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 Salzburg

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Salzburg in Österreich, weitere Bedeutungen unter Salzburg (Begriffsklärung).
WappenKarte
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
BundeslandSalzburg
Politischer BezirkStatutarstadt (S)
Fläche65,678 km²
Koordinaten47° 48′ N, 13° 2′ O47.813.033333333333424Koordinaten: 47° 48′ 0″ N, 13° 2′ 0″ O
Höhe424 m ü. A.
Einwohner149 470 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte2276 Einwohner je km²
Postleitzahl5020
Vorwahl0662
Gemeindekennziffer5 01 01
323
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Mirabellplatz 4
5020 Salzburg
Offizielle Website
Politik
BürgermeisterHeinz Schaden (SPÖ)
Gemeinderat (2009)
(40 Mitglieder)
15 SPÖ, 11 ÖVP, 7 BL, 5 FPÖ, 2 TAZL & BZÖ [1]

Die Altstadt von Salzburg

Die Stadt Salzburg liegt an der Salzach mitten im Salzburger Becken. Sie ist die Landeshauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes und mit 149.470[2] Einwohnern nach Wien, Graz und Linz die viertgrößte Stadt Österreichs. Der Nordwesten der Statutarstadt Salzburg grenzt an den Freistaat Bayern, das übrige Stadtgebiet an den Bezirk Salzburg-Umgebung.

488 begann der Niedergang der römischen Stadt Iuvavum. Salzburg wurde im Jahr 696 als Bischofssitz neu gegründet und 798 zum Sitz des Erzbischofes. Die Haupteinnahmequellen Salzburgs bildeten Salzgewinnung und -handel sowie zeitweise der Goldbergbau. Die Festung Hohensalzburg stammt im Kern aus dem 11. Jahrhundert. Sie ist eine der größten europäischen Burganlagen des Mittelalters und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Stadt von Erzbischof Wolf Dietrich und dessen Nachfolgern als Residenzstadt prunkvoll ausgestattet. Damals wurde im Süden der Stadt das Schloss Hellbrunn samt Schlosspark, Wasserspielen und Alleen errichtet. Bekanntester Salzburger ist Wolfgang Amadeus Mozart, weshalb die Stadt auch „Mozartstadt Salzburg“ genannt wird.

Heute ist Salzburg ein bedeutender Messe- und Kongressstandort mit vielen Handels- und Dienstleistungsbetrieben sowie einem leistungsfähigen Tourismusbereich. Die Stadt bildet auf Grund ihrer verkehrsgünstigen Lage den Kern der grenzüberschreitenden Europaregion Salzburg.

Die Salzburger Altstadt steht seit 1996 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO[3]. Sie ist auch durch die Salzburger Festspiele international bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Hauptartikel: Geographie und Klima der Stadt Salzburg

Lage

Panorama der Altstadt mit Blick auf Festung und Kapuzinerberg

Die Stadt Salzburg liegt westlich der Salzburger Kalkalpen in der Mitte des Salzburger Beckens. Der historische Altstadtkern befindet sich an der Salzach und wird von Festungs- und Mönchsberg sowie dessen westlichem Ausläufer, dem Rainberg, begrenzt.

Östlich des Altstadtkernes erheben sich am rechten Salzachufer der Kapuzinerberg und der kleine Bürglstein, im Süden der Stadt der Hellbrunner Berg und der Morzger Hügel, westlich des Stadtteils Altliefering der kleine Grafenhügel. Im Südwesten begrenzt der von einer Seilbahn erschlossene 1853 Meter hohe Untersberg die Stadt. Im Osten befindet sich der 1288 Meter hohe Gaisberg. Nördlich reicht der Fuß des Plainberges mit der Wallfahrtsbasilika Maria Plain ins Stadtgebiet hinein. Nordöstlich schließt sich die Hügellandschaft des Flachgaus an. Ein geschlossener Auwaldgürtel entlang von Salzach und Saalach reicht im Norden bis in das Stadtgebiet hinein.

Der Auwald westlich der Saalach und das dahinter liegende Hügelland, der Högl, gehören bereits zum Landkreis Berchtesgadener Land im Freistaat Bayern. Im Nordwesten schließt sich das bayerische Freilassing, nur durch die Saalach begrenzt, an den Salzburger Stadtteil Liefering-Rott an.

Die Altstadt im Salzburger Becken liegt 420 bis 426 Meter hoch. Der höchste Punkt des Stadtgebietes ist die Gaisbergspitze mit 1288 Metern, die Saalachmündung am Böschungsfuß ist mit 404 Metern der tiefste Punkt. Das Gemeindegebiet umfasst 65,68 Quadratkilometer. Davon sind 2238 Hektar Bauland (34 %), 503 Hektar Verkehrsfläche (7,7 %), 1080 Hektar Wald (16,5 %) und 342 Hektar Gewässer (5,2 %).[4]

Geologie

Die Stadt befindet sich unmittelbar am Nordrand der Alpen. Der Gaisberg mit dem Kühberg, der Kapuzinerberg und der Festungsberg sind Teile der Kalkvoralpen. Ihre schroffen Nordabhänge bilden den nördlichen Alpenrand, der in ost-westlicher Richtung durch die Stadt verläuft. Das Hügelland im Norden gehört zur Flyschzone und damit zum Alpenvorland.[5]

Das Salzburger Becken wurde durch den eiszeitlichen Salzachgletscher ausgeschürft. Danach wurde das zuerst von einem See ausgefüllte Becken großteils wieder mit Sedimenten aufgefüllt. Nur der Mönchsberg, der Rainberg und der Hellbrunner Berg sind Reste von verfestigten Schottern (Konglomeraten) der letzten Zwischeneiszeit. Das Salzburger Becken besteht salzachnahe aus einer tiefer liegenden Alluvialebene. Oberhalb der linksufrig markanten, von Nord nach Süd durchs Stadtgebiet ziehenden Terrassenkante schließt sich die Friedhofsterrasse an, auf der sich in Liefering und Morzg ertragreiche frische Böden bildeten, während in Schallmoos und im Leopoldskroner Moos einst ausgedehnte Moorgebiete vorhanden waren. [6]

Klimadiagramm von Salzburg

Klima

Das Klima in Salzburg ist warmgemäßigt. Der Einfluss des ozeanischen Klimas ist stärker als der des kontinentalen Klimas. Die mittlere Jahrestemperatur im Zeitraum zwischen 1971 und 2000 betrug 9 °C. Im Jänner liegt die Durchschnittstemperatur bei −0,8 °C, während sie im Juli auf 18,6 °C ansteigt. Die Niederschlagsmenge ist durch die Nordstaulage vergleichsweise hoch. Sie betrug im genannten Zeitraum durchschnittlich 1184 Millimeter.[7] Der niederschlagsreichste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 160 Millimetern, die niederschlagsärmsten Monate sind Jänner, Februar und März mit weniger als 70 Millimetern. In Salzburg herrschen durch die Nähe zum Alpenraum ausgeprägte Föhnlagen mit warmem und trockenem Südwind. Bedingt durch das Salzachtal wehen die Winde in der Stadt überwiegend in südlicher und nördlicher Richtung. Starkwinde kommen vor allem aus Nordwesten.

Stadtteile

Die Salzburger Stadtteile

Die Stadt gliedert sich unabhängig von den historischen Katastralgemeinden in 24 Stadtteile und drei angrenzende Landschaftsräume. Den historischen Kern der Stadt bildet die Salzburger Altstadt links und rechts, an die die alten, zeitlich bis ins Mittelalter zurückreichenden Vorstädte Mülln und Nonntal anschließen.

Um 1900 entstand westlich der Altstadt der Stadtteil Riedenburg. Auf dem Gebiet der abgerissenen rechtsufrigen Bastionen und Kasernen bildete sich das Andräviertel (Neustadt). Westlich des Hauptbahnhofes entstand der Stadtteil Elisabeth-Vorstadt. Im Nordteil von Mülln entwickelte sich der Stadtteil Lehen.

Die Stadtteile Aigen, Parsch, Itzling und Gneis sind im Wesentlichen nach 1900 gebaut worden. Die einst selbständigen Dörfer, später Vororte Maxglan im Westen, Liefering im Nordwesten, Gnigl im Osten und Morzg wurden in der Zwischenkriegszeit zu Stadtteilen. In dieser Zeit bildete sich allmählich der durchgehend bebaute Siedlungsstreifen entlang der Moosstraße in Leopoldskron-Moos.

Nach 1950 entstand als jüngster Siedlungskern Salzburg-Süd mit den Teilen Josefiau, Herrnau und Alpensiedlung. Als Ausbau alter Umstadtdörfer stammen auch die Stadtteile Langwied, Kasern, Taxham und Schallmoos aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, ebenso im Norden der Stadtteil Itzling Nord als junger Siedlungssplitter, der sich nahtlos an den Siedlungsraum der Gemeinde Bergheim anschließt. Südlich von Gneis liegen die ebenfalls jungen kleinen Siedlungen Eichethofsiedlung und Birkensiedlung. Sie werden unter dem Namen Gneis Süd zusammengefasst. Südlich des Flughafens befindet sich der Stadtteil Maxglan West, zu dem die Kendlersiedlung und die kleinen ehemaligen Weiler Pointing und Loig gehören. Die Kendlersiedlung setzt sich in den schon zur Gemeinde Wals-Siezenheim gehörenden Häusern der Glansiedlung fort. Die Häusergruppen Pointing und Loig schließen an das Walser Himmelreich an. Außerhalb der Siedlungsräume liegen im Stadtgebiet von Salzburg die geschlossenen Landschaftsräume Hellbrunn, sowie Gaisberg und Heuberg am Fuß des Stadtbergs Gaisberg.[8]

Siehe auch: Liste der Stadtteile Salzburgs

Katastralgemeinden

Salzburg ist in 14 Katastralgemeinden aufgeteilt: Salzburg, Maxglan, Morzg, Gnigl, Itzling, Aigen I, Liefering II und Leopoldskron. Am Stadtrand befinden sich Gaisberg I, Heuberg I, Bergheim II, Hallwang II, Siezenheim II und Wals II. Die Namen der Stadtteile als funktionelle Einheiten entsprechen großteils den gleichnamigen Katastralgemeinden, deren Grenzen weitestgehend im frühen 19. Jahrhundert festgelegt wurden. Die Bezeichnung Aigen I besagt, dass die einstige Gemeinde Aigen zum größten Teil in die Stadt Salzburg eingemeindet wurde. Der verbleibende kleinere Teil wurde in den Jahren 1935 und 1939 unter der Bezeichnung Aigen II als eigene Katastralgemeinde der Nachbargemeinde Elsbethen zugeteilt.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Stadt Salzburg

Frühgeschichte und bayerische Zeit

Das Gebiet der Stadt ist seit der Jungsteinzeit bis heute durchgehend besiedelt. In der La-Tène-Zeit war es ein Verwaltungszentrum der keltischen Alaunen im Königreich Noricum. Die Bevölkerung auf den Stadtbergen wurde nach dem römischen Einmarsch 15 v. Chr. entsprechend der römischen Stadtplanung in den Raum der Altstadt übersiedelt. Die neue Stadt war seit Kaiser Claudius als Municipium Claudium Iuvavum eine der wichtigsten Städte der nun römischen Provinz Noricum. Nach der Aufgabe der Provinz Noricum 488 zu Beginn der Völkerwanderung verblieb ein Teil der romanokeltischen Bevölkerung im Land. Im 6. Jahrhundert folgte die Landnahme durch die Bajuwaren. Bischof Rupert erhielt um 696 n. Chr. die Reste der Römerstadt von Herzog Theodo II. von Bayern geschenkt, um das Land im Osten und Südosten zu missionieren. Er erneuerte das Kloster St. Peter und gründete das Benediktinen-Frauenstift Nonnberg. Das Land Salzburg und seine Grafschaften bekamen durch den aufblühenden Salzbergbau und die weiträumige Missionstätigkeit bald immer mehr Einfluss und Macht innerhalb Bayerns[9]. 996 wurde Salzburg durch Kaiser Otto III. das Markt-, Münz- und Mautrecht verliehen, 1120/30 ist bereits ein Stadtrichter urkundlich erwähnt. Das älteste bekannte Stadtrecht stammt aus dem Jahr 1287[10].

Die fürsterzbischöfliche Residenzstadt

Salzburg im Jahre 1791 (Radierung von A. Amon nach Franz Heinrich von Naumann)

Seit der Schlacht bei Mühldorf 1322 war das Erzbistum mit dem Mutterland Bayern verfeindet. In der Folge wurde Salzburg zum selbstständigen Staat im römisch-deutschen Reich. Die wirtschaftliche Blüte der Stadt im 15. Jahrhundert führte zu einem selbstbewussten Bürgertum mit zunehmenden Rechten und Pflichten. Leonhard von Keutschach, der wirtschaftlich sehr erfolgreich war, beendete diese Autonomie gewaltsam. Wenige Jahre nach Martin Luthers Thesenanschlag stand die Mehrheit der Stadtbevölkerung dem Protestantismus nahe, die unbeugsamen Protestanten wurden bis 1590 dann alle des Landes verwiesen. Die Kritik an der autoritären Macht des Erzbischofs nahm unter Keutschach weiter zu. 1525 belagerten aufständische Knappen und Bauern die Festung Hohensalzburg, in der sich Erzbischof Matthäus Lang von Wellenburg verschanzt hatte. Erst mit Hilfe von erkauften Truppen des Schwäbischen Bundes konnten die Aufständischen zum Rückzug gezwungen werden. Das Fürsterzbistum zählte um 1600 durch Salz- und Goldbergbau zu den reichsten Fürstentümern im römisch-deutschen Reich. Damals gestaltete Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau den Altstadtkern neu.[11] Der große spätromanische Dom wurde abgerissen und durch Markus Sittikus im frühbarocken Stil wieder aufgebaut.[12] Paris von Lodron gelang es durch eine kluge Neutralitätspolitik, Salzburg aus dem Dreißigjährigen Krieg herauszuhalten. Die Stadt wurde zu einer der am besten befestigten Städte Europas ausgebaut[13] Salzburg wurde bald zu einem Zentrum der Gegenreformation, in dem Klöster, ein Priesterseminar und zahlreiche Barockkirchen gebaut wurden, ein Großteil der Bewohner war in Laienbruderschaften zusammengeschlossen. [14] Unter Erzbischof Hieronymus Franz Josef Colloredo von Wallsee und Mels wurde Salzburg in den Jahren 1772 bis 1800 zu einem Mittelpunkt der Spätaufklärung, in dem Wissenschaft und Künste eine Blütezeit fanden.[15] 1803 wurde Salzburg auf Anordnung Napoléons ein säkularisiertes Kurfürstentum, 1805 zusammen mit Berchtesgaden dem neuen Kaisertum Österreich zugeschlagen und 1810 wieder an das Königreich Bayern angegliedert.[16] 1800, 1805 und wieder 1809 war Salzburg dabei von napoleonischen Truppen besetzt und wurde geplündert.

Die österreichische Stadt Salzburg

1816 fiel das Land Salzburg zum größten Teil wieder an das Kaisertum Österreich. Salzburg war zuerst eine wenig bedeutende oberösterreichische Kreisstadt, in die sich neben einigen Kurgästen nur wenige Maler und Literaten verirrten. Diese aber waren von der Schönheit der Stadt verzaubert und ihre Berichte machten Salzburg immer mehr zum Ziel von Touristen. 1860 begann der Abriss der Stadtbefestigungen. Im gleichen Jahr bejubelten die Salzburger die Eröffnung der Bahnlinien Wien–Salzburg und Salzburg–München. Dies sorgte für ein starkes Wachstum der Stadt und ließ Handel und Gewerbe aufblühen.[17] Das Ende des Ersten Weltkriegs brachte auch für Salzburg eine Zeit des Hungers, die Wirtschaft erholte sich nur allmählich. In der Zeit zwischen 1935 und 1939 wurden verschiedene Nachbarorte eingemeindet. In der Zeit des NS-Regimes kam es 1938 zur Verhaftung und Deportation von Juden und politischen Gegnern. Kriegsgefangene hielten das Wirtschaftsleben aufrecht. 1944/45 beschädigten Fliegerbomben der USA große Teile der Stadt. Oberst Hans Lepperdinger rettete 1945 die Stadt durch Befehlsverweigerung, indem er sie kampflos an die US-Amerikaner übergab. Salzburg war nach Kriegsende Sitz des US-Oberkommandos. In den ersten Nachkriegsjahren war die Stadt vom Elend der Flüchtlinge geprägt. Nur allmählich konnten die Barackenwohnungen durch den Bau neuer Stadtteile ersetzt werden. 1962 wurde die 1810 aufgelöste Universität wiedergegründet. In der Folgezeit wurde Salzburg zur wirtschaftlich erfolgreichen Handels-, Messe- und Tourismusstadt.[18]

Einwohner

Bevölkerungsentwicklung

Um das Jahr 1550 hatte die Stadt Salzburg etwa 8.000 Einwohner. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts stieg die Bevölkerungszahl nur leicht, in der zweiten Hälfte stark an. Im Jahre 1795, kurz vor dem Ende des Fürsterzbistums, wurden 16.837 Bewohner gezählt. Am Ende der napoleonischen Zeit, die von Besatzung, Plünderung und Erniedrigung geprägt war, sank die Einwohnerzahl im Jahre 1817 auf 12.037. Nach 1860 stieg sie mit dem Wirtschaftsaufschwung rasch an und erhöhte sich nach dem Ersten Weltkrieg weiter. 1934 lebten bereits 40.232 Bewohner im damals kleinen Stadtgebiet.

Die Entwicklung der Bevölkerungszahl der Stadt Salzburg zwischen 1550 und 2009 [19], [20]

Mit den Eingemeindungen der Jahre 1935 und 1939 stieg die Einwohnerzahl dann sprunghaft auf 77.170 an. Der Zweite Weltkrieg verursachte große Verluste unter den aus Salzburg stammenden Soldaten, aber auch in der Zivilbevölkerung. Durch die amerikanische Besatzung bis 1955 erhöhte sich die Zahl der Bewohner nach dem Krieg wieder. Mit etwa 15.000 Flüchtlingen, vor allem Volksdeutschen, die in Salzburg eine neue Heimat fanden, erhöhte sich bis 1947 die Einwohnerzahl auf 99.244. Der folgende Wirtschaftsaufschwung brachte bis 1970 wiederum große Bevölkerungszuwächse. Während zwischen 1979 und 1990 die Einwohnerzahl etwa gleich blieb, wuchs sie in den folgenden 18 Jahren um weitere 12.000 an.[19][20]

Bevölkerungsstruktur

Die durchschnittliche Kinderzahl der 36.396 Familien beträgt derzeit 0,97 [4]. Trotz des erwarteten Zuzugs von Personen aus dem Stadtumfeld und von Migranten geht die Stadtplanung davon aus, dass die Bevölkerungszahl mittelfristig stagnieren oder sinken wird[21]. 77 % der Bewohner der Stadt Salzburg wurden in Österreich geboren. Aus Bosnien und Herzegowina stammen 4,1 %, aus Serbien und Montenegro 4,0 %. Aus Deutschland stammen 3,9 %, aus den übrigen EU-Staaten 2,9 %. 2 % der Einwohner wurden in der Türkei geboren. Den höchsten Anteil der außerhalb Österreichs Geborenen hat mit 36,9 % die Elisabeth-Vorstadt, in Schallmoos wurden 35 % der Bewohner nicht in Österreich geboren. Einen hohen Anteil an Nichtösterreichern besitzt auch Lehen. Im Süden dieses Stadtteils bekennen sich 15 % zur islamischen Glaubensgemeinschaft. Den niedrigsten Ausländeranteil hat der Stadtteil Leopoldskron-Moos[4].

13 % der Bevölkerung der Stadt sind unter 15 Jahre alt, 69 % zwischen 15 und 64 Jahre. 18 % sind älter als 64 Jahre. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 15 ist im Äußeren Maxglan und in Maxglan-West am höchsten (21 %), jener der Senioren in Riedenburg (22 %). Der höchste Anteil an Erwachsenen im Erwerbstätigenalter ist in der Rechten Altstadt (80 %) zu finden [22].

Religionsbekenntnisse

Salzburg ist durch die katholische Kirche geprägt. Bis zur Auflösung des Fürsterzbistums Salzburg im Jahr 1803 bildeten Kirche und Staat eine Einheit. Die Schwierigkeiten der evangelischen (siehe Salzburger Exulanten) und der jüdischen Gemeinde sowie der Wiedertäufer zeugen davon. Zahlreiche Kirchtürme beherrschen das Bild der Stadt, die bis ins 19. Jahrhundert die Bezeichnung Das deutsche Rom trug. Im 18. und vor allem im 19. Jahrhundert lebten erstmals wieder nichtkatholische Glaubensgemeinschaften auf, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es, bedingt durch Krieg, Vertreibung und Migration, zu einer größeren Vielfalt an Religionen.

Rumänisch-orthodoxe Kirche

Die Katholiken sind mit 55,6 % der Stadtbevölkerung die mit Abstand größte kirchliche Gemeinschaft. Die Stadt Salzburg ist in 3 Dekanate und 24 Pfarrsprengel gegliedert, die im Wesentlichen den Stadtteilen entsprechen. Zu den Evangelischen Kirchen A.B. und H.B. bekennen sich 6,7 % der Einwohner. Diese Glaubensgemeinschaft ist in drei Pfarrgemeinden mit den zugehörigen Kirchen in der Neustadt, in Gneis und in Taxham gegliedert. Zu den Gemeinschaften des orthodoxen Christentums (Serbisch-Orthodoxe Kirche, Rumänisch-Orthodoxe Kirche und Russisch-Orthodoxe Kirche) gehören 5,3 % der Bevölkerung. Die russisch-orthodoxe Kirche Maria Schutz steht in Mülln, die rumänisch-orthodoxe Kirche im Osten von Schallmoos.

Zu den Glaubensgemeinschaften der Altkatholiken, der Methodisten, der Neuapostolischen Kirche, der Mormonen-Gemeinde, der Zeugen Jehovas, des Bundes evangelikaler Gemeinden, der Christengemeinschaft und der Freien Christengemeinde/Pfingstgemeinde bekennen sich insgesamt 1,6 % der Stadtbevölkerung. Die katholische Kirche steht mit den orthodoxen Kirchen, der evangelischen Kirche, der altkatholischen Kirche und den Methodisten in ökumenischen Arbeitskreisen im Dialog; regelmäßig werden gemeinsame Gottesdienste gefeiert.

Die Muslime sind mit 6,8 % der Stadtbevölkerung die mit Abstand größte nichtchristliche Glaubensgemeinschaft. Zu weiteren Religionsgemeinschaften, wie der buddhistischen Gemeinde, den Bahai, der hinduistischen Gemeinschaft und der Gemeinschaft der Sikhs bekennen sich insgesamt 0,7 % der Stadtbevölkerung. 0,06 % der Salzburger Stadtbevölkerung sind Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde mit der Salzburger Synagoge. Neben den drei Moscheen der Muslime in Schallmoos, Itzling und der Neustadt gibt es einen Gurdwara der Sikhs in Schallmoos. Buddhistische Gebetsräume befinden sich in der rechten Altstadt, in Lehen und Liefering. Ohne religiöses Bekenntnis sind in Salzburg 17,1 % der Bevölkerung, bei 6,5 % ist das Bekenntnis unbekannt.[23]

Politik

Kommunalpolitik nach 1880

In der Zeit vom Erwachen der politischen Kräfte bis zum Ende der Monarchie war die Stadt politisch zunehmend antiliberal geprägt. Sie besaß starke klerikale und deutsch-nationale Kräfte, die vielfach zersplittert und untereinander verfeindet waren. Robert Preußler war 1914 der erste Sozialdemokrat im Salzburger Gemeinderat. Überhöhte Ausgaben führten um 1890 beinahe zum finanziellen Ruin der Stadt. Mit dem Zerfall der Monarchie endete die Abhängigkeit des Gemeinderats von der kaiserlichen Zentralmacht. Die Zahl der Gemeinderatsmitglieder erhöhte sich von 30 auf 40. Christlichsoziale, Sozialdemokraten und Deutschnationale besaßen in der Folge einen ähnlich hohen Stimmenanteil. Während der autoritären Zeit des Ständestaates und im Nationalsozialismus besaß die kommunale Verwaltung kaum Freiheiten und war weisungsgebunden.

Kommunalpolitik nach 1945

Die erste Nachkriegszeit war von einer engen Zusammenarbeit der SPÖ mit ihrem Bürgermeister Anton Neumayr, der ÖVP und der KPÖ geprägt. Von 1957 bis 1970 führte der populäre Alfred Bäck die Stadtregierung.

1972 traten erstmals Salzburger Bürgerinitiativen (zunächst erfolglos) zur Wahl an. Vorgesehen war die Verbauung von Freisaal und von Teilen des Landschaftsgartens der Hellbrunner Allee. Ein Kompromiss sah einerseits den weitgehenden Erhalt des Grünraumes, andererseits aber auch die Errichtung der Universität Freisaal vor. Neue Konflikte zwischen Wohnbau und Landschaftsschutz, die bis heute andauern, brachte 1976 die geplante Erweiterung des Straßennetzes. „Was jahrelang als Gemeinwohl gefeiert wurde – nämlich Menschen ein Dach über dem Kopf zu schaffen, entartete und wurde zum Krebsgeschwür der Stadtlandschaft“.[24] 1965 hatte der Kunsthistoriker Hans Sedlmayr auf die Demolierung und Aushöhlung der Altstadt hingewiesen. Der kulturbewusste Landeshauptmann Hans Lechner sorgte 1967, unterstützt durch die Bürgerinitiativen, für einen ersten Ensembleschutz. 1980 erreichten die Bürgerinitiativen um den Schauspieler Herbert Fux, den Maler Wilhelm Kaufmann und Richard Hörl einen verbesserten Schutz der Altstadt. [25]

Auch der stark zunehmende innerstädtische Verkehr blieb ein umstrittenes Kapitel der Stadtpolitik. Die Innenstadtgenossenschaft ging nach 1960 gegen die Pläne zur Errichtung einer Fußgängerzone in der Altstadt und gegen die „Abschnürung vom Verkehr“ vor. Im Zuge der Neuorientierung mit einem Vorrang des öffentlichen Verkehrs wurden, maßgeblich initiiert von der Bürgerliste, zwischen 1970 und 1994 22 Busspuren errichtet.

Seit 1999 wird der Bürgermeister der Stadt Salzburg direkt vom Volk gewählt. Bürgermeister ist seitdem Heinz Schaden (SPÖ). Erster Stellvertreter bleibt nach der Wahl 2009 Harald Preuner (ÖVP). Martin Panosch wurde zweiter Stellvertreter für die SPÖ, Claudia Schmidt (ÖVP) neue Stadträtin, Johann Padutsch (Bürgerliste) bleibt Stadtrat.[4]

Siehe auch: Liste der Bürgermeister der Stadt Salzburg

Stadtverwaltung

Der Gemeinderat setzt sich aus 40 Mitgliedern zusammen. Neben einem Bürgermeister besteht die Stadtregierung aus zwei Bürgermeister-Stellvertretern und zwei Stadträten, die gemäß der Stimmenstärke der jeweiligen Parteien (Proporzsystem) ernannt werden. Der Stadtsenat ist als ständiger Ausschuss des Gemeinderates vor allem für Rechts- und Finanzfragen zuständig und besteht aus zwölf Mitgliedern. Das Stadtrecht sieht sowohl Bürgerbegehren auf Antrag von Bürgern als auch Bürgerbefragungen auf Antrag des Gemeinderates vor.

Gemeinde-
ratswahlen
30.10.
1949
18.10.
1953
20.10.
1957
14.10.
1962
8.10.
1967
8.10.
1972
2.10.
1977
3.10.
1982
4.10.
1987
4.10.
1992
7.3.
1999
7.3.
2004
1.3.
2009
Wahlbeteiligung (%)79,386,577,678,579,770,773,271,462,355,260,564,857,5
SPÖ15151616191716152112131915
ÖVP1214131413141412911111111
FPÖ*1210109898666845
Bürgerliste------2747667
Sonstige**
KPÖ:1
KPÖ:1
KPÖ:1
KPÖ:1
-
-
-
-
-
ABP:2
LM:2
ABP:2
-
TAZL:2

* Unter der Bezeichnung FPÖ wird auch deren Vorläuferin WDU verstanden; ** ABP: Österreichische Autofahrer- und Bürgerinteressenpartei, LM: Liste Masopust, TAZL: Liste Tazl & BZÖ

Städtepartnerschaften

Die erste Städtepartnerschaft wurde 1964 mit der alten Hauptstadt der Champagne, Reims, geschlossen. Diese Kulturstadt war wie Salzburg lange Zeit ein wichtiges geistiges Zentrum Europas. 1967 kam Atlanta dazu,[26] 1973 folgte als Partner Verona mit seiner Weltkulturerbe-Altstadt. León zählt zu den ärmsten Gebieten Lateinamerikas. Salzburger Entwicklungsprojekte unterstützen diese Stadt ebenso wie Singida in Tansania. Beide sind seit 1984 Partnerstädte von Salzburg. Singida, bis 1918 zu Deutsch-Ostafrika gehörend, liegt abseits des Tourismus am Fuß des Kilimandscharo und ist auf Hilfe besonders angewiesen. Busseto in Italien ist seit 1988 ein Partner und in seiner musikalischen Tradition Salzburg besonders verbunden. Eine weitere Partnerschaft besteht seit 1989 mit Vilnius in Litauen, einem Zentrum weltlicher und religiöser Kultur in Osteuropa.

Stadtwappen

Dresden, die Hauptstadt Sachsens, weist seit 1991 auf den kulturellen Austausch Salzburgs mit dem Osten Deutschlands hin. Kawasaki in Japan wurde 1992 als Partnerstadt aufgenommen. Im Südtiroler Meran, seit 2000 Partnerstadt, treffen sich Bodenständigkeit und südliche Lebensart. Salzburg vertieft seit 2004 durch die Städtefreundschaft mit Shanghai die vielfältigen Verbindungen zur Volksrepublik China.[27]

Wappen

Das Wappen zeigt in Rot eine gezinnte silberne Stadtmauer, deren Seitenteile perspektivisch zurücktreten und in deren Mittelteil sich ein Stadttor mit offenen Torflügeln und hochgezogenem Fallgatter befindet; hinter der Stadtmauer ein sechseckiger silberner Turm mit goldenem Dach, flankiert von zwei schmaleren, niedrigeren, gezinnten silbernen Rundtürmen mit goldenen Spitzdächern.

Die älteste erhaltene Darstellung des Salzburger Stadtwappens, auf einem Stadtsiegel, stammt aus dem Jahr 1249 und fand in dieser Form bis ins 15. Jahrhundert Verwendung. Das heutige Stadtwappen ist eine Weiterentwicklung des später entstandenen spätgotischen Stadtsiegeltyps. Wurde bis vor etlichen Jahren ein detailreiches Wappen verwendet, so ist heute ein stark stilisiertes gebräuchlich.[19]

Sehenswürdigkeiten

Die Fassade des Doms mit ihren drei Portalen

Die gesamte bebaute Altstadt, die Neustadt, Mülln, der Mönchs- und der Kapuzinerberg sowie Teile von Nonntal wurden am 5. Dezember 1996 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.[3] (Siehe auch: Begründung des Komitees der UNESCO)

Kirchen

Die erste Barockkirche nördlich der Alpen, der Salzburger Dom, wurde von 1614 bis 1628 errichtet. Das älteste bestehende Kloster im deutschen Sprachraum ist Stift Sankt Peter mit der Stiftskirche Sankt Peter. Das Benediktinen-Frauenstift Nonnberg ist das weltweit älteste ununterbrochen bestehende Frauenkloster mit der Stiftskirche Nonnberg. Von Bedeutung ist die Kollegienkirche, ein Hauptwerk des Barockbaumeisters Johann Bernhard Fischer von Erlach. Nach Plänen von Erlachs entstanden in Salzburg auch die Dreifaltigkeitskirche, die Markuskirche und die Johannsspitalkirche. Zu den im gotischen Stil erhaltenen Kirchen zählen in Salzburg neben der Kirche Nonnberg die Franziskanerkirche und die Bürgerspitalkirche St. Blasius. Alte, später barockisierte Kirchen sind die Michaelskirche, die Imbergkirche und die Pfarrkirche Mülln. Die Kajetanerkirche und die Erhardkirche in Nonntal wurden in der Barockzeit von Giovanni Gaspare Zuccalli entworfen.[28]

Blick vom Gaisberg auf die Festung

Festung Hohensalzburg

Hauptartikel: Festung Hohensalzburg

Die ältesten Teile der Festung Hohensalzburg stammen aus dem Jahr 1077, als sich während des beginnenden Investiturstreits der papsttreue Gebhard vor kaisertreuen Truppen zu schützen suchte. Die Ringmauer um die Burg wurde in der Zeit der ersten Bauernunruhen und der ersten Bedrohung durch die Türken 1465–1485 erneuert und um 1500 durch Leonhard von Keutschach verstärkt. Dieser stattete die Burg mit prunkvollen Fürstenzimmern aus und erbaute den Reißzug, die weltweit älteste erhaltene Standseilbahn. Paris Lodron baute die mittelalterliche Burg zur Festung aus, indem er sie mit einem starken Außenring aus Artilleriebasteien versah. Er ließ die Hasengrabentorbastei, die Hasengrabenbasteien und die beiden Nonnbergbasteien erbauen sowie die sogenannte Katze erheblich verstärken. Die Festung ist mit über 7.000 Quadratmetern, einschließlich der Basteien mit über 14.000 Quadratmatern bebauter Fläche eine der größten Burgen Europas.

Schlösser und andere Profanbauten

In der Zeit des Manierismus und des Barock ließen mehrere Salzburger Fürsterzbischöfe am Rand der Stadt prunkvolle Sommerresidenzen errichten. Die älteste ist Schloss Freisaal, das von Erzbischof-Administrator Prinz Ernst von Bayern 1549 als Wasserschloss erbaut wurde.

Schloss Leopoldskron

Wolf Dietrich von Raitenau baute 1606/07 Schloss Mirabell, ursprünglich Schloss Altenau genannt, als Landsitz. Markus Sittikus von Hohenems ließ in den Jahren 1613–15 die große Schlossanlage Hellbrunn mit dem Landschaftsgarten errichten. Den von Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun begonnenen Bau des Schlosses Kleßheim im Nordwesten der Stadt setzte nach dessen Tod Leopold Anton von Firmian fort. Der Nachfolger von Johann Ernst, Reichsfürst Franz Anton von Harrach, unterbrach die Arbeiten an Schloss Kleßheim und gab dem bekannten Barockbaumeister Johann Lucas von Hildebrandt stattdessen den Auftrag zum Ausbau des Schlosses Mirabell zu einem stattlichen Barockschloss. Leopold Anton von Firmian ließ Schloss Leopoldskron mit dem großen Schlossweiher für sich und seinen Neffen Laktanz erbauen.[29]

Schloss Mirabell

Der Landschaftsgarten der Hellbrunner Allee zieht sich vom Grünraum Freisaal nach Süden bis zum Schloss und Park hin. Im Wasserparterre des Schlosses befinden sich die Wasserspiele Hellbrunn. Am Hellbrunnerberg stehen das Monatsschlössl und das aus dem Fels herausgearbeitete Steintheater. Die beiden architektonischen Achsen von Hellbrunn wurden als Alleen gestaltet. In der Schlossachse führt der Fürstenweg zur Salzach, die große Gartenachse ist auf Schloss Goldenstein ausgerichtet. Auch das Schloss Anif wurde über Landschaftsachsen einbezogen. Entlang der Hellbrunner Allee liegen kleine, bald nach der Fertigstellung von Schloss Hellbrunn erbaute Adelsschlösser, die den Landschaftsgarten gliedern. Die Kayserburg erinnert an den Erbauer Hauptmann Kayser, die Fronburg an Freifrau von Frohburg. Schloss Herrnau hat seinen Namen von den Wiesen und Wäldern der Herren-Au. Der Name des Lasserhofes leitet sich vom Geschlecht der Lasser ab. Schloss Emslieb und Schloss Emsburg im Süden der Allee erinnern an den Miterbauer dieser Schlösser, Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems.[30]

Schloss Aigen ist ein altes Salzburger Landschloss am Gaisbergfuß, dessen naturnaher Schlosspark wegen seiner Quellen vom 17. bis ins frühe 20. Jahrhundert bekannt war. Kleine Ansitze auf dem Mönchsberg sind das Johannesschlössl und das Marketenderschlössl. Schlossartige Wehrbauten sind das von Paris Lodron erbaute Franziskischlössl auf dem Kapuzinerberg und das alte Schloss Neuhaus auf dem Kühberg.[29]

Weitere Besonderheiten unter den Profanbauten sind die Alte und die Neue Residenz mit dem Glockenspiel, in letzterer befindet sich das Salzburg Museum. Bemerkenswert sind die Alte Universität mit Sacellum und Großer Aula sowie das im Kern sehr alte Rathaus. Gegenüber der Alten Universität stehen das Festspielhaus mit Felsenreitschule und die Pferdeschwemme. Dort befindet sich auch das Sigmundstor, der älteste Straßentunnel Österreichs.

Plätze und Gassen der Altstadt

Die Altstadt von der Festung nach Norden

In der zentralen Getreidegasse, die für den Handel schon früh eine wichtige Rolle spielte, steht das Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart. Weitere Straßen und Plätze der Altstadt sind der Domplatz mit der Mariensäule, an den Kapitelplatz und Kapitelgasse und der Residenzplatz mit dem Residenzbrunnen grenzen. Auch der Mozartplatz mit dem Mozartdenkmal, der Waagplatz, der Alte Markt mit dem Florianibrunnen, die Sigmund-Haffner-Gasse und der angrenzende kleine Rathausplatz sind sehenswert. Kaigasse, Krotachgasse und die Pfeifergasse links der Salzach sowie die Steingasse und die Linzergasse auf der Neustadtseite haben ebenfalls ihren historischen Charakter bewahrt. Auch die Griesgasse zwischen Anton-Neumayr-Platz und Staatsbrücke, die Juden- und die Herrengasse sind bedeutende Altstadtteile.[29]

Friedhöfe

Kulturhistorisch bedeutend sind die beiden großen Friedhöfe der Salzburger Altstadt. Der Petersfriedhof neben der Klosterkirche St. Peter ist der älteste erhaltene Friedhof der Stadt. Den Sebastiansfriedhof ließ Fürsterzbischof Wolf Dietrich nach dem Vorbild des italienischen Campo Santo neu gestalten. In der Mitte des Friedhofs befindet sich sein Mausoleum. Der größte Friedhof von Stadt und Land Salzburg ist der 1879 erbaute Kommunalfriedhof in Gneis. Das einzige Krematorium des Landes Salzburg wurde hier 1931 eröffnet. Der später erweiterte große Friedhof in Aigen wurde 1891 anstelle des kleinen Kirchhofes eingeweiht. Mehrmals erweitert wurde auch der aus dem Mittelalter stammende Friedhof Maxglan. Kleine Friedhöfe sind meist um Vorstadtkirchen angelegt worden. Im idyllisch gelegenen Klosterfriedhof im Benediktinen-Frauenstift Nonnberg werden seit Jahrhunderten verstorbene Ordensangehörige beerdigt. Im Soldatenfriedhof in Nonntal wurden zwischen 1803 und 1882 viele Salzburger Soldaten bestattet. In Aigen befindet sich seit 1893 der Jüdische Friedhof.

Kultur

Musikstadt Salzburg

Geschichte

Schon unter Erzbischof Arn bestand eine frühe Musiktradition, die Salzburger Komponisten standen mit Gelehrten um Karl den Großen in enger Verbindung. 870 bat Papst Johannes VIII. angesichts des guten Rufes der Musikstadt Salzburg den Erzbischof um eine Orgel und einen Organisten für den Vatikan. Unter Fürsterzbischof Eberhard II. wirkte Neidhart von Reuental. 1424 weilte Oswald von Wolkenstein bei Eberhard III. Unter Pilgrim II. von Puchheim lebte am Salzburger Hof der Mönch von Salzburg, dessen volksliedhafte geistliche und weltliche Lieder bis heute bekannt sind.

Unter Fürsterzbischof Matthäus Lang von Wellenburg wirkten die Komponisten Heinrich Fink, Caspar Clanner und als „König der Organisten“ Paul Hofhaimer. Auch der frühe protestantische Kirchenliedautor Paul Speratus lebte hier bis zu seiner Vertreibung. 1591 gründete Fürsterzbischof Wolf Dietrich die Hofkapelle und Chormusik mit zusammen 78 Musikern neu. Am 27. Jänner 1614 eröffnete Markus Sittikus das neue Hoftheater und wurde so zum Ahnherrn der festlichen Musik- und Theaterstadt Salzburg, in der die ersten Opernaufführungen außerhalb Italiens stattfanden. Äußerst glanzvoll war 1628 das Einweihungsfest für den Salzburger Dom unter der musikalischen Leitung von Stephano Bernardi, der auch eigene Werke zur Aufführung brachte.

Der von Fürsterzbischof Max Gandolf geförderte Komponist Georg Muffat war 1678–1787 Hoforganist. Als Hofkapellmeister und Leiter der Sängerknaben wirkte damals Heinrich Ignaz Franz Biber, dessen Sohn als Kapellmeister von Leopold Mozart abgelöst wurde. Vor Mozart wirkten außerdem der Komponist Johann Ernst Eberlin und dessen Schüler Anton Cajetan Adlgasser in der Stadt. Zwei Schüler von Johann Michael Haydn, dem bekanntesten Salzburger Kirchenmusiker, waren Karl Maria von Weber und Sigismund von Neukomm. Mit dem Ende des selbständigen Fürstentums Salzburg endete 1805 die Tradition der fürstlichen Hofkapelle.[31]

Großes Festspielhaus: Ein Aufführungsort der Salzburger Festspiele

Im Jahr 1841 wurde der Dommusikverein und Mozarteum und 1847 die Salzburger Liedertafel gegründet, die beide bis an dessen Lebensende unter der Leitung von Alois Taux standen. 1842 leitete die Einweihungsfeier für das erste Mozartdenkmal die Tradition der Mozart-Festspiele ein, die, maßgeblich gefördert von Joseph Friedrich Hummel und Lilli Lehmann, 1920 zur Gründung der Salzburger Festspiele führte. Pater Peter Singer komponierte als einfacher Franziskanermönch viele geistliche Werke. Um 1880 wirkte im Salzburger Hoftheater der Liederkomponist Hugo Wolf. 1792 war in Salzburg Franz Xaver Gruber, der Komponist des Liedes Stille Nacht zur Welt gekommen. Dessen Enkel Franz Xaver gründete 1921 den Domchor mit ehrenamtlichen Sängern, der unter seinem Nachfolger Joseph Messner einen guten Ruf erhielt. Die Internationale Stiftung Mozarteum wurde 1870, die Musikschule Mozarteum 1880 gegründet. Im Mozarteum wirkten Clemens Krauss, Bernhard Paumgartner, Klaus Ager und Gerhard Wimberger. Nach dem Ersten Weltkrieg löste sich das Mozarteum Orchester Salzburg vom Konservatorium. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkten dort die Komponisten Cesar Bresgen und Carl Orff.[31]

Das älteste Orchester in Salzburg ist das Mozarteum Orchester Salzburg. Es entstand aus dem Orchester der Lehrer und fortgeschrittenen Studenten der Akademie Mozarteum. Als Symphonieorchester von Stadt und Land Salzburg widmet es sich vorrangig der Musik der Wiener Klassik. Die Camerata Salzburg, ein Kammerorchester, wurde 1952 von Bernhard Paumgartner gegründet und später über 20 Jahre lang von Sandor Vegh geleitet. 1998 gründete Elisabeth Fuchs mit jungen Musikern die Junge Philharmonie Salzburg und leitet sie seither. Das Österreichische Ensemble für Neue Musik mit Sitz in Salzburg wurde 1975 von Klaus Ager und Ferenc Tornai gegründet und anfangs von Ager geleitet.[32]

Mozart und Salzburg

Wolfgang Amadeus Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart kam 1756 als Sohn des Hofkomponisten und Vizekapellmeisters Leopold Mozart und seiner Frau Anna Maria Pertl im Haus Getreidegasse 9 zur Welt. Leopold wirkte in der fürsterzbischöflichen Hofkapelle von Sigismund Graf Schrattenbach, die unter der Leitung von Johann Michael Haydn stand. Schrattenbach förderte die Familie Mozart sehr. Mit sieben Jahren machte Wolfgang Amadeus auf Konzertreisen als Wunderkind auf sich aufmerksam. Wolfgang Amadeus Mozart wurde 1769 in Salzburg zum unbesoldeten Hofkonzertmeister und unter dem neu gewählten Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo 1772 zum Konzertmeister der Kapelle ernannt. Das musikalische Leben war für den freiheitsliebenden Mozart in der kleinen Stadt aber zu beengt. Sie wurde ein „Bettelort“, wo sein Genie nicht „verschlänzen“ durfte.[32] Auch war die Aufführung großer Musiktheater in Salzburg nicht möglich. Colloredo zeigte zudem wenig Verständnis, Mozart ständig für Tourneen zu beurlauben. Dieser kündigte daher 1781 den Salzburger Dienst und setzte seine Laufbahn in Wien fort, wo er 1791 starb. In der breiten Öffentlichkeit wurden der Name und die Musik Mozarts erst lange nach seinem Tod bekannt. Der Schriftsteller Julius Schilling regte als erster 1835 an, Mozart in Salzburg ein Denkmal zu errichten, das 1842 fertiggestellt wurde. Die erste Gesamtausgabe der Werke Mozarts wurde erst 1907 von der Stiftung Mozarteum vollendet. Heute erinnern viele Orte und Institutionen Salzburgs an den Musiker. Aus den Internationalen Musikfesten, die in Salzburg zu Ehren Mozarts ab 1877 stattfanden, entstanden 1920 die Salzburger Festspiele.[33]

Salzburger Festspiele

Hauptartikel: Salzburger Festspiele

Die größte Veranstaltungsreihe Salzburgs mit Konzerten, Opern, Liederabenden und Schauspielen findet seit 1920 im Rahmen der Salzburger Festspiele statt. Diese entwickelten sich aus Mozartfesten und Internationalen Musikfesten im Salzburg des 19. Jahrhunderts. Die Festspielgemeinde wurde 1917 von Max Reinhardt mit Unterstützung Hugo von Hofmannsthals gegründet. Die erste Aufführung der Festspiele fand am 22. August 1920 mit dem Jedermann von Hofmannsthal in der Inszenierung von Reinhardt vor dem Dom statt.

Von Herbert von Karajan begründet, bestehen seit 1967 als Ergänzung zu den Festspielen die Osterfestspiele und seit 1973 die Pfingstfestspiele, wobei letztere seit dem Tod Karajans im Wesentlichen der Barockmusik gewidmet sind. Die Festspiele nutzen dabei den Saal des Großen Festspielhauses, die Felsenreitschule und das Haus für Mozart. Auch das ehemalige Kleine Festspielhaus und der Großen Saal des Mozarteums werden für Aufführungen genützt.[34]

Klassische Musik

Konzertsäle für klassische Musik sind neben dem Wiener Saal und dem Großen Saal des Mozarteums der Yamaha Saal im Orchesterhaus des Mozarteum Orchester Salzburg sowie für Kammermusikdarbietungen der Solitär im Gebäude der Universität Mozarteum. Das dortige Große Studio dient Theateraufführungen. Außerhalb der Festspielzeit zählt die Internationale Stiftung Mozarteum mit den Dialogen zu den bekanntesten Veranstaltern. Sie dient vorrangig der zeitgenössischen Werkinterpretation, der Mozartwoche Salzburg und weiteren Konzerten im Großen Mozarteumssaal.

Zu den Konzerten der Salzburger Kulturvereinigung gehören neben bekannten Konzertreihen vor allem die Salzburger Kulturtage, aber auch verschiedene Opern- und Ballettabende. Im Rahmen der Konzerte der Salzburger Bachgesellschaft wird vor allem das Werk von Barockkomponisten, allen voran Johann Sebastian Bach, gewürdigt. Eine besondere Veranstaltungsreihe ist die Musik für Junge Leute. Die Aspekte Salzburg widmen sich der zeitgenössischen Musik. Sie gestalten hier vor allem das Internationale Festival für zeitgenössische Musik. Reich ist das Angebot an Kammermusikveranstaltungen in Salzburg. Regelmäßige Konzerte werden hier auch im Rahmen der Salzburger Festungskonzerte, der Salzburger Schlosskonzerte im Schloss Mirabell und der Konzerte der Salzburger Hofmusik angeboten. Das Salzburger Adventsingen, von Tobi Reiser 1950 gegründet, ist über Salzburg hinaus bekannt. Es bietet jährlich im Großen Festspielhaus vorweihnachtlich-volksmusikalische Chor- und Instrumentalmusik samt Hirtenspiel.[35]

Jazzmusik und alternative Musik

Der Salzburger Jazz-Herbst findet seit 1996 statt. Dabei wirken internationale Stars des Jazz ebenso wie österreichische Musiker mit. Das Jazzit entstand 2002 aus der 1981 gegründeten Konzertreihe Jazz im Theater. Der alternative Jazzclub bietet daneben Raum für experimentelle elektronische Musik. Die Veranstaltung Jazz in der Altstadt findet seit 2000 jedes Jahr Ende Oktober/Anfang November bei freiem Eintritt an verschiedenen Plätzen und in Sälen, Lokalen und Clubs statt.

Die ARGE-Kultur Salzburg, aus der ARGE Rainberg entstanden, wollte ursprünglich in ein Gebäude am Rainberg einziehen. Sie versteht sich als Protestbewegung gegen eine abgehobene Festspielkultur. Sie ist mit ihren angeschlossenen Vereinen ein wichtiger alternativer Kulturträger. Das Rockhouse wurde 1993 eröffnet und bietet jährlich etwa 200 Veranstaltungen an. Die sechs Proberäume werden gerne von Salzburger Bands benutzt. Für Kinder und Jugendliche werden Musikworkshops gestaltet. Die Akkordeon-Initiative Akkorde – On – Stage Salzburg mit dem Akkordeon-Orchester Viel-Harmonie besteht seit 2004. Als Gegenpol zur eher volksmusikbezogenen Ziehharmonika werden verschiedene zeitgemäße Stilrichtungen dargestellt.

Literatur

Hugo von Hofmannsthal in jungen Jahren

Eine der ältesten literarischen Schilderungen der Stadt Salzburg ist das Loblied, das der Nürnberger „Meistersinger“ Hans Sachs im Jahr 1549 auf die Stadt Salzburg schrieb. In Salzburg wohnte lange der Mundartdichter Franz Stelzhamer. In den späten Jahren der Monarchie lebten hier der Impressionist Hermann Bahr, der Novellen- und Romanautor Franz Karl Ginzkey, der Librettist, Lyriker, Dramatiker und Mitbegründer der Festspiele Hugo von Hofmannsthal, der Epiker Thomas Mann, der Essayist Stefan Zweig sowie der Roman- und Reisebuchautor Erik Wickenburg. Der Lyriker Georg Trakl, einer der wichtigsten Vertreter des lyrischen Expressionismus, schrieb viele bildhafte Gedichte über Salzburg. Er verbrachte sein kurzes Leben großteils in Salzburg. Im Gedenken an den Künstler wurde 1952 der Georg-Trakl-Preis für Lyrik geschaffen. In Salzburg lebten auch Johannes Freumbichler, dessen literarische Werke erst durch seinen ebenfalls lange hier lebenden Enkel Thomas Bernhard bekannt wurde, die Lyrikerin Erna Blaas sowie die christlich geprägten Autoren Joseph August Lux und Georg Rendl. Gerhard Amanshauser und sein Sohn Martin Amanshauser sind durch Gedichte und Romane beliebt. In Salzburg lebten außerdem viele Jahre die bekannten Dichter H.C. Artmann, Ilse Aichinger und Peter Handke. Geboren wurden hier u. a. Bodo Hell, Kathrin Röggla und Karl-Markus Gauß. Seit 1991 tritt das Literaturhaus Salzburg im Eizenbergerhof in Lehen als Vermittler anspruchsvoller Gegenwartsliteratur auf. In diesem Haus arbeiten auch die Literatureinrichtungen erostepost, Autorenversammlung, prolit & Edition Eizenbergerhof, Salzburger Autorengruppe und das Salzburger Literaturforum Leselampe mit der Literaturzeitschrift SALZ. Das vielfältige Literaturgeschehen wird seit 1977, durch Adolf Haslinger gegründet, vom Salzburger Literaturarchiv verwaltet.[32]

Theater

Das Salzburger Landestheater wurde 1775 von Fürsterzbischof Colloredo unter dem Namen Hoftheater als Bildungseinrichtung für die Salzburger gegründet und 1893 als Stadttheater wiederbelebt. Im Eigentum von Land und Stadt Salzburg, erfüllt es mit Oper, Operette mit Schauspiel, Tanztheater und Kindertheater seit über 240 Jahren einen wichtigen kulturellen Auftrag. Mit der Gründung des Salzburger Marionettentheaters erneuerte Professor Anton Aicher 1913 im Geist der Barockzeit eine alte Salzburger Tradition. Das Marionettentheater führt seither Opern von Mozart und anderen Komponisten sowie Märchenstücke auf.

Neben den Aufführungen des Landestheaters und der Salzburger Festspiele finden in der Spielsaison fast täglich Schauspiel-Aufführungen im Schauspielhaus Salzburg, der ehemaligen „Elisabethbühne“ statt. Das Haus ist das größte freie Ensembletheater Österreichs, das jährlich mit etwa zehn Schauspielen und einem Kinderstück zwei Theatersäle bespielt. Angeschlossen sind eine Schauspielschule und ein Verlag für Kindermusicals. Auch im Toihaus, im Kleinen Theater und im Republic der Szene Salzburg werden regelmäßig Schauspiele aufgeführt, gelegentlich aber auch im Oval, der Bühne im Europark. 1970 wurde von der Salzburger Kulturvereinigung das Salzburger Straßentheater gegründet, das jährlich zur Festspielzeit auf einer von Pferden gezogenen Kleinbühne in Stadt und Land Salzburg viele Besucher mit Darbietungen erfreut.

Museen

Die beiden größten und meistbesuchten Museen Salzburgs sind das Haus der Natur Salzburg und das Salzburg Museum. Das Haus der Natur, 1924 vom Zoologen Prof. Eduard Paul Tratz gegründet, widmet sich vorrangig den Bereichen Natur und Technik. Dort wurden Ende 2008 die einstigen Museumsräume des Salzburg Museums eingegliedert, das vergrößerte Museum wird im Mai 2009 wieder eröffnet.

Die Alte Residenz. Im Vordergrund der Residenzplatz

Das Salzburg Museum, 1834 als Provincialmuseum gegründet, wurde von der Kaiserinwitwe Caroline Augusta maßgeblich gefördert. Das einstige Carolino-Augusteum übersiedelte 2007 als Salzburg-Museum in die Neue Residenz.[36] Das Museum widmet sich vorrangig der Kunst- und Kulturgeschichte von Stadt und Land Salzburg. Angeschlossene Museen sind das Panorama-Museum für das Sattler-Panorama, das Volkskundemuseum im Monatsschlössl Hellbrunn, das Spielzeug-Museum und das Museum Historische Musikinstrumente im ehemaligen Bürgerspital sowie das Festungsmuseum [36]. Wichtig ist auch das Salzburger Barockmuseum in der Orangerie des Mirabellgartens, ferner das Domgrabungsmuseum am Residenzplatz und nächstgelegen das Dommuseum Salzburg. Letzteres zeigt neben regelmäßigen Sonderschauen die großteils rekonstruierte ehemalige fürsterzbischöfliche Wunderkammer. Die ebenfalls rekonstruierte Sammlung der Ölgemälde der Salzburger Fürsten ist in der Residenzgalerie der Alten Residenz ausgestellt. Die dortigen fürsterzbischöflichen Prunkräume sind unabhängig von der Galerie ebenfalls zu besichtigen.

Das Museum der Moderne Salzburg mit seinen Standorten am Mönchsberg und im Rupertinum widmet sich der Darstellung der zeitgenössischen bildnerischen Kunst. Kleine, sehenswerte Museen, die dem Schaffen Mozarts gewidmet sind, sind in seinem Geburts- und in seinem Wohnhaus eingerichtet.

Bildende Kunst

Die Malerei des Mittelalters wurde in Salzburg wesentlich von Mönchen geprägt. Das Antiphonar des Klosters St. Peter, heute in der Österreichischen Nationalbibliothek, ist eine der bedeutendsten Leistungen der mittelalterlichen Buchmalerei im Alpenraum. In der Stadt entstanden viele romanische und gotische Buchmalereien von europäischem Rang. Bedeutend sind die hochmittelalterlichen Fresken und das gotisches Glasfenster (Clanerfenster) in der Stiftskirche Nonnberg. Namhafte Künstler der Spätgotik waren die Salzburger Bürger Rueland Frueauf der Ältere und dessen Sohn sowie Conrad Laib.

Deckengemälde der Dreifaltigkeitskirche von Johann Michael Rottmayr

Hans Bocksberger ist ein früher Maler der Neuzeit. Von ihm stammen auch Ansichten der frühneuzeitlichen Stadt Salzburg. Auch von dessen Regensburger Zeitgenossen Albrecht Altdorfer sind Bilder der Stadt erhalten. Die ersten und bekanntesten Barockmaler im süddeutsch-österreichischen Raum waren der Salzburger Johann Michael Rottmayr mit Gemälden in der Residenz, der Kajetanerkirche und der Dreifaltigkeitskirche sowie Martino Altomonte mit einem Residenzgemälde. Der dritte bedeutende Salzburger Maler dieser Zeit war Paul Troger, der Hochaltarbild und Kuppelfresko der Kajetanerkirche malte. Sein Deckenfresko der Sebastianskirche ging verloren. In der Romantik erfolgte die „Wiederentdeckung“ Salzburgs maßgeblich durch Maler. Vor allem waren Ferdinand Olivier und Adrian Ludwig Richter, später Johann Fischbach tief beeindruckt von der Ästhetik der prunkvollen aber auch modrig wirkenden Stadt und ihrer umgebenden Landschaft. Ihre Bilder verklärten Salzburg und wurden gemeinsam mit Schilderungen von Reiseschriftstellern zur frühen Grundlage für den aufkommenden Fremdenverkehr. Auch Andreas Nesselthaler, Rudolf von Alt und Hubert Sattler malten Bilder der Stadt und ihrer Umgebung.

Bernhard Michael Mandl: Rossebändiger der Marstallschwemme

In dieser Zeit wirkte der in Salzburg geborene Hans Makart, dessen üppige Bilder großen Einfluss auf die jüngere Malergeneration ausübten. Nach dem Ersten Weltkrieg war in Salzburg Anton Faistauer künstlerisch tätig, der in der Morzger Kirche und im Salzburger Festspielhaus großflächige Fresken schuf. Oskar Kokoschka gründete nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Festung Hohensalzburg die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg. In Salzburg lebten und wirkten ebenfalls die Maler Eduard Bäumer und Wilhelm Kaufmann.

Die mittelalterliche Bildhauerkunst war in Salzburg fast durchwegs sakral. Namhafte Bildhauer der Spätgotik waren hier Michael Pacher und Veit Stoß. Michael Pacher schuf für die Franziskanerkirche einen der größten und schönsten Flügelaltäre Mitteleuropas, von dem nur die Madonnenskulptur erhalten ist. Aus der Schule von Veit Stoß stammt der kleine Flügelaltar der Johanniskapelle am Nonnberg. Die darstellungsfreudige Barockzeit gab den Künstlern vielfältige Aufgaben. Der namhafteste Bildhauer der Barockzeit in Salzburg war Bernhard Michael Mandl. Angeregt von italienischen Künstlern schuf Mandl eigenständige Skulpturen. Zu seinen Werken gehören der Rossebändiger der Marstallschwemme sowie Peter und Paul vor der Fassade des Domes. Die Kunst des frühen 18. Jahrhunderts wurde in Salzburg von Georg Raphael Donner geprägt, zu dessen Frühwerken die Marmorstiege im Schloss Mirabell zählt. Bedeutende Künstler waren Sebastian Stumpfegger, Johann Georg Hitzl und Anton Pfaffinger. Die barocke Formensprache wurde über das Rokoko vielfach bis ins frühe 19. Jahrhundert weitertradiert. Johann Baptist Hagenauer schuf in Salzburg bekannte Werke wie die Marienstatue am Domplatz sowie die künstlerische Ausgestaltung des Sigmundstores. Ein Salzburger Künstler des Spätklassizismus war Johann Piger. Unter den Künstlern des 20. Jahrhunderts sticht mit seinen Skulpturen in Salzburg vor allem Giacomo Manzu heraus.[32]

Architektur

Romanik und Gotik

Der gotische Hallenchor der Franziskanerkirche.

Die romanischen und gotischen Kirchen, die frühen Klosterbauten und die Fachwerkhäuser prägten lange die mittelalterliche Stadt. Der unter Bischof Konrad III. erbaute kunstvolle dreischiffige konradinische Dom war die damals größte Basilika nördlich der Alpen. Der Hallenchor der Franziskanerkirche, begonnen von Hans von Burghausen und vollendet durch Stephan Krumenauer, ist eines der ansehnlichsten Werke süddeutscher Bürgergotik. Erst gegen Ende der Gotik entstanden die Stiftskirche Nonnberg, die Margarethenkapelle im Petersfriedhof, die Georgskapelle und die herrschaftlichen Säle im Hohen Stock auf der Festung Hohensalzburg.

Renaissance und Barock

Wolf Dietrich von Raitenau begann, inspiriert von Vincenzo Scamozzi, mit dem Umbau der mittelalterlichen in eine nach architektonischen Idealen der Spätrenaissance geprägte Stadt, das „deutsche Rom“. Der vorgesehene gewaltige Dombau von Vincenzo Scamozzi kam, bedingt durch den Sturz des Fürsterzbischofs, nie zur Ausführung. Der folgende Dombau unter Leitung von Santino Solari war der erste frühbarocke Kirchenbau in Salzburg. Er war bahnbrechend für eine Vielzahl weiterer Kirchenbauten im süddeutsch-österreichischen Raum.

Die Raphael-Donner-Stiege im Schloss Mirabell

Markus Sittikus und Paris Lodron setzten den Umbau der Stadt mit bedeutenden Werken wie dem Lustschloss Hellbrunn, der Fürstenresidenz, dem Universitätsgebäude, dem Festungsgürtel sowie vielen anderen Bauten fort. Giovanni Antonio Daria leitete im Auftrag von Guidobald von Thun den Bau des großen Residenzbrunnens. Giovanni Gaspare Zuccalli schuf im Auftrag desselben Erzbischofs die Erhardkirche und die Kajetanerkirche im Süden der Altstadt.

Vollendet wurde die Neugestaltung der Stadt mit Bauten von Johann Bernhard Fischer von Erlach unter dem „Stifter“ Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun. Nach Ernst Thun erlahmte der weitere Ausbau der Stadt, weshalb keine Kirchen im Stil des Rokoko gebaut wurden. Sigismund Graf Schrattenbach setzte mit dem Bau des Sigmundstores und der Marienstatue am Domplatz durch die Brüder Hagenauer einige neue Impulse. Mit der Aufteilung des früheren Fürsterzbistums Salzburg an Oberösterreich, Bayern (Rupertigau) und Tirol (Zillertal, Matrei) begann eine lange Zeit des städtebaulichen Stillstands. Erst in der Gründerzeit wurde die Bautätigkeit der Stadt wieder neu belebt. Die Baumeisterdynastie Jakob Ceconi und Carl Freiherr von Schwarz hatten damals wesentlichen Anteil an der Gestaltung der Stadt.

Moderne

Hangar 7, Restaurant und Flugzeugmuseum

In der Altstadt ist ohne Verlust des historischen Ensembles eine aussagestarke moderne Architektur kaum umsetzbar. In den letzten Jahren entstanden außerhalb der Altstadt dominante moderne Bauwerke. Das Gebäude der Naturwissenschaftlichen Fakultät, am Rand des Grünraumes von Freisaal errichtet, besitzt mittig eine hohe Halle samt Wintergarten. Die große Baumasse ist kleingliedrig und funktionell gestaltet. Der aufwändige Glasbau des Hangar 7 am Flughafen Salzburg dient Dietrich Mateschitz und seinen Flying Bulls als öffentlich zugängliches Flugzeugmuseum. Der auch außen mit schwingenden Linien auffällig gestaltete Europark in Taxham besitzt eine organische Innengestaltung mit vielen Geschäften.

Kino und Film

1921 stellte die Salzburger Stiegl-Brauerei in Maxglan landwirtschaftliche Gebäude der neu gegründeten Firma Salzburger-Kunstfilm zur Verfügung. Dort errichtete die Filmproduktionsgesellschaft ein Labor und ein Filmatelier. Der erste Dokumentarfilm war Die Festspiele 1921, der erste Spielfilm Die Tragödie des Carlo Prinetti (1924). Das Maxglaner Kino war damals das zweitgrößte Kino Österreichs außerhalb der Bundeshauptstadt Wien.[37] Das Mozartkino wurde 1905 im Hotel Kasererbräu eingerichtet. Zuletzt wurde es 1987 erweitert. Der Vorläufer des Elmo Kino entstand 1947 im Turnsaal der Volksschule Plain. 1949 bauten Alfred und Else Morawetz an der Lehenerbrücke ein neues Gebäude mit einem Saal für 100 Besucher. 1977 kam ein zweiter Saal, vier Jahre später ein dritter und vierter und nach 1980 ein fünfter Saal, der größte mit 435 Sitzen hinzu. Am Stein nächst dem Inneren Steintor befindet sich Das Kino, das dort jeden Herbst ein Bergfilm-Festival veranstaltet. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf Kulturfilmen und Retrospektiven. Am Bahnhofvorplatz steht gegenüber dem Forum das CityCenter, in dem das Cineplexx City Kino untergebracht ist. Einen Steinwurf außerhalb der Stadtgrenze liegt in der Nähe des Salzburger Flughafens das Cineplexx Airport.

Veranstaltungen

Die jährlich wiederkehrenden überregionalen musikalischen Veranstaltungen sind die Mozartwoche im Jänner, das Aspekte Festival im März, die Osterfestspiele zu Ostern, die Begegnungen im Mai und zu Pfingsten die Pfingst-Festspiele. Es folgen im Sommer die SommerSzene und die Salzburger Festspiele. Im Herbst finden die Salzburger Kulturtage, der Jazz Herbst und das Dialoge Festival statt. Bekannt sind die jährlichen Advent- und Christkindlmärkte, in denen es bodenständige handwerkliche Erzeugnisse zu bestaunen gibt. Die bekanntesten sind die am Domplatz, am Mirabellplatz, auf der Festung Hohensalzburg und in Hellbrunn. Beliebte Volksfeste sind der Rupertikirtag und die Salzburger Dult.

Umwelt und Ökologie

Naturdenkmäler und Schutzgebiete

Hellbrunner Allee

Im Stadtgebiet finden sich 41 Naturdenkmäler, großteils alte, landschaftsprägende oder kulturell bedeutsame Bäume. Zu den geschützten Landschaftsteilen zählt auch die 1615 angelegte Hellbrunner Allee. Sie ist eine der ältesten erhaltenen herrschaftlichen Alleen Europas und der größte Altholzbestand des Landes außerhalb der Gebirgsregion. Für den Artenschutz von holzbewohnenden Käfern, Fledermäusen und Spechten ist sie von besonderer Bedeutung. Die Kopfweiden am Almkanal mit fast 500 Bäumen[38] sind die einzigen alten Kopfweiden im Land Salzburg. Die ununterbrochene Kopfweidentradition reicht bis ins Mittelalter zurück. Die Felsensteppe am Rainberg beherbergt eine besonders trockenheitsliebende Pflanzen- und Tierwelt.[39] Seit langem kaum genutzte Waldbestände sind die Itzlinger Au, der Kühberg[40] und das Naturwaldreservat Gaisberg. Ein gut erhaltener Moorrest ist das Samer Mösl im Nordosten der Stadt.

Große Teile des Grünraumes in der Stadt sind Landschaftsschutzgebiete, etwa der Kapuzinerberg, der Mönchsberg und der Rainberg. Auch der Grünraum um Hellbrunn und die Hellbrunner Allee, die kultivierte Moorlandschaft des Leopoldskroner Mooses, der Landschaftsraum um den Leopoldskroner Weiher und der Grünraum um die Salzachseen sind Landschaftschutzgebiete. → Siehe auch: Liste der Naturdenkmäler der Stadt Salzburg und Liste der geschützten Landschaftsteile der Stadt Salzburg

Grünlanddeklaration

Im Jahr 1985 hat die Stadt Salzburg als Antwort auf die fortschreitende Zerstörung der wertvollen Stadtlandschaften eine Grünlanddeklaration beschlossen und damit eine unverrückbare Bauland-Grünlandgrenze festgelegt. In einer Erneuerung der Deklaration 2008 wurde diese rechtlich verankert und die Dauer der Deklaration auf 30 Jahre konkretisiert. Der Flächenverbrauch für den Siedlungsbau soll mit diesem Instrument gebremst und gleichzeitig die bauliche Entwicklung innerhalb der Siedlungsgrenze durch Nachverdichtung und Nutzung unbebauten Baulandes gefördert werden.[41][42]

Freizeit

Sport

Die Stadt Salzburg besitzt 59 Turn- und Sporthallen sowie 39 Fußballplätze. Ebenfalls im Stadtgebiet etabliert sind 22 Tennisanlagen mit 68 Freiplätzen und 18 Hallenplätze. Fünf Freibäder und der Badesee Liefering stehen im Sommer zur Verfügung. Das Paracelsusbad neben dem Kurhaus ist ein ganzjährig genutztes Hallenbad. Elf Stockbahnen, drei Squash-Anlagen, eine Eisarena, drei Minigolf-Anlagen und sieben Sportschießstätten bereichern das Angebot.[4] Eine wichtige Sportstätte, die für viele verschiedene Sportarten genutzt wird, ist die Sporthalle Alpenstraße mit einem Fassungsvermögen von 2200 Besuchern.

Die Red Bull Arena

Die Sportvereine Salzburgs sind in ASKÖ, ASVÖ und der christlich geprägten Sportunion zusammengeschlossen. Der Salzburger Turnverein wurde 1861 gegründet, der Maxglaner Turnverein 1902. Der älteste reine Sportclub im Bundesland Salzburg ist der Salzburger AK 1914 aus dem Nonntal. Der Arbeiter-Sportklub Salzburg im Stadtteil Maxglan besteht seit 1922.

Erfolgreichster Fußballverein Salzburgs war der 1933 gegründete SV Austria Salzburg. Im Jahr 2003 übersiedelte der Verein in das Stadion Wals-Siezenheim, in dem drei Spiele der Fußball-EM 2008 ausgetragen wurden. 2005 wurde der Verein in FC Red Bull Salzburg umbenannt. Der Sportverein Austria Salzburg gründete sich als „moralischer“ Nachfolger neu und spielte erst in Nonntal und später in Maxglan. Der 1977 als Salzburger EC gegründete Eishockeyverein EC Red Bull Salzburg spielt seit 2004 in der ersten Liga. Die Damenmannschaft Ravens Salzburg gewann in der Saison 2005/06 den Meistertitel. Im American Football gewannen die Salzburg Lions 1984 den erstmals gespielten österreichischen Meistertitel dieser hier jungen Sportart. Heute spielen sie als Salzburg Bulls in der zweitklassigen Division I Amateursport auf hohem Niveau.

Seit Frühling 2004 findet jährlich der Salzburg-Marathon der AMREF statt. Bei den Lauffestspielen durch die Altstadt und die alten Alleen nehmen Läufer aus über 30 Nationen teil. Die Straßen-Radweltmeisterschaft wurde 2006 in Salzburg und Umgebung ausgetragen. An den vier Renntagen wohnten mehr als 330.000 Besucher dem Großereignis bei. Salzburg hatte sich für die Olympischen Winterspiele 2010 und 2014 beworben, konnte die Jury jedoch nicht überzeugen.

Öffentliche Parks

Der Mirabellgarten mit Blick auf die Festung Hohensalzburg

Weitum bekannt ist im Norden des weitläufigen Schlossparks von Hellbrunn der große Renaissancegarten mit seinen geometrischen Wegen und Teichanlagen. Im Süden befindet sich am Anifer Alterbach der einst sakral geprägte Wildnispark. Zu den bekannten Gärten gehört auch der barocke Mirabellgarten mit dem Heckentheater, dem Zwergelgarten und dem Bastionsgarten. An den Mirabellgarten grenzt in der Neustadt direkt der Kurgarten an. Der erhaltene Erdkern ist der letzte Überrest der einstigen großen Lodronschen St.-Vitalis-Bastion.

Aus alten Gartenanlagen hervorgegangen ist der Baron-Schwarz-Park im Stadtteil Schallmoos. Er wurde anstelle des Gartens des Schallmooshofes und des späteren weitläufigen Gartens der Baron-Schwarz-Villa angelegt. Der Minnesheimpark in Gnigl ist der Rest des einstigen Gartens des Lodronschen Schlosses Minnesheim. Der Preuschenpark in Aigen-Abfalter war früher der Garten der Villa Preuschen, des früheren Abfalterhofes. Der Stölzlpark in Maxglan-Burgfried war im frühen 20. Jahrhundert der Garten des Villenbesitzers und späteren Maxglaner Bürgermeisters Stölzl.

Der Volksgarten in Parsch, früher Franz-Josefs-Park genannt, wurde anlässlich des 50. Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef I. neu gestaltet. Anstelle der Brothäuslau errichtet ist er bis heute ein Naherholungsraum für die Salzburger. In die gleiche Zeit fiel die Anlage des Kernbereiches des Donnenbergparks in Nonntal. Er entstand, mehrfach erweitert aus dem Garten des Seniorenheimes Versorgungshaus Nonntal.

Das Erholungsgebiet Salzachsee nahe der Salzachseesiedlung ist ein parkartig gestalteter Raum. Er wurde auf einer großen 1967 rekultivierten Mülldeponie angelegt und mit einem Badesee sowie weiteren kleinen Baggerseen der Bevölkerung zur Verfügung gestellt. In Lehen befindet sich stadteinwärts der Lehener Park, ein Rest der einstigen Au. Den Dr.-Hans-Lechner-Park in Schallmoos übergab 1996 die Salzburg AG der Salzburger Bevölkerung.[43]

Kulinarische Spezialitäten

Salzburger Mozartkugeln

In der Zeit einer stetig wachsenden Mozartverehrung erfand der Salzburger Konditor Paul Fürst 1890 die Mozartkugeln, Schokoladenkugeln mit einem Marzipankern. Sie wurden zum kulinarischen „Wahrzeichen“ der Stadt und werden seitdem von verschiedenen Firmen angeboten. Die Salzburger Nockerln sind eine alte Süßspeise aus aufgeschlagenem und gebackenem gezuckertem Eigelb. Das heute beliebte Bosna, das aus Schweinsbratwürsteln in Weißbrotwecken mit gehackten Zwiebeln und Currygewürz besteht, wurde erstmals 1949 angeboten.

Gastronomie

In der Stadt Salzburg haben sich im Raum der Altstadt um den Anton-Neumayr-Platz und dem Rudolfskai viele Lokale und Pubs niedergelassen. Man findet hier dicht aneinander gereiht Bierlokale sowie Irish Pubs. Irische Musik wird im Shamrock oder O’Malley’s angeboten, australische Speisen wie Krokodil oder Känguru kann man im Koala zu sich nehmen. Das Podium, die Sega Bar, Roses und viele andere Lokale sind Treffpunkt für junge Nachtschwärmer. Neben dem Republic am Anton-Neumayr-Platz wird im Flip in der Gstättengasse Musik von hard’n heavy bis Hip Hop geboten. Am Franz-Josef-Kai haben sich Lokale mit internationaler Küche angesiedelt, etwa das Rautz und das Coco Lezzone. Das geräumige Augustiner Bräustübl in Mülln ist ein beliebter Treffpunkt für Salzburger. Am Giselakai auf der rechten Salzachseite befinden sich Chez Roland und Daimler’s, Watzmann und Zebra. Direkt an der Salzach hat man im Living Room Bazillus den Blick auf Altstadt und Festung. In der Steingasse haben sich viele Lokale, Bars und Beiseln angesiedelt.[44]

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Stadt Salzburg ist das Wirtschaftszentrum einer Region, die im Norden bis nach Oberösterreich und im Westen bis in die bayerischen Landkreise hineinreicht. Zusammen mit dem angrenzenden Flachgau präsentiert sich die Stadt als attraktiver Standort für Unternehmen. Sie ist damit der wirtschaftliche Motor des Bundeslandes. Die Wirtschaftskraft der Stadt liegt, gemessen an der Bruttowertschöpfung des gesamten Landes Salzburg, bei rund 43 %. [45] Im Jahr 2001 hatten 7.838 Betriebe mit zusammen 100.055 Beschäftigten in 10.210 einzelnen Arbeitsstätten hier ihren Standort. 2001 wurden in Salzburg 10.729 mehr Arbeitskräfte beschäftigt als zehn Jahre vorher, das entspricht einer Steigerung von 12 %. Die Zahl der Arbeitsstätten wuchs von 1991 bis 2001 um 24,8 %, von 8.182 auf 10.210. Salzburg besitzt dabei eine ausgeprägt kleinbetriebliche Struktur. [45]

Nicht wenige in Salzburg Beschäftigte sind Pendler. 44.082 oder 57 % der nach Salzburg einpendelnden Beschäftigten stammen aus dem Flachgau, 13 % aus dem Tennengau. Aus den restlichen Gauen kommen 9 %. Aus Oberösterreich, vor allem aus den Bezirken Braunau und Vöcklabruck, pendeln über 14 % der hier beschäftigten Nichtsalzburger, aus den übrigen Bundesländern 7 %. Der Anteil der aus Salzburg auspendelnden Beschäftigten liegt bei 15.027 Personen, die überwiegend in stadtnahen Betrieben im Flachgau arbeiten.[46]

Unternehmen

Salzburg ist der Sitz bekannter internationaler Unternehmen. Der größte Wirtschaftsbetrieb in Salzburg ist mit einem konsolidierten Konzernumsatz von 12,84 Milliarden Euro im Jahr 2007 die Porsche Holding.[47] Sie ist im Kraftwagen-Import, -Export -Handel und in der Verwaltung von Grundstücken und Realitäten tätig. An zweiter Stelle folgt mit 10,88 Milliarden Euro[48][49] die SPAR Österreichische Warenhandels AG. Das Unternehmen ist im Lebensmitteleinzelhandel und in Entwicklung und Betrieb von Shoppingcentern eines der führenden österreichischen Unternehmen.

Die größte und älteste österreichische Bausparkasse ist die Wüstenrot Versicherungs-AG. Bedeutend sind die beiden Kraftwagen-Importfirmen BMW Austria und Mercedes-Benz Österreich. Die größte Spedition Salzburgs ist die Lagermax Lagerhaus und Speditions AG, die neben der Güterbeförderung einen Paketdienst, Fahrzeuglogistik und Expressdienste anbietet. Die größte private Brauerei Österreichs ist die Stieglbrauerei. Sie wurde 1492 in der Altstadt gegründet und befindet sich seit 1863 im Stadtteil Maxglan. Im Jahr 2005 wurde die Stieglbrauerei erweitert und das zu dieser Zeit modernste Sudhaus eingeweiht.[50]

Einkaufszentren

Die beiden überregionalen Einkaufszentren Salzburgs sind die Geschäfte der Altstadt (Umsatz 2005: 206 Mio) und der Europark in Taxham. Der Europark ist, gerechnet auf den Umsatz pro Quadratmeter das erfolgreichste Einkaufszentrum Österreichs. Zudem erreichte es 2007 als erstes Shoppingcenter Österreichs die Auszeichnung der ICSC als Bestes Shopping Center der Welt.

Regionale Zentren sind das Shoppingcenter Alpenstraße (SCA mit 135 Mio. Umsatz), das Zentrum Im-Berg samt Umgebung (66 Mio.) und der Bahnhofbereich (56 Mio). Einschließlich der lokalen Einkaufzentren wurde salzburgweit auf 217.514 m² Verkaufsfläche ein Jahresumsatz von 909 Mio. Euro erzielt.[45]

Tourismus

Der Tourismus ist für die Stadt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Mit über 2,1 Millionen Nächtigungen im Jahr 2007 liegt sie nach Wien unter Österreichs Städten an zweiter Stelle. Der wachsende Kongress- und Messetourismus sowie neue Flugverbindungen begünstigen diese Entwicklung.[51] Die 5,5 Millionen Tagesgäste gaben 2007 etwa 137 Millionen Euro aus und sicherten damit rund 1800 Vollarbeitsplätze in der Stadt.[52]

Im Tourismusbereich selbst arbeiten zwar nur 5,6 % der Salzburger, seine Wirkungen auf andere Dienstleistungsbranchen, vor allem den Handel sind aber hoch. Die Festspiele haben je Jahr einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen von rund 153 Mio. € und einen Beschäftigungseffekt von etwa 1600 Arbeitsplätzen. Neben den Festspielen tragen Mozartwochen, Osterfestspiele, Pfingstfestspiele & Barock und das Salzburger Adventsingen mit zur Attraktivität Salzburgs bei, aber auch Besuchermagneten wie die Festung Hohensalzburg (rund 845.000 Besucher), Mozarts Geburts- und Wohnhaus (rund 400.000 Besucher) und Schloss Hellbrunn (rund 300.000 Besucher). Auch das Messe- und Kongresswesen hat für den Tourismus der Stadt Salzburg Bedeutung, es führt zu verbesserten Auslastungen der Beherbergungskapazitäten außerhalb der Hauptsaison.[45]

Messen

Salzburg erlangt durch das Messezentrum als Messestadt immer mehr Bedeutung. Im Messezentrum fanden 2005 20 Veranstaltungen mit über 250.000 Besuchern statt.[4] Die 15 ringförmig angelegten Hallen im Südosten des Stadtteiles Liefering haben eine Fläche von 34.721 Quadratmetern. Mit dem eigenen Autobahnanschluss Messezentrum und fast 3400 Parkplätzen wird das Messezentrum auch bei Großveranstaltungen als Park-and-Ride Parkplatz benützt.[53] Direkt neben dem Messezentrum steht die neu errichtete große und vielfältig nutzbare Veranstaltungshalle Salzburgarena.

Verkehr

Schienennetz, Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen um die Stadt Salzburg

Verkehrsentwicklung

Die Verkehrsentwicklung in der Stadt Salzburg ist von der stetigen Zunahme im privaten Kfz-Verkehr gekennzeichnet. Der mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegte Anteil der Wege sank dagegen zwischen 1995 und 2004 von 21 auf 16 %, ein Wert der im mitteleuropäischen Vergleich unterdurchschnittlich ist. Zugenommen hat aber der Radverkehr zwischen 1995 und 2008 von 12 auf 20 %.[45]

Vom frühen Mittelalter bis 1859 war die hölzerne Stadtbrücke, an der Stelle der heutigen Staatsbrücke, die einzige Brücke über die Salzach. Damals lag die nächste Brücke knapp 20 km nördlich in Laufen sowie im Süden in der Stadt Hallein. Zuerst in der Mitte der Stadtbrücke, später am linken Salzachufer, wurde vom Mautner die Brückenmaut eingehoben. 1959 wurde als zweite Brücke in der Stadt die erste Karolinenbrücke eröffnet, ein Jahr später die Eisenbahnbrücke. Nach der Autobahnbrücke sind die Lehener, Karoliner und Staatsbrücke die drei wichtigsten Querungen der Salzach. (Siehe auch: Brücken Salzburgs)

Geh- und Radweg: Hellbrunner Allee

Fußgänger- und Fahrradverkehr

Besonders in der Innenstadt sind viele Ziele zu Fuß oder mit dem Fahrrad schnell erreichbar. Ein Großteil der Altstadt ist als Fußgängerzone ausgewiesen. Eine wichtige Rolle spielt das Fahrrad, dessen Anteil am Gesamtverkehr liegt bei fast 20 % und liegt damit mitteleuropaweit im Spitzenfeld. Seit 1991 arbeitet in der Stadtverwaltung ein eigener Radverkehrskoordinator. Heute sind in der Stadt über 170 Kilometer Radwege vorhanden.[54] Entlang der Salzach wurden gut angenommene Fahrradwege errichtet. Salzachstege ermöglichen ein problemloses Wechseln der Salzachseiten.[55]

Auch das Citybike mit dem Leihfahrrad[56] wird gut angenommen. Nach Registrierung (Internet, vor Ort) kann mit der Maestro-Karte ein Fahrrad entliehen werden. Die Benützung ist für eine Stunde kostenlos. Am Hauptbahnhof und am Bahnhof Itzling wurden erste gesicherte Fahrradgaragen errichtet.[57]

Bus- und Schienenverkehr

Die Stadt besitzt seit 1940 ein später oft erweitertes O-Busnetz. Der O-Bus, von der Salzburg AG unter dem Namen StadtBus betrieben, hat die größte Bedeutung im öffentlichen Personenverkehr. Die Lücken im O-Bus-System, etwa die Strecken nach Freilassing oder Siezenheim füllen die Albus-Autobuslinien aus. Das Bus- und Obusnetz in der Stadt ist 117,3 km lang. Dabei verkehren 72 Obusse und 38 Autobusse, die 2005 insgesamt 45 Mio. Fahrgäste beförderten.[45]

Das Netz ist hauptsächlich sternförmig ausgerichtet. Dadurch fehlen einige wichtige Querverbindungen.[58] Die Umlandgemeinden sind durch ein gut ausgebautes Regionalbusnetz der Postbus GmbH erreichbar. Die Verkehrsträger sind im Salzburger Verkehrsverbund aufeinander abgestimmt und in einem gemeinsamen Tarifsystem zusammengefasst.

S-Bahn-Haltestelle mit einem Talent-Triebwagen

Der Hauptbahnhof Salzburg wird von täglich etwa 20.000 Reisenden frequentiert. Über die Westbahn wird die Bundeshauptstadt Wien erreicht. Die Tauernbahn erreicht den süden Österreichs. Über die Bahnstrecke München–Salzburg sind München und Innsbruck zu erreichen. Hier verkehren auch zahlreiche Züge der Deutschen Bahn nach Salzburg. Somit ist die Stadt ein wichtiger Bahnknoten.

Die von Salzburg ausgehenden Bahnstrecken bedienen auch den Regionalverkehr und bieten zahlreichen Pendlern eine Möglichkeit, nach Salzburg zu gelangen. Zu den wichtigsten Nahverkehrsträgern zählt die S-Bahn Salzburg, die sich immer mehr als innerstädtisches Verkehrsmittel durchsetzt. Dabei wird das Schienennetz der Bahn vom Hauptbahnhof bis Taxham mit den geplanten Haltestellen Mülln, Aiglhof, Liefering und Europark-Taxham bis 2013 dreispurig ausgebaut. Die Haltestellen von Süden zum Hauptbahnhof (Salzburg-Süd, Aigen, Gnigl, Parsch und Sam) wurden großteils neu gestaltet.[59] Die Salzburger Lokalbahn führt vom Hauptbahnhof über Oberndorf und Bürmoos und Lamprechtshausen sowie nach Trimmelkam.

Seit Ende 2008 wird der Salzburger Hauptbahnhof weitgehend neu gestaltet. Durch die Wiedererrichtung von Gleissträngen wird der Bahnhof dabei zu einem Durchgangsbahnhof ausgebaut, um mehr Züge abfertigen zu können. Besonderes Augenmerk gilt neben der Barrierefreiheit der Erhaltung der unter Denkmalschutz stehenden Bausubstanz, wobei auch die historische Dachkonstruktion über dem Mittelbahnsteig erhalten bleibt.[60]

Der Güterbeförderung dienen der im Osten des Hauptbahnhofs gelegene Frachtenbahnhof sowie der große Rangierbahnhof zwischen den Stadtteilen Gnigl und Schallmoos. Gleisstränge für den Güterverkehr führen von den Hauptbahnlinien auch in die Gewerbegebiete von Gnigl, Schallmoos, Itzling sowie nach Maxglan („Stieglgleis“).

PKW- und Flugverkehr

Die höchsten Verkehrsbelastungen finden sich innerstädtisch im Norden der Vogelweiderstraße (50.000 Kfz je Tag), der Lehener Brücke (43.000 Kfz), der Fürbergstraße (34.000) und der Alpenstraße (33.000). In den wichtigen Radialstraßen der Stadt wuchs der Verkehr zwischen 1961 und 2005 um etwa 300 %. Zum Erhalt der Luftgüte sind in Vollziehung des EU-Rechtes Maßnahmen gegen den zunehmenden Individualverkehr erforderlich.[45]

Das tourismusbedingte Spitzenverkehrsaufkommen belastet zusätzlich das Verkehrssystem der Stadt. In der Festspielzeit müssen daher zur Vermeidung eines Zusammenbruchs des Innenstadtverkehrs alle Fahrzeuge ohne Salzburger Kennzeichen auf große Parkplätze an der Peripherie umgeleitet werden. Sowohl im Süden der Alpenstraße als auch im Osten beim Messegelände befinden sich große Park-and-Ride-Parkplätze. Die gesamte Innenstadt ist außerhalb der Fußgängerzone eine gebührenpflichtige Kurzparkzone.[61] Von dort ist das Zentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Im Knoten Salzburg laufen die Autobahnen A1 und A10 zusammen. Anschlussstellen im Stadtgebiet sind Salzburg Nord, Salzburg Messegelände (Halbanschluss), Salzburg Mitte, Salzburg Kleßheim, Salzburg Siezenheim (Halbanschluss), Salzburg Flughafen, Salzburg West und Salzburg Süd. Im Planungsstadium befindet sich der Autobahn-Halbanschluss Hagenau. Der Abschnitt zwischen Salzburg Nord und Salzburg West ist auch als Stadtautobahn wichtig.

Der W. A. Mozart Airport liegt in Salzburg-Maxglan. 2007 wurden 1.946.422 Fluggäste befördert.[62] Die Tendenz ist wegen des starken Wintertourismus in der Region weiter steigend.

Strom, Trinkwasser und Abwasser

Die Versorgung der rund 60.000 Stromkunden erfolgt zum überwiegenden Teil durch die Salzburg AG, ebenso wie die Versorgung mit Trinkwasser. Nur ein sehr geringer Teil der Einwohner, vor allem am Gaisberg, besitzt private Quellfassungen. Zwei große Hochbehälter am Mönchsberg und Kapuzinerberg mit je 25.000 Kubikmeter und verschiedene kleinere Hochbehälter gewährleisten mit die Versorgung mit Wasser. Der Hauptteil des Trinkwassers stammt aus den Tiefenbrunnen von St. Leonhard und Glanegg. Bis vor wenigen Jahrzehnten versorgte noch die Fürstenbrunner Quelle vorrangig die Stadt mit Wasser. Die stets gleichbleibende Qualität von Tiefenwasser sprach jedoch für den Umstieg auf Grundwasser aus sehr tief liegenden Wasserhorizonten.

Der Ausbau des städtischen Kanalnetzes wurde 2004 weitgehend abgeschlossen. Nur rund 100 entlegene Gebäude, vor allem am Gaisberg, sind nicht an das Kanalnetz angeschlossen. Die Müllentsorgung der Stadt wird durch das Abfall-Service des Magistrats vorgenommen. Die Hausabfälle werden in der Anlage des Reinhalteverbandes in Siggerwiesen bei Anthering mechanisch-biologisch vorbehandelt. Seit 1994 wird Biomüll der Stadt getrennt gesammelt.

Gesundheitswesen

Die beiden mit Abstand größten Spitäler sind die Christian-Doppler-Klinik am Südrand von Liefering und das St.-Johanns-Spital in Mülln. Sie sind seit 2004 mit weiteren Salzburger Krankenhäusern zur Dachgesellschaft Salzburger Landeskliniken (SALK) zusammengefasst.

Das St.-Johanns-Spital wurde 1695 durch Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es neugestaltet und ausgebaut. Zuletzt wurde 2001 die Chirurgie West errichtet. In über 1.000 Krankenbetten werden jährlich 48.000 Patienten in 19 Fachabteilungen und sieben Instituten stationär betreut. Neben den beiden Spitälern bestehen das Unfallkrankenhaus der Unfallversicherungsanstalt am Äußeren Stein, das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder neben der Kajetanerkirche, das Diakonissen-Krankenhaus in Aigen, das Dr.-Pierer-Sanatorium, die Privatklinik Wehrle sowie ein Sonderkrankenhaus und ein Genesungsheim für Alkohol- und Medikamentenabhängige.

Seniorenbetreuung

In Salzburg sind in 13 Seniorenheimen circa 1600 Senioren untergebracht. Gut 1000 von ihnen leben in den fünf größten, den Seniorenheimen Hellbrunn, Itzling, Liefering, Nonntal und Taxham, die von der Stadtverwaltung geführt werden. Von der Diakonie wird im Aigner Diakonie-Zentrum zudem ein großes Haus für Senioren geleitet. Neben den Heimverwaltungen bietet die Stadt Salzburg viele Seniorenveranstaltungen, Seniorenerholungsaktionen, einen Seniorenmittagstisch, sowie Essen auf Rädern an.

Bildung und Forschung

Kinder- und Jugendbetreuung

In der Stadt Salzburg bestehen 30 Krabbelstuben mit mehr als 600 Plätzen und über 200 Tageselternplätzen. Über 65 % der Kinder im Kindergartenalter werden in den 31 Kindergärten der Stadt betreut. Auch die Nachmittagsbetreuung ist in diesen Kindergärten möglich.[4] Sechs Schülerheime mit 350 sowie vier Lehrlingsheime mit 240 Plätzen stehen Salzburger Schülern und Lehrlingen zur Verfügung. Mit 20 Studentenheimen für mehr als 2000 Bewohner bietet Salzburg auch auswärtigen Studenten die Möglichkeit, sich in Salzburg weiterzubilden. Die Schüler- und Studentenheime werden großteils von Vereinen wie dem Salzburger Studentenwerk und kirchlichen Organisationen getragen.[63]

Schulen

In den 24 Salzburger Stadtteilen befinden sich 26 Volksschulen, neun Hauptschulen und sieben Sonderschulen.[64] Drei der zwölf Gymnasien[65] werden von kirchlichen Institutionen geführt. Mehrere höhere Schulen befinden sich im Stadtteil Nonntal, unter ihnen das Bundesgymnasium Nonntal, das BORG Nonntal, das Bundesrealgymnasium Akademiestraße, das BORG Akademiestraße und das Wirtschaftskundliche Bundesrealgymnasium. Mit dem im Bau befindlichen Unipark-Nonntal wird der Stadtteil Nonntal zu einer geschlossenen Einheit und der zentrale Bildungsstandort der Stadt.[4] Weitere Gymnasien sind das Akademische Gymnasium Salzburg in Riedenburg, das Bundesgymnasium Zaunergasse in Maxglan, das Christian-Doppler-Gymnasium am Franz-Josef-Kai in Mülln und das Musische Gymnasium in Itzling. Katholische Privatschulen sind das erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum in Parsch, das Gymnasium der Herz-Jesu-Missionare in Liefering und das Gymnasium und Oberstufenrealgymnasium St. Ursula in Aigen. Eine weitere Privatschule ist die Rudolf-Steiner-Schule (Waldorf-Schule) mit mehr als 200 Schülern.[4] Englischsprachige Schulen sind die International Preparatory School an der Moosstraße und das Salzburger Seminar im Schloss Leopoldskron.[66]

Neben den allgemeinbildenden Gymnasien befinden sich in Salzburg sechs berufsbildende mittlere und höhere Schulen, die von mehr als 3500 Schülern besucht werden. Dazu zählen die Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule I und II, die Höhere Bundeslehranstalt für Wirtschaftliche Berufe, genannt Annahof und die Höhere Technische Bundeslehranstalt.[67] Katholische Privatschulen sind die Höhere Lehranstalt für Sozialmanagement, die Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik und die Fachschule für wirtschaftliche Berufe.[68]

Akademien

Eine künstlerische Akademie ist die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst. Die Pädagogische Hochschule des Bundes bildet Volks- und Hauptschullehrer aus,[69] die Religionspädagogische Akademie katholische Religionslehrer. Die Werbedesign-Akademie Salzburg dient dem Studium des Kommunikationsdesigns. Angehenden Journalisten dient die Österreichische Medienakademie des Kuratoriums für Journalistenausbildung.

Im medizinischen Bereich bestehen die Hebammenakademie und die Akademien für ergotherapeutische und orthopädische Dienste. Für medizinisch-technische Laboratoriumsdienste, den radiologisch-technischen Dienst und den physiotherapeutischen Dienst gibt es ebenfalls Ausbildungsmöglichkeiten.[70] Die Nährstoffakademie Salzburg widmet sich wissenschaftlich der angewandten Ernährungsmedizin.[71]

Universitäten

Gebäude der Universität Mozarteum

In Salzburg sind vier Universitäten und Hochschulen angesiedelt.

Die älteste ist die Paris-Lodron-Universität Salzburg. 1622 gegründet wurde sie 1810 aufgelassen und 1962 mit den vier klassischen Fakultäten Katholische Theologie, Rechtswissenschaften, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften sowie Naturwissenschaften wiedergegründet. Sie ist mit 11.000 Studierenden und 1.600 Mitarbeitern in Forschung, Lehre und Verwaltung die größte Bildungseinrichtung in Stadt und Land Salzburg.[72]

Das bereits in den Jahren 1939 bis 1953 als Hochschule geführte Mozarteum wurde 1970 als Hochschule wiedergegründet.[73] Am Mozarteum werden Konzertfachstudien für Streicher, Bläser und andere Instrumentalisten angeboten. Auch pädagogisch orientierte Fächer sowie Studienmöglichkeiten in Schauspiel, Bühnenbild und Regie sind gegeben.

Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) wurde 2003 zu zwei Drittel mit privaten und einem Drittel mit staatlichen Mitteln errichtet und bietet Studiengänge für Humanmedizin, Pflegewissenschaften sowie ein Postgraduate-Studium der Molekularen Medizin. Die klinische Ausbildung der Studierenden erfolgt an den Universitätskliniken Salzburg. Die PMU kooperiert bei der praktischen Ausbildung auch mit Krankenhäusern in Oberbayern (v. a. Klinikum Rosenheim).

Die Salzburg Management Business School wurde 2001 eingerichtet und hat fünf Gesellschafter, zu denen die Universität Salzburg gehört.[74] Angeboten werden ausschließlich Masterstudiengänge für Wirtschaftsstudenten.

Erwachsenenbildung

Einen großen Teil der Erwachsenenbildung vermittelt mit über 1000 Kursen die Salzburger Volkshochschule. Das kirchliche Bildungshaus St. Virgil, das Katholische Bildungswerk, das Salzburger Bildungswerk und das Ländliche Fortbildungsinstitut sind in der Erwachsenenbildung aktiv. In der beruflichen Fortbildung und der Erwachsenenbildung sind das Berufsförderungsinstitut der Kammer für Arbeiter und Angestellte und das Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer tätig.[4]

Bibliotheken

Die Stadtbücherei zählt mit täglich über 1000 Besuchern zu den beliebtesten Serviceeinrichtungen der Stadt. Die früher großteils im Schloss Mirabell untergebrachte Bücherei übersiedelte Anfang 2009 nach Lehen.[75] Sie gliedert sich in die Abteilungen Hauptbücherei, Kinderbücherei, Mediathek und mobiler Bücherbus. Seit März 2009 existiert auch das Angebot, digitale Medien rein auf dem Online-Weg zu entlehnen.

Die Universitätsbibliothek, zu der auch die einzelnen Fakultätsbibliotheken und Fachbereichsbibliotheken zählen, ist vorrangig eine Bildungseinrichtung für Studenten, Akademiker, Lehrer und Wissenschaftler, die aber grundsätzlich für alle Interessierte offen steht. Auch die Universität Mozarteum besitzt eine umfangreiche eigene Bibliothek.

Weiters existieren etliche Fachbibliotheken, die überwiegend nur beschränkt zugänglich sind. so etwa die Bibliothek der Stiftung Mozarteum zur Mozart-Forschung, die Wilfried-Haslauer-Bibliothek (politologische Fachbibliothek), die Bibliothek im Stift St. Peter oder die private Max-Reinhardt-Bibliothek im Schloss Leopoldskron.

Medien

Zu den wichtigsten Medien der Stadt Salzburg zählen die Salzburger Nachrichten. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in Stadt und Land Salzburg. Die Druckauflage der Zeitung betrug 2008 knapp 100.000 Exemplare.[76][77]

Das Salzburger Fenster (gegründet 1979) und die Stadt-Nachrichten (seit 2004) sind wöchentlich erscheinende Gratiszeitungen. Die Salzburger Volkszeitung ist mit 8.500 verkauften Zeitungen die kleinste Tageszeitung Österreichs. Bis 2005 Parteizeitung der Salzburger ÖVP, ist sie heute politisch unabhängig. Der frühere Asfalter, jetzt Apropos genannt, ist eine Zeitung, die im Rahmen eines Sozialprojektes vorwiegend von Obdachlosen verfasst und verkauft wird. Seit 2005 erscheint die Nachrichtenillustrierte ECHO als politisch unabhängiges Monatsmagazin.

Das ORF-Landesstudio Salzburg in Salzburg-Nonntal ist eine Außenstelle des Österreichischen Rundfunks. Das Bauwerk, 1972 vom Wiener Architekten Gustav Peichl entworfen, steht unter Denkmalschutz.[78] In dem Studio werden die Sendungen von Ö2 und Radio Salzburg sowie die Fernsehnachrichtensendung Salzburg Heute aufgenommen. Der überregionale Sendemast des ORF-Salzburg steht seit 1930 am Gipfel des Gaisberges. Die 1998 gegründete Radiofabrik – Freier Rundfunk Salzburg ist das einzige unabhängige Radio Salzburgs. Das Programm wird von freiwilligen Mitarbeitern gestaltet. Ebenfalls 1998 ging das Privatradio Welle 1 auf Sendung. Der Regionalsender Salzburg TV mit Sitz außerhalb der Stadt befasst sich vor allem mit übergreifenden Themen aus Stadt und Land Salzburg.

Persönlichkeiten

Die Ernennung zum Ehrenbürger ist die höchste von der Stadt Salzburg zu vergebende Auszeichnung. Mit ihr verbunden sind alle Rechte eines Salzburger Bürgers ohne dessen Pflichten. Erstmals vergeben wurde die Ehrenbürgerschaft am 6. Mai 1829 an den Landschaftsmaler Johann Michael Sattler. Nach beinahe 100 Jahren wurde 1920 mit der Kammersängerin Lilli Lehmann die erste Frau zur Ehrenbürgerin der Stadt Salzburg erkoren.[79]

Neben den bereits im Kapitel Kultur genannten Personen sind für Salzburg vor allem Christian Doppler und Paracelsus von besonderer Bedeutung:

Christian Doppler wurde 1803 als Sohn einer wohlhabenden Steinmetzfamilie im Haus Makartplatz 1, direkt neben dem Wohnhaus Mozarts geboren. Er wurde 1850 als Universitätsprofessor für Experimentalphysik nach Wien berufen und dort Begründer und Leiter des Physikalischen Instituts der Universität. Er entdeckte vor allem den heute vielfach angewandten Doppler-Effekt. Dopplers Entdeckungen bilden die Grundlage vieler wissenschaftlicher Arbeiten, etwa von Ernst Mach, Albert Einstein und Werner Heisenberg. Doppler starb lungenkrank während eines Genesungsurlaubs in Venedig im Jahr 1853.[80]

Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, ist am Salzburger Sebastiansfriedhof in der Linzergasse bestattet. 1524 und 1525 war er im Kumpfmühlhaus in der Pfeifergasse 11 zu Hause. Paracelsus, der 1525 mit den Aufständischen sympathisiert hatte, floh im selben Jahr überstürzt aus Salzburg und kehrte erst 1540 zurück. Er wohnte im Haus Platzl 3 und starb dort 1541.[81]

Siehe auch: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Salzburg und Liste der Ehrenbürger von Salzburg

Literatur und Quellen

  • Josef Brettenthaler: Salzburger Synchronik. Salzburg 2005, ISBN 3-85380-055-6. 
  • Paul Buberl: Die Denkmale des Gerichtsbezirkes Salzburg. Band 11, Wien 1916. 
  • Bernd Euler; Dehio Salzburg (Hrsg.): Salzburg Stadt und Land. Wien 1986, ISBN 3-7031-0599-2. 
  • Heinz Dopsch, Hans Spatzenegger: Geschichte Salzburgs. Salzburg 1984, ISBN 3-7025-0197-5. 
  • Heinz Dopsch, Robert Hoffmann: Salzburg. Die Geschichte einer Stadt. 2. aktualisierte Auflage. Salzburg, Wien/München 2008, ISBN 978-3-7025-0598-1. 
  • Lieselotte Eltz-Hoffmann: Die Kirchen Salzburgs. Salzburg 1993, ISBN 3-7025-0308-0. 
  • Franz Fuhrmann: Salzburg in alten Ansichten. Salzburg/Wien 1963, ISBN 978-3-7017-0291-6. 
  • Adolf Haslinger, Peter Mittermayr: Salzburger Kulturlexikon. Residenzverlag, 2001, ISBN 3-7017-1129-1. 
  • Robert Messner; Verband der wissenschaftlichen Gesellschaft Österreichs (Hrsg.): Salzburg im Vormärz. Wien 1993, ISBN 3-85369-930-8. 
  • Bernhard Paumgartner: Salzburg. Salzburg 1966. 
  • Stadt Salzburg (Hrsg.): Historischer Atlas der Stadt Salzburg. In: Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg. Nr. 11, Salzburg 1999. 
  • Hans Sedlmayr: Salzburg – Stadt ohne Landschaft. Salzburg 1970, ISBN 978-3-7013-0445-5. 
  • Hans Tietze, Martin Franz: Österreichische Kunsttopographie Band IX. Die kirchlichen Denkmale der Stadt Salzburg. Wien 1912. 
  • Friederike Zaisberger: Geschichte Salzburgs. Wien 1998, ISBN 3-7028-0354-8. 
  • Franz Valentin Zillner: Geschichte der Stadt Salzburg. In: Sonderbände der Mitteilungen der Salzburger Landeskunde. Salzburg 1885 (Reprint). 

Filme

Aufgrund seiner historischen Bausubstanz bietet sich Salzburg als Kulisse für Filmprojekte an. Die folgende Liste zeigt nur eine kleine Auswahl der über 200 in Salzburg gedrehten Filme.

Weblinks zu zu

 Portal: Salzburg – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Salzburg
 Wiktionary: Salzburg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
 Wikinews: Salzburg – in den Nachrichten
 Commons: Salzburg (Stadt) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aufstellung des Salzburger Gemeinderats. Stadt Salzburg Online. Abgerufen am 10. Februar 2009.
  2. Nachweis des Bevölkerungsstandes der Stadt Salzburg. Statistik Austria. Abgerufen am 28. Dezember 2008.
  3. a b UNESCO Seite mit Begründung der Jury. UNESCO World Heritage Centre. Abgerufen am 27. Dezember 2008. (English)
  4. a b c d e f g h i j Magistrat Salzburg, Archiv und Statistisches Amt (Hrsg.): Salzburg in Zahlen. Nr. 4, 2008. 
  5. H. Bögel und K. Schmidt: Kleine Geologie der Ostalpen, S. 46 ff. Verlag Ott, Thun 1976, ISBN 3-7225-6247-3. 
  6. S. Prey: Geologische Karte der Umgebung der Stadt Salzburg. Verlag der geol. Bundesanstalten Österreichs, Wien 1969. 
  7. Klimaspiegel & Temperaturen in Salzburg. Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Abgerufen am 17. Dezember 2008.
  8. Magistrat Salzburg, Amt für Stadtplanung und Verkehr, Planerstellung unter Leitung von Senatsrat Dr. R. Medicus
  9. Heinz Dopsch, Hans Spatzenegger: Geschichte Salzburgs, Band I/1, S. 437-462. Salzburg 1984, ISBN 978-3-7025-0197-6. 
  10. Peter Kramml et al.: Stadt Salzburg, Geschichte in Bildern und Dokumenten, S. 12 und 14. Salzburg 2002, ISBN 3-901014-76-4. 
  11. Amt der Salzburger Landesregierung (Hrsg.): Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau, S. 196-226. (Buch zur Salzburger Landesausstellung 1987). 
  12. Eva Stahl: Leben und Spiele eines geistlichen Fürsten S. 153-293. Wien 1988, ISBN 3-85002-259-5. 
  13. Reinhard Rudolf Heinisch: Paris Graf Lodron. Reichsfürst und Erzbischof von Salzburg S. 88 ff, S. 120 ff. Wien 1991, ISBN 3-85002-312-5. 
  14. Christian Greinz: Die fürsterzbischöfliche Kurie und das Stadtdekanat zu Salzburg S. 270 ff. Salzburg 1929. 
  15. Adolph Bühler: Salzburg und seine Fürsten, S. 199 ff. Bad Reichenhall 1910. 
  16. Pert Peternel: Salzburg-Chronik. Salzburg 1984, ISBN 3-7023-0167-4. 
  17. Fritz Koller, Hermann Rumschöttel: Bayern und Salzburg im 19. und 20. Jahrhundert. Vom Salzachkreis zur EUregio. Samson 2006, ISBN 3-921635-98-5. 
  18. Roland Floimair (Hrsg.): Von der Monarchie bis zum Anschluss. Salzburg 1993. 
  19. a b c Peter Kramml, Sabine Veits-Falk, Thomas Weidenholzer: Stadt Salzburg. Geschichte in Bildern und Dokumenten. Kostbarkeiten aus dem Stadtarchiv. Archiv der Stadt Salzburg, Salzburg 2002, ISBN 3-901014-76-4. 
  20. a b Peter Kramml et al.: Historische Atlas der Stadt Salzburg. Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg Nr. 11, Tafel I, 16 gestaltet von Guido Müller. Archiv der Stadt Salzburg, Salzburg 1999. 
  21. Magistrat Salzburg, Amt für Stadtplanung und Verkehr (Hrsg.): Räumliches Entwicklungsprogramm 2007. 
  22. Räumliches Entwicklungskonzept der Stadt Salzburg, Plan 10.7.. 2009 (Stand 2006). 
  23. Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Statistik Austria, Volkszählung 2001. 
  24. Salzburger Nachrichten vom 28./29. April 1984.
  25. Heinz Dopsch, Robert Hoffmann: Geschichte der Stadt Salzburg, S. 588-629. Universitätsverlag A. Pustet, Salzburg 1996, ISBN 3-7025-0340-4. 
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