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KINOLEXIKON  

 Blockbuster

Dieser Artikel behandelt den Begriff Blockbuster als Bezeichnung für kommerziell sehr erfolgreiche Kinofilme. Weitere Bedeutungen sind unter Blockbuster (Begriffsklärung) aufgeführt.

Als Blockbuster werden in der medialen Berichterstattung kommerziell sehr erfolgreiche Produkte, meist Kinoproduktionen, aber etwa auch Medikamente, bezeichnet. Die hier im übertragenen Sinne gemeinte Bedeutung lässt sich am ehesten mit „Straßenfeger“ oder „Knüller“ übersetzen. Wörtlich bedeutet Blockbuster „Wohnblock-Knacker“, was sich auf Fliegerbomben gleichen Namens bezieht, die im Zweiten Weltkrieg verwendet wurden.[1]

Inhaltsverzeichnis

Blockbuster-Kino

Beschreibung

In den 1970er Jahren wurde der Begriff viel gebraucht, als Filme wie Der weiße Hai und Star Wars massenhaft Kinobesucher anlockten. Dabei bildeten sich vor den Kinokassen so lange Menschenschlangen, dass diese um ganze Häuserblocks reichten.[2] Kino-Blockbuster schlugen sozusagen ein wie eine Bombe, die einen ganzen Häuserblock leerzuräumen vermochten. Im übertragenen Sinne ist damit ein Film gemeint, der aufgrund seiner Popularität ein Kino für Wochen „blockiert“ und einen Programmwechsel verhindert. Ein Erstbeleg dieser metaphorischen Verwendung findet sich im Oxford English Dictionary von 1942: „a block-buster of an idea for a musical play[3]. Das Neue an der Verwendung des Begriffs seit den 70er Jahren war dabei jedoch nicht allein der massive kommerzielle Erfolg eines Films wie etwa “Der Weiße Hai”: Hinzu kam nun, dass die Studios einen Film in mehreren tausend Kinos gleichzeitig einsetzten, um diesen in einem solchen Maße zum Gesprächsstoff zu machen, dass auf diese Weise die Besucherzahlen noch weiter gesteigert werden konnten. In früheren Zeiten wurden erfolgreiche Filme oft über einen längeren Zeitraum in die Kinos gebracht, dafür jedoch nicht so schlagartig.

Der Grund für den kommerziellen Erfolg der Blockbuster liegt, neben einer packenden, den Zeitgeschmack treffenden Handlung, im Budget, das in nahezu gleicher Höhe für die Vermarktung wie für die Produktion selbst (meist ca. 50 bis 200 Mio. €) angesetzt wird. Dabei erlangt der Film bzw. der Filmtitel weltweit einen hohen Bekanntheitsgrad, während über den Inhalt nur sehr wenig verraten wird. Die Erfindung des Blockbuster-Kinos löste das Ende des so genannten New Hollywood aus, zusammen mit dem Aufstieg von Steven Spielberg und George Lucas, die den Blockbuster in die Welt des Filmes einführten.

Der Begriff „Blockbuster“ wurde in Deutschland 1994 präsent, als der TV-Sender ProSieben begann, erfolgreiche und auch weniger erfolgreiche Spielfilme werbewirksam damit zu kennzeichnen.

Kritik

Aufgrund der starken Konzentration auf den kommerziellen und Vermarktungsaspekt – was sich in Intention, Inhalt, Form und Gestaltung der Filme niederschlägt -, wird das sogenannte “Blockbuster-Kino” zuweilen kritisch bewertet. Da die Produktionen ihre erheblichen Kosten wieder einspielen müssen, finde sich in den Filmen nicht selten eine Fixierung auf Merchandising, Stars sowie bewährte Handlungsmotive und Plots. Dadurch ergebe sich wenig Spielraum für Neues, experimentelle Darstellungsformen, unbekannte Gesichter und alternative Erzählstrategien. Entsprechend würden problematische, (sozial-)kritische oder sonstige nicht populäre Sujets selten bedient. Da das Blockbuster-Kino jedoch der Populärkultur entspricht, könne so der Eindruck entstehen, dass die Hauptaufgabe von Filmen darin läge, zu unterhalten, was jedoch nicht zwangsläufig der Fall sein muss. Paradigmatisch habe sich dieser Gegensatz inzwischen auch in der Kinolandschaft durch die Differenzierung von Programmkinos und Multiplex-Kinos manifestiert.

Blockbuster-Ausstellungen

Dies sind Kunstausstellungen in Museen oder Galerien, die einen enormen Besucherandrang haben. Oft ist der Besuch dieser Ausstellungen nur auf Voranmeldung und nur zu einer genau vorbestimmten und limitierten Zeit möglich. Auch zusätzliche Nachtöffnungszeiten sind üblich. Die letzte deutsche Blockbuster-Ausstellung fand 2007 unter den Titel “Die schönsten Franzosen kommen aus New York” mit Werken aus dem Metropolitan Museum of Art, New York in der Neuen Nationalgalerie in Berlin statt. Der deutsche Museumsdirektor Klaus Gallwitz gilt seit seiner erfolgreichen Präsentationen von “Salvador Dali” (1971) in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden als Erfinder der Blockbuster-Ausstellungen in Deutschland.

Pharmaindustrie

In der pharmazeutischen Industrie wird ein Produkt mit einem Umsatz von mehr als 1 Mrd. US $ im laufenden Jahr ebenfalls als Blockbuster bezeichnet.

Einzelnachweise

  1. Eric Partridge et al. (Hg.): The New Partridge Dictionary of Slang and Unconventional English. Routledge, New York 2006. Band I, S. 188, s. v. blockbuster.
  2. Bonus Material der Star Wars Trilogie auf DVD aus dem Jahr 1997
  3. Oxford English Dictionary von 1957
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