine Abweichung zum langjährigen Mittel von + 297.3 Std. bzw. + 17.4%.

Geschichte

Stadtgründung bis 9. Jahrhundert

Das Stadtgebiet wurde erstmals in der Jungsteinzeit (Neolithikum) etwa um 5000 v. Chr. von Ackerbauern und Viehzüchtern besiedelt.

Auf der unscheinbaren Anhöhe Adlerberg am Rhein im Süden von Worms wurden von 1896 bis 1951 insgesamt 25 Gräber aus verschiedenen Zeiten entdeckt. Davon stammen nach heutiger Kenntnis acht Gräber von der Adlerbergkultur (etwa 2300/2200-1800 v. Chr.) aus der Frühbronzezeit. Um die Erforschung dieser Funde hat sich der Wormser Arzt Karl Koehl verdient gemacht, auf den der Begriff „Adlerbergkultur“ zurückgeht.[7]

Der älteste überlieferte Ortsname ist keltischen Ursprungs, und blieb in dem lateinischen Namen der Stadt, Borbetomagus, was soviel wie „Feld am Borbeta“ bedeutet, erhalten. In der latinisierten Endung -magus hat sich das keltische Wort für Feld, Wiese, Ebene, erhalten.[8] Worms wurde Hauptort des halbautonomem Verwaltungsbezirks (lat. Civitas) Civitas Vangionum. Dieser war nach dem hier seit dem ersten nachchristlichen Jahrhundert ansässigen Stamm der Vangionen benannt. Vangionen nannten sich die Wormser noch bis in das 16. Jahrhundert. Von dieser Bezeichnung ist auch der Name Wangengau für die Umgebung von Worms abgeleitet, der dann vom Volksmund in das verständlichere Wonnegau umgesetzt wurde. Worms heißt die Stadt seit dem 6./7. Jahrhundert, in der lateinischen Form Wormatia.

In fränkischer Zeit setzt die gesicherte Wormser Bischofsliste mit Bischof Berchtulf ein, der 614 an der Pariser Synode teilnahm. Unter den Karolingern bildete Worms eines der Machtzentren, so dass seine Bischöfe im 8. und 9. Jahrhundert dem Königshof nahe standen.

Mittelalter und Neuzeit

Briefmarke mit Abbildung des Reichstages von 1495
Worms – nach Sebastian Münster 1550
Worms – nach Braun/Hogenberg 1576
Worms – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian dem Jüngeren 1655

Im 9. Jahrhundert machte Kaiser Karl der Große Worms zu seinem Wintersitz. 829 und 926 fanden Reichstage des Ostfrankenreiches in Worms statt. Zu dieser Zeit war Worms, das im 9. Jahrhundert noch eines der karolingischen Machtzentren gewesen war, durch die fränkische Reichsteilung schon in eine Randlage gerückt.

Erst mit den Saliern begann der Aufstieg der Stadt zu ihrer größten Blüte. 1074 erlangte sie die Zollfreiheit. 1076 fand hier ein weiterer Reichstag statt, auf dem König Heinrich IV. Papst Gregor VII. für abgesetzt erklärte und dafür umgehend mit dem Kirchenbann belegt wurde – eine der Folgen dieser Ereignisse war dann der Gang nach Canossa.

Eine herausragende Stellung nahm die jüdische Gemeinde ein, die im 11. Jahrhundert (zusammen mit der Mainzer und der Speyerer Gemeinde) eine der bedeutendsten im Reich war. 1096 brach über die Stadt die Judenverfolgung des ersten Kreuzzuges herein, die zwar zahlreiche Todesopfer forderte, von der sich die Gemeinde aber bald wieder erholte, wie die Neubauten von Synagoge und Mikwe aus dem 12. Jahrhundert belegen. Der führende jüdische Gelehrte Raschi studierte hier an der jüdischen Akademie. Ein eigenes jüdisches Viertel blieb auch erhalten, als im 15. Jahrhundert die Juden anderer Städte ausgewiesen wurden.

1122 wurde hier das Wormser Konkordat geschlossen. In dieser Zeit bildet sich die städtische Verfassung mit einem selbständig agierenden Stadtrat als Vertreter der Bürgerschaft heraus. Nach dem Untergang der Salier 1125 verbanden sich auch die Staufer eng mit der Stadt. 1184 räumte Kaiser Friedrich Barbarossa der Stadt umfangreiche Freiheitsrechte ein, was als Begründung der Reichsstadt gelten kann. Das 12. Jahrhundert war dann vom beginnenden Streit zwischen dem Bischof und dem Stadtrat um die faktische Herrschaft über die Stadt geprägt – ein Konflikt, der bis ins 16. Jahrhundert andauern sollte.

1495 fand unter Kaiser Maximilian erneut ein Reichstag statt, auf dem die Reichssteuer, das Reichskammergericht und das Fehdeverbot des Ewigen Landfriedens eingeführt wurden. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Stadt den Höhepunkt ihrer wirtschaftlichen Blüte schon überschritten. Der Bürgeraufstand 1512/13 und die Fehde mit Franz von Sickingen 1515-1519 zerrütteten die finanziellen Verhältnisse der Stadt weiter. Faktisch war die Stadt zwar eine freie Reichsstadt, aber dem Bischof und der Geistlichkeit, die nach verschiedenen Schätzungen zwischen 30 und 50 Prozent der Stadtbevölkerung ausmachten (wobei Gesinde und Dienstpersonal mitgezählt werden), war es in zähen Verhandlungen gelungen, derart viele Sonderrechte durchzusetzen, dass der Handlungsspielraum des Stadtrates eng begrenzt war. Außerdem war im Laufe des 15. Jahrhunderts der Einfluss der kurpfälzischen Rheingrafen auf die Stadt stark gestiegen. Zeitweise waren der Wormser und der Speyerer Bischofsstuhl von Brüdern des Pfalzgrafen besetzt.

Wie in vielen anderen Städten breitete sich besonders im geistig freien Stadtklima das neue Gedankengut der Reformation auch in Worms früh und schnell aus. Beschleunigt wurde dies in Worms durch den Reichstag zu Worms, auf dem Martin Luther gegenüber Kaiser Karl V. seine in Wittenberg veröffentlichten 95 Thesen verteidigte. Worms wurde zu einem Zentrum und Experimentierfeld der Reformation: 1524 wurde hier erstmals eine deutsche evangelische Messe gedruckt, 1526 veröffentlichte William Tyndale die erste englische Version des Neuen Testaments in Worms. Der Versuch des Wormser Stadtrates, im Fahrwasser des Bauernkrieges 1525 die bischöfliche Bevormundung endgültig loszuwerden, scheiterte allerdings. Worms wurde zwar evangelisch (Katholiken waren beispielsweise bis 1792 vom Stadtrat ausgeschlossen), der Bischof und die Geistlichen behielten aber ihre Sonderrechte und den Dom.

1689 wurde die Stadt im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch Truppen König Ludwig XIV. zerstört.

19. und 20. Jahrhundert

Von 1792 bis 1814 gehörte Worms zu Frankreich, seit 1815 zum Großherzogtum Hessen als Teil der Provinz Rheinhessen. 1835 wurden in Rheinhessen die vier Kreise Mainz, Bingen, Alzey und Worms als staatliche Verwaltungsbezirke eingerichtet.

Im Zuge der 1874 im Großherzogtum Hessen nach preußischem Vorbild vorgenommenen Reform der Kreisverfassung kam es auch zu einer neuen Kreiseinteilung. Die damals geschaffene Gliederung der Provinz Rheinhessen in fünf Kreise (Alzey, Bingen, Mainz, Worms, Oppenheim) hatte mehr als sechs Jahrzehnte Bestand.

Nach der 1937 durchgeführten Aufhebung der drei Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen wurde am 1. November 1938 in Hessen eine einschneidende Gebietsreform durchgeführt. Im Umkreis von Worms wurden der Kreis Oppenheim und der Kreis Bensheim aufgelöst. Dabei wurden die rechtsrheinischen Gemeinden Lampertheim, Bürstadt, Hofheim und Biblis dem neugeschaffenen Landkreis Worms, der aus dem Kreis Worms hervorging, angegliedert. Die Städte Mainz und Worms wurden als Stadtkreise verselbständigt. Diese so geschaffene Verwaltungsgliederung hatte bis zum Kriegsende 1945 Bestand.

Durch zwei alliierte Bombenangriffe am 21. Februar und 18. März 1945 wurde die Stadt fast völlig zerstört. Der britische Luftangriff vom 21. Februar 1945 zielte auf den am Rand der Innenstadt gelegenen Hauptbahnhof und die südwestlich des Stadtzentrums gelegenen Chemiefabriken, zerstörte aber auch weite Teile des Stadtzentrums. Der Angriff erfolgte mit 334 Flugzeugen, diese warfen innerhalb weniger Minuten 1100 Tonnen Bomben über der Innenstadt ab. In Brand gesetzt wurde dabei auch der Wormser Dom. Durch die Angriffe wurden 239 Einwohner der Stadt getötet, 35.000 Einwohner (60,34 % der Gesamtbevölkerung von damals 58.000) wurden obdachlos. Insgesamt wurden 6.490 Gebäude sehr schwer beschädigt oder vollständig zerstört. Die Innenstadt wurde nach dem Krieg in größtenteils modernem Stil wieder aufgebaut.

Die vormalige hessische Provinz Rheinhessen wurde 1946 zum Regierungsbezirk Rheinhessen des neu gegründeten Bundeslands Rheinland-Pfalz. Von 1968 bis zur Auflösung der rheinland-pfälzischen Regierungsbezirke 2000 gehörte Worms dem Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz an.

Eingemeindungen

  • 1. April 1898: Neuhausen
  • 1. Oktober 1898: Hochheim, Pfiffligheim
  • 1. April 1942: Herrnsheim, Horchheim, Leiselheim, Weinsheim
  • 7. Juni 1969: Abenheim, Heppenheim an der Wiese, Ibersheim, Pfeddersheim (Stadt), Rheindürkheim, Wiesoppenheim; Umgemeindung eines Gebietsteils der Stadt Osthofen mit 181 Einwohnern nach Worms

Rechtsrheinische Gebiete

Im Oktober 1937 wurde der rechtsrheinische Erbhöfeweiler Rosengarten aus Teilen der Gemarkungen Bürstadt, Hofheim und Lampertheim gebildet und der Stadt Worms angegliedert. Im Zuge der Grenzziehung zwischen französischer und amerikanischer Besatzungszone fiel er jedoch 1945 dem Land Groß-Hessen zu.

Einwohnerentwicklung

In seiner Blütezeit um 1500 hatte Worms etwa 6.000 Einwohner. Durch die Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) und eine Pestepidemie 1666/67 sank die Einwohnerzahl auf nur noch 3.000. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1800 erst 5.000 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits über 40.000. Die Eingemeindungen mehrerer Orte 1969 brachten einen Zuwachs von 15.000 Personen auf 78.000 Einwohner.

Am 30. Juni 2005 betrug die Amtliche Einwohnerzahl für Worms nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz 81.385 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Damit ist Worms die sechstgrößte rheinland-pfälzische Stadt und die viertgrößte im Rhein-Neckar-Dreieck. Mit einem Ausländeranteil von 11,3% liegt Worms im Städtevergleich Rheinland-Pfalz im oberen Drittel.

Worms liegt mit einem Durchschnittsalter von 41,5 Jahren an 2. Stelle der kreisfreien Städte hinter Mainz (41,2 Jahre). Damit hat Worms auch im bundesweiten Vergleich eine relativ junge Bevölkerung. In Rheinland-Pfalz beträgt das Durchschnittsalter 41,6 Jahre und im Bundesgebiet 41,8 Jahre. [9]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1820 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

JahrEinwohner
15006.000
16673.000
16895.000
17984.984
18055.461
18166.259
18207.085
1. Dezember 1831 ¹8.230
1. Dezember 1840 ¹8.358
3. Dezember 1852 ¹9.102
3. Dezember 1855 ¹9.720
3. Dezember 1858 ¹10.178
3. Dezember 1861 ¹11.587
3. Dezember 1864 ¹11.988
3. Dezember 1867 ¹13.381
1. Dezember 1871 ¹14.484
1. Dezember 1875 ¹16.594
JahrEinwohner
1. Dezember 1880 ¹19.024
1. Dezember 1885 ¹21.927
1. Dezember 1890 ¹25.444
2. Dezember 1895 ¹28.611
1898: Gebietsveränderungen
1. Dezember 1900 ¹40.705
1. Dezember 1905 ¹43.841
1. Dezember 1910 ¹46.819
1. Dezember 1916 ¹39.688
5. Dezember 1917 ¹40.036
8. Oktober 1919 ¹44.285
16. Juni 1925 ¹47.015
16. Juni 1933 ¹51.346
1937: Gebietsveränderungen
17. Mai 1939 ¹50.661
1945: Gebietsveränderungen
31. Dezember 194547.994
JahrEinwohner
29. Oktober 1946 ¹47.074
13. September 1950 ¹52.239
25. September 1956 ¹56.740
6. Juni 1961 ¹62.392
31. Dezember 196563.578
1969: Gebietsveränderungen
27. Mai 1970 ¹76.697
31. Dezember 197575.732
31. Dezember 198073.603
31. Dezember 198571.829
25. Mai 1987 ¹73.635
31. Dezember 199076.503
31. Dezember 199580.014
31. Dezember 200080.361
31. Oktober 200581.457
31. Dezember 200782.290

¹ Volkszählungsergebnis

Religionen

Bevölkerung der Stadt Worms nach Religionszugehörigkeit.[10]

Am 31. Dezember 2005 verteilten sich die Religionszugehörigkeiten der Stadt folgendermaßen:[11]

Politik

Das Wormser Rathaus

Stadtrat

Der Stadtrat setzt sich seit der Wahl am 7. Juni 2009 wie folgt zusammen (Veränderung im Vergleich zur Wahl am 13. Juni 2004):

Bürgermeister

Hauptartikel Liste der Bürgermeister von Worms

Direkt gewählter Oberbürgermeister der Stadt Worms ist seit 2003 Michael Kissel (SPD). In der Leitung der städtischen Geschäfte wird er von einem Bürgermeister und zwei Beigeordneten unterstützt.

Wappen

Beschreibung: Das Wappen von Worms zeigt in Rot einen schrägrechts gestellten, silbernen Schlüssel, links oben begleitet von einem goldenen fünfstrahligen Stern.

Das älteste bekannte Stadtsiegel zeigt in einer Architekturumrahmung den heiligen Petrus, Patron des Wormser Doms, mit seinem Beizeichen, dem Schlüssel. Um 1500 änderte der Rat der Stadt Wappen und Siegel; es zeigte fortan einen silbernen Schlüssel auf rotem Grund. Seit einem Stadtratsbeschluss von 1890 ist das Wappen außerdem mit einem fünfzackigen Stern versehen.

Städtepartnerschaften

Wappen der Partnerstädte

Zu sechs Städten pflegt die Stadt Worms freundschaftliche Beziehungen:

  • St Albans, Vereinigtes Königreich (seit 1957)
  • Auxerre, Département Yonne, Frankreich (seit 1968)
  • Parma, Italien (seit 1984)
  • Tiberias, Israel (seit 1986)
  • Bautzen, Freistaat Sachsen, Deutschland (seit 1990)
  • Mobile, State of Alabama, USA (seit 1998, erste Verbindungen seit 1976)

Dazu kommen im Rahmen der rheinland-pfälzischen Verbindungen zu Ruanda freundschaftliche Beziehungen zu Kivumu.

Drei Stadtteile pflegen eigenständige Partnerschaften zu französischen Gemeinden:

Städtefreundschaften

Seit 1208 besteht eine Städtefreundschaft zwischen Worms und Speyer. Aus Anlass des 800-jährigen Jubiläums wurde dieser Freundschaftsvertrag im November 2008 bei einer Feierstunde in Worms in Anwesenheit zahlreicher Stadträte aus beiden Städten von den Oberbürgermeistern Michael Kissel (Worms) und Werner Schineller (Speyer) erneuert. [12]

Mitgliedschaften

Die Stadt Worms ist:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Religiöse Bauwerke

Die Wormser Synagoge
Jüdischer Friedhof „Heiliger Sand“

Weltliche Bauwerke

Wormser Wasserturm
Gerechtigkeitsbrunnen am Rathaus
Das Lutherdenkmal 1902

Parks

In Worms bzw. an den Stadträndern gibt es folgende Parks:

Sport

Freizeiteinrichtungen

  • Heinrich-Völker-Bad (Frei- und Hallenbad)
  • Freibad Worms-Pfeddersheim
  • Badesee Worms-Herrnsheim

Veranstaltungen

  • Wormser Nibelungenlauf (Anfang September)

Vereine

  • Wormatia Worms: Der Fußballverein VfR Wormatia Worms 08 war sechsmal Südwestmeister und ist Gründungsmitglied der 2. Bundesliga.
  • Turngemeinde Worms: Gegründet 1846, mit ca. 3000 Mitgliedern der größte Sportverein in Worms und einer der größten in Rheinland-Pfalz; Angebote von 14 verschiedenen Abteilungen, unter ihnen der Zweigverein Turngemeinde 1846 Worms – Hockey e. V.
  • SV Worms 1878: Der Wormser Schachverein von 1878 ist der mitgliederstärkste Schach-Verein in Rheinland-Pfalz und nimmt mit insgesamt 18 Mannschaften am Spielbetrieb teil.
  • 1. Wormser Schwimmclub Poseidon: Der 1. WSC Poseidon ist mit über 2.000 Mitgliedern der zweitgrößte Verein in Worms und Rheinhessen. Neben einer großen Schwimmabteilung mit Aktiven im Jugend- und Mastersbereich ist der Verein auch im Wasserball und Triathlon aktiv.
  • Golfclub Worms: Der Golfclub Worms wurde 1978 gegründet und ist somit einer der ältesten Golfclubs von Rheinland-Pfalz; mit dem Bau der Anlage wurde allerdings erst in den 1990er Jahren begonnen. Sie liegt in Hamm am Rhein (Verbandsgemeinde Eich) direkt im Rheinknie gegenüber von Gernsheim.
  • Black & White Raquet Club: Bundesliga-Squash Mannschaft seit 2005
  • Rugby Club Worms : Gegründet 1999, die Herrenmannschaft wurde in der Saison 2007/2008 Meister der Regionalliga Rheinland-Pfalz
  • Verein für Hallenradsport (VfH): Bundesweit bekannter Radsportverein
  • Wormser Ruderclub Blau-Weiß von 1883 e.V. Zusammenschluss 2006 zwischen dem Ruderclub Blau-Weiß, welcher 1947 gegründet wurde, und der Wormser Rudergesellschaft von 1883. Zurzeit sind etwa 425 in dem regional und überregional erfolgreichen Verein Mitglied. Erfolgreichster Leistungssportler war Peter Uhrig (zweifacher Weltmeister und Olympionike, sowie mehrfacher Deutscher Meister.
  • HSG Worms – Handballverein

Theater

Museen

Bibliotheken und Archive

Regelmäßige Veranstaltungen

Traditionsveranstaltungen

  • Wormser Backfischfest, größtes Wein- und Volksfest am Rhein, mit alljährlichem Festumzug.
  • Wormser Fastnacht, mehrere Fastnachtsvereine zeigen mit politischen Vorträgen und Kokolores dem Publikum die närrischen Seiten aus Politik und Gesellschaft: Wormser Narrhalla, Wormser Liederkranz 1875 e. V. und Wormser Carneval Club 1974 e. V.
  • Wormser Pfingstmarkt, die älteste Verbrauchermesse der Region.
  • Wormser Weihnachtsmarkt, von Ende November bis zum 23. Dezember

Kulturelle Veranstaltungen

Musikfestivals

  • Jazz’n’Joy, jährliches dreitägiges Jazz-Festival mit fünf Bühnen rund um den Dom.
  • Wormser Rocknacht, jährlich stattfindende Rocknacht mit Bands aus Worms und Umgebung.
  • Wormser Honky Tonk, Kneipenfestival im Frühjahr.
  • Apostel-Openair, Musikfestival im Sommer.
  • Wormstock, jährlich stattfindendes Rock-Festival, meistens im Juli.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

In Worms gibt es 2.100 Betriebe mit 26.600 Mitarbeitern (Stand Juni 2001). Die Zahl der Einpendler aus dem Umland entspricht einem Anteil von 45 Prozent der Wormser Beschäftigten.

Gewerbe

Im produzierenden Gewerbe gibt es in Worms chemische Industrie und Kunststoffherstellung, Metallerzeugung und Maschinenbau, Herstellung von EDV-Geräten und Optik sowie Holz verarbeitende Industrie. Die früher bedeutende Lederindustrie spielt hingegen heute keine Rolle mehr.

Dienstleistung und Handel verzeichnen in den vergangenen Jahren eins starkes Wachstum. Gerade in der Logistikbranche haben sich aufgrund der guten verkehrlichen Situation zahlreiche Betriebe neu angesiedelt.

Landwirtschaft

Der traditionelle Weinbau in und um Worms ist durch die Wormser Liebfrauenmilch international bekannt. Worms ist mit 1.490 ha bestockter Rebfläche die drittgrößte Weinbaugemeinde in Rheinland-Pfalz und größte Weinbaugemeinde im Weinbaugebiet Rheinhessen. Daneben befindet sich in Worms eine der größten Mälzereien Europas.

Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit in der Stadt Worms lag Ende Juni 2005 mit 11,2 % höher als im restlichen Rheinhessen, bewegt sich allerdings regelmäßig im Bundesdurchschnitt. 45 % der beschäftigten Einwohner von Worms pendeln in die umliegenden Wirtschaftsräume aus, insbesondere nach Ludwigshafen und Mannheim, aber auch nach Mainz und in den Frankfurter Raum.

Fremdenverkehr

Für den Fremdenverkehr stehen in 22 Hotels und Gasthäusern insgesamt 1018 Betten zur Verfügung. Außerdem gibt es ein Jugendgästehaus (gegenüber dem Dom), eine Gruppenherberge im Nibelungenturm der Nibelungenbrücke sowie eine Wohnmobilstation am Rhein. 2004 wurden knapp 60.000 Gäste (darunter rund 7.500 Ausländer) gezählt, die im Durchschnitt zwei Nächte in Worms verbrachten.

Verkehr

Der Wormser Bahnhof (Straßenseite)

Straßenverkehr

Worms liegt an der linksrheinischen Autobahn 61 und der in Richtung Süden vierspurig ausgebauten Bundesstraße 9, über die auch eine Verbindung zur Autobahn 6 besteht, sowie an der durch die Stadt führenden Bundesstraße 47. Durch den Bau der zweiten Nibelungenbrücke im Zuge der B 47 erhält Worms nach Abschluss aller Baumaßnahmen bis 2011/12[13] nach bisheriger zweispuriger eine vierspurige Anbindung nach Südhessen und an die rechtsrheinischen Autobahnen 5 und 67.

ÖPNV

Hauptartikel Nahverkehr in Worms

Worms liegt an der linksrheinischen Hauptstrecke Mainz–Worms–Ludwigshafen/Mannheim. Neben dem dichten Regionalverkehr halten am Wormser Hauptbahnhof auch einzelne Fernverkehrszüge. Worms ist außerdem ein Endpunkt der Rheinhessenbahn nach Bingen, der Nibelungenbahn nach Bensheim und eines Astes der Riedbahn nach Frankfurt.

Für das Jahr 2015 ist eine Anbindung von Worms an das Netz der S-Bahn RheinNeckar geplant. Die neue S-Bahn-Linie wird von Heidelberg über Mannheim/Ludwigshafen nach Mainz über Worms verlaufen. Hierfür entsteht der neue S-Bahnhof Worms-Süd.

Das gesamte Stadtgebiet wird von elf Stadtbus- und drei Spätbuslinien von der Gesellschaft Busverkehr RheinNeckar, die auch die Regionalbuslinien betreibt, bedient. Die Wormser Straßenbahn ist seit 1956 stillgelegt.

Worms ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar integriert. Übergangsregelungen ermöglichen zudem die Nutzung von Fahrscheinen des Rhein-Main-Verkehrsverbundes und des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbundes.

Schiffs- und Flugverkehr

Worms besitzt einen Rheinhafen mit mehreren für Güterumschlag oder Freizeit genutzten Hafenbecken auf der linksrheinischen Seite. Südlich der Stadt liegt der überwiegend für Sportfliegerei genutzte Flugplatz Worms.

Bildung

Fachhochschule Worms in der ehemaligen De La Police Kaserne/ehemaliges Militärhospital

Allgemeinbildende Schulen

Medien

Als Tageszeitung erscheint die Wormser Zeitung als Regionalausgabe der Mainzer Allgemeinen Zeitung. Ferner werden die kostenlosen Anzeigenzeitungen Nibelungen-Kurier und Wormser Wochenblatt (je 2x wöchentlich) an alle Wormser Haushalte verteilt. Monatlich erscheint das WO! DAS Wormser Stadtmagazin und das W1 – Extrablatt.

Eine weitere Institution ist der Offene Kanal Worms; seine bekannteste Sendung ist wohl das Wormser Montags-Magazin, welches wegen seines langen Bestehens und seiner Nachhaltigkeit oft mit dem Offenen Kanal identifiziert wird.

Sonstige Infrastruktur

Das Klinikum Worms (ehemals Stadtkrankenhaus Worms), Lehrkrankenhaus der Universität Mainz, gehört mit 540 Betten zu den fünf größten Kliniken in Rheinland-Pfalz.

Worms ist der Sitz mehrerer überregionaler Behörden:

  • Amtsgericht Worms
  • Hauptstelle des Finanzamtes Worms-Kirchheimbolanden
  • Hauptstelle des Gesundheitsamtes Worms-Alzey
  • Hauptstelle der Sparkasse Worms-Alzey-Ried
  • Außenstelle des Landesbetriebes Straßen und Verkehr Rheinland-Pfalz
  • Jugendarrestanstalt Worms
  • Kontaktbüro für Spätausgesiedelte und jüdische Emigrierte des Landes Rheinland-Pfalz

Wichtige Infrastrukturprojekte

  • Von 2005 bis 2008 wurde die „neue“ Nibelungenbrücke errichtet; nach vollendeter Sanierung der „alten“ Nibelungenbrücke (bis 2011/2012) werden auf den Brücken insgesamt 4 Fahrstreifen zur Verfügung stehen.
  • Der Bau einer Südtangente als Ortsumgehung im Zuge der B 47 sowie der Lückenschluss der Westtangente zwischen B 47 und B 47n befinden sich noch in der Planungsphase.
  • Der Anschluss an die S-Bahn RheinNeckar ist für 2015 vorgesehen.
  • Ab 2007 wird ein neues „Kultur- und Tagungszentrum“ auf dem Gelände des Städtischen Spiel- und Festhauses gebaut.
  • Auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände an der Schönauer Straße wurde ein Fachmarktzentrum angesiedelt.

Persönlichkeiten

Zitate über Worms

„In Worms, da waren wir lustig.“

Wolfgang Amadeus Mozart: in einem Brief an seine Mutter

„Wie könnte ich Worms und seine lieben Bewohner je vergessen?“

Johann Wolfgang von Goethe: 1766

Ehrenbürger und Träger des Ehrenrings

Hauptartikel Liste der Ehrenbürger von Worms

Söhne und Töchter der Stadt

Hauptartikel Liste der Söhne und Töchter der Stadt Worms

Weitere Persönlichkeiten

  • Jakob Becker, genannt Jakob Becker von Worms (1810–1872), Maler, Radierer und Lithograph
  • Elazar Rokeach (Eleasar ben Juda; † um 1230), jüdischer Mystiker
  • Karl Hofmann (1856–1933), Stadtbaurat in Worms und Professor an der Technischen Hochschule Darmstadt
  • Karl Koehl (1847–1929), Arzt und Prähistoriker
  • Martin Luther (1483–1546), Reformator, stand in Worms vor Kaiser und Kirche.
  • Herta Mansbacher († 1945), jüdische Lehrerin
  • Anne Marx (1913–2006), Lyrikerin, Schülerin am Wormser Eleonorengymnasium
  • Nicolaus Maurus (1483–1539), deutscher lutherischer Theologe
  • Raschi (Rabbi Schlomo ben Jizchak, 1040–1105), Talmudkommentator, studierte in Worms.
  • Emil Stumpp (1886–1941) Lehrer, Maler, Pressezeichner

Literatur

  • Geschichte der Stadt Worms. Hrsg. i. A. der Stadt Worms von Gerold Bönnen. Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1679-7
  • Ernst Probst: Deutschland in der Bronzezeit. Bertelsmann, München 1996, S. 78, ISBN 3-570-02237-4
  • Fritz Reuter: Worms zwischen Reichsstadt und Industriestadt 1800-1882. Beobachtungen und Materialien, Worms 1993

 Commons: Worms – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2008 (PDF, 515 kB) (Hilfe dazu)
  2. http://www.worms.de/downloads/Wir-ueber-uns/Einwohner_zum_31_12_nach_Wohnart_2007.pdf
  3. Stadtverwaltung Worms, Bereich 1 – Innere Verwaltung, Abteilung 1.01 Kommunalverfassung, Sitzungsdienst / Statistik und Wahlen
  4. http://www.lverma.rlp.de/lv/pdf/gkverz_rlp.zip Gemarkungsverzeichnis Rheinland-Pfalz
  5. Jahresbericht – 2008 Messkomponente Temp
  6. AgrarMeteorologie – Wetterstation Worms-Leiselheim
  7. Ernst Probst 1996, S. 78
  8. Gerhard Rasch: „Antike geographische Namen nördlich der Alpen, Verlag Walter de Gruyter, 2005. ISBN 978-3-11-017832-6. S. 140.
  9. Demografiebericht für die Stadt Worms – Juni 2006
  10. Statistischer Bericht der Stadt Worms, hrsg. vom Amt für Stadtentwicklung und Presse der Stadt Worms (Amt für Stadtentwicklung und Presse), S. 24f.
  11. StatBer2007Bev
  12. 800 Jahre Freundschaft: Vertrag zwischen Worms und Speyer erneuert – Unterzeichnung in Nibelungenstadt – Eintrag ins Goldene Buch
  13. 300 Bohrungen gehen Schäden auf Grund. In: Wormser Zeitung. 13. November 2008 ([http://www.wormser-zeitung.de/region/objekt.php3?artikel_id=3513578 Zugriff=14.November 2008). 
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