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 Auckland

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Auckland (Begriffsklärung) aufgeführt.
Auckland
Spitzname: City of Sails
Lage
Basisdaten
Gründung:1350 (Māori) / 1840 (Europäer)
Einwohner:1.320.700 (2006)
Fläche:1.086 km²
Bevölkerungsdichte:1216,1 Einwohner/km²
Durchschnittseinkommen:NZ$ 21.200 (2001)
Geografische Lage:36° 51′ S, 174° 47′ O-36.85174.78333333333Koordinaten: 36° 51′ S, 174° 47′ O
Internet:aucklandnz.com
Verwaltungsgliederung
Staat:Neuseeland
Region:Auckland
Distrikte:
UN/LOCODE:NZ AUK
NUTS-Region:AU07

Der Ballungsraum Auckland [ˈɔːklənd] (englisch: Greater Auckland oder Auckland Metropolitan Area; maorisch: Tāmaki-makau-rau oder Ākarana) auf der Nordinsel Neuseelands ist mit über 1,3 Millionen Einwohnern – einem Drittel der Landesbevölkerung – die mit Abstand größte Agglomeration des Landes. Der Großraum setzt sich zusammen aus den Stadt-Distrikten Auckland City (ohne die Inseln im Hauraki-Golf) und North Shore, den Stadtgebieten von Waitakere und Manukau, dem Papakura-Distrikt sowie Teilen des Franklin- und des Rodney-Distrikts. Die Māori-Bezeichnung Tāmaki-makau-rau bedeutet „Eine junge Schönheit mit 100 Liebhabern“[1], während Ākarana die transkribierte Version von „Auckland“ ist.

Das landschaftliche Bild des multikulturellen Auckland wird von den ungefähr 50 inaktiven Vulkanen geprägt, über deren Rücken sich die Großstadt erstreckt. Ihnen verdankt die Stadt die weitläufigen Parkanlagen, die bis ins Zentrum reichen. Die Lage an geschützten Meeresbuchten trägt ebenfalls wesentlich zum Bild Aucklands bei, nicht zuletzt durch die zahlreichen Segelboote, die der Stadt den Beinamen City of Sails einbrachten.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Der Großraum Auckland wird im Osten durch den Pazifischen Ozean, genauer gesagt durch den Hauraki-Golf und im Südosten durch die maximal 650 Meter hohen Hunua Ranges begrenzt, während der Manukau Harbour, der in die Tasmanische See mündet, im Südwesten und durch die bis zu 474 Meter hohen Waitakere Ranges sowie zahlreiche kleinere Hügelketten im Westen und Nordwesten natürlich eingegrenzt wird. Das Zentrum dieses Ballungsraumes schließlich befindet sich auf einem Isthmus, der durch den Waitemata Harbour vom Hauraki-Golf her und den Manukau Harbour von der Tasmanischen See her gebildet wird. An der engsten Stelle, zwischen Mangere Inlet und dem Tamaki River, der kein Fluss, sondern ein Meeresarm des Hauraki-Golf ist, ist die Landenge weniger als zwei Kilometer breit. Beide Naturhäfen werden durch Brücken überspannt. Die wichtigste Brücke des Waitemata Hafens ist die stark befahrene Auckland Hafen Brücke; die Mangere Brücke führt über den Manukau Hafen.

Geologie

Historische Landkarte Aucklands mit den erloschenen Vulkanen

Große Teile Neuseelands stehen unter dem Einfluss des Pazifischen Feuerrings, so auch die Gegend um Auckland. Die Stadt selbst wurde auf einem aus Basalt bestehenden Vulkanfeld, dem Aucklandfeld, erbaut. Dieses besteht aus 48 nicht mehr aktiven Vulkanen. Sie prägten die Landschaft insofern, als sie entweder als Inseln aus dem Meer herausragten oder Hügel, Seen oder Lagunen bildeten. Die ersten Eruptionen begannen etwa vor 60.000 bis 140.000 Jahren, während der letzte große Ausbruch vor weniger als 1.000 Jahren den größten noch erhaltenen Vulkan – den Rangitoto vor der Ostküste der Stadt – bildete (siehe Karte). Rangi bedeutet „Himmel“ und Toto „Blut“, was darauf schließen lässt, dass die Insel ihren Namen von Māori bekam, die die letzte Eruption noch erlebten. Somit brach dieser Vulkan um oder nach 1350 letztmals aus. Noch heute leben wegen des stark säurehaltigen Bodens nur wenige Vögel und Insekten auf dieser Insel, die hauptsächlich von Pflanzen bewachsen ist, die sich an die schwarze, steinige Bodenbeschaffenheit anpassen konnten.

Viele der ehemaligen Vulkane wurden abgetragen, um so Platz für ebene Bebauung zu schaffen, aber noch heute kann man zahlreiche Hügel und Terrassen im Landschaftsbild erkennen. In den letzten Jahren setzen sich verschiedene Distrikt-Verwaltungen bei der neuseeländischen Regierung dafür ein, die einmalige landschaftliche und kulturelle Vielfalt der Vulkane auf die vorläufige Liste der UNESCO-Welterbe-Kandidaten des Landes zu setzen.

Klima

Klimadiagramm von Auckland

Der Großraum Auckland hat ein subtropisches Klima. Die Temperaturschwankungen über das Jahr verteilt sind gering. Das Klima zeichnet sich durch lange warme, humide Sommer und kühlere, ziemlich feuchte Winter aus. Die durchschnittlichen Januar-Temperaturen schwanken zwischen 24 °C und 30 °C, wobei der Februar oft noch wärmer ist, während sich die durchschnittlichen Höchsttemperaturen im Juli auf 14 °C bis 20 °C belaufen. Obwohl es schon in den Sommermonaten mehr regnet, als zum Beispiel in Wellington oder Christchurch, fallen die größten Teile des Niederschlags in den Wintermonaten. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beläuft sich auf über 1243 Millimeter.

Obwohl das Klima der Stadt stark von geographischen Punkten, wie Hügeln, Meeres- oder Luftströmungen abhängt, übersteigt die Temperatur selten die 35-°C-Marke. Am 27. Juli 1939 konnte Auckland seinen einzigen offiziell bestätigten Schneefall verzeichnen, wobei Schnee für verschiedene Orte des Landes, vor allem auf der Südinsel, z.B für Christchurch keine Seltenheit ist und dort regelmäßig Meereshöhe erreicht. Insgesamt ist Auckland Neuseelands klimatisch mildeste Großstadt.

Geschichte

Besiedlung durch die Māori

Terrassenartige Hänge am Mount Eden

Tamaki Makau Rau, heute bekannt als Auckland, wurde erstmals von den Māori, der indigenen Bevölkerung Neuseelands, um das Jahr 1350 besiedelt. Auf den Überresten der Vulkane errichteten sie befestigte Dörfer, sog. . Am Höhepunkt der vorkolonialen Besiedlung hatte die Gegend der heutigen Großstadt Auckland rund 20.000 Einwohner; mit dieser Zahl konnte man nach neuseeländischem Gesetz später die Stadtrechte erlangen. Die terrassenähnlichen Anlagen dieser frühen Besiedlung kann man an den größeren Hügeln, wie zum Beispiel dem Mount Eden oder dem One Tree Hill, zum Teil noch heute erkennen.

Die Hauptgründe für die Besiedlung dieser Gegend waren die guten Möglichkeiten zur Nahrungsbeschaffung sowie die strategischen Vorteile im Vergleich zu anderen Siedlungsgebieten. Die fruchtbaren, äußerst produktiven Böden ließen die Landwirtschaft erblühen und der Zugang zu zwei großen Naturhäfen erleichterte die Fischerei. Außerdem machten die befestigten Siedlungen auf den vulkanischen Hügeln sowie die geschützte Lage auf der Landenge die Verteidigung leicht.

Ngāti Whātua und Waikato-Tainui waren ursprünglich die beiden vorherrschenden Māori-Stämme (Iwi). Als die Europäer in Neuseeland ankamen, benutzten diese unter anderem Waffen als Tauschwaren, was das Kräftegleichgewicht unter den Stämmen störte und unvermeidlich in bewaffnete Konflikte ausartete. Durch eben diese Auseinandersetzungen untereinander und durch die Europäer eingeführte Krankheiten, besonders die Pocken und Tuberkulose reduzierte sich die Zahl der Māori in dem Gebiet signifikant.

In der folgenden Zeit „verkauften“ die Māori immer mehr Land, zum Beispiel das heutige Stadtzentrum an William Hobson, den ersten Generalgouverneur des Landes (damals noch Lieutenant-Gouverneur)und einigten sich darauf, am 20. März in der Bucht der Inseln den Vertrag von Waitangi zu unterzeichnen. Davon erhoffte sich der Ngāti Whātua-Stamm einen besseren Zugang zu den neu entstandenen Hafenanlagen, um ihre produzierten Güter aus den Waikato und Hauraki Ebenen zu den Märkten in der damaligen Strafkolonie Australien und insbesondere nach Sydney bringen zu können.

Die Geburtsstunde der heutigen Stadt

Nach der Unterzeichnung des Vertrags von Waitangi, der Neuseeland an das Vereinigte Königreich band (damals war Neuseeland offiziell eine „Kolonie“ von New South Wales), musste William Hobson einen geeigneten Standort für die neue Hauptstadt des Landes suchen. Zu diesem Zeitpunkt konzentrierte sich der Großteil der europäischen Besiedlung auf die Bucht der Inseln im heutigen Far-North-Distrikt (Region Northland). Aber die geographische Lage der „Bucht der Inseln“ machte sie schwer erreichbar und äußerst abgelegen in Bezug auf die übrigen Gebiete des Landes.

Deutsche Landkarte der Landenge von 1888

Auf den ersten Blick schien Port Nicholson, der heutige Hafen von Wellington, eine gute Wahl für die Hauptstadt zu sein. Port Nicholson war sehr günstig gelegen an der Südspitze der Nordinsel, somit nahe an der Südinsel und außerdem mit einem großen Bevölkerungswachstum. Aber diese Stadt wurde zu dem Zeitpunkt von der New Zealand Company sowie den Wakefield-Brüdern, Pioniere der Kolonisierung Neuseelands, kontrolliert und hatte wegen illegaler Inbesitznahme von Māori-Land einen ziemlich schlechten Ruf.

Auf die Empfehlung mehrerer Persönlichkeiten, allen voran des Missionars Henry Williams sowie des obersten Landvermessers der Kolonie, Felton Mathew, und der Preisgabe von Land durch die Ngāti Whātua, wählte Hobson das südliche Ufer des Waitemata Harbour als Standort für die neue Hauptstadt, während er Okiato (auch bekannt als Old Russell), sieben Kilometer südlich des heutigen Russell in der Bay of Islands als vorübergehende Hauptstadt wählte. Nachdem William Cornwallis Symonds, ein enger Vertrauter von Hobson und Magistrat in dieser Gegend weitere Landflächen von den Ngāti Whātua erworben hatte, wurde am 18. September 1840 um 13.00 Uhr wahrscheinlich in der heutigen oberen Queen Street die Gründungszeremonie der Stadt Auckland abgehalten. Er benannte die Stadt nach George Eden, 1. Earl of Auckland, der einer seiner Gönner und Freunde war. Am 26. November 1842 gab der neuseeländische Staatsanzeiger (New Zealand Government Gazette) den Stadtnamen „Auckland“ amtlich bekannt.

Von diesem Zeitpunkt an erreichte ein stetiger Zuwanderungsstrom die neue Hauptstadt. Waren es zu Beginn meist Menschen aus anderen Gegenden Neuseelands und Schiffe aus der „Mutterkolonie“ New South Wales, liefen bereits 1842 die ersten direkt aus Großbritannien kommenden Einwandererschiffe in den Hafen von Auckland ein. Während die östlichen Gebiete der Stadt Regierungsmitgliedern vorbehalten waren, siedelten sich im westlichen Stadtgebiet vornehmlich Handwerker oder Künstler an. Dieses soziale Gefälle ist bis heute erhalten geblieben.

1862 wurde schließlich doch Port Nicholson die Hauptstadt des Landes und behielt diesen Status – inzwischen bekannt als Wellington – bis heute. Eine zentrale Position an der Cookstraße wurde zu dieser Zeit nämlich äußerst wichtig, um separatistische Bewegungen auf der Südinsel zu stoppen. Diese keimten auf, da in Otago auf der Südinsel Gold gefunden wurde und Schlachtfleisch der Südinsel wegen der Erfindung des Kühlschranks sicher als Kühlfleisch nach Großbritannien gebracht werden konnte.

Aufstieg zur Großstadt

Luftbild von Auckland

Die Stadt Auckland diente ab 1860 als Ausgangspunkt für den damaligen Gouverneur George Grey, um die Māori bei den Neuseelandkriegen immer weiter nach Süden zu drängen. Zu seiner Taktik gehörte die infrastrukturelle Erschließung der Gegenden südlich von Auckland. Dazu gehörte auch die Great South Road (große Teile des State Highway 1 haben dieselbe Streckenführung), die es möglich machte, die Region Waikato schneller mit bewaffneten Truppen zu erreichen. Diese Straße lockte aber auch weitere Siedler in das heute als South Auckland bzw. Manukau bekannte Gebiet und erweiterte somit die Einflusssphäre der Pākehā maßgeblich.

Mitte des 19. Jahrhunderts konzentrierte sich die Besiedlung Neuseelands hauptsächlich auf die Südinsel. Trotzdem entwickelte sich Auckland nach und nach zum wirtschaftlichen Zentrum des Landes. Während die Great South Road wirtschaftlich den Süden Aucklands erschloss, war die Gummi-Gewinnung aus Kauribäumen ein wichtiger Wirtschaftssektor der Waitakere Ranges im Westen.

Schon 1900 war Auckland schließlich die größte Stadt des Landes. Damit begann eine Ära des Bauens. So wurde zum Beispiel im Jahr 1919 eine elektrifizierte Tram eröffnet. Diese bestand aus neun Linien und musste in den nächsten Jahren mit privaten Stadtbussen konkurrieren, bis 1926 der Staat eine Art „Beförderungsmonopol“ im öffentlichen Nahverkehr beschloss. In diesem Jahr wurden mit der Tram-Bahn 63.000.000 Passagiere befördert. Gut 10 Jahre nach der Einführung der Tram, wurde der Betrieb sukzessive eingestellt.

Der Phillips Fox Tower in der Innenstadt

Die Weltwirtschaftskrise von 1929 wirkte sich auch stark auf die Stadt Auckland aus. Mit Michael Joseph Savage wurde erstmals ein Anhänger der New Zealand Labour Party Premierminister von Neuseeland. Dieser ließ auf Staatskosten in Auckland in den folgenden Jahrzehnten bis in die 1950er Jahre zahllose Häuser für finanzschwache Bevölkerungsteile errichten. Die Häuser wurden für gewöhnlich auf sehr großen Grundstücken – meist ein Viertel-Acre (etwa 1.000 ) – gebaut. An der Größe der Grundstücke um die kleinen Häuser hat sich seit dieser Zeit kaum etwas geändert. Das führt zu einem immensen Platzverbrauch und zu einer extremen Ineffizienz des Öffentlichen Nahverkehrs.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte erneut ein Bauboom, vor allem in Bezug auf Verbesserungen an der Infrastruktur, ein. Die Auckland Harbour Bridge zum Beispiel wurde im Jahr 1959 eröffnet und zehn Jahre später wegen chronischer Überlastung erweitert. Diese Brücke verbindet das Stadtzentrum von Auckland mit dem nördlichen Vorort North Shore und überspannt damit den Waitemata Harbour. Des Weiteren wurde 1966 südlich von Mangere, einem Stadtteil von Manukau, offiziell der neue Flughafen eingeweiht, um die nach Einstellung der Flugboot-Dienste angeflogenen Flugplätze in Ardmore und Whenuapai zu entlasten.

Im Jahr 1998 war der Central Business District für ganze fünf Wochen ohne Elektrizität. Nachdem am 20. Januar das erste (40 Jahre alte) unterirdische Stromkabel wegen ungewöhnlich heißen Wetterbedingungen die Arbeit versagte, folgten bis zum 20. Februar die restlichen drei. Bis – fünf Wochen später – die Stromversorgung wieder hergestellt werden konnte, verlagerten viele Firmen, die der Vorfall Schätzungen zufolge ca. 60.000 NZ$ pro Woche kostete, zeitweilig ihre Büros in Vororte der Großstadt, in andere neuseeländische Städte oder sogar nach Australien. Insgesamt waren etwa 60.000 bis 74.000 Arbeitnehmer und 6.000 Einwohner betroffen. (siehe auch Auckland-Stromkrise von 1998)

Einwohner

Bevölkerungsentwicklung

Obwohl der Großraum Auckland schon seit dem Jahr 1900 größter Ballungsraum des Landes ist, hatte dieser damals nur etwas über 150.000 Einwohner. Erst im Jahr 1996 überschritt die Agglomeration die Millionengrenze. Am 30. Juni 2003 lebten im größten Ballungsraum des Landes 1.199.300 Menschen. Drei Jahre später schließlich, im Jahr 2006, beträgt die Zahl der Bewohner laut dem vorläufigen Ergebnis der Volkszählung bereits 1.320.700. Prognosen schätzen die Einwohnerzahl für das Jahr 2050 auf über zwei Millionen.

Kulturelle Vielfalt

Blick auf das Hafengebiet von Auckland bei Nacht

Auckland ist die Heimat vieler unterschiedlicher Kulturen. Ein Großteil der Bewohner hat europäische, vornehmlich britische Vorfahren. Aber es gibt auch große Gemeinschaften von Māori, Asiaten und Menschen von den Pazifischen Inseln. In keiner anderen Großstadt der Erde leben so viele Polynesier wie in Auckland. Ein großer Bevölkerungsanteil hat asiatische Ursprünge. Hier stammen die meisten Einwanderer aus Ostasien sowie aus Südasien. Der Grund für diese kulturelle Vielfalt trotz der relativen Abgelegenheit der Stadt ist die äußerst freizügige Immigrationspolitik des Landes. Ein großer Teil der Einwanderer nach Neuseeland zieht nach Auckland, die dadurch mit Abstand multikulturellste Stadt des Landes.

Die exakten Ergebnisse der Volkszählung von 2001 für den Ballungsraum Auckland:

  • 66,9 % der Einwohner rechnen sich der europäischen Bevölkerungsgruppe zu,
  • 14,9 % der Einwohner rechnen sich der pazifischen Bevölkerungsgruppe zu,
  • 14,6 % der Einwohner rechnen sich der asiatischen Bevölkerungsgruppe zu,
  • 11,5 % der Einwohner rechnen sich der Māori-Bevölkerungsgruppe zu und
  • 1,3 % der Einwohner gehören zu anderen Bevölkerungsgruppen.

Anmerkung: In der Neuseeländischen Volkszählung ist es möglich sich zu mehreren Volksgruppen zu rechnen.

Religionen

Die anglikanische Holy Trinity Cathedral in Parnell, Auckland

Wie der Rest des Landes ist auch Auckland zum größten Teil christlich geprägt, aber laut der Volkszählung von 2001 besuchen weniger als 10 % der Bewohner regelmäßig den Gottesdienst. Fast 40 % der Gesamtbevölkerung gehören keiner Kirche an. Die größten kirchlichen Gemeinschaften bilden die Anglikanische Kirche, die Presbyterianische Kirche und die Römisch-Katholische Kirche, die Stadt ist sogar katholischer Bischofssitz. In der Stadt gibt es auch eine kleine Anzahl an Lutheranern. Die größten Zuwächse aber verzeichnet die Pfingstbewegung und die Charismatische Kirche. Die ebenfalls charismatische und fundamentalistische Destiny Church, die 1998 gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Auckland hat, hat etwa 300 Anhänger und betreibt inzwischen 20 Kirchengebäude in ganz Neuseeland und sogar in Australien. Insgesamt gesehen besucht ein größerer Prozentsatz von eingewanderten Polynesiern regelmäßig Gottesdienste als Neuseeländer selbst. Diese Auffälligkeit lässt aber ab der zweiten Generation nach.

In Auckland gibt es aber noch zahlreiche andere Religionsgemeinschaften, wie zum Beispiel den Buddhismus, den Hinduismus oder den Islam. Seit langem schon existiert auch eine kleine jüdische Gemeinde.

Kultur und Lebensart

Die Stadt Auckland zieht Menschen aus verschiedenen Gründen an, sei es das milde Klima, die gut ausgebauten Bildungseinrichtungen, die exzellente Situation des Arbeitsmarkts oder die zahllosen Freizeiteinrichtungen. Laut einer Studie von Mercer Consulting bietet Auckland unter allen Städten der Erde die vierthöchste Lebensqualität. Damit reiht sich der Ballungsraum gemeinsam mit Vancouver hinter Wien, Zürich und Genf ein und stellt somit die lebenswerteste Stadt der Südhalbkugel dar.[2] Auckland ist Heimat des Auckland Philharmonia Orchestra. Das zweitgrößte Profiorchester von Neuseeland bietet eine reiche Palette von sinfonischer Klassik über Oper bis zu Konzerten mit populärer Musik.

Freizeit und Sport

Auckland – City of Sails

Auckland wird oft als „City of Sails“ („Stadt der Segel“) bezeichnet, da es an den Küstengebieten zahllose Yachthäfen gibt. Westhaven Marina nahe der Auckland Harbour Bridge ist mit etwa 1.400 Boots-Stellplätzen nicht nur der größte Yachthafen der Stadt, sondern der ganzen Südhalbkugel. Außerdem gibt es in keiner anderen Stadt der Erde so viele Segelboote pro Person wie in Auckland. Im Viaduct Basin, einem in den späten 1990er-Jahren neu gestalteten Stadtviertel, fand bereits zweimal – in den Jahren 2000 und 2003 der America’s Cup statt. Dieses ehemals heruntergekommene Hafenviertel wurde in ein Lifestyle-Zentrum mit Restaurants, zentrumsnahen Wohnungen und öffentlichen Plätzen umgewandelt. Dieses Gebiet bildet nun mit seinen Cafes und Bars eines der Zentren des Nachtlebens der Stadt.

Zahlreiche Strände laden unter anderem zum Baden oder Surfen ein. Die bekanntesten Strände an der Ostküste sind Mission Bay, Devonport, Takapuna, Long Bay und Maraetai. Im Gegensatz zu den weißsandigen Küstenabschnitten im Osten, bestehen die Strände an der Westküste zur Tasmanischen See hin aus schwarzem Sand. Die beliebtesten Abschnitte sind Piha und Muriwai. Viele dieser Strände werden durch Rettungsschwimmer der Organisation Surf Life Saving New Zealand, die aus dem australischen Surf Life Saving hervorgeht, abgesichert.

Seit 1972 wird jedes Jahr in Auckland im März das 8,4 Kilometer lange Straßenrennen Round the Bays veranstaltet, das hauptsächlich an der Küste entlangführt. In der Stadt gibt es mehrere Stadien für Rugby Union und Cricket, Veranstaltungsorte für Motorsport, Tennis, Badminton, Schwimmen, Fußball, Rugby League und viele weitere. Auckland verfügt sogar über zwei Eishockey-Stadien.

Der Fußballklub der Stadt heißt Auckland City FC und wurde in der 2004 gegründeten obersten Fußball-Liga des Landes, dem New Zealand Football Championship in den ersten beiden Spieljahren bereits Meister. Eine wesentlich größere Rolle spielt aber Rugby, vor allem der Union-Stil. Die Blues, also die Blauen, nehmen mit dreizehn anderen Mannschaften aus Neuseeland, Australien und Südafrika an der Super 14-Meisterschaft teil und wurden bereits dreimal Meister, zuletzt im Jahr 2003. Die Heimspiele tragen die Blues im Eden Park aus, mit einer Kapazität von 48.000 Zuschauern das größte Stadion des Landes. Des weiteren trägt die Provinzmannschaft der Auckland Rugby Football Union, die am Air New Zealand Cup teilnimmt, ihre Heimspiele ebenfalls im Eden Park aus. Diese ist mit 16 Meistertiteln und einer Rekordverteidigung des Ranfurly Shields die erfolgreichste Provinzmannschaft Neuseelands. Außerdem ist im nördlichen Teil des Ballungsraumes von Auckland die North Harbour Rugby Union (NHRU) beheimatet. Dessen Rugby-Union-Mannschaft spielt auch in der nationalen Meisterschaft Air New Zealand Cup und trägt ihre Heimspiele im North Harbour Stadium in Albany aus.

Wohnungssituation

Ein Großteil der Bewohner Aucklands lebt in seinem eigenen Haus. Diese sind zumeist einstöckig, aus Holz und befinden sich auf einem „Viertel-Acre“, also etwa 1.000 Quadratmeter großem Grundstück. Die Stadt besteht zu großen Teilen aus Vororten mit äußerst flacher Bebauung. Da Auckland trotzdem die am schnellsten wachsende Stadt des Landes ist, verbucht sie eine extrem große Flächenverbauung. Greater London hat mit einer Fläche von etwa 1.500 km² weit über sieben Millionen Bewohner, während in Auckland auf einer Fläche von über 1.000 km² nicht einmal eineinhalb Millionen Menschen leben. Wegen der voranschreitenden, raschen Zersiedlung des Ballungsgebiets, versucht die Verwaltung der Region diese Entwicklung zu stoppen und setzt zur Realisierung der „Erhöhung der Bevölkerungsdichte“ auf höhere Stadthäuser, Reihenhäuser oder Apartments.

Infrastruktur

Verkehr

Fernverkehr

Flugverkehr
Der Internationale Terminal am Flughafen Auckland

Die Stadt Auckland verfügt mit dem Auckland International Airport über den größten Flughafen des Landes. Dieser befindet sich etwa 21 Kilometer südlich des Stadtzentrums in Mangere (Stadt Manukau). Im Jahr 2004 wurden bereits über 11 Millionen Passagiere abgefertigt – davon 6 Millionen mit internationalen Zielen. Prognosen schätzen die Passagierzahl im Jahr 2050 auf über 50 Millionen. Seit Jahren schon – insbesondere seit 2004 – wird der Flughafen Schritt für Schritt entscheidend erweitert. Zum Beispiel werden die Terminals erweitert oder neue Parkmöglichkeiten geschaffen. So betrug die Gesamtfläche der seit 1977 existierenden Ankunfthalle etwa 12.000 m². Inzwischen hat sie sich fast verachtfacht und beträgt damit ca. 100.000 m². Insgesamt wird der Flughafen, der das wichtigste Drehkreuz der Air New Zealand, der Freedom Air, und von Pacific Blue darstellt, von über 30 Fluggesellschaften angeflogen.

Des Weiteren wird eine Machbarkeitsstudie für die Einrichtung eines zweiten internationalen Flughafens in der Nähe von Whenuapai, das im Nordwesten von Waitakere liegt, durchgeführt, da die Royal New Zealand Air Force ihre sich noch dort befindliche Hauptbasis in die Nähe von Palmerston North verlegen will. Außerdem gibt es noch zwei weitere Flugplätze in oder um den Ballungsraum: der Flughafen Ardmore – Basis der Mountain Air – und Dairy Flat, beide werden nur von kleineren Flugzeugen angeflogen. Der erste Flughafen der Stadt in der Mechanics Bay wird heute nur noch als Heliport genutzt.

Zugverkehr

Der Fernbahnhof von Auckland befindet sich im Britomart Transport Centre. Von hier aus starten Personenzüge, die über Hamilton und Palmerston North nach Wellington fahren. Die jeden Tag einmal verkehrende Verbindung quer durch die Nordinsel des Landes wird als Overlander bezeichnet. Im Jahr 1976 wurde der Personenfernverkehr auf der Linie nördlich von Auckland in Richtung Whangarei eingestellt. Seitdem verkehren auf dieser Strecke nur noch Güterzüge. Auch die Strecke Auckland-Wellington ist von der Schließung bedroht.

Nahverkehr

Der Eingang zum Britomart Transport Centre

Der Ballungsraum Auckland leidet unter einem äußerst starken Verkehrsaufkommen, das Tag für Tag in unterschiedlichen Teilen der Stadt für kilometerlange Staus verantwortlich ist. Die verschiedenen Ansätze zur Lösung des Problems entschieden unter anderem eine der letzten Bürgermeisterwahlen. Seit 2003, als das Britomart Transport Centre als Verknüpfung von Bahn, Bus und Fähre eröffnet wurde, tritt der Öffentliche Nahverkehr im Ballungsraum Auckland unter einem einheitlichen Namen auf: MAXX. Nach und nach werden alle Busse, Fähren, Züge, Stationen usw. mit dem Logo des Verbundes versehen, um das gesamte System kundenfreundlicher zu gestalten und die drei Transportmedien besser miteinander zu verknüpfen. Jedoch ist das gesamte System nach wie vor besonders kundenunfreundlich, da kein Verbundtarif existiert. So muss für jeden der insgesamt 12 Transportunternehmen ein separater Fahrausweis erworben werden, so dass die Benutzung von Bus, Bahn und Fähre in den meisten Fällen sehr unattraktiv ist, zumal der Unterhalt eines Kraftfahrzeugs sehr kostengünstig ist.

Zur besseren Regulierung der Geschäftspraxis privater Betreiber des Öffentlichen Personennahverkehrs gründete die Region Auckland im Jahr 2004 die distriktübergreifende ARTA-Organisation (ARTA = Auckland Regional Transport Authority).

Straße

In Auckland – wie in ganz Neuseeland – genießt der private Straßenverkehr eine höhere Priorität als der öffentliche Nahverkehr. Das wird zum Beispiel daran deutlich, dass der Ballungsraum über ein – für seine Größe – extrem ausgedehntes Straßennetz verfügt. Auf der anderen Seite wurde das Highway-Netz am Höhepunkt der Straßenbau-Ära geplant und wurde bis heute (2006) noch immer nicht vollständig nach den damaligen Plänen realisiert. Grob gesehen besteht das grundlegende Netz aus einer sehr wichtigen Nord-Süd-Verbindung, die im Moment von Orewa (Rodney-Distrikt) im Norden bis kurz vor Papakura im Süden führt und ein Teilstück des SH1 ist. Die zweite wichtige Strecke – eine Ost-West-Tangente – führt von Waitakere im Osten bis zur Kreuzung mit der Nord-Süd-Strecke im Zentrum der Stadt. Eine seit langem geplante Fortführung nach Osten, der Eastern Transport Corridor scheiterte 2004 vorerst an den astronomischen Kosten von 4.000.000.000 NZ$. Durch dieses Vorhaben, das sich teilweise dreizehnspurig durch die Stadt ziehen sollte, verlor John Banks die letzte Bürgermeisterwahl. Ausgebaut jedenfalls wurde der Kreuzungspunkt der beiden Autobahnen, die dadurch entstandene Central Motorway Junction ist das größte Autobahnkreuz des Landes. Außerdem wird mit der Northern Motorway Extension die nördliche Autobahn über Orewa hinaus verlängert.

Eine herausragende Bedeutung im Straßennetz der Stadt nimmt die Auckland Harbour Bridge ein, die das Stadtzentrum mit North Shore verbindet. Die 1969 wegen äußerst starker Verkehrsbelastung der Brücke an beiden Seiten angefügten Fahrbahnen müssen spätestens im Jahr 2016 abgenommen werden. Bis dahin muss das an chronischer Überlastung leidende Bauwerk entweder durch eine weitere Brücke oder durch eine unterirdische Verbindung entlastet werden. Pläne für beides sind bereits in Bearbeitung.

Bus
Eine neue Bus-Anzeigetafel (hier Victoria Park)

Busse bilden mit Abstand den größten Teil des öffentlichen Nahverkehrs in Auckland. Seit der Amtsübernahme von Dick Hubbard werden die Busverbindungen ausgeweitet und die über das gesamte Stadtgebiet verteilten Stationen ausgebaut. Leider sind Busse nach wie vor extrem unpünktlich und es ist für Ortsunkundige nicht einfach die günstigste Verbindung herauszufinden. Des Weiteren operieren insgesamt fünf verschiedene Busunternehmen im Stadtgebiet mit verschieden, nicht miteinander kombinierbaren, komplizierten Tarifsystemen.

Ein sehr großes Projekt ist das Northern Busway Project. Dabei wird entlang der geplanten und sich gerade im Bau befindlichen Northern Motorway Extension eine Busspur mit eingebaut, die fest für den öffentlichen Nahverkehr reserviert ist. Da die parallel verlaufende Autobahn im Berufsverkehr chronisch verstopft ist, wird diese Linie als eine von sehr wenigen von einer nennenswerten Anzahl von Fahrgästen benutzt.

In den letzten Jahren wurden einige praktische Sonderlinien eingeführt. Eine davon ist der sogenannte NiteRider, eine Spätlinie, die am Wochenende bis um 3 Uhr morgens die wichtigsten Haltestellen anfährt. Außerdem gibt es den Link Bus, der verschiedene Stationen im Stadtzentrum miteinander verbindet und als letztes der City Circuit; diese Linie wird alle 10 Minuten bedient und führt im Uhrzeigersinn durch das Stadtzentrum. Da sie kostenfrei ist, erfreut sie sich großer Beliebtheit. Busse werden hier teilweise mit Hybrid-Technik betrieben und sind somit etwas umweltfreundlicher.

Bahn
Ein Vorortzug der ADL-Klasse im Britomart Centre

In früheren Jahren wurden in Auckland Pläne für eine Stadtbahn entworfen. Für den jetzigen Zeitpunkt ist eine baldige Realisierung jedoch äußerst unwahrscheinlich. In die Bahn-Infrastruktur, also die Gleise, die Stationen sowie die Zugeinheiten wurde seit Jahren fast kein Geld investiert. Eine Trendwende markierte die Eröffnung des Britomart Transport Centre im Jahr 2003. Seitdem wird auch wieder eine Station mitten im Stadtzentrum angefahren. Das momentane Bahnnetzwerk, das eher einer Vorortbahn als einer S-Bahn gleicht, besteht aus drei Linien, die alle drei am Britomart Centre starten: Die westliche Linie (Western Line) führt dabei bis über Waitakere hinaus, die südliche Linie (Southern Line) endet in Pukekohe, während die östliche Linie (Eastern Line) nach der Haltestation Glen Innes wieder nach Südwesten führt und sich mit der südlichen Linie vereinigt.

Mit der Amtsübernahme von Dick Hubbard setzt sich nun auch der Distrikt Auckland City für eine Ausweitung der Vorortbahn ein. Im Moment wird gerade der größte Teil der westlichen Linie zweigleisig ausgebaut. Außerdem werden seit Mitte 2005 etwa 40 schon existierende Haltepunkte in einem einheitlichen Design neu errichtet. Diese Verbesserungen reichen aber bei Weitem nicht aus, um das im weltweiten Vergleich verschiedener Städte ähnlicher Größe in allen Belangen zurückliegende System in Auckland attraktiver zu machen, obwohl die Passagierzahlen seit Beginn der Investitionen jeden Monat etwa 10 bis 40 Prozent über dem Vorjahr liegen (im Februar 2006: 423.000 Fahrten, im März 2006: 545.000 Fahrten). Das ARTA-Konsortium veröffentlicht regelmäßig die neuesten Entwicklungen und Pläne für die nahe Zukunft sowie für eine mittelfristige Zeitspanne. In verschiedenen Dokumenten wird folgenden Investitionen eine hohe Priorität eingeräumt: Zum einen wurde seitens der Behörde viel Wert auf eine zukünftige Elektrifizierung des gesamten Netzes gelegt, ohne jedoch auf vorangegangene Studien konkret zu reagieren. Außerdem befindet sich eine Anbindung des Stadtzentrums von Manukau im fortgeschrittenen Planungsstadium und eine Realisierung ist wahrscheinlich. Des Weiteren soll eine neue Linie parallel zum SH20 den Südwesten der Stadt erschließen. Auch eine Anbindung des Flughafens sowohl von Norden her, als auch an eine westliche Fortführung der noch zu errichtenden Manukau-Linie ist im Ausbauplan enthalten. Ein erster Schritt für die Errichtung einer Flughafen-Innenstadt-Linie markierte die im März 2007 beschlossene Wiedereröffnung der seit 1973 brach liegenden Onehunga Line für das Jahr 2009[3]. Eine Bahnanbindung von North Shore ist wegen der ungünstigen geographischen Lage jenseits des Waitemata Harbour höchstens in der fernen Zukunft denkbar. Damit ein Versorgungstakt von fünf Minuten zu Stoßzeiten möglich wird und auch das eigentlich als Durchgangsbahnhof geplante Britomart Centre, das im Moment aber ein Kopfbahnhof ist, effizienter zu machen, ist ein weiteres Projekt für ARTA von vordringlicher Bedeutung und befindet sich bereits in − wenn auch mittelfristiger − Planungsphase: Vom Britomart Centre soll eine bis zu fünf Stationen umfassende unterirdische Linie das westliche Stadtzentrum erschließen, Fahrtzeiten nach Waitakere kürzen und das Britomart Centre zum Durchgangsbahnhof machen. An dieser U-Bahn-Linie, für die eine Elektrifizierung zwingend erforderlich ist, hängt die ganze Effizienz der ARTA-Pläne. Mit all diesen Erweiterungen würde die maximale jährliche Beförderungskapazität auf 67,9 Millionen Menschen steigen. Im Großraum Auckland gibt es auch eine Bewegung für einen verbesserten und umweltfreundlicheren öffentlichen Nahverkehr, die Campaign for Better Transport (CBT). Diese Organisation setzt sich für unterschiedliche Verbesserungen im Zugverkehr ein. Ihr ist unter Anderem auch die Wiedereröffnung der Onehunga Line zuzuschreiben.

Das Jahr 2007 markierte ein wichtiges Jahr der Eisenbahngeschichte von Auckland. Am 17. Mai 2007 wurde öffentlich bekannt gegeben, dass die neuseeländische Regierung eine Elektrifizierung der Vorortbahn von Auckland finanziert. Die Kosten, die sich auf etwa eine Milliarde $NZ belaufen werden für die Umbauten an den Stationen, für die Stromleitungen und für neue Zugeinheiten verwendet. Der Beginn des Projekts ist für Ende des Jahres 2007 vorgesehen, 2013 sollen schließlich alle wichtigen Verbindungen elektrifiziert sein[4].

Fähre

Für den Nahverkehr in Auckland sind Fähren um einiges bedeutender als zum Beispiel in Wellington. Dort gibt es nur zwei Linien, während in Auckland zahlreiche verschiedene Verbindungen angeboten werden. Am gefragtesten sind die Fährverbindungen zwischen Auckland City und North Shore, da hier die völlig überlastete Auckland Harbour Bridge umgangen werden kann. Täglich werden aber die auch zum Stadtgebiet gehörigen Inseln vor der Ostküste von zahlreichen Fähren angelaufen. Verbindungen gibt es z. B. zur Half Moon Bay und zu den Rangitoto und Waiheke-Inseln.

Seeschiffahrt

Hauptartikel: Häfen von Auckland.

Auckland ist die wichtigste Hafenstadt Neuseelands. In Auckland befinden sich umfangreiche Hafenanlagen für den Umschlag von Containern, Stückgut und ein bedeutendes Terminal für Kreuzfahrtschiffe. Der überwiegende Teil der Häfen wird von der dem Auckland Regional Council gehörenden Ports of Auckland Authority betrieben.

Veranstaltungsorte

Das Eden-Park-Stadium in Auckland

Die Ballungsraum Auckland verfügt über zahlreiche Veranstaltungsorte für die unterschiedlichsten Sportarten und Konzerte. In der Stadt befindet sich mit dem Eden Park das größte Sportstadion des ganzen Landes, in dem im Jahr 2011 das Finalspiel der Rugby-Weltmeisterschaft stattfinden sollte. Nach Umbauten hätten dort 60.000 Menschen Platz gefunden. Durch das wahlweise ovale Spielfeld können auch Cricket-Spiele abgehalten werden. Nach längeren Debatten im Jahr 2006 wurden mögliche Stadionneubauten entweder in Waitakere oder in Hafengebiet der Innenstadt abgelehnt und der Umbau des Eden-Park-Stadions beschlossen. Das North Harbour Stadium ist die Heimspielstätte der New Zealand Knights, dem neuseeländischen Vertreter der höchsten australischen Fußball-Liga, der aus acht Mannschaften bestehenden A-League. Zu guter Letzt ist das 25.000 Zuschauern Platz bietende Ericsson Stadium zu nennen.

Bis auf die beiden in der Stadt bestehenden Eishockey-Hallen sind keine Spielstätten für Eissport zu finden. Diese beiden Hallen sind nicht an internationalen Standards zu vergleichen. Trotz seiner praktisch schnee- und frostfreien Lage wurde in Auckland im Jahr 2007 die Vector Arena, eine Multifunktionshalle mit 12.000 Sitzplätzen, in der Sportarten wie Eishockey aber zum Beispiel auch Basketball oder Motocross-Rennen stattfinden können, eröffnet.

Bildungseinrichtungen

Der „Clock Tower“ der University of Auckland

In Auckland haben drei neuseeländische Universitäten ihren Hauptsitz: Die Universität Auckland, die Technische Universität Auckland (AUT) und die Unitec (Institute of Technology).

Die älteste der Aucklander Universitäten ist die 1883 gegründete University of Auckland. Im April 2006 waren mehr als 39.000 Studenten an der University of Auckland eingeschrieben. Sie versteht sich als „research-based university“ (etwa: forschungsorientierte Universität; vergleichbar einer Universität in Deutschland) und bietet eine Vielzahl von Studiengängen an den Fakultäten Ingenieurwesen, Jura, Medizin, Kunst, Wirtschaft, Gesellschafts-, Erziehungs- und Naturwissenschaften an. Außerdem ist eine theologische Fakultät angegliedert. Der Campus der Universität Auckland befinden sich etwas südöstlich des Stadtzentrums von Auckland City. Die hat darüber hinaus noch fünf weitere: der größte befindet sich im zur Auckland City gehörenden Stadtteil Tamaki, die medizinische Fakultät und weitere gesundheitswisschenschaftliche Fachbereiche sind gegenüber dem Auckland Hospital unweit des Citycampus im Stadtteil Grafton angesiedelt, ein weiterer Campus befindet sich im zu North Shore gehörenden Stadtteil Takapuna. Seit der Verschmelzung mit dem Auckland College of Education 2004 gehört der Campus in Epsom sowie die Außenstelle in Whangarei zur Universität.

Die 2000 gegründete Technische Universität Auckland (AUT) ist Neuseelands jüngste Universität, auch wenn sie auf die 1895 gegründete Auckland Technical School zurückgeht. 2005 waren 25.750 Studenten eingeschrieben. Die AUT ist mit einer Technischen Hochschule in Deutschland vergleichbar. Die AUT befinden sich ebenfalls südöstlich des Stadtzentrums. Sie hat außerdem einen Campus im Stadtteil Akoranga in North Shore.

Die Unitec (Institute of Technology) wurde 1976 gegründet und Ende 2005 waren 65.636 Studenten eingeschrieben. Ihr Status ist mit dem einer Technischen Hochschule oder Fachhochschule in Deutschland vergleichbar. Sie befindet sich im Stadtteil Mt Albert und verfügt über eine Außenstelle im Stadtteil Henderson von Waitakere.

Des Weiteren verfügen noch andere neuseeländische Universitäten über Campus oder Außenstellen im Ballungsraum Auckland. So unterhält die hauptsächlich in Dunedin angesiedelte Universität von Otago ein Gebäude in der Queen Street in der Aucklander Innenstadt und auch die Massey University hat in Palmerston North und Wellington einen Campus in Albany (North Shore) an der Nordgrenze des Ballungsraums Auckland.

Im Stadtteil Otara befindet sich das 1970 gegründete Manukau Institute of Technology (M.I.T). Seit 1996 gibt es eine Partnerschaft mit der University of Auckland. Laut eigener Homepage studieren über 25.000 Studenten am M.I.T.

Wirtschaft

Von jeher ist Auckland nicht nur das infrastrukturelle, sondern auch das wirtschaftliche Zentrum Polynesiens. Zwei besonders wichtige Faktoren der Wirtschaft Aucklands machen den Ballungsraum zur bedeutendsten Stadt des Landes: Zum einen der Außenhandel und auf der anderen Seite das Finanzwesen. Vor allem in letzter Zeit ist auch der Tourismus von immer größerer Bedeutung. Der Internationale Hafen von Auckland ist für 68 % aller Importe und für 33 % aller Exporte des Landes verantwortlich (Stand: jeweils 2004). Die Arbeitslosenrate lag mit durchschnittlich 3,3 % unter dem Landesschnitt von 3,6 % (2004). Viele nationale Kreditinstitute haben ihren Hauptsitz in Auckland und zahlreiche ausländische Banken unterhalten eine Zweigstelle in der Stadt. Seit der extrem liberalen Wirtschaftspolitik des Landes haben australische Banken oft Mehrheitsanteile an ehemals neuseeländischen Kreditinstituten. Beispiele hierfür sind die ANZ (Australia and New Zealand Banking Group), die Bank of New Zealand oder die Auckland Savings Bank.

Insgesamt arbeiten alleine im CBD der Stadt knapp 70.000 Menschen, was in etwa 25 % aller Arbeitsplätze in Auckland City bzw. 13 % aller Arbeitsplätze der Region entspricht. Obwohl das Stadtzentrum nur unbedeutend kleiner als das der australischen Metropole Sydney ist, konkurriert die größte Stadt Neuseelands auch in wirtschaftlicher Hinsicht eher mit Städten wie Perth oder Brisbane.

Sport

Segeln

Auckland ist die Heimat des Royal New Zealand Yacht Squadron (RNZYS), eines alten und in Neuseeland führenden Yachtclubs. Bekannt wurde er durch erfolgreiche Teilnahmen am America´s Cup.

Sehenswürdigkeiten

Die Innenstadt bei Nacht
Der Krater des Mount Eden
Blick auf das Stadtzentrum

Das eigentliche Stadtzentrum Aucklands liegt südlich des Hafens im Waitemata Harbour entlang der Queen Street. Sehenswert und ein guter Ausgangspunkt für Bootstouren in den Hauraki-Golf zum Beispiel auf Rangitoto oder Waiheke Island oder Little oder Great Barrier Island, ist der Hafen mit dem 1912 erbauten Ferry Building. Unmittelbar westlich davon liegt das Viaduct Basin, das 2000 und 2003 Austragungsort der Rennen um den America’s Cup war. Das Aotea Center sowie die Town Hall bilden ein wichtiges Kulturzentrum in der Innenstadt. Nicht weit entfernt von dort befinden sich die Auckland City Gallery sowie die dazugehörige New Gallery.

Ein weiteres interessantes Museum ist das im Park Auckland Domain gelegene Auckland War Memorial Museum, das u. a. Sammlungen zu Geschichte und Kultur der Māori sowie zur Natur Neuseelands beherbergt. Einen Einblick in die noch existierende Fauna des Landes erhält man im Zoo der Stadt. Kostenlose Ausgucke über große Teile des Ballungsraumes erhält man auf den vulkanischen Hügeln Mount Eden und dem One Tree Hill. Den besten Überblick über das Gebiet erhält man von der Aussichtsplattform des Sky Tower. Dieser 1997 eröffnete Turm bildet mit 328 Metern das höchste Gebäude der Südhalbkugel.

Östlich des Stadtzentrums befindet sich Kelly Tarlton’s Antarctic Encounter & Underwater World, ein riesiges Aquarium mit einer Antarktisausstellung. In der Nähe der Stadt gibt es zahlreiche schöne Strände, die zum Entspannen, Baden und Surfen einladen.

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter der Stadt

Sonstiges

Auckland ist der bei weitem größte Ballungsraum Neuseelands und nimmt eine entsprechend dominante Stellung in der neuseeländischen Gesellschaft ein. Dieser Status als „heimliche Hauptstadt“ führt zu einer gewissen Rivalität zur eigentlichen Hauptstadt Wellington. Weiterhin unterscheidet sich der Lebensstil zum Teil deutlich von dem des übrigen Landes, insbesondere der überwiegend ländlichen Regionen. Dieser Unterschied führt dazu, dass sich Stadt und Rest des Landes wechselseitig als nicht repräsentativ für das Land ansehen, was sich in Aussagen wie „New Zealand begins beyond the Bombay Hills“ (Neuseeland beginnt hinter den Bombay Hills; einer Hügelkette im Süden Aucklands) oder der Bezeichnung als „Hillbilly“ (Hinterwäldler) für Nicht-Aucklander beziehungsweise „Jafa“ für Aucklander widerspiegelt. Die letzte Bezeichnung ist ein Akronym für Just Another Fucking Aucklander (deutsch etwa: nur ein weiterer verdammter Aucklander) und wird teils ironisch, teils positiv umgedeutet (etwa als Just Another Friendly Aucklander – nur ein weiterer freundlicher Aucklander) mittlerweile auch von Aucklandern selbst verwendet.

Quellenangaben

  1. Auckland – History and Culture von www.aucklandnz.com
  2. Quality survey auf citimayors.com
  3. Auckland Regional Transport Authority: Rail Services to Onehunga for 2009 21. März 2007
  4. Mathew Dearnaley: [www.nzherald.co.nz/index.cfm?objectid=10440850 $1b Auckland rail upgrade powers ahead] 21. Mai 2007

 Commons: Auckland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

 Wikinews: Auckland – in den Nachrichten

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