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 UFO

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter UFO (Begriffsklärung) aufgeführt.
UFO-Foto aus dem Jahr 1952.

UFO ist die Abkürzung für Unbekanntes Flug-Objekt oder Unidentifiziertes Flug-Objekt (engl. Unidentified Flying Object). Der Begriff bezeichnet fliegende Objekte oder als solche wahrgenommene atmosphärische Phänomene, die ein Beobachter nicht identifizieren kann. Unterschieden wird zwischen Beobachtungen von „UFOs im weiteren Sinne“, die nach genauerer Überprüfung als bekannte Objekte oder Phänomene identifiziert werden können, und Beobachtungen von „UFOs im engeren Sinne“, die auch nach genauerer Überprüfung nicht identifiziert werden können.[1] „UFOs im weiteren Sinne“ machen den größten Teil von UFO-Sichtungen aus.

Der Begriff wird umgangssprachlich fälschlicherweise oft gleichgesetzt mit Raumfahrzeugen von außerirdischen Lebewesen. Auch der Begriff Fliegende Untertasse für UFOs ist verbreitet, was auf die beschriebene Form von UFOs in den ersten Zeitungsberichten der überregionalen US-Presse zurückgeht. Bis heute prägt das Bild der Fliegenden Untertasse die Vorstellung davon, wie ein typisches UFO aussieht.

Um den umgangssprachlich missverständlichem Begriff UFO zu vermeiden, wird von einigen Untersuchern statt UFO der Begriff UAP für Unidentified Aerial Phenomenon benutzt, zu deutsch Unidentifiziertes Luft-Phänomen.[2]

Inhaltsverzeichnis

Begriffsherkunft

Die Abkürzung „UFO“ wurde erstmals vom Air Technical Intelligence Center (Technisches Zentrum des Geheimdienstes der US-Luftwaffe) Anfang der 1950er Jahre verwendet, um grundsätzlich jedes „Objekt, das durch seine Manöver, aerodynamischen Charakteristika oder unüblichen Merkmale mit keinerlei gegenwärtig bekanntem Fluggerät oder Raketentyp übereinstimmt oder das in keiner Weise als vertrautes Objekt identifiziert werden kann“ zu bezeichnen.

Der Begriff UFO sollte den umgangssprachlichen Ausdruck Fliegende Untertasse (engl. flying saucer) ersetzen. Dessen Ursprung war ein Zeitungsinterview nach einer Schlagzeilen machenden Sichtung am 24. Juni 1947, in dem der US-amerikanische Pilot Kenneth Arnold das Bewegungsmuster der von ihm gesichteten Flugobjekte mit den Worten beschrieb: „Die Dinger flogen wie Untertassen, wenn man sie flach übers Wasser springen lässt“. Diese Äußerung verkürzte ein Journalist zu dem Begriff „Fliegende Untertasse“. Der Geheimdienst der US-Luftwaffe (damals noch Luftstreitkräfte der US-Armee) übernahm diesen Ausdruck zunächst, wechselte jedoch 1951 zum Begriff UFO. Urheber der Umbenennung der Fliegenden Untertasse in UFO war damals Captain Edward J. Ruppelt, der von 1951 bis 1953 Leiter einer UFO-Untersuchungskommission der US-Luftwaffe mit dem Namen Project Blue Book gewesen war.

Der Begriff UFO umfasste zunächst jedes Flugobjekt, das nicht registrierte Flüge durchführte oder sich nicht identifizierte, einschließlich etwa geheimer, bisher unbekannter Versuchsflugzeuge oder möglicher neuartiger Fluggeräte des Ostblocks. Der Begriff hat im Laufe der Zeit Begriffswandel erfahren, weg von der ursprünglich militärischen Bedeutung.

Geschichte

Frühe Geschichte

Zeitgenössischer Holzschnitt zum “Nürnberger Flugblatt”

Menschen haben schon immer Dinge am Himmel gesehen, die sie sich nicht erklären konnten. Zu den ältesten überlieferten Sichtungen seltsamer Himmelsphänomene gehört eine Erzählung in den Annalen von Pharao Thutmosis III. (um 1486 v. Chr – 1425 v. Chr.). In dieser wird von “Kreisen aus Feuer” erzählt, die mehrere Tage am Himmel beobachtet wurden. Aus römischer Zeit berichtet Iulius Obsequens in seinem Buch Prodigorium Liber (dt. Buch der Vorzeichen) von verschiedenen Sichtungen zwischen 190 v. Chr bis 11 v. Chr. Darunter fliegende “Dinge wie Schiffe” sowie “runde Schild” am Himmel und einem “goldenen Globus aus Feuer“. Dieser soll vom Himmel gefallen, dann wieder aufgestiegen und fliegend verschwunden sein.[3]

Aus Japan ist eine Sichtung aus dem Jahr 1235 überliefert. Der Shōgun Kujō Yoritsune lagerte am 24. September mit seiner Armee. In der Nacht erschienen merkwürdige Lichter am Himmel, diese schienen in Kreisen hin und her zu schwingen und konnten bis zum frühen Morgen beobachtet werden. Yoritsune ordnete eine “vollständige wissenschaftliche Untersuchung” der Sichtung an – mit dem Ergebnis: Der Wind müsse die Sterne hin und her bewegt haben.[4]

Zeitgenössischer Holzschnitt zum “Baseler Flugblatt”

Zu den bekanntesten Sichtungen des Mittelalters gehören die im Nürnberger Flugblatt von 1561 festgehaltenen Ereignisse. Demnach waren am 14. April 1561 am Himmel über der Stadt Nürnbergvon vielen Männern und Frauen” mehrere verschiedenartige Objekte zu sehen: Kugel, Kreuze, Scheiben, Röhren sowie eine Spitze. Diese hätten miteinander “angefangen zu Streiten“. Das Schauspiel dauerte etwa eine Stunde, dann seien die Objekte vom “Himmel herab auf die Erde gefallen, als ob sie Brennen” und seien “mit viel Dampf allmählich vergangen“.[5]

Nur fünf Jahre Später, 1566, wird aus Basel in einem Flugblatt von Samuel Coccius ähnliches berichtet. Dort sollen am Morgen des 7. August viele schwarze Kugeln am Himmel gesehen worden sein. Diese bewegten sich schnell, flogen Kurven und stießen teils gegeneinander “als ob sie einen Streit führen“. Die Kugeln begann laut dem Bericht schließlich rot zu glühen und erloschen.[5]

Als eine UFO-Sichtung aus dem frühen 20. Jahrhundert kann das Sonnenwunder von Fátima gedeutet werden. 1917 haben sich aufgrund einer Prophezeiung über 30.000 Menschen versammelt und warteten auf das angekündigte Wunder. Tatsächlich berichten die Zeugen übereinstimmend wie die Sonne als eine undurchsichtige, sich drehende Scheibe durch die Wolkendecke brach und sich für 10 Minuten im Zickzackkurs über den Himmel bewegte.

Moderne Geschichte

Als Beginn des modernen UFO-Phänomens wird im Allgemeinen die Sichtung des US-amerikanischen Geschäftsmanns und Hobbypilots Kenneth Arnold gesehen. Dieser gab an, bei einem Flug am 24. Juni 1947 über dem Mount Rainier mehrere flache, sichelförmige Flugobjekte unbekannten Bauart gesehen zu haben. Schon zuvor gab es Berichte von unidentifizierten fliegenden Objekten, wie den Foo-Fightern im zweitem Weltkrieg, den Flugobjekten des sogenannten Battle of Los Angeles[6] 1942 oder den Geisterraketen 1946 in Schweden. Doch erst die Sichtung von Arnold erweckte ein andauerndes Medieninteresse und prägte die nachfolgende öffentliche Diskussion über das Phänomen durch die in den Medien diskutierte Theorie, dass es sich um außerirdische Luftfahrzeuge handeln könnte.

Mitarbeiter des Project Blue Book, 1963

Nach Arnolds Sichtung berichteten die Medien bald über Beobachtungen aus den ganzen vereinigten Staaten – die erste UFO-Sichtungswelle war entstanden. Auch das Militär zeigte sich interessiert und mehrere Staaten begannen die Untersuchung von UFO-Sichtungen. Die größte davon war das 1951 gegründete Project Blue Book der US-Air Force. Deren Aufgabe war es UFO-Sichtungen zu sammeln und analysieren. 1952 kam es zu einer zweiten Sichtungswelle über Washington D.C. die für große Aufmerksamkeit in der Presse sorgte. In den fünfziger Jahren entstanden auch die ersten UFO-Forschungsorganisationen wie die Aerial Phenomena Research Organization (APRO, 1952) und das National Investigations Committee On Aerial Phenomena (NICAP, 1956). Die offizielle Haltung der Behörden war, dass jede Sichtung völlig konventionell erklärt werden kann. Mit zunehmenden öffentlichen Interesse bei anhaltenden Sichtungen wuchs jedoch die Kritik an der offiziellen Verneinung des Phänomens. Schließlich wurde das Thema von höchster Stelle behandelt: Der US-Kongress führte 1966 Anhörungen zu den Phänomen durch und strebte eine Untersuchung des Phänomens außerhalb des Militärs an.

Als Folge wurde die Universität von Colorado unter der Führung des Quantenphysikers Edward U. Condon von der Luftwaffe beauftragt das Phänomen zu Analysieren. 1969 wurde der Abschlussbericht veröffentlicht: Das Phänomen sei wissenschaftlich uninteressant und sollte nicht weiter untersucht werden. Dies ist bis heute die offizielle Haltung der USA. Project Blue Book und alle offiziellen Untersuchungen wurden dementsprechend eingestellt. Andere Staaten, wie Großbritannien, sammelten und untersuchten vor dem Hintergrund des kalten Krieges im Geheimen weiter UFO-Berichte. Nur wenige Staaten taten dies offen und offiziell, wie Frankreich mit der UFO-Untersuchungsbehörde GEPAN.

Eine Reihe von Untersuchern teilte die Einschätzung des Condon-Reports nicht und kritisiert, dass selbst der Abschlussbericht eine Reihe von unaufgeklärten Fällen enthält. Organisationen wie das Mutual UFO Network (MUFON, 1969) wurden gegründet und versuchten eine wissenschaftliche Forschung am Phänomen auf privater Basis weiter voranzutreiben.

UFOs werden bis heute weltweit gesehen und gemeldet. Sporadisch treten weiterhin Wellen von Sichtungen auf wie z.B. 2008 in Stephenville (Texas) oder 1989-1990 die Belgische UFO-Welle.

UFOs im weiteren Sinne

UFOs im weiteren Sinne sind alle Objekte oder als solche wahrgenommenen Phänomene, die von einem Beobachter zum Zeitpunkt der Sichtung nicht identifiziert werden konnten. Meist können solche Sichtungen durch eine Analyse auf konventionelle Objekte oder atmosphärische Phänomene zurückgeführt und somit identifiziert werden. Solche Objekte oder Phänomene werden als UFO-Stimuli bezeichnet.

UFO-Stimuli

Lenticulariswolke

Folgende Phänomene gelten als typische UFO-Stimuli:

UFOs im engeren Sinne

Als UFOs im engeren Sinne werden solche UFOs bezeichnet, die auch nach einer Analyse nicht als bekannte Objekte oder Phänomene identifiziert werden können. UFOs i.e.S. sind nicht zu verwechseln mit UFOs, die sich aufgrund mangelnder Datenqualität oder Quantität einer Identifizierung entziehen. Vielmehr können bei UFOs i.e.S. durch die vorliegenden Daten alle konventionellen Stimuli ausgeschlossen werden.

Die Authentizität des Phänomens ist umstritten. Ältere Studien vertreten die These, dass unidentifizierte Fälle lediglich auf mangelhafte Methodik in den Analyse oder Betrug hinweisen.[7][8] Neuere wissenschaftliche[9][10][11][12] und militärische[13] Studien sowie militärische Einzelfallanalysen[14][15] bestätigen jedoch die Existenz des Phänomens. Dessen Ursprung oder Ursache ist nicht geklärt und Anlass zu verschiedenen Theorien und Spekulationen. Die Erforschung des Phänomens ist ein Forschungsgebiet der Ufologie.

UFOs im engeren Sinne sind selten. Offizielle Zahlen oder Statistiken existieren nur in wenigen Ländern. Im Rahmen das Project Blue Book hat die US Air Force von 1952 bis 1969 UFO-Sichtungen untersucht und 701 Fälle als UFOs im engeren Sinne eingestuft.[16] Die französische GEIPAN gibt die Zahl mit 448 Fällen für den Zeitraum von 1977 bis 2007 an.[17] Die italienische Luftwaffe hat 38 Fälle für den Zeitraum von 2001 bis 2008 registriert.[18] Für Deutschland existieren keine offiziellen Zahlen.

UFOs in den Medien

Gefälschtes UFO-Bild

Ungeachtet der Tatsache, dass bisher kein wissenschaftlicher Nachweis für (intelligentes) außerirdisches Leben erbracht werden konnte (siehe auch das SETI-Projekt), wurden in den Medien vor allem in den 1950er Jahren unbekannte Flugobjekte häufig real als außerirdische Raumschiffe dargestellt. Diese damals und auch heute noch teilweise populäre Vorstellung von UFOs als diskusförmige Flugapparate außerirdischer Wesen wurde in dieser Zeit auch von zahlreichen Science-Fiction-Autoren übernommen. Als frühes Beispiel für Filme dieser Art kann Der Tag, an dem die Erde stillstand von Robert Wise aus dem Jahre 1951 gelten.

Eines der ältesten und bekanntesten Werke über einen Angriff durch auf der Erde gelandete außerirdische Raumschiffe ist der Roman Krieg der Welten von H. G. Wells aus dem Jahre 1898. Eine von Orson Welles verantwortete Hörspielfassung des Stoffes löste bei ihrer Ausstrahlung im Radio am 31. Oktober 1938 eine Massenpanik aus, weil die Zuhörer sie für eine Direktreportage über einen realen Angriff hielten.[19] Dies führte z. B. in der New York Times zu einer Flut empörter Leserbriefe, von denen einige forderten, solche Sendungen müssten verboten werden, während andere befremdet darüber waren, dass die Panik ausbrechen konnte, da immer wieder angesagt worden war, dass es sich um ein Hörspiel handelte.

Der Roman wurde 1953 in einer zeitgemäßen Interpretation von Byron Haskin unter dem Titel Kampf der Welten verfilmt, welche die von H. G. Wells beschriebenen geschossähnlichen Fluggeräte durch fliegende Untertassen ersetzte.

Hierin spiegelte sich das Medienecho, das die Sichtung von neun ungewöhnlichen Objekten durch den US-amerikanischen Piloten Kenneth Arnold am 24. Juni 1947 in der Nähe des Mount Rainier hervorgerufen hatte. Arnold verglich die von ihm wahrgenommenen Objekte mit Untertassen, die über eine Wasseroberfläche gleiten. Daraufhin bürgerte sich in der Presse der Ausdruck „fliegende Untertassen“ („flying saucers“) für ähnliche Sichtungen ein.

Im Jahr 1977 produzierte die Filmgesellschaft Columbia Pictures mit Steven Spielberg als Regisseur den Film Unheimliche Begegnung der dritten Art (engl.: Close Encounter of the Third Kind). Der Titel leitete sich von den Kategorien für UFO-Vorfälle ab, die Josef Allen Hynek entwickelt hatte, der als aktiver Berater für die Filmproduktion fungierte (Hynek war von 1947 bis 1968 astronomischer Berater der UFO-Untersuchungskommission der US-Luftwaffe Project Blue Book und gründete 1973 die UFO-Organisation CUFOS Center for UFO Science). Die Kategorien sind: 1. UFO-Beobachtungen bei Tage, 2. Nächtliche Lichter, 3. Radar-Visuell, 4. Nahe Begegnungen innerhalb von 200 Metern (a) der ersten, (b) der zweiten und (c) der dritten Art.

Öffentliches Interesse für das UFO-Phänomen erregte auch der Autor Charles Berlitz mit seinem Buch The Roswell Incident (dt. Titel: Der Roswell-Zwischenfall. Die UFOs und der CIA). Berlitz beschrieb darin einen Vorfall, der sich laut verschiedenen Pressemeldungen Mitte Juni 1947 in der Nähe des US-Luftwaffenstützpunktes bei Roswell (New Mexico) ereignet haben soll. Demnach meldete damals die Luftwaffe, dass sie eine „fliegende Untertasse“ in ihrem Besitz habe. Das Buch wurde ein Bestseller und erlangte in einschlägigen Kreisen Kultstatus. Auch in Roland Emmerichs Film Independence Day (1996) und in Steven Spielbergs Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008) spielt das angeblich in Roswell abgestürzte UFO eine wichtige Rolle. Daneben thematisierten zahlreiche TV-Serien und daraus abgeleitete Kinofilme UFOs, populär wurde etwa die US-Mystery-Serie Akte X.

Durch die Science-Fiction-Industrie und Zeitungsberichte war eine Zeit lang die Vorstellung von UFOs mit kleinen grünen Männchen vom Mars populär. Diese Vorstellung machte sich 1996 Tim Burton in seiner kommerziell erfolgreichen Filmsatire Mars Attacks! (dt. Titel: Mars greift an) zunutze.

Ufologie

Geisterrakete über Schweden, 1946.
Hauptartikel: Ufologie

Die Ufologie wird als eine Grenzwissenschaft angesehen und bezeichnet die Beschäftigung mit dem UFO-Phänomen, in der Regel mit dem Ziel der Untersuchung und Aufklärung von UFO-Sichtungen. Dabei gibt es innerhalb der Ufologie sowohl Befürworter als auch Gegner der Ansicht, dass alle Sichtungen mit konventionellen UFO-Stimuli und Falschaussagen erklärt werden können. Jene Ufologen, die angeben, nicht alle UFO-Sichtungen konventionell erklären zu können, vermuten meist einen extraterrestrischen Ursprung des Phänomens, d. h. raumfahrende außerirdische Zivilisationen, deren Raumfahrzeuge von Menschen als UFOs wahrgenommen werden.

UFOs in religiösen Systemen

Hauptartikel: Ufoglaube

Seitdem das UFO-Phänomen Mitte des 20. Jahrhunderts größere öffentliche Aufmerksamkeit erregte, bildeten sich auch verschiedene neureligiöse, meist sektenartige Bewegungen, die UFOs als zentralen Bestandteil in ihr Glaubenssystem aufnahmen. Meistens geben die Führer der religiösen Gruppen an, Botschaften von außerirdischen Intelligenzen zu empfangen.

Mythen, Legenden und Theorien

Im Zusammenhang mit dem UFO-Phänomen kursieren eine Vielzahl von modernen Mythen, Legenden und Theorien, welche vor allem mit der Adaption der Themen durch die Unterhaltungsindustrie eine große Verbreitung gefunden haben.

  • Extraterrestrischer Ursprung von UFOs: Einer populären Theorie zufolge, welche gerne von Science Fiction-Autoren aufgegriffen wird, sollen UFOs Fluggeräte von außerirdischen Lebensformen sein. Auch verschiedene UFO-Forscher vertreten diese These, einen allgemein anerkannten Beweis dafür gibt es nicht.
  • Entführungen durch Außerirdische: Einige Personen berichten, sie seien von fremden Wesen entführt worden, meist zum Zwecke medizinischer Untersuchungen. Oft beginnen und/oder enden solche Berichte während einer UFO-Sichtung der Betroffenen.
  • Viehverstümmelungen: Bei diesem Phänomen erwecken Verletzungen an Tierkadavern den Anschein, als seien diese Verletzungen von einer Person vorsätzlich zugefügt worden. Die meisten Berichte stammen von Viehzüchtern aus den USA und Südamerika. Auch hierfür sollen manchen Theorien zufolge UFOs bzw. deren Insassen verantwortlich sein, welche den Tieren Organe für unbekannte Zwecke entnehmen.[20]
  • Kornkreise: Oft wird von UFO-Sichtungen im Zusammenhang mit Kornkreisen berichtet. Auch hier gibt es den Mythos, dass UFOs bzw. deren Insassen für die Erstellung der Kornkreise verantwortlich seien.[21]
  • Verschwörung innerhalb der US-Regierung: Demnach soll die Regierung der USA detailliertes Wissen über eine außerirdische Präsenz, evtl. sogar stattgefundene Zusammentreffen oder Abkommen mit Außerirdischen verheimlichen. Berühmt ist in diesem Zusammenhang der Roswell-Zwischenfall, dem zufolge eine außerirdische Flugscheibe abgestürzt und im Geheimen vom US-Militär geborgen worden sein soll. Angebliche Insider wie Robert ‘Bob’ Lazar oder die Zeugen des Disclosure Project (US-Organisation, welche die Offenlegung vermeintlich geheimer Informationen über das UFO-Phänomen zum Ziel hat), sprechen von geheimen Operationen, Abteilungen und der Forschung an außerirdischer Technik innerhalb des US-Militärs und der Geheimdienste.[22] Gerade in den USA hat diese Verschwörungstheorie viele Anhänger, so sollen Umfragen zufolge 75 bis 80% der Amerikaner glauben, dass ihre Regierung Wissen über Außerirdische zurückhält.[23][24]
  • Reichsflugscheiben sind Teil eines Mythos, der besagt, dass untertassenförmige Flug- und Raumfahrzeuge im nationalsozialistischen Deutschen Reich gebaut und getestet worden sein sollen.

Siehe auch

Literatur

  • Illobrand von Ludwiger: Der Stand der UFO-Forschung 4., aktualisierte Auflage. Zweitausendeins, Frankfurt 1994, ISBN 3-86150-057-4
  • Paul R. Hill: UNCONVENTIONAL FLYING OBJECTS – A Scientific Analysis ,Hampton Roads Publ. 1995,ISBN 1-57174-027-9
  • John & Anne Spencer: Fünfzig Jahre UFOs, Heyne, München 1997, ISBN 3-453-12925-3
  • Jochen Ickinger: Methodisches Vorgehen bei UFO-Falluntersuchungen. In: Zeitschrift für Anomalistik, Bd. 6, 2006, S. 116–162 (PDF)
  • Edgar Wunder: UFO-Sichtungserfahrungen aus der Perspektive der Sozialwissenschaften. Literaturüberblick, aktueller Forschungsstand, offene Fragen. In: Zeitschrift für Anomalistik, Bd. 6, 2006, S. 163–211 (PDF)
  • Carl Gustav Jung: Ein moderner Mythus – von Dingen die am Himmel gesehen werden. Rascher&Cie, Zürich 1958
  • Edward U. Condon: Final report of the scientific study of unidentified flying objects. Dutton, New York 1969
  • Leon Davidson: Flying Saucers – An analysis of the Air Force Project Blue Book Special Report No. 14. U.S. Governm. printing Office, Washington 1957
  • Josef Allen Hynek: Ufo-Report – Ein Forschungsbericht. Goldmann, München 1978, ISBN 3-442-11703-8
  • Alexander Wendt, Raymond Duvall: Sovereignty and the UFO.Political Theory, Vol. 36, No. 4, 607-633 (2008), http://ptx.sagepub.com/cgi/content/abstract/36/4/607
  • Pierre Lagrange: Ufos, Invasoren und Verschwörungen. In: Le Monde diplomatique (deutsche Ausgabe). 22. Januar 2009 (übersetzt von die tageszeitung (taz)) (online, abgerufen am 21. Dezember 2009). 

 Commons: UFO – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien

 Wiktionary: UFO – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik

Einzelnachweise

  1. Definitionen – Lexikalische Erklärung. Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens e.V., 2009, abgerufen am 26. Juni 2009.
  2. Beispiele für die Verwendung des Begriffes UAP sind die staatliche französische Gruppe zur Untersuchung der Informationen über unidentifizierte atmosphärische (GEIPAN) und die vom englischem Verteidigungsministerium in Auftrag gegebene Studie Project Condign.
  3. Reader’s Digest (Hrsg.): Mysteries of the Unexplained. Reader’s Digest, 1985, ISBN 0276380037, S. 207-209. 
  4. Jacques Vallée: Passport to Magonia: On UFOs, Folklore, and Parallel Worlds. McGraw-Hill/Contemporary, 1993, ISBN 0809237962, S. 5 (“Passport to Magonia” on scribd.com). 
  5. a b C. G. Jung: Ein moderner Mythus – Von Dingen, die am Himmel gesehen werden. Rascher Verlag, Zürich 1958. 
  6. Ein Ereignis in der Nacht vom 24. zum 25. Februar 1942. Mehrere Zeugen sahen ein oder mehrere unidentifizierte Objekte über Los Angeles. Die Luftabwehr feuerte ca. 1 Stunde ohne erkennbaren Effekt. Das / die Objekte wurden nie identifiziert. (The California State Military Museum)
  7. Battelle Memorial Institut (Hrsg.): Project Blue Book: Special Report No. 14 – Analysis of reports of unidentified aerial objects. 1954 (Im Auftrag der US Air Force). 
  8. Dr. Edward U. Condon; Universität von Colorado (Hrsg.): Scientific Study of Unidentified Flying Objects. New York 1968 (Im Auftrag der US Air Force, HTML, abgerufen am 12. November 2009). 
  9. Dr. Harley D. Rutledge; Universität von Missouri (Hrsg.): Project Identification: The First Scientific Field Study of Ufo Phenomena. Prentice Hall Trade, Englewood Cliffs, N.J. 1982, ISBN 0137307055. 
  10. MSc.EE. Erling Strand: Project Hessdalen 1984 – Final Technical Report. Hochschule Østfold, 1985, „We have not found out what this phenomenon is. [...] But we know that the phenomenon, whatever it is, can be measured.“, abgerufen am 12. November 2009.
  11. Massimo Teodorani, Ph.D.: A Long-Term Scientific Survey of the Hessdalen Phenomenon. In: Journal of Scientific Exploration. Bd. 18, Nr. 2, 2004, S. 217–251 (Eine Studie des Instituts für Radioastronomie in Bolonga, Zitat S.217: „A self-consistent definitive theory of the phenomenon’s nature and origin in all its aspects cannot be constructed yet quantitatively.“, PDF, abgerufen am 12. November 2009). 
  12. Dr. L. M. Gindilis, Dr. D. A. Menkow, Dr. I.G. Petrowskaja; Akademie des wissenschaftlichen Instituts für Raumfahrtforschung (Hrsg.): Beobachtungen anomaler atmosphärischer Phänomene in der UdSSR: Statistische Analyse. Moskau 1979, ISBN 0929343549 (Original in Russisch. ISBN gilt für engl. Übersetzung “Observations of Anomalous Atmospheric Phenomena in the U. S. S. R., Statistical Analysis“). 
  13. Defence Intelligence Analysis Staff, Verteidigungsministeriums des Vereinigten Königreichs (Hrsg.): Unidentified Aerial Phenomena in the UK Air Defence Region – Scientific & Technical Memorandum 55/2/00. 2000 (Zitat S.4:„That UAP exist is indisputable [...] [they] clearly can exhibit aerodynamic characteristics well beyond those of any known aircraft or missile – either manned or unmanned.“, PDF, abgerufen am 12. November 2009). 
  14. Generalmajor der Luftstreitkräfte Wilfried de Brouwer; Belgische Luftstreitkräfte (Hrsg.): Summary Report on Observations 30-31 March 1990. 1990 (HTML, abgerufen am 12. November 2009). 
  15. Brigadegeneral der Luftstreitkräfte Jose Pessoa Cavalcanti de Albuquerque; Brasilianische Luftfahrtsministerium, Kommando der Luftverteidigung (Hrsg.): Ereignis Report / Brasilia-DF, Juni 02, 1986. 1986 (Originaltitel: Relatorio de Ocoprencia / Brasilia-DF, 02 de Junho de 1986) (PDF, abgerufen am 12. November 2009). 
  16. United States Air Force (Hrsg.): U.S. Air Force Fact Sheet Concerning UFO’s and Project BLUE BOOK. 1985 (HTML, abgerufen am 11. Februar 2010). 
  17. GEIPAN UAP investigation unit opens its files. GEIPAN, 26. März 2007, abgerufen am 12. November 2009 (Englisch).
  18. Luci, sfere di fuoco e oggetti volanti Nel 2008 sono tre gli ufo avvistati. La Stampa, 5. Februar 2009, abgerufen am 16. November 2009 (Italienisch).
  19. Howard Koch: The Panic Broadcast. The Whole Story of Orson Welles’ Legendary Radio Show. The Hearst Corp., New York 1970.
  20. Bill Donovan: Mutilated bull: No blood, no clues. Gallup Independent, 5. Mai 2007, abgerufen am 26. Juni 2009 (Englisch).
  21. “Ufo” zog seine Kreise. Spiegel Online, 8. Juni 2000, abgerufen am 26. Juni 2009.
  22. Katelynn Raymer, David Ruppe: Group Calls for Disclosure of UFO Info. abcNews, 10. Mai 2001, abgerufen am 26. Juni 2009 (Englisch).
  23. Markus Becker: Richter soll Ufo-Dokumente ans Licht zerren. Spiegel Online, 22. Oktober 2003, „Umfragen zufolge glauben bis zu 75 Prozent der Amerikaner, dass die Regierung in Washington Erkenntnisse über außerirdische Besucher besitzt und seit Jahrzehnten geheim hält“, abgerufen am 26. Juni 2009.
  24. Höges: Invasion der Puppen. Der Spiegel, 30. Juni 1997, „Nach der jüngsten Umfrage des Nachrichtensenders CNN glauben 80 Prozent der befragten Amerikaner, daß die Regierung Wissen über Außerirdische geheimhalte“, abgerufen am 26. Juni 2009.
  25. heise online: Französische Raumforscher öffnen UFO-Archiv, 27. Dezember 2006
  26. heise online: Frankreich stellt UFO-Archiv ins Internet, 22. März 2007

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