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Hollywood

Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel behandelt den Stadtteil von Los Angeles; zu weiteren Bedeutungen siehe Hollywood (Begriffsklärung).

Hollywood [ˈhɑːliwʊd] (engl.: Stechpalmenwald) ist ein Stadtteil von Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien mit 167.664 Einwohnern (Volkszählung 2000). Weltbekannt ist Hollywood als Zentrum der US-amerikanischen Filmindustrie, weshalb der Name oft auch als Synonym für die gesamte Branche steht. Deren Kritiker nennen Hollywood abwertend auch Tinseltown (engl.: „Talmi-Stadt“ oder „Tand-Stadt“).

Inhaltsverzeichnis

Hollywood als Filmstadt

In den Hollywood Hills über der Stadt befindet sich das bekannte Hollywood Sign, große Buchstaben, die 1923 als „Hollywoodland“ errichtet wurden, um für den Verkauf von Grundstücken zu werben. Als die Buchstaben mehr und mehr verfielen, wurde 1978 durch die Handelskammer von Hollywood mit Unterstützung einiger Prominenter zum 91. Geburtstag der Stadt ein neuer Schriftzug aufgestellt.

Der Aufstieg Hollywoods, das im Jahr 1887 von der Familie Wilcox gegründet wurde, begann 1911, als David Horsleys Nestor Company hier das erste Filmstudio eröffnete. Noch im gleichen Jahr siedelten 15 weitere, „Independents“ (Unabhängige) genannte, Unternehmen von New York, dem damaligen Zentrum der Filmindustrie, nach Hollywood über.

Es gab viele Gründe für diesen Umzug. Neben ökonomischen waren es das geeignetere Klima und die längeren Tage (zu dieser Zeit hatte man noch kein adäquates Kunstlicht, man drehte also entweder im Freien oder in einem Studio mit Glasdach oder ähnlichem). Mitentscheidend war zweifelsohne auch die große Entfernung zu New York, von wo aus die mächtige Motion Picture Patents Company (MPPC) alle ihre nicht angeschlossenen Unternehmen mit hohen Strafen und Lizenzgebühren bedrohte.

Entscheidend für den Aufstieg Hollywoods zur „weltgrößten Filmmetropole“ war die Ankunft von Carl Laemmle (1867–1939) im Jahr 1912. Nach abgeschlossener Kaufmannslehre trat er 1884, gerade 17-jährig, zusammen mit einem Schulfreund die Reise ins ferne Amerika an. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten musste er rasch erkennen, dass aller Anfang schwer ist. Zunächst wenig erfolgreich, verdingte er sich als Laufbursche in einem Drugstore für vier Dollar. Erst mit 39 Jahren geriet er 1906 eher zufällig ins Filmgeschäft. Im Juni 1912 gründete er durch den Zusammenschluss mehrerer unabhängiger Filmgesellschaften die Universal Film Manufacturing Company. Ab 1913 ließ er nahe Los Angeles im San-Fernando-Tal eine ganze Studiostadt, Universal City, erbauen, die am 15. März 1915 glanzvoll eröffnet wurde. Als Pionier, der Filmgeschichte schrieb, hat Carl Laemmle aus einer verschlafenen Kleinstadt in Kalifornien namens Hollywood der Welt größte Filmmetropole geschaffen.

Laemmle produzierte über 9.000 Filme und blieb trotz seines Weltruhmes ein Leben lang seiner Heimatstadt eng verbunden. In den neuen Studios entstanden unzählige Wildwest-, Grusel- und Horrorfilme. Nach und nach produzierte Carl Laemmle immer anspruchsvollere und teurere Filme, darunter jene, die Universal berühmt machten: „Der Glöckner von Notre Dame“ (1923), „The Phantom of the Opera“ (1925), „King of Jazz“ (1930). Für seinen wohl bedeutendsten und zugleich umstrittensten Film „Im Westen nichts Neues“ wurde Laemmle 1930 mit dem Oscar ausgezeichnet. Im Zuge der großen Weltwirtschaftskrise geriet auch die Universal in finanzielle Schwierigkeiten. Trotz verschiedener Rettungsversuche musste er 1936 sein Unternehmen verkaufen.

Zu den größten Filmstudios in Hollywood zählen derzeit die Universal Studios und Warner Brothers. Die Geschichte des Hollywoodkinos lässt sich in mehrere Phasen gliedern, unter anderem die Klassische Periode und das New Hollywood von 1967 bis 1976.

Zu den weltbekannten Sehenswürdigkeiten in Hollywood gehört sicherlich auch der berühmte Walk of Fame. Auf dem Gehweg sind über 2.000 Platten mit Sternen für Stars eingelassen, die in fünf Kategorien mit jeweils einem entsprechendem Symbol eingeteilt sind. Mit den Sternen werden lebende wie auch verstorbene Prominente geehrt, die eine wichtige Rolle vor allem in der amerikanischen Unterhaltungsindustrie spielten oder noch spielen. Darüber hinaus wird aber auch an fiktive Personen erinnert oder in Einzelfällen an Organisationen und Einrichtungen, wie z.B. das LAPD (Los Angeles Police Department).

Bezirksgrenzen

Die Stadträte Goldberg und Koretz legten am 16. Februar 2005 einen Gesetzentwurf vor, der die Grenzen für den Bereich Hollywood festlegte. Nach der einmütigen Unterstützung durch die Chamber of Commerce und den LA City Council wurde der Entwurf vom Gouverneur Arnold Schwarzenegger am 28. August 2006 als Assembly Bill 588 genehmigt, und seitdem hat Hollywood offizielle Bezirksgrenzen.

Hollywood umfasst nun offiziell den Bereich östlich von Beverly Hills und West Hollywood, südlich des Mulholland Drive, Laurel Canyon, Cahuenga Boulevard, Barham Boulevard, nördlich der Melrose Avenue und westlich des Golden State Freeway und von Los Feliz. Die Bevölkerungszahl des neuen Bereichs Hollywood liegt bei rund 168.000 Einwohnern.[1]

Literatur zur Geschichte

  • Robert Nudelman, Marc Wanamaker: Historic Hollywood. An Illustrated History. Historical Publishing Network, San Antonio 2005, ISBN 978-1893619463.
  • George R. Jezek, Marc Wanamaker: Hollywood. Now and Then. George Ross Jezek Photography & Publishing, San Diego 2002, ISBN 978-0970103611.
  • Gaelyn Whitley Keith: The Father of Hollywood. The True Story. BookSurge, El Dorado Hills 2006, ISBN 1-4196-4194-8.
  • Gregory Paul Williams: The Story of Hollywood. An Illustrated History. BL Press, Los Angeles 2005, ISBN 0-9776299-0-2.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. LA Almanac. Abgerufen am 24. Mai 2007. (englisch)

Weblinks zu zu

 Commons: Hollywood – Bilder, Videos und Audiodateien


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